Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92269
Momentan online:
457 Gäste und 14 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die gelbe Boje
Eingestellt am 11. 09. 2003 11:37


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
ergusu
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2003

Werke: 14
Kommentare: 3
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Die gelbe Boje

Zerfressen vom Kot der Möwen und dem Salz der Ostsee schaukelte die alte Boje vor der KĂŒste Kolbergs. Sie war noch einmal gelb ĂŒberstrichen worden und diente Olaf als Zielpunkt bei seinen tĂ€glichen Schwimmmanövern. Dort wendete er, nahm dann seine Rita mit ihrem roten Bikini ins Visier und schwamm kraftvoll zum Strand zurĂŒck. Olaf akzeptierte, dass Rita das kalte Wasser nicht mochte, sich lieber auf ihrer Liege rĂ€kelte und in Modezeitschriften blĂ€tterte.
Eines Tages, als er gerade wieder schwimmen wollte, zog sie ihn sanft an seinen Schnurrbart und fragte ihn: „Olaf, sehe ich nicht scheußlich aus?“
„Du siehst so aus wie immer,“ sagte er zĂ€rtlich, strich ihr ĂŒber das lange blonde Haar und kĂŒsste ihr kleines StupsnĂ€schen.
„Eben. Und deshalb gehe ich jetzt zum Frisör.“
„Meinetwegen.“
„Und noch etwas , Olaf.“
„Ja“
„Du wirst ĂŒberrascht sein.“

Olaf kannte Ritas Modefimmel, ihre Freude bei der Suche nach dem Besonderen, und ließ sie gewĂ€hren.
GemĂŒtlich schwamm er auch heute seine Bahnen und legte sich anschließend zum MittagsschlĂ€fchen. Aber schließlich war es 15.00 Uhr geworden und Rita noch immer nicht zurĂŒck. Da schlenderte er zum vielleicht hundert Meter entfernten DĂŒnencafe und trank einen Cafe, was er alleine sonst nie tat. Er betrachtete aus vielleicht fĂŒnf Metern Höhe das bunte Strandleben: Ein Pudel wollte nicht mit seinem Herrchen baden, ein kleiner Junge streute seinem schlafenden Vater Sand ins Nasenloch und ein Ă€lterer Mann trug am Ufer stolz seine nasse weiße Turnhose spazieren, die durchsichtig geworden war. Die beiden Rettungsschwimmer lĂŒmmelten wie immer in ihren Strandkörben und schienen um die Wette zu schlafen.
Olaf sah nun auch eine rothaarige Schöne mit Bubikopf und pinkfarbenen Badeanzug, die angestrengt auf die See starrte. Da bemerkte er, wie sie plötzlich und panikartig die beiden Rettungsschimmer weckte und in das Ruderboot dirigierte. Die Schöne zeigte zur gelben Boje, setzte sich an den Bug des Bootes und feuerte die Beiden aufgeregt an. Nun wurde Olaf endgĂŒltig neugierig und gesellte sich zu den am Ufer stehenden BadegĂ€sten, die aufgeregt auf das Wasser starrten, halb bangend um ein Menschenleben, halb zufrieden ĂŒber die kleine Abwechslung.
Als Olaf durch das seichte Wasser schritt und das Rettungsboot beobachtete, welches die FlÀche um die gelbe Boje absuchte, hörte er die Stimmen eines deutsch sprechenden
Paares: „Den werden sie nie finden. Der ist abgetrieben.“
Und eine weibliche Stimme antwortete: „Mir tut die Frau leid.“
Da konnte sich Olaf nicht mehr zurĂŒckhalten und schwamm hastig in Richtung der Boje, um auf seine Weise behilflich zu sein.
Ab und zu tauchte er und suchte auf den sandigen Meeresboden nach dem VerunglĂŒckten.
Nachdem er zum dritten Mal aus dem Wasser schoss und nach Luft schnappte, hörte er plötzlich einen Ruf: „Da ist er ja.“
Und ehe er sich besann, war das Ruderboot bei ihm und vier krÀftige Arme zogen ihn auf die Ruderbank.
Die rothaarige Schöne weinte FreudentrĂ€nen, nahm ihn in den Arm und stammelte: „Ich dachte du bist ertrunken.“
Da erkannte Olaf die ĂŒberĂ€ngstliche Frau, denn er blickte in die Augen von Rita.

__________________
ergusu

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 1
Kommentare: 1405
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um GabiSils eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo ergusu,

diese Geschichte ist flĂŒssig geschrieben, aber mir ist inhaltlich zuwenig dran. Nichts, aber auch gar nichts ist ĂŒberraschend; natĂŒrlich ist die Rothaarige Rita, natĂŒrlich denkt sie, Olaf sei ertrunken - fĂŒr andere Vermutungen ist gar kein Raum.
Ich weiß auch nicht, wie man das reparieren könnte; jede Ausweitung wĂŒrde die karge Handlung nur unnötig aufblasen.
Die Szene könnte allenfalls im Rahmen einer lÀngeren ErzÀhlung oder eines Romans Verwendung finden. So isoliert ist sie einfach fad. Sorry.

Gruß,
Gabi

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!