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Leselupe.de > Humor und Satire
Die letzte Schlacht
Eingestellt am 02. 02. 2002 17:07


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dusselmann
Hobbydichter
Registriert: Feb 2002

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"Soldaten, stillgestanden! Vor uns liegt nun eine wichtige und ├Ąu├čerst geheime Mission. Wir gehen wie folgt vor. Drei├čig greifen die Sch├╝ssel unter Leutnant Schwarz von S├╝den an, der Rest kommt mit mir. Auf meinen Befehl st├╝rmen wir. Soldaten, dies ist ein ernst zu nehmendes Man├Âver, welches sehr dazu beitragen k├Ânnte, diesen Krieg f├╝r immer zu gewinnen! - Soldaten, nehmt das Gewehr. Liiiinks, umm!"
Und die M├Ąnner marschierten los. Einer nach dem anderen. Aus dem St├╝tzpunkt heraus, teilte sich die Gruppe. Der eine Teil ging nach S├╝den, der andere nach Norden. Nach ca. einer Stunde erreichten beide ihr Ziel. Der General Dunkelschwarz schickte einen Sp├Ąher voraus, um nach dem Rechten zu sehen. Etwa 150 Meter vor ihnen lag die Sch├╝ssel, von zwei Seiten eingekeilt durch Berge, auf den anderen zwei Seiten die Soldaten. Dann kam der Befehl des Generals: "Aaaaaangriff!" Und beide Gruppen st├╝rmten los. Wie wild st├╝rzten Sie durchs Geb├╝sch auf die freie Lichtung in Richtung Sch├╝ssel. Sie rannten wie noch nie in ihrem Leben zuvor, als w├Ąren sie auf der Flucht vor einem Ungeheuer. Es war unglaublich! Welche Perfektion, welche Zielgenauigkeit! Dann erreichten alle fast gleichzeitig die Sch├╝ssel. Sie erhoben gemeinsam ihre Gewehre und schossen tollw├╝tig drauf los. Doch die Sch├╝ssel lies sich nicht unterkriegen. Mit hunderten von Schokoladensalven feuerten sie auf die vor ihnen stehende Wand. Ob sie ├╝berhaupt wussten, wer in der Sch├╝ssel war? Jedenfalls erfuhren sie es, als die Sch├╝ssel durch ein gekonntes Anheben auf der einen Seite umkippte und der Inhalt zum Vorschein kam. Es waren Vanillepuddingmenschen, welche ├╝bereinander und nacheinander herauspurzelten. Sie waren alle bewusstlos. Ursache war wahrscheinlich der ohrenbet├Ąubende L├Ąrm der Schokoladenpatronen, welche zuvor an die Sch├╝sselwand h├Ąmmerten. Nun waren sie Kriegsgefangene. Gefangene derer, welche urspr├╝nglich auch Vanillepuddingmenschen waren, nun jedoch, durch Zugabe von Kakao, zu Schokoladenpuddingmenschen geworden sind. Sie waren viel mehr angesehen, hatten viel mehr finanzielle Mittel und zwangen nun die in Minderheit geratenen Vanillepuddingmenschen f├╝r sie als Sklaven zu arbeiten. Gemetzelt wurde fast bis zum letzten Mann. Es war einfach grausam! Tausende wurden geschlachtet, nur weil sie eine andere Zusammensetzung hatten, eine andere Lebensphilosophie. Unvorstellbar! Was soll man dazu sagen? Es gab oft Versuche der Vanillepuddingmenschen, diese Unterdr├╝ckung zu unterbinden. Anfangs noch erfolgreich, mussten sie irgendwann nachgeben. Die Schokoladenpuddingmenschen waren einfach zu m├Ąchtig! Es war diese Schokolade, welche sie angeblich zu ├╝bernat├╝rlichen, g├Âttlichen Wesen erhob. Allein aus dieser Tatsache nahmen sie sich das Recht, ├╝ber andere zu urteilen und sie zu richten.
Doch das sollte nun genug sein! Ich hatte die Nase voll, gestrichen voll! Ich konnte es mir einfach nicht mehr ansehen. Ich holte mir einen riesengro├čen L├Âffel und a├č die Schokoladenpuddingmenschen alle auf einmal auf. Und es ward wieder Friede in der Vanillepuddingsch├╝ssel.


Daniel G├╝nnel

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