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Leselupe.de > Kindergeschichten
Die fast vergessenen Kobolde
Eingestellt am 25. 11. 2001 20:28


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Lars Koch
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2001

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Die fast vergessenen Kobolde

Als die Erde noch jung war, lebte im frischen Erdreich eines schönen Waldes, ein Kobold mit seiner Frau.
Der Kobold lebte sehr gerne dort, denn es gab so viel an dem man sich erfreuen konnte: Da waren die Blumen, die den Waldboden mit ihren leuchtenden Farben bedeckten, die Vögel, die in den Baumkronen zwitscherten und das Spiel der Fische, die in dem kleinen Bächlein umher schwammen.
Eines schönen Tages, als die Sonne warm durch die Blätter funkelte, saß der kleine Kobold auf einem Baumstumpf und lauschte den Vögeln, als sich plötzlich eine Eule neben ihn setzte. Er wunderte sich sehr, denn er wusste ja, dass Eulen nur nachts unterwegs waren.
Er fragte sie überrascht: „ Sag mal, was machst du denn hier, so mitten am Tag?“
Die Eule drehte ihren Kopf zu dem Kobold und antwortete: „ Hast du es noch nicht gehört?“ „ Was soll ich denn gehört haben?“ fragte der Kobold jetzt noch neugieriger.
Die Eule sah ihn mit ihren großen Augen an „ Da gibt es einen Mann, der hier ganz in der Nähe, auf der großen Wiese vor dem Wald, ein großes Boot baut .“
„ Aber warum soll er ein Boot bauen, es gibt doch gar kein großes Meer in der Nähe“ fragte der Kobold. „ Du weißt also wirklich nichts darüber? Na, dann erzähl ich dir jetzt davon: Dieser Mann heißt Noah und er baut ein großes Boot, weil er weiß, dass es bald sehr viel regnen wird und alles zu einem großen Wasser werden soll.“ „ Aber wenn es viel regnet, dann bekommen die Blumen und Sträucher endlich genügend Wasser um wieder aufzublühen“. „ Nun lass mich doch zu Ende erzählen“, sagte die Eule ärgerlich, da man sie unterbrochen hatte. „ Nun gut, wo war ich? Ach ja. Er hat allen Vögeln aufgetragen, diese Kunde zu verbreiten: bald wird ein großes Unwetter kommen und alles wird überflutet werden. Noah lädt von jedem Tier ein Paar ein, sich in seinem Boot in Sicherheit zu bringen.“
Der Kobold sah die Eule fragend an. Er wusste, dass die Eule nie lügen würde, aber das, was sie da gerade gesagt hatte, schien ihm doch etwas seltsam.
„ Und du weißt das genau? Ich meine, du hast dich nicht vielleicht verhört?“ wollte der Kobold wissen nur um ganz sicher zu sein. „ Nein, ich habe mich nicht verhört! Wie du weißt, höre ich sehr gut,“ stellte die Eule ein bisschen beleidigt fest.
Da die Eule sah, dass der Kobold es immer noch nicht glauben wollte, flog sie von dannen. Sie rief ihm noch zu: „ Glaub es mir, du wirst es schon noch sehen!“ Dann ließ sie den Kobold allein, denn sie musste diese Nachricht noch so vielen Tieren bringen.
Der Kobold machte sich auf den Weg nach Hause zu seiner Höhle unter dem großen Baumstumpf, um seiner Frau zu erzählen, was die Eule zu ihm gesagt hatte. Die Frau Kobold war ganz aufgeregt, als er mit seiner Erzählung zu Ende war. Sie fing sogleich damit an, Sachen zu packen. Der Kobold wollte es immer noch nicht so recht glauben, aber seine Frau drängte ihn, auch zu packen. Die Beiden machten sich auf, um das große Boot zu finden.
Als sie auf die Lichtung kamen, sahen sie das große Boot des Noah, ein Boot riesiger als ein Baum. Auf der einen Seite war eine große Tür, aus der ein Steg bis auf den Boden ragte. Der Kobold war erstaunt, dass schon so viele Tiere da waren. Immer in Paaren stiegen sie den Steg empor und verschwanden in dem großen Laderaum des Schiffes. Da waren Elefanten, Giraffen, Frösche, Schlangen und Schmetterlinge und viele Tiere mehr, von denen er nicht einmal die Namen wusste.
Der Kobold und seine Frau gingen an das Ende der Schlange und warteten auf Einlass.
Ein Mann stand ganz oben an der Tür und passte auf, dass nur ein Paar von jeder Art in das Boot kam. Als die Reihe an den Kobolden war, blickte Noah auf sie herunter und lachte. „ Jetzt hätte ich doch fast die Kobolde vergessen.“

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Josef
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Nov 2001

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Hallo Lars!
Jetzt kenne ich schon zwei Geschichten von Dir. Die Verbindung von Kobolden und der Arche Noah ist, hmm, kess.
Am Schluß hatte ich das Gefühl als würde etwas fehlen. Ich kann aber nicht sagen was.
Ist der religiöse Hintergrund beider Geschichten Zufall?
Viele Grüße Josef

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flammarion
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Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

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ei ei,

ich hätte nie gedacht, daß kobolde tiere sind. eher hätte ich geglaubt, daß sie sich unsichtbar auf die arche geschmuggelt haben. das wäre auch eine interessante geschichte, oder? auch mir will scheinen, daß du die übrigens recht gut geschriebene geschichte an der spannendsten stelle abgebrochen hast. ganz lieb grüßt
__________________
Old Icke

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