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Leselupe.de > Ungereimtes
Die ewige Stadt
Eingestellt am 02. 04. 2010 19:41


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Rhea_Gift
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Die ewige Stadt

Zwischen hupenden Autos
und schimpfenden Busfahrern
bleichen
römische SÀulen
zerbrochene ZĂ€hne
bleibende Zeugen
gewichtiger Zeiten
Schatten
in Marmor gehĂŒllt

hektisch schlingernd
sausen Vespas
wie bunte Bienen
sirrend vorbei
manche
mit fremden Taschen
am Lenker

verschwinden
in engen Gassen

hölzerne LÀden
lehnen gemĂŒtlich
grĂŒn
verwittert
am Fensterrahmen
terracotta
schimmernder HĂ€user

an langen Leinen
flattert WĂ€sche
winkend
ins leuchtende Blau

funkelnde Wasser
aus göttlichen MĂŒndern
springen glitzernd
hinterher

alte Frauen
faltig schwarz
hocken auf krummen BĂ€nken
flĂŒstern ihre Geschichten
ĂŒbers Kopfsteinpflaster
das wissend dunkelt
und schweigt

im Hintergrund weht Gitarrenspiel
und junges Lachen herĂŒber

hitzige KĂŒsse
unter dem Mond
das Morgen vergessend
genossen
so manche Rose
ertrinkt am Absatz
der Spanischen Treppe
in einem Glas Wein

am Rande ein Gaukler
flanierendes Volk
schwirrend
wie immer
die Luft -

Rom atmet
Ewigkeit.


__________________________

>> es sind drei Versionen in Reihe entstanden... kann man sich hier in der anklickbaren vorherigen Version angucken, wens interessiert Da die erste spontane die mir liebste ist - steht diese nun - trotz ihrer LĂ€nge - hier - danke an gitano fĂŒr Ermutigung

__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

Version vom 02. 04. 2010 19:41
Version vom 03. 04. 2010 02:53
Version vom 03. 04. 2010 12:09

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gitano
Guest
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Hallo Rhea_Gift!
Mancher Mensch mag SpiritualitÀt sagen, zu den Momenten die unseren Erinnerungen bleiben, die uns dort ergreifen wo wir nie altern!
auch wenn wir altern...wenn wir sie erlebt haben, die Momente die den Fortagng der Zeit bedeuten, junge Verliebte, wie wir es mal waren...

Wir lieben Menschen die mit uns solche Momente teilen...manchmal StĂ€dte wie Menschen. ...trotz ihrer Falten, Doppelkinn, und schlechten ZĂ€hne, bleiben sie fĂŒr uns was sie waren im Moment der Liebe und SchwĂ€rmerei.

2500 Jahre von der Ewigkeit...wieviele Liebespaare mag Rom gesehen haben?

Deine Sichtweise ist die zu einer liebgewordenen Alten mit all ihren Marotten und WidersprĂŒchen
Stilistisch zeigst hier eine ganz andere Herangehensweise als es in Al hamÂŽra auftaucht.
Viele Adjektive in FĂ€den gereiht steigern und senken.
Den Schuss Humor und das sehr selbstbewußte SelbstverstĂ€ndnis der RömerInnen ist gut eingefangen.
Metrisch wĂŒrde ich zu etwas mehr Gleichklang -gleich einem Gesang raten.

...Deine Kurzversion war auch nicht schlecht!! :-)
Hast Du Mut, beide Versionen gegenĂŒber zu stellen?
Ich vote fĂŒr die spontane *hehe*

Liebe GrĂŒĂŸe vom bazillus amori
gitano

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lapismont
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Man muss schon diesen endlosen Atem der Geschichte spĂŒren oder den Kaffee-Duft aus dem Mund einer 19jĂ€hrigen.

Die Begegnung ist zu spĂŒren, liebe Rhea, aber vielleicht solltest Du Dich entscheiden, ob Du bildhaft beschreiben willst, oder eine Allegorie auf Rom suchst.

FĂŒr mich ist das Zahnbild zum einem zu abgegriffen und zum anderen nicht konsequent, oder treffend ausgearbeitet.

Irgendwie schwankt auch die Stimmung zwischen Dante und Karneval. Gebimmel da und Weltenschlund hier.

Ich kann's nicht ganz greifen, was mich stört.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Rhea_Gift
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Rom ist eben genau diese irritierende jedoch faszinierende Mischung - zumindest in meinen Augen... Glockengebimmel neben Autogehupe und bleichenden SĂ€ulen...

meine anderen Versionen? Na, die spontane war ja eher lang - und die zweite sehr kurz - aber auf gitanos Wunsch - hier nun mit eingestellt.


>> ich muss sagen, meine erste Version gefÀllt mir am besten
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Heidrun D.
Guest
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Liebe Rhea,

ich weiß schon, du wirst es nicht gern hören, aber mir gefiele die erste Version zwar am besten, doch wĂŒrde ich diese kĂŒrzen ...

M. E. bringst du zu viele Impressionen, die sich gegenseitig aufheben. Eine Idee:

quote:
Die ewige Stadt

Zwischen hupenden Autos
und schimpfenden Busfahrern
bleichen
römische SÀulen
zerbrochene ZĂ€hne Zeugen
gewichtiger Zeiten

ewige Schatten
in Marmor gehĂŒllt

hektisch schlingernd
sausen Vespas
wie bunte Bienen
sirrend vorbei
manche
mit fremden Taschen
am Lenker

verschwinden
rasch
in engen Gassen

hölzerne LÀden
lehnen grĂŒn
gemĂŒtlich verwittert
am Fensterrahmen

an langen Leinen
flattert die WĂ€sche
winkend
ins leuchtende Blau

funkelnde Wasser
aus göttlichen MĂŒndern
springen glitzernd
hinterher

alte Frauen
faltig schwarz
hocken auf krummen BĂ€nken
flĂŒstern ihre Geschichten
ĂŒbers Kopfsteinpflaster
das wissend dunkelt
und schweigt

am Rande ein Gaukler
flanierendes Volk

Rom atmet
Ewigkeit.
Michmalindieeckeduck

Heidrun

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Rhea_Gift
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*g* fĂŒr VorschlĂ€ge musst du dich nicht ducken
Ich werde zwar nich viel von deinen Streichungen ĂŒbernehmen, merke aber, dass fĂŒr den Lesefluss noch ein paar AbsĂ€tze mehr nötig sind... die fremden Taschen sind mir wichtig, live erlebt - wer da seine Tasche nicht gut festhĂ€lt - wech ist sie...
Ein, zwei Worte können raus - aber die Ewigleit am Ende ist mir wichtig..., dafĂŒr kann sie oben weg - und die ZĂ€hne sind mir auch wichtig... - so abgebrochen wie die da rum stehen zum Teil - hat wirklich was von ZĂ€hnen - sehr plastisch dort, die ZĂ€hne der Zeit

LG und danke fĂŒr die MĂŒhe!
Rhea

Ich denk, ich lasse die erste Version stehen... die gefÀllt mir selbst ja nun auch am besten...
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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