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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die gähnende Tiefe
Eingestellt am 07. 12. 2000 20:44


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Yossarian
Hobbydichter
Registriert: Oct 2000

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Endlich oben angekommen und nur Schritte vor mir die gähnende Tiefe.
Ich war ganz allein und Furcht saß tief in meinen Gliedern. Heute würde ich dem quälenden Verlangen nachgeben, diesen Wunsch das Unvermeidliche endlich auszuführen, mich in den Abgrund zu stürzen.
Als ich an den Rand herantrat um einen kurzen hastigen Blick hinab zuwerfen, begann mein Herz förmlich zu rasen und ein kalter Schauer lief meinen Rücken hinab.
Dort unten also wartete mein Schicksal und während ich herunterblickte schien mein Leben vor meinen Augen noch einmal abzulaufen.
Ich erinnerte mich an die unzähligen Male als ich zögernd und zaudern gescheitert war, meine Angst vor der Ungewissheit nicht hatte überwinden können.
Meine Hände und Beine zitterten wie die eines Alkoholkranken und es schien mir als würde die Zeit mich zu einer Entscheidung drängen.
Mir wurde klar, dass ich diesmal nicht umkehren durfte und der Wahrheit ins Gesicht sehen musste.
Es länger hinaus zu zögern bedeutete nur weitere Qualen, weitere schlaflose und frustrierende Nächte.
Um meiner Angst Herr zu werden schloss ich die Augen, blieb minutenlang regungslos stehen und wartete bis sich mein pochendes Herz beruhigt hatte, dann sprang ich sieben Meter in die Tiefe und platschte senkrecht ins Becken unseres Schwimmbads.
Als die Fluten über mir zusammenfielen und ich das kalte Chlorwasser spürte wusste ich, endlich war ich ein Mann.

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zero
Festzeitungsschreiber
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War das jetzt so schlimm?

Ich bin da damals einfach so runtergesprungen, ohne mir gross was dabei zu denken (und sehr alt kann ich auch nicht gewesen sein; von einem Alkoholkranken hätte ich nichts gewusst). Hätten es nicht wenigstens zehn Meter sein können; so kommt es mir etwas melodramatisch vor.

(sich über das arme Schwein lächerlich machend)
__________________
aut zero aut nihil

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Yossarian
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Melodramatisch ist wohl das falsche Wort ich würde eher sagen Grotesk und das mit Absicht, denn man mag es kaum glauben, aber die Sache ist nicht ganz ernst gemeint.
Wieso Selbstironie ? Ich bin's schließlich net sondern mein Protagonist.
Mit den Kommas hast du übrings meinen wunden Punkt getroffen lieber Jan, damit sind wir dann wohl quitt (vorläufig)

bis denne, Yossarian

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zero
Festzeitungsschreiber
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Deswegen hatte ich mich den Mannbarkeitsriten ja angeschlossen; ich dachte das wird von mir als feixendem Untensteher erwartet. Aber stimmt, die Wortwahl war unglücklich; es sah ziemlich albern aus.
__________________
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Yossarian
Hobbydichter
Registriert: Oct 2000

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Hi Jan

Wenn du mein Profil gelesen hast,
wirst du dir vielleicht denken können,
dass ich nicht der Typ bin dem sowas Probleme bereitet hätte.
Nein wirklich, der Protagonist ist mir so unähnlich wie es nur irgendwer sein kann, ohne Scheiss.

schöne Grüsse

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