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Leselupe.de > Kindergeschichten
Die kleine Elfe tanzte mit dem Wind
Eingestellt am 08. 08. 2010 07:50


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Mandelbaum
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Die kleine Elfe tanzte mit dem Wind
Die kleine Elfe wohnte am Ufer des Waldsees. Es war Nacht. Die Nachtigall hatte ihr letztes Lied gesungen, steckte ihr K├Âpfchen unter den linken Fl├╝gel und fiel in den Schlaf. Es war so still geworden, dass die kleine Elfe davon erwachte. Weit ├Âffnete sie ihre Augen und entdeckte in der Ferne ein sanftes Leuchten. "Bald wird die Sonne mich mit ihren Strahlen ber├╝hren und meine Fl├╝gel in goldenes Licht tauchen. Ich werde ihr entgegen fliegen und sie begr├╝├čen. Die Nacht ist kalt. Ich sehne mich so sehr nach ihrer W├Ąrme", dachte sie, breitete ihre zarten Fl├╝gel aus und wandte sich nach Osten. So lange sie sich noch im Wald bewegte, legten die hohen B├Ąume sch├╝tzend die Arme um sie. Als sie dann ├╝ber das Feld flog, traf sie auf Gevatter Wind. Er war stark. Ihre Fl├╝gel knickten ein und sie sank zu Boden.

ÔÇ×Was machst du hier? Das ist mein Reich. Flieg in den Wald zur├╝ck!ÔÇť, rief er mit lauter Stimme. Sein Atem lastete schwer auf ihr. Die kleine Elfe konnte sich nicht mehr r├╝hren. Mit schwacher Stimme bat sie den Wind:ÔÇ×Du bist bestimmt m├╝de vom vielen Pusten. Mach eine Pause. Ich m├Âchte der Sonne entgegen fliegen und sie begr├╝├čen."

ÔÇ×Wenn einer die Sonne begr├╝├čt, bin ich das, aber heute will ich sie nicht sehen.ÔÇť Sein b├Âses Lachen lockte dicke schwarze Wolken herbei. Von ├╝berall her kamen sie und schoben sich direkt vor die Sonne. Bald war es wieder so dunkel wie in der Nacht. Traurig und frierend schmiegte sich die Elfe an den Boden. Da h├Ârte sie ein Summen. Aber so sehr sie auch ihre Augen anstrengte, sie konnte nichts sehen.

Pl├Âtzlich zupfte jemand am ├ärmel ihres Kleides und sprach: ÔÇ×Der K├Ânig der Trolle hat geh├Ârt, was der Wind getan hat und m├Âchte dir helfen. Er schenkt dir eine silberne Harfe, goldene Schuhe und eine rote Schlafmohnblume. Wenn du diese drei Dinge richtig zu nutzen verstehst, wirst du den Wind besiegen k├Ânnen.ÔÇť

Die kleine Elfe richtete sich m├╝hsam auf, griff in die Saiten der Harfe und sang ein Lied von der Sonne. Die zarten Kl├Ąnge schwangen sich hinauf auf den R├╝cken des Windes und flogen mit ihm weit in die Welt hinaus. Die dicken schwarzen Wolken bewegten sich dazu im Takt. Es wurde heller. Da zog die kleine Elfe die goldenen Schuhe an und tanzte. Der Wind konnte seinen Blick nicht von ihr wenden, so sehr bezauberte ihn ihr Tanz. Sanft hob er sie zu sich in die H├Âhe und pustete zu ihren Rhythmen. Die dicken schwarzen Wolken teilten sich und tanzten mit. Sie kreisten unter dem Himmelszelt und wurden schlie├člich ebenso zart und durchsichtig wie die kleine Elfe. Golden strahlte die Sonne hindurch und erw├Ąrmte die Erde. Die Trolle kletterten aus ihren Erdl├Âchern heraus und winkten der kleinen Elfe zu. Auf einem gro├čen Stein sa├č der K├Ânig der Trolle.

Die kleine Elfe nahm die Schlafmohnblume aus ihrem Haar und reichte sie dem Wind. Als er verz├╝ckt seine Nase in die Bl├╝te steckte, wurde er m├╝de. Er legte sich in sein Wolkenbett und schlief fest ein. Gl├╝cklich flog die kleine Elfe zu dem gro├čen Stein, verbeugte sich vor dem K├Ânig der Trolle und dankte ihm f├╝r seine Hilfe. Sie zog die goldenen Schuhe aus und wollte sie zur├╝ckgeben. Der K├Ânig l├Ąchelte und sprach:ÔÇ×Liebe kleine Elfe, du hast mir das Leben gerettet. Ich war sehr krank. Nur die w├Ąrmenden Strahlen der Sonne konnten mich heilen. Bitte behalte die goldenen Schuhe und die silberne Harfe. Schlafmohnblumen wachsen auf der Wiese, du kannst sie jederzeit pfl├╝cken. Falls der Wind mal wieder bes├Ąnftigt werden muss, wirst du nun wissen, was zu tun ist.ÔÇť

Die kleine Elfe kehrte an den Waldsee zur├╝ck. Jeden Abend sang sie zu den Kl├Ąngen der Harfe. Sie erfand noch viele sch├Âne Lieder, mit denen sie nicht nur den Wind verzauberte. An manchen Tagen zog sie auch ihre goldenen Schuhe an und tanzte mit dem Wind.

__________________
"Poesie tritt oft durch das Fenster der Unwesentlichkeit ein." M.C. Richards

Version vom 08. 08. 2010 07:50
Version vom 08. 08. 2010 12:22
Version vom 08. 08. 2010 12:43

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