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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Die roten Handschuhe
Eingestellt am 27. 08. 2009 20:31


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Lesemaus
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Aug 2009

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Sie stieg in denselben Zug wie ich. Schwarzes KostĂŒm mit Nadelstreifen, schwarze, blickdichte Strumpfhose (oder StrĂŒmpfe?), rote Pumps und rote Handschuhe. In der Hand einen schwarzen Pilotenkoffer und seitlich, die Brust teilend, eine dieser neumodischen „Bags“, natĂŒrlich im selben Rot wie Schuhe und Handschuhe. Als ich hinter ihr die Stufen hinaufstieg, die in den Zug fĂŒhrten, hatte ich Zeit, ihre makellos schlanken Beine mit den schmalen Fesseln zu bewundern. Sie schwebte wie eine Erscheinung durch die engen GĂ€nge in den Waggons, bis sie ein freies Viererabteil gefunden hatte, das von einem Tisch geteilt wurde. Ich folgte ihr, als wĂŒrde ich an einem Magneten kleben, meine Gedanken kreisten, seit sie in mein Blickfeld geraten war, nur um eine Frage: wann wĂŒrde ich das rote Leder der Handschuhe auf meiner nackten Haut spĂŒren?

Als sie ihren Koffer auf den Fensterplatz wuchtete, hielt sie sich mit der linken Hand an der senkrechten Stange fest, die die Sitze mit der Decke verband. Blitzschnell, noch bevor ich einen Gedanken denken konnte, lag meine Hand auf ihrer und ich fĂŒhlte die Weichheit und GlĂ€tte des Leders, dass es wie Champagner unter meiner Kopfhaut prickelte. Obwohl ich meine Hand sofort, eine Entschuldigung murmelnd, wieder weggezogen hatte, blickte sie mich leicht verĂ€rgert an, wobei ich Gelegenheit hatte, mich in das Grau ihrer Augen zu versenken. Leicht verwirrt setzte ich mich wie selbstverstĂ€ndlich ihr gegenĂŒber, nachdem ich meinen Rucksack in die GepĂ€ckablage gehievt hatte. Sie öffnete inzwischen mit nun nackten Fingern (schlank und unberingt) ihren Koffer und entnahm ihm ein Laptop, das sie vor sich auf dem Tisch aufbaute.

WĂ€hrend sie konzentriert in die Tastatur hĂ€mmerte, versuchte ich mir genug Mut zu machen, um mit meinem lederbehosten Bein einen Vorstoß zu wagen. Immerhin blieb mir nicht viel Zeit, denn die Fahrt war begrenzt und mein Ziel fest umrissen. Um nicht durch Mimik allzu viel zu verraten, hielt ich mir den „Spiegel“, den ich mir glĂŒcklicherweise noch auf dem Bahnhof gekauft hatte, vor das Gesicht. Langsam schob ich meinen Fuß nĂ€her an ihre Beine heran. Dabei wurde ich von einer schier unertrĂ€glichen Spannung ergriffen. Als ich auf Widerstand gestoßen war, zog ich vorsichtig mein Bein zurĂŒck und richtete es so ein, dass das Leder lĂ€nger als nötig, ihre Wade streifte. Sie sah mir direkt in die Augen. KĂŒhl und unnahbar, als sĂ€he sie auf den Grund meiner Seele und wĂŒsste um die geheimsten WĂŒnsche und SehnsĂŒchte. Ich musste mich zwingen, ihrem Blick standzuhalten, wĂ€re am liebsten unter den Tisch gekrochen und hĂ€tte demĂŒtig um Verzeihung bittend, ihre roten Pumps geleckt. Diese Frau war Eis pur. Die Handschuhe lagen neben dem Laptop und um einen Grund zu haben, meinen Blick abzuwenden, ließ ich meine (schlanke und beringte) Hand leicht darĂŒber streichen. „Die Handschuhe sehen fantastisch aus.“ Und Sie auch, hĂ€tte ich am liebsten noch hinzugefĂŒgt, verschluckte es aber vorsichtshalber. Es war, als hĂ€tte ich nichts gesagt, sie zuckte kaum merklich mit der linken Schulter und wandte sich wieder ihrem Bildschirm zu. Sah ich aus wie die letzte Pennerin, oder was? Selbst einem Hund wirft man ab und zu einen Knochen hin. Der Vergleich mit dem Hund war gar nicht so weit her geholt. Mir tropfte schier der Geifer von den Lefzen und ich musste mehrmals kurz schlucken, besonders, als sie ihre KostĂŒmjacke öffnete und darunter die Wölbung eines ansehnlichen Busens mehr zu ahnen als zu sehen war.

Der Fahrkartenkontrolleur lenkte mich von meinen unanstĂ€ndigen Gedanken ab und ich kramte wie wild in meinem Rucksack, weil ich mich nicht mehr erinnern konnte, wo ich die Fahrkarte verstaut hatte. Sie fand sich schließlich in der Innentasche meiner Lederjacke, wo ich sie eigentlich immer hin stecke, wie mir wieder einfiel. TĂ€uschte ich mich, oder huschte da ein amĂŒsiertes LĂ€cheln ĂŒber ihre perfekt im selben Rot geschminkten Lippen? Der Kontrolleur schien dankbar zu sein, dass ihm meine Sucherei einige Minuten Zeit verschaffte, um ungestört seine geilen Blicke auf dem Körper meiner Angebeteten spazieren gehen zu lassen. Aus Rache rammte ich ihm den Absatz meines rechten Cowboy-Stiefels in den Fuß, als ich meinen Rucksack wieder auf die Ablage beförderte.

Jetzt lĂ€chelte sie mich wirklich an! Fast dankbar! Euphorisch und mutig geworden nutzte ich die Chance. „Diese Typen meinen immer, ihre Augen können das tun, was ihren grabschenden HĂ€nden versagt ist!“ Sie nickte zustimmend. Doch so sehr ich auch nach weiteren Bonmots suchte, mein Hirn Ă€hnelte einer grönlĂ€ndischen Landschaft. Weiß, weit und leer. Sie vertiefte sich wieder in ihre Arbeit und ich versuchte hinter meinem „Spiegel“ die nĂ€chsten taktischen Schritte zu planen. Wie wĂŒrde ich sie am schnellsten aufs Klo kriegen, wo ich ihr meine rotbehandschuhten Finger dermaßen in die Möse rammen wĂŒrde, dass nur das Pfeifen des Zuges vor dem Tunnel ihren Lustschrei ĂŒbertönen wĂŒrde. Oder sollte ich sie lieber, den Rock nach oben geschoben, auf meinem Oberschenkel rutschen lassen, bis ihre SĂ€fte das Leder feucht und glĂ€nzend poliert hĂ€tten?





Derartig in lustvolle TrĂ€ume versunken, erschrak ich fast, als mich eine Hand an der Schulter berĂŒhrte. Ihre Hand. Ich sah in ihr Gesicht, ihre blonden, perfekt zu einem Pagenkopf geschnittenen Haare, fielen ihr wie ein seidiger Vorhang hinein und die Spitzen kitzelten ihren Hals und das Kinn, so dass ich bei der Vorstellung des GefĂŒhls, das dies in ihr (oder mir) auslösen musste, fast ohnmĂ€chtig wurde. „Könnten sie kurz auf meine Sachen aufpassen, ich hole mir nur einen Kaffee.“ Mein Blick muss wohl etwas verwirrt gewirkt haben, denn sie fĂŒgte hinzu: „Ich glaube, Sie könnten auch ganz gut einen vertragen!“

Mit trockenem Mund nickte ich. Wow! Sie war mir so nah gewesen, dass ich sogar ihr ParfĂŒm riechen konnte. Noch immer schwebte es ĂŒber mir und ich wagte mich nicht zu bewegen, um diesen Duft der Verheißung nicht vorschnell zu vertreiben. Was fĂŒr eine Frau! Fieberhaft ĂŒberlegte ich, wie ich sie am besten in ein GesprĂ€ch verwickeln konnte, reden war immer gut. Nur verhindern, dass sie wieder in ihren blöden Computer hĂ€mmerte. Ob ich mal einen Blick auf den Bildschirm werfen sollte? Immer die TĂŒr im Auge behaltend, drehte ich das GerĂ€t vorsichtig zu mir herum. Eine Textseite war angezeigt und was ich da las, trieb mir die freudige Röte der Überraschung ins Gesicht. Es handelte sich bei diesem Text ganz eindeutig um einen erotischen. Und nicht gerade einen der harmlosen Sorte. Schnell, ohne mich allzu sehr darin zu versenken, schob ich das Laptop wieder zurecht und lehnte mich aufatmend zurĂŒck, um wieder Frau meiner selbst zu werden. Es war auch höchste Zeit, denn schon öffnete sich die TĂŒr und meine Schöne schwebte, zwei Becher mit dampfenden Kaffee balancierend, auf mich zu. Allerdings war ich noch nicht damit fertig, die gerade gemachte Entdeckung zu verarbeiten, ganz zu schweigen von der Ausarbeitung eines Schlachtplans.

Doch zumindest den Anfang nahm sie mir ab, nachdem ich mich artig fĂŒr den Kaffee bedankt und sie das angebotene Geld abgelehnt hatte. „Ich möchte nicht, dass Sie noch einmal den ganzen Rucksack durchwĂŒhlen mĂŒssen!“ hatte sie dabei lĂ€chelnd gesagt. Und schließlich mit einem Blick auf den Bildschirm: „Seit es solche Wunderdinge gibt, kann man nicht einmal mehr im Zug vor der Arbeit flĂŒchten und zum Beispiel einfach nur ein gutes Buch lesen. Oder den 'Spiegel'.“ Sie wies auf meinen. Wollte sie jetzt auf ihre Arbeit, auf das Geschriebene angesprochen werden, war das als Ball gedacht, den ich ihr zurĂŒckspielen sollte, ahnte sie, dass ich „gespickt“ hatte, war das womöglich der Zweck der ganzen Kaffee-Hol-Übung gewesen?
Ich war rat- und hilflos. Doch sie rettete mich. „Kennen Sie sich mit solchen Dingen zufĂ€llig aus?“ Welche „Dinge“ meinte sie? Den Computer oder das, was sie geschrieben hatte? Ich beschloss, Ersteres anzunehmen. „Ich habe Informatik studiert.“ Sie rĂŒckte zur Seite, um mir Platz zu machen. „Oh, das ist ja wunderbar. Ich habe hier nĂ€mlich ein kleines Problem, bei dem mir bisher noch niemand helfen konnte.“ Ich quetschte mich neben sie, ihre PrĂ€senz nahm mir den Atem, starr blickte ich auf den Bildschirm, auf dem sie jetzt das Start-MenĂŒ angewĂ€hlt hatte. WĂ€hrend ihre perfekt manikĂŒrten Finger (kein Nagellack) die Tasten bearbeiteten, kitzelten mich ihre Haarspitzen an der Wange und meine Nackenhaare stellten sich auf.
WĂ€hrend sie ihr „Problem“ erlĂ€uterte, musste ich mich zusammenreißen, dass ich wenigstens die HĂ€lfte davon mitbekam, wĂ€hrend sich in meiner Möse unglaubliche Dinge abspielten.

Dann machte ich noch den Fehler, meinen Blick kurz vom Bildschirm abzuwenden und unter den Tisch gleiten zu lassen. Das hĂ€tte ich wohl besser nicht getan, denn was ich sah, ließ mein Herz kurz stolpern: Ihre linke Hand lag zwischen ihren Knien, der Rock war etwas hochgerutscht und man sah nun ganz deutlich, dass sie keine Strumpfhose trug. Der helle Streifen Fleisch zwischen Strumpfrand und Rocksaum leuchtete einladend. WĂ€hrend sie sprach, schob sich ihre Hand wie unabsichtlich immer höher zwischen ihren Schenkeln hinauf. Ich begann zu schwitzen. Was wollte sie? Diente ihr Computerproblem ihr nur als Vorwand, um ein dringlicheres in den Griff zu bekommen? Als hĂ€tte sie den Ausflug ihrer Hand, die ganz kurz vom Rock verdeckt gewesen war, nicht bemerkt, erschien diese wieder auf der Tastatur und mit ihr der unvergleichliche und unverwechselbare Duft der Erregung. Mir drohten die Sinne zu schwinden, ich stammelte unzusammenhĂ€ngendes Zeug, fĂŒr das mich meine Profs gesteinigt hĂ€tten, sie schien es nicht zu bemerken.

Die Handschuhe lĂ€chelten mich verheißungsvoll an und ich fragte, mitten in einem Diskurs ĂŒber die Vor- und Nachteile der verschiedenen Virenprogramme, ob ich sie anziehen dĂŒrfe. Diese Frage schien sie keinesfalls zu erstaunen und so streifte ich das weiche, kĂŒhle Leder ĂŒber meine heiße, feuchte linke Hand.

WĂ€hrend ich mit der rechten die Maus bediente und ihr die verschiedenen Möglichkeiten erlĂ€uterte, die Sicherheitseinstellungen ihres Computers an ihr Userverhalten anzupassen, legte ich meine Linke auf ihr rechtes Knie und drĂŒckte leicht zu, worauf ihre Haarspitzen an meiner Wange unmerklich zitterten. Langsam schob ich meine Hand höher und atmete dabei ihren Duft ein, der sich mit meinen eigenen AusdĂŒnstungen, die schwer und heiß aus meiner Lederjacke aufwĂ€rts wallten, vermischte. WĂ€hrend mein Atem immer schwerer ging, merkte man dem blonden Gift neben mir nicht an, dass gerade eine fremde Hand dabei war, ihre geheimsten Regionen zu erforschen. Wenn auch, sozusagen, stellvertretend durch ihren eigenen Handschuh.

Selbst durch das Leder hindurch bemerkte ich den Unterschied, als meine Finger den glĂ€nzenden Stoff des Strumpfes verließen, um auf der nackten Haut entlang zu wandern. Voller Vorfreude und einem gewissen Forscherdrang spreizte ich den Zeigefinger ab, um unter den Saum ihres Höschens zu fahren, das der Art nach zu urteilen, wie der Lederfinger ĂŒber den glatten Stoff geglitten war, aus Seide sein musste. Endlich berĂŒhrte ich das Gekringel ihres Haares, immer das Bild fotografisch scharf vor Augen, wie der rote Handschuh sich in den Besitz der blonden Fraulichkeit brachte. Dort, die Hand auf ihrem VenushĂŒgel, verharrte ich in meiner Bewegung, um diesen Augenblick der Spannung voll auszukosten. Ich wollte sie ansehen, wenn ich in ihre Grotte hinabtauchte, wollte gleichzeitig auch in die wintergrauen Seen ihrer Augen tauchen und dort nach dem suchen, was sie mir bisher vorenthalten hatte.

Ich zwang ihren Blick in meinen, hielt ihn fest, gestattete es ihr nicht, sich abzuwenden, spĂŒrte endlich wieder etwas von der Kraft und StĂ€rke in mir, die mir seit der Begegnung mit dieser Frau abhanden gekommen zu sein schien. Sie akzeptierte meine Dominanz, fĂŒgte sich, wurde auf einmal ganz weich unter meinen Blicken, meinen HĂ€nden, öffnete sich, auf dass ich in sie eindringen konnte und meine Finger dazu bringen, dass ihre klaren Augen einen Schleier bekamen, durch den sie mich nicht mehr sah. Meine rechte Hand lag nicht mehr auf der Maus, sondern rieb mit geschickten Bewegungen ihre Klitoris, wĂ€hrend die andere sich in ihre weiche Höhle vergraben hatte und ihre SĂ€fte den Handschuh trĂ€nkten. Als ein Zittern durch ihren Körper ging, presste ich meinen Mund auf ihre Lippen und biss hinein in rote Herausforderung, leckte den Lippenstift gierig auf, trank ihren Atem und weidete mich an ihrer SchwĂ€che.

Auch, wenn ich es nicht bis zum Ziel geschafft hatte, wusste ich, dass dies nur aufgeschoben war. Ihr roter Handschuh wĂŒrde mir dabei helfen; der Duft, der ihm noch lange anhaften, und die geilen Szenen, die ich mir dabei ausmalen wĂŒrde.

Als sie an der nĂ€chsten Station mit einem glĂŒcklichen LĂ€cheln ausstieg und mir mit dem ihr verbliebenen Handschuh zuwinkte, schoss mir kurz ein Bild durchs Hirn, auf dem eine zufrieden lĂ€chelnde Frau ein weiteres Paar rote Handschuhe aus ihrem Koffer nahm, um in den nĂ€chsten Zug zu steigen.



















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Ein Schriftsteller sollte nicht schreiben wollen, sondern schreiben mĂŒssen. (Erwin Strittmatter)

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