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Leselupe.de > Kindergeschichten
Die kleinen Backgeister
Eingestellt am 15. 05. 2005 09:15


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Grace
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2005

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Die kleinen Backgeister

Hallo, und einen Guten Tag!

Ich bin ziemlich neu und wei├č noch nicht wie hier alles genau funktoniert, da es zudem das erste Mal ist, das ich eine Geschichte in ein Forum stelle. Es w├Ąre also super nett, wenn Ihr mir ein wenig helfen w├╝rdet.
Meine kleine Geschichte hatte ich urspr├╝nglich mal unter dem Vorsatz einer Kindergeschichte schreiben zu wollen geschrieben. Allerdings denke ich, das mir das nicht so gut gelungen ist. Was denkt Ihr?
├ťber Eure Meinung, Kritik und was auch immer Ihr finden werdet freue ich mich jetzt schon.
Viele liebe Gr├╝├če, Grace

-----------------------

Die kleinen Backgeister

Anna konnte es kaum erwarten nach Hause zu kommen. Sie zappelte in ihrem Kindersitz hin und her. Als das Auto an einer Ampel zum Stehen kam, warf die Mutter einen kontrollierenden Blick zur├╝ck. Der Gurt hielt Kind und Sitz sicher fest. Sie l├Ąchelte liebevoll.
┬╗Freust du dich darauf, mir helfen zu d├╝rfen?┬ź
┬╗Ja,┬ź rief die f├╝nfj├Ąhrige Anna begeistert. Blonde Str├Ąhnen ihres Lockenhaares fielen immer wieder in das runde, rosige Gesicht. Ihre gro├čen, blauen Augen leuchteten erwartungsvoll.
┬╗Das wird toll! Papa wird sich freuen wenn er h├Ârt, dass du mir geholfen hast, seinen Lieblingskuchen zu backen.┬ź
┬╗Oh ja!┬ź Anna lachte. Die Mutter auch, dann konzentrierte sich diese wieder auf die Fahrt. Anna begann ein Lied zu singen, damit die Zeit schneller verging.
Bald darauf waren sie endlich zu Hause. Die Mutter dr├╝ckte Anna ein Paket mit Wischpapier in die kleinen H├Ąnde und bat sie, diese mit hinein zu nehmen. Anna rannte vor und ins Haus. Die Mutter kam hinterher und trug mehrere T├╝ten mit sich. Mit dem Fu├č trat sie die T├╝re ins Schlo├č und Anna rannte kichernd in die K├╝che. Dort angekommen legte sie das Wischpapier auf die Eckbank.
┬╗Lass uns anfangen!┬ź rief sie eifrig, als ihre Mutter herein kam.
┬╗Ja gleich, Schatz.┬ź Sie l├Ąchelte und begann, das Eingekaufte wegzur├Ąumen. ┬╗Wasche dir schon mal die H├Ąnde.┬ź Das M├Ądchen nickte und lief los, um sich die H├Ąnde zu waschen. Als sie zur├╝ck kam, wartete ihre Mutter bereits und band ihr eine Sch├╝rze um. Dann band sie das Haar im Nacken mit einem Gummi zusammen. Endlich war es so weit und sie konnten beginnen. Rasch waren alle Zutaten heran geholt.
┬╗Zuerst den Teig!┬ź verk├╝ndete die Mutter und stellte eine Sch├╝ssel auf den Tisch. Dahinein wog sie Weizenmehl und einen Teel├Âffel Backpulver.
┬╗Mama, was ist Backpulver?┬ź wollte die kleine Anna wissen. Sie starrte auf die Pulver. Beide waren wei├č, aber das eine war wei├čer als das andere.
┬╗Es hilft dem Kuchen dabei, in die H├Âhe zu gehen,┬ź erkl├Ąrte Mutter. Mit dem L├Âffel durfte Anna dann beides vermischen bevor noch Zucker, Vanillezucker, Ei und Butter hinzu kamen.
┬╗Und Vanillezucker?┬ź
┬╗Das gibt eine feinen Geschmack nach Vanille.┬ź Die Mutter l├Ąchelte. Dann mahnte sie Anna, nicht mehr in die Sch├╝ssel zu greifen, da sie nun alles mit dem Handr├╝hrger├Ąt vermischen w├╝rde. Anna nickte und kniete sich auf die Eckbank, um besser zu sehen. Im Nu war der Teig fertig und konnte gerollt werden. Mit ihrer Kinderteigrolle versuchte sie den Teig gleichm├Ą├čig zu rollen, aber es wollte ihr nicht so recht gelingen. Trotzdem lobte die Mutter sie, half dann aber selbst noch etwas nach. Zusammen legten sie die runde Teigplatte in die gefettete Form und dr├╝ckten den Teig am Rand sch├Ân fest.
┬╗Nun der Belag,┬ź erkl├Ąrte die Mutter. Mit einem Zipfel ihre Sch├╝rze wischte sie Anna das Mehl aus dem Gesicht. Das M├Ądchen lachte fr├Âhlich.
┬╗Hui, das macht Spa├č!┬ź rief sie und kratzte mit einem L├Âffel den Quark aus dem P├Ąckchen in eine Sch├╝ssel. Dazu kamen ganz viele Zutaten: Zucker, Vanillezucker, Eigelb, Puddingpulver mit Vanillegeschmack, ├ľl, Milch und Zitronensaft. Anna durfte mit dem Schneebesen alles verr├╝hren. W├Ąhrendessen ├Âffnete die Mutter eine Dose mit Mandarinen und sch├╝ttete den Saft ab.
┬╗Das machst du toll,┬ź lobte sie die kleine Anna und diese l├Ąchelte wieder.
┬╗Ist das gut so?┬ź fragte sie. Anna starrte in die Sch├╝ssel vor sich, in der die Zutaten noch nicht wirklich alle vermischt waren. Daf├╝r aber hatte sie ganz viel Quark und andere Zutaten an ihren kleinen Fingern kleben. Die Mutter kicherte.
┬╗Wunderbar. Lass es stehen und wasch dir die Finger.┬ź Anna nickte. Dann wischte sie ihre Finger an ihrer Sch├╝rze ab und kletterte von der Bank. Die Mutter griff nach der Sch├╝ssel mit der Masse. Dann wirbelte der Schneebesen durch die Zutaten und vermischte sie richtig. Die Mandarinen r├╝hrte die Mutter zum Schlu├č kurz darunter. Sie f├╝llte den Belag in die Teigform. Als Anna zur├╝ck war, durfte sie alles glatt streichen.
┬╗Das m├╝ssen wir eine Stunde backen.┬ź Die Mutter schob die Form auf einem Rost in den vorgeheizten Ofen. Sie befahl Anna zur├╝ckzubleiben, damit sie sich nicht verbrenne. Anna nickte gehorsam.
Danach r├Ąumte die Mutter weg, was nicht mehr gebraucht wurde. Inzwischen hatte sich Anna ein Kissen geholt und sich damit vor den Backofen gesetzt. Sie wollte zusehen, wie der Kuchen gro├č und braun wurde.
┬╗Mama, warum w├Ąchst der Kuchen so schnell?┬ź
┬╗Oh,┬ź sichtlich ├╝berrascht ├╝ber diese Frage mu├čte sie erst mal nachdenken. Sie ging neben Anna in die Hocke. Dann streichelte mit ihrer rechten Hand durch Annas Locken und starrte nun ebenfalls auf den Kuchen.
┬╗Das machen die kleinen, unsichtbaren Backgeister.┬ź
┬╗Backgeister?┬ź wollte Anna wissen. Sie hatte nie davon geh├Ârt.
┬╗Ja, sie sind viel kleiner als die Wichtel, die du kennst, fast unsichtbar. Sie bauen den Kuchen wie ein Haus von unten nach oben. Dazu benutzen sie all die Zutaten, die wir ihnen gegeben haben.┬ź
┬╗Oh!┬ź staunte das M├Ądchen und starrte noch intensiver in den Ofen. Sie konnte aber nichts sehen. Sie begann ein Lied zu singen, um die kleinen Backgeister hervor zu locken. Aber auch jetzt konnte sie die kleinen Helfer nirgendwo entdecken. Sie blieb sitzen und sang ein Lied nach dem anderen. Erst als ihre Mutter wieder am Tisch zu arbeiten begann kam Anna zur├╝ck. Sie hatte bereits das ├╝brig gebliebene Eiklar mit einer Prise Salz und Zucker in eine Sch├╝ssel gegeben. Jetzt begann sie alles zu einer festen, schnee├Ąhnlichen Masse zu schlagen. Als sie damit fertig war, holte sie den Kuchen aus dem Backofen. Auf der Oberfl├Ąche des Kuchen verteilte sie den Eischnee sorgsam. Anschlie├čend schob sie ihn wieder zur├╝ck in den Ofen.
┬╗Und was geschieht jetzt?┬ź fragte das M├Ądchen neugierig. ┬╗Ist der Kuchen nicht fertig?┬ź
┬╗Noch nicht ganz. Jetzt muss der Kuchendeckel in der Hitze br├Ąunen, erst dann ist er fertig.┬ź Anna nickte und sah zu dem Ofen hin├╝ber. Sie konnte es kaum erwarten. Bald k├Ânnte sie das Ergebnis ihrer Arbeit bewundern. Solange sang sie wieder ein Lied.
Dann war der Kuchen endlich fertig! Die Mutter stellte ihn zum Abk├╝hlen auf den Tisch. Anna blieb staunend eine Weile daneben sitzen. Dann kam sie der Bitte der Mutter nach und half ihr, ein Teil des gesp├╝lten Geschirres weg zu r├Ąumen.
┬╗Kommt Papa jetzt?┬ź fragte Anna und Mutter sah auf die Uhr. Inzwischen war es sp├Ąt geworden, fast der ganze Nachmittag war vorbei. Doch Mutter sch├╝ttelte den Kopf.
┬╗Noch nicht, Schatz.┬ź
Anna kletterte wieder auf die Eckbank und wusste nicht genau, was sie tun sollte. Sie wollte einen weiteren Blick auf den ersten Kuchen werfen, den sie gebacken hatte. Doch was mu├čte Anna da voller ├╝berraschen sehen? Da waren kleine, goldene, fl├╝ssige Perlen, die sich auf dem Kuchen gesammelt hatten. Ihr kleiner Zeigefinger tippte darauf und die Perle verschwand. Schnell steckte sie ihren Finger in den Mund und schmeckte s├╝├čes Wasser.
┬╗Mama!┬ź rief sie aufgebracht. ┬╗Was ist das?┬ź Die Mutter kam heran und wieder ├╝berlegte sie, wie sie ihrem Kind antworten k├Ânnte.
┬╗Wei├čt du, Anna, das hier ist nicht umsonst ein Tr├Ąnchenkuchen.┬ź
┬╗Sind das Tr├Ąnen?┬ź
┬╗Ja,┬ź die Mutter nickte, ┬╗von den kleinen Backgeistern. Sie haben sich so dar├╝ber gefreut, den Kuchen wiederzusehen, dass sie geweint haben.┬ź
┬╗Aber eben waren die Tr├Ąnen noch nicht da!┬ź stellte Anna trotzig fest und die Mutter nickte.
┬╗Stimmt. Normalerweise kann man die Backgeister im Ofen auch nicht sehen. Aber jetzt, wo der Kuchen hier steht erlischt der Zauber, der die Backgeister unsichtbar macht. Darum werden auch die Tr├Ąnen sichtbar.┬ź
┬╗Oh!┬ź staunte Anna. Sie blieb die ganze Zeit sitzen und bewachte den Kuchen. M├Âglicherweise waren noch nicht alle Backgeister weg. Ihre Mutter hatte ihn ja sehr fr├╝h heraus geholt. Vielleicht w├╝rde sie einen der Geister sehen. Doch sie wartete umsonst.
Sp├Ąter kam ihr Vater nach Hause und sie rannte ihm entgegen. Sie erz├Ąhlte ihm von den Backgeistern und dem Kuchen, den sie gebacken hatten. Er freute sich dar├╝ber. Vater naschte gleich noch vor dem eigentlichen Essen ein St├╝ck von dem k├Âstlichen Kuchen. Anna war begeistert und stolz auf sich.
Nach dem Essen dufte auch Anna ein kleines St├╝ck von dem Kuchen essen. Danach ging die junge Familie ins Wohnzimmer und verbrachte den Abend gemeinsam.
An diesem Abend ging Anna fr├╝h zu Bett. M├╝de aber gl├╝cklich schlief sie ein. Sie tr├Ąumte von kleinen, unsichtbaren Backgeistern, die dem Kuchen halfen, seine Form zu erlangen. Es waren zierliche Wesen, ├Ąhnlich wie Feen, nur ohne Fl├╝gel, die m├╝hsam ihre Arbeit verrichteten. Trotzdem l├Ąchelten sie immer vergn├╝gt und machten Sp├Ą├če. Ganz zum Schlu├č, als sie mit ihrer Arbeit fertig waren, naschten die kleinen Helfer noch von ihrem Werk. Danach verschwanden sie und w├╝rden erst wiederkommen, wenn der n├Ąchste Kuchen in den Ofen kam. Nun wusste Anna, wie die kleinen L├Âcher in dem Kuchen entstanden. Es war die Bezahlung f├╝r die geleistete Arbeit der kleinen Backgeister.

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B├╝cher ├Âffnen Fenster zur Welt.

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Jennifer Schreiner
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2005

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Hallo Grace!

Ja, das ist auf jeden Fall eine Kindergeschichte! Kindliches Thema, kindliche (kindergerechte) Sprache. Niedlich!
Kann mir vorstellen, dass Kinder echt an Backgeister glauben. - Nach der Geschichte :-)

Was mir sonst aufgefallen ist:
- F├╝r eine Kindergeschichte finde ich manche S├Ątze zu lang und zu verschachtelt.
- Du benutzt h├Ąufig "und" um Nebens├Ątze aneinander zu reihen - und drei "unds" hintereinander tun nicht not, oder?
"Sp├Ąter kam ihr Vater nach Hause und sie rannte ihm entgegen und erz├Ąhlte ihm von den Backgeistern und dem Kuchen, den sie f├╝r ihn gebacken hatten"

Tip f├╝r beides: k├╝rzere S├Ątze.
Ansonsten hat mir die Geschichte gefallen, besonders das Ende mit den weggenaschten Kuchen"l├Âchern"

Liebe Gr├╝├če,
Jenni
P.S. Hast Du es mit dem M├Ąrchen schon einmal bei der Storyolympiade versucht? Die geben jedes Jahr eine M├Ąrchenanthologie heraus.

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

Werke: 278
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zu

erst einmal herzlich willkommen auf der lupe!
eine ganz entz├╝ckende kindergeschichte haste da geschrieben. mach mal so weiter.
lg
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Old Icke

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Grace
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2005

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Kommentare: 2
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Re: zu

Hallo liebe Leser,

danke f├╝r die Anregungen..... ich habe die Geschichte nochmal ein wenig bearbeitet, vor allem einige S├Ątze gek├╝rzt und die Sprache noch ein wenig kindergerechter gemacht... schreibt einfach weiter Eure Gedanken hier als Antwort rein oder mailt mir, ich bin f├╝r jede Reaktion dankbar.

Gruss,
Tanja (Grace)
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coxew
???
Registriert: Jun 2005

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hallo grace,

die geschichte ist an sich sehr gut geschrieben.

um den ├╝berblick nicht zu verlieren, k├Ânnte ich mir gut vorstellen, den ganzen text in verschiedene abschnitte aufzuteilen. zu diesen wiederum k├Ânntest du dir jeweils eine passende ├╝berschrift ausdenken.

viele gr├╝├če,
karin

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