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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Die goldene Nadel vom Grunde des Meeres
Eingestellt am 31. 07. 2002 14:26


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magdalena heische
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Es tut mir sehr leid, wie alles ausgegangen ist. Schieb es auf deine Augen, die machen mich nĂ€rrisch. Und schieb es auf den Rest. Dein Körper macht mich strafbar. Ich werde fĂŒr dich zum Verbrecher.
Nach langem Bitten habe ich dich soweit, dass du endlich mal mit mir baden gehst. Blumen habe ich dir oft mitgebracht und Schokolade. Oder Weißwein. Als ich schließlich vor dir in die Knie gegangen bin und deine HĂ€nde kĂŒssen wollte, hast du, peinlich berĂŒhrt, nachgegeben.
Nun sitze ich in deiner Stube und erwarte dich. Du hast in sparsamen Worten einen dunkelgrĂŒnen Badeanzug angekĂŒndigt, der wahrscheinlich vom Hals bis zu den Zehen reichen wird, wie ich dich kenne. Aber du zeigst ihn mir nicht, als wir losgehen, trĂ€gst eine Hose drĂŒber und eine Bluse. Du bist gĂ€nzlich ungerĂŒhrt.
Angeblich kĂ€men wir beide umsonst in das Waldbad im SĂŒden der Stadt hinein, weil du dort eine Freundin kennst. Und tatsĂ€chlich lĂ€sst sich dich umsonst rein. Ich bin eifersĂŒchtig und zahle verbissen. Dich stört es nicht.
Wir suchen uns einen sonnigen Platz auf einer der oberen BĂ€nke am Hang. Ich stelle meine Tasche ab und warte gespannt darauf, dass du dich nun ausziehst, so gespannt, als mĂŒsste nun jeden Augenblick etwas dazwischen kommen. Ich rechne schon damit, dass du hinunter in die hölzernen UmkleideverschlĂ€ge gehst, um dich dort umzuziehen. Ich habe neulich eine Geschichte gelesen, in der beschrieben war, wie es zwei MĂ€dchen in einer solchen Umkleidekabine ĂŒberkommt. Sie war fĂŒr MĂ€nner geschrieben. Schnell und schlecht geschrieben.
Anna zieht sich aus neben mir. Doch. Ganz langsam und bedĂ€chtig. SorgfĂ€ltig legt sie ihre Sachen beiseite und sagt dann leise und ohne mich dabei anzusehen „SchĂ€m dich!“ Um nichts in der Welt hĂ€tte ich mir diesen Anblick entgehen lassen, aber ihre Worte machen mich total fertig. Einfach so. Ich gehe schwimmen.
Im Wasser finde ich schnell Ablenkung. Ein paar junge Bengel umschwirren mich sofort. Sie sind fast alle kahl geschoren, einer hat sich was mit Kuli auf den Hinterkopf geschrieben. Ich kann es aber nicht lesen. Ich will es auch nicht.
Sie erzĂ€hlen mir von ihrer Lehre, Gas-Wasser-Scheisse, irgendwo an der KĂŒste. Der Meister auch Scheisse, aber sie wissen sich durchzusetzen. Sagen sie. Picklige Gesichter. Sie stoßen wie zufĂ€llig gegen meine Brust mit den Ellenbogen. Anna sitzt oben auf der Bank. Sie ist in den Schatten gerĂŒckt und blickt in den Wald.
Es dauert eine kleine Ewigkeit, bis sie endlich herunter kommt. Sie taucht vorsichtig ihren Fuß ins Wasser und blickt mich dann mĂŒrrisch an. Ihre schneeweißen FĂŒĂŸe und ihr flacher, grĂŒner, inzwischen schon etwas nasser, Bauch machen mich an. Ich bin immer noch von den Jungs umringt, schwimme auf der anderen Seite des Beckens und beobachte sie. GemĂ€chlich lĂ€sst sie sich in die Fluten hinab, nachdem sie sich vorsorglich Arme und RĂŒcken befeuchtet hat. Dann kommt sie langsam und in gleichmĂ€ĂŸigen ZĂŒgen zu mir herĂŒbergeschwommen.
Die Jungs versuchen gerade, mir meine Telefonnummer abzuhandeln, und fast hĂ€tte ich sie ihnen gegeben. Sie sagt nur leise „Ach verschwindet“. ZunĂ€chst reagieren sie nicht, aber Anna ignoriert sie, missachtet sie geradezu. Und bald haben sie es satt.




Wir lehnen uns mit den Armen ĂŒber den Beckenrand. Sie blickt wieder zum tiefgrĂŒnen Wald hinĂŒber und sagt leise: „Die wollten was von dir.“ Und als ich nicht gleich antworte, macht sie noch ungehalten „Ne?“ und sieht mich an.
„HĂ€ttest doch mit ihnen gehen können.“ Sie legt ihr Kinn auf ihre Arme und blickt versonnen in die Weite.
„Ja“, sage ich nur und berĂŒhre mit meinem Fuß ihre Beine. Ich streichle sie.
„Schau mal, der da drĂŒben!“ Anna zeigt mir amĂŒsiert einen dickbĂ€uchigen Mann auf der anderen Seite der Wiese und erklĂ€rt mir dann mir großen Augen, dass sie sich gar nicht vorstellen kann, wie sich jemand mit so einer Wanne gut bewegen kann. Sie legt es also drauf an. Ich umschlinge mit beiden Beinen vorsichtig ihr rechtes Bein und rĂŒcke nĂ€her an sie.
Anna beginnt zu erzĂ€hlen, dass sie auch mal so einen Hund hatte, wie den, der da unten lĂ€uft. Sie macht mich fast wahnsinnig damit, dass sie nicht reagiert. Ich nĂ€here mich ihr, streiche ihr rötliches Haar zur Seite und will ihr Ohr kĂŒssen, als sich Inga und Beatty uns mit lautem Hallo nĂ€hern. Wir begrĂŒĂŸen uns und reden lange miteinander. Ich denke nicht daran, meine Umklammerung zu lösen, und Anna rĂŒhrt sich keinen Zentimeter. Wir bleiben so, bis sie wieder weggeschwommen sind.
Dann habe ich es satt und gebe sie frei. Anna schwimmt eine Runde und dann noch eine Runde. Ich auch. Wieder schwimmen wir nebeneinander. Wieder berĂŒhren sich unsere FĂŒĂŸe. Sie sieht mich lange an und sagt gar nichts dabei. Und ich kriege auch keinen Ton raus, obwohl ich sie nun regelrecht anbrĂŒllen möchte.
Ich bleibe noch etwas im Wasser, als Anna schon wieder draußen sitzt. Ich gehe erst, als die Rotzlöffel wieder kommen. „Alte Lesbensau!“ rufen sie mir jetzt nach.
Anna hat unsere Decken von den BĂ€nken zur Wiese getragen und sich in die Sonne gesetzt. Sie friert erbĂ€rmlich. Als ich komme, steht sie auf und drĂŒckt mir das große Handtuch in die Hand. Ich muss es hochhalten, damit sie ihren grĂŒnen Badeanzug ausziehen kann. Unter dem nassen dunkelgrĂŒnen Stoff sieht ihre weisse Haut wie Gips aus. Ihre dunkelroten Brustwarzen heben sich deutlich ab.
Anna Ă€chzt und hat etwas MĂŒhe, aus dem nassen Stoff zu schlĂŒpfen. Sie verliert das Gleichgewicht und muss sich an meiner Schulter festhalten. Ihre BrĂŒste schwingen hin und her in diesem Moment. Fast muss ich lachen. Sie ist toternst und schaut mich ungehalten an.
„Ferkel“, sagt sie missbilligend, als sie meine ĂŒberdeutlichen Blicke endlich richtig zu deuten weiss.
Sie hĂŒllt ihren Leib in blauen Stoff. Dann nimmt sie das Handtuch und bedeutet mir, dass ich mich nun umziehen kann. Mein Bikini ist fast trocken, aber ich lasse es drauf ankommen. Ziehe mich hinter ihrem Handtuch aus und warte. Sie blickt die ganze Zeit lang nach dem Schwimmbecken hinunter. Auch, als ich mich lĂ€ngere Zeit nicht rĂŒhre und darauf warte, dass ihre Arme steif werden. Sie hat weitaus mehr Ausdauer als ich. Schliesslich rufe ich eindringlich ihren Namen und da erst blickt sie mir verstört ins Gesicht. Ich gebe es auf und ziehe mich enttĂ€uscht an.
Wir radeln nach Hause. Zu ihr. Es nagt an mir, dass sie mir nicht einen einzigen Blick geschenkt hat. Sie radelt vor mir her und ihr Hinterteil rutscht auf dem Sattel hin und her. Das Schutzblech klappert. Ich muss einfach mit ihr reden und lasse mich noch mit hoch bitten.
Wir sitzen lange auf ihrer Couch und hören italienische Arien. Und rauchen. Sie sagt dann wie beilĂ€ufig, dass sie es völlig widernatĂŒrlich findet, es mit einer Frau zu tun. ErschĂŒttert schweige ich lange. Dann entgegne ich, dass ich es nicht mit Frauen machen will, sondern mit ihr. Darauf sagt sie gar nichts. Sie blickt mich nur an. Völlig indifferent, wie es scheint. Ich halte es einfach nicht mehr aus, dass sie nicht reagiert.
„Bist du kirchlich erzogen, dass du so denkst?“, frage ich.
„Es ist einfach nur unanstĂ€ndig, sowas zu tun“, sagt sie tadelnd. Den Tonfall wie ein Kind. Da brennen bei mir alle Sicherungen auf einmal durch. Ich lege meine Hand an ihre Wange, beuge mich ĂŒber sie und kĂŒsse sie. ZunĂ€chst wehrt sie sich nicht, aber ich kĂŒsse sie weiter, bis sie endlich Widerstand leisten will. Es dauert sehr lange. Dann verschwindet sie unter meinen Armen und eilt in ihr Schlafzimmer.
Lange sitze ich und ĂŒberlege, ob ich zu ihr gehen und etwas sagen soll. Oder ob ich einfach verschwinden soll. Da kommt sie wieder ins Wohnzimmer. In ihrer Hand hĂ€lt sie einen Plastikdildo mit zwei Enden. Er ist fast durchsichtig und hat dunkelblaue, glitzernde EinschlĂŒsse. UnschlĂŒssig steht sie da mit dem Ding und sagt schliesslich: „Ich weiss gar nicht, warum ich das bestellt hab“. Und nach einer Pause: „Ich weiss ĂŒberhaupt nicht, was wir damit machen sollen“. Und nach noch einer Pause kommt sie langsam nĂ€her und legt das UngetĂŒm vor mich auf die Couch.
Wir sind wie von Sinnen. Sie weiss ganz genau, wie es geht. Zuerst haben wir ihn gar nicht benutzt, mir war er auch etwas unheimlich. Er ist mir gigantisch lang vorgekommen. Dann benutzen wir ihn. Und als Anna langsam auf mir kommt, sage ich ihr, dass es auch mit dem Fuß geht. Dass das sogar noch schöner ist.
Anna brauchte sehr lange. Schon ĂŒberhaupt, bis ich sie so weit hatte. Wenn es bei ihr erst beginnt, dann leidet sie sehr lange. Mich hat es zweimal geschĂŒttelt in derselben Zeit. Aber ich finde es sehr schön, dass sie so lange braucht. Es ist fast schon wieder Mittag. Ich habe bereits ein Seminar verschlafen und werde Ärger bekommen. Wir liegen schrĂ€g ĂŒbereinander. Das blaue UngetĂŒm verbindet unsere Unterleiber wie eine Nabelschnur.
Es war das erste Mal, dass sie nicht dabei geweint hat. Sie schĂ€mt sich zwar irrsinnig, aber sie war tapfer. Es ist mir ein RĂ€tsel, wie man zwischen seinen eigenen Werten und einer Ă€ußeren Lust so dermaßen hin- und hergerissen sein kann.
Ich wecke sie durch KĂŒsse auf ihren weissen Po und erklĂ€re ihr dann, dass ich zum Unterricht muss.
„Geh bloß, um Gottes Willen!“, gibt sie mir mit auf den Weg.
Sie bleibt reglos liegen. Vielleicht weint sie noch, wenn ich weg bin.
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Renee Hawk
???
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Hallo Magdalena,

der Anfang ist etwas ungewohnt und hat mich zum weiterlesen getrieben, und es war ein gut erzÀhlte Geschichte. Hat mir gefallen.

liebe GrĂŒĂŸe
ReneĂš

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majissa
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Hi Magdalena,

auch mir hat sie gefallen, diese zarte Geschichte, die durch leise Töne und Detailliebe zu bestechen weiß. Und dennoch: Die Magie, das Unmögliche möglich zu machen, schwindet meines Erachtens dort, wo das UngetĂŒm auftaucht. Gerade in einem Text, der von der sich selbst genĂŒgenden NatĂŒrlichkeit seiner Charaktere lebt, wirkt das etwas unpassend. Der Einsatz des Fußes wĂ€re da wesentlich besser gekommen.

Ach, und da gibt es noch einen kleinen Vertipper:

"Nach langem Bitten habe ich sich soweit, dass..."

Es sollte sicherlich "...habe ich dich soweit..." heißen.

Gruß
Majissa

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magdalena heische
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Hi, ihr!

Ja, sollte es und heißt es nun auch - danke! Das mit dem UngetĂŒm ließ sich nicht vermeiden und hatte tatsĂ€chlich auch seinen Reiz. Außerdem konnte und wollte ich in dieser Situation nicht mehr verhandeln... Ihr versteht?
ReneÚ, was fandest du am Einstieg ungewöhnlich, ist er nicht gelungen? Schön, dass du trotzdem fertig gelesen hast. Bis bald.

lg
Magdalena
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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

Werke: 17
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Hallo Magdalena,

was ich meinte war nur das der Anfang fĂŒr mich ungewohnt war. Er ist voll und ganz gelungen, fĂŒr mein Empfinden. Ich fand es reizend mit dem Ende zu beginnen. Es hat zwar etwas gedauert bis ich schnallte das es sich um zwei MĂ€dels handelt, aber ich fand (und finde es immer noch) die Geschichte sehr harmonisch gut erzĂ€hlt.

liebe GrĂŒĂŸe
ReneĂš

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magdalena heische
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Dec 2001

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Aber irgendwie wirkt es schockierend, dass es sich hier um "zwei MĂ€dels" handelt, hm?

lg, lene
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