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Leselupe.de > Gereimtes
Die höchste Liebe
Eingestellt am 19. 10. 2006 23:03


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AlexT
Autorenanwärter
Registriert: May 2006

Werke: 9
Kommentare: 20
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In dem Himmel gar fern, da verzehrt lichterloh
Sich des Herren unendliche Liebe.
Und sie sprießet empor und sie quillet hervor
Aus tiefstem und edelstem Triebe.

Drum er gab nun dahin seinen einzigen Sohn
In die höllischen, tiefen Abgründe,
Ihn in Elend und Qual senkrecht stürzend vom Thron
Um zu tilgen nur unsere Sünde.

Was der Mensch nicht vermag, hat Herr Jesus geschafft
Als er qualvoll am Kreuze geschieden.
Wer bereut und bekennt, ohne Zögern empfängt
Unterm Kreuze Vergebung und Frieden.

Wer die Lieb nicht gewollt, hat Gott ganz arg verletzt
Und wird später der Höll zugeführet.
Wer Ihn liebt, kommt zum Thron, erbet ewige Wonn
Wo nicht einmal ne Träne sich rühret.

Und die Zimbel, die Harf und der Heiligen Chor
Mit einhelligem Jubel Ihn preisen.
Der Sopran und der Bass, und der Alt und Tenor
Singen ewig und werden nicht heiser.

Denn im Himmel gar hoch, an dem ewigen Thron
Brennt des Herren unendliche Liebe.
Und sie sprießet empor und sie quillet hervor
Aus tiefstem und edelstem Triebe.

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
Kommentare: 4053
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Hallo AlexT,

inhaltlich stellst Du in diesem Gedicht - entgegen der Aussage im Titel - eine repressiv eingeforderte Gottesfüchtigkeit dar:

quote:
Wer die Lieb nicht gewollt, hat Gott ganz arg verletzt
Und wird später der Höll zugeführet.

Die Formulierung im zweiten Teil des zitierten Satzes(Passiv) suggeriert, dass hier eine Art (anonymer) Justiz, ach ja, das jüngste Gericht, für die Wiederherstellung des göttlichen Heils (Verletzung) am Werke ist.

In Zeiten wie diesen, und aus der geschichtlichen Erfahrung, assoziiere ich diese unglücklich formulierten Zeilen denkbar negativ.

Wenn die Absicht des Gedichtes darin liegt, diese "höchste Liebe" zu preisen - und so lese ich es - ist Dir das nicht überzeugend gelungen. Im Gegenteil: es macht sie vielmehr unglaubwürdig und unattraktiv.

Grüße von Elke




__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Prosaiker
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Registriert: Not Yet

du wurdest ins falsche jahrhundert geboren.
nicht dein fehler.
vg,
Prosa.

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AlexT
Autorenanwärter
Registriert: May 2006

Werke: 9
Kommentare: 20
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Was heißt hier "ins falsche Jahrhundert geboren"? Wenn ich mich bis heute so entwickelt hätte, wie ich mich ursprünglich entwickelte, also von Elternhaus, Schule und persönlichen Problemen her, wäre ich der beste Nichtchrist geworden und hätte gut ins Profil unserer Epoche gepasst. Nur: Gottes Plan war anders. Er konfrontierte mich mit Seinen Dienern und führte mich dahin, dass ich mich Ihm ausliefern konnte und Er meine ganzen Sünden vergab. Jetzt weiß ich, was wirklich hundertprozentig ungetrübtes Glück bedeutet - natürlich nicht die ganze Zeit, aber durch Ihn wurde ich erst überhaupt dazu fähig. Gottes Liebe existierte in allen Jahrhunderten und wird auch heute erlebt. Aber das geistige Mittelalter lehnen wir gläubige Christen auch ab und wollen keine Assoziationen damit. Man lese diesen "Dies irae"-Hymnus - das lyrische Ich hat ja nur Angst!"Quantus tremor est futurus..." Nein, das ist nicht das, was ein erretter Christ empfindet, das ist nicht wirklich christliche Spiritualität und man liest im NT nichts dergleichen. Von daher werd eich mir ENachtigalls Worte zu Herzen nehmen. Wenn mein Lobpreis durch diese Zeilen nicht überzeugend wirkt, sondern repressiv-abstoßend wie "Dies irae", dann überlege ich mir etwas anderes.

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Prosaiker
Guest
Registriert: Not Yet

ich redete weniger von deinem glauben, als mehr von deiner sprache. sowas ist einfach unlesbar - nicht nur heutzutage.
mal ernsthaft: wer soll sich sowas über sechs strophen reinschrauben?
allerdings machst du es dir mit deinem absolutheitsanspruch, der in der ersten strophe schon deutlich wird, auch nicht leicht. beziehungsweise machst es dem leser, ergo mir, nicht leicht. bei der zweiten strophe hast du den akt der sprachver- - nein, ich formuliere es anders: in der zweiten strophe hast du eine kongruenz aus inhaltlichem wert und sprachlicher schönheit geschaffen; mehr noch: eine gleichheit; noch mehr: eine dieselbigkeit. ich rede schon wirr.
vg,
Prosa.

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