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Leselupe.de > Anonymus
Die schmerzen des krieges
Eingestellt am 17. 03. 2003 19:06


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Krieg

Tag f├╝r Tag ein neuer Toter
Die n├Ąchste Familie zerst├Ârt
Hast du es noch nicht geh├Ârt?
Blut wird nicht mehr viel roter

Blut ist Blut
Und Blut tut weh
Wenn du es nicht sehen kannst dann geh
Doch dann hast du keinen Mut!

Das Blut der anderen ist nicht rot
Jedenfalls nicht so wie unsres
dann ├╝ber sie die Pest
denn sie verdienen den Tod

So sagt die Regierung
Sie will uns beschwatzen
Wer leben will macht keine Faxen
Ihr wollt doch keine Ausl├Ąnder sein!

Wer so denkt der hat noch nicht
Mit dem Herzen gesehen
Doch er darf nicht ins Ausland gehen
Denn dort ruft die Pflicht

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willow
Festzeitungsschreiber
Registriert: Oct 2002

Werke: 0
Kommentare: 10
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uiuiui...du, ich denke, das wird nichts...

Du hast dir ein Thema ausgesucht, welches gerade heute in aller Munde ist, n├Ąmlich den Krieg. Und im Grunde genommen hast du mit dem Bild des roten Blutes auch eine recht beeindruckende Stimmung geschaffen.

Aber hakt es gleich an mehreren Punkten deines Gedichtes:

Zun├Ąchst einmal die Form. Das Problem ist, dass es keine durchg├Ąngige Form gibt. Kein Rhythmus, der das Gedicht begleitet. Aber ein bisschen Symmetrie muss schon sein, wenn du dem Gedicht einen rhythmischen Klang aufdr├╝cken willst.
Dein Gedicht liest sich folgenderma├čen:

8 Silben A
9 Silben B
7 Silben B
7 Silben A

3 Silben A
4 Silben B
9 Silben B
7 Silben A

9 Silben A
8 Silben B
6 Silben C
7 Silben A

6 Silben A
6 Silben B
9 Silben C
9 Silben D

7 Silben A
7 Silben B
9 Silben B
5 Silben A


Zum Inhalt:

"Blut wird nicht mehr viel roter"
Was meinst du genau damit? Dass nicht viel mehr Blut vergossen werden kann?

"Wenn du es nicht sehen kannst dann geh
Doch dann hast du keinen Mut!"
Wenn du das Blut nicht sehen kannst, hast du keinen Mut? Wie meinst du das? Im Grunde soll es doch darum gehen, erst gar kein Blut zu vergie├čen, oder?

"Das Blut der anderen ist nicht rot
Jedenfalls nicht so wie unsres"
Ich nehme an, du m├Âchtest ein Vorurteil ausdr├╝cken, welches uns die Regierung "aufschwatzen" will. Wenn wir davon ausgehen w├╝rden, dass wir alle gleich sind, g├Ąbe es vielleicht kein Blutvergie├čen. Herausgekommen ist ein recht unverst├Ąndlicher Vers.

"dann ├╝ber sie die Pest
denn sie verdienen den Tod"
Dann braucht einen Bezug. Welcher ist das hier? Das Blut der anderen ist anders als unseres, deshalb ├╝ber sie die Pest und der Tod? Kommt nicht deutlich r├╝ber.

"Wer leben will macht keine Faxen
Ihr wollt doch keine Ausl├Ąnder sein!"
Auch hier wieder v├Âlliges Unverst├Ąndnis. Faxen machen, keinen Krieg f├╝hren? Und was bedeutet die Zeile mit dem Ausl├Ąnder sein?

"Mit dem Herzen gesehen"
W├╝rde ich in einem Gedicht immer vermeiden, weil es schlichtweg ein plattes Bild ist. War mal neu, ist auch wundersch├Ân, wurde aber seither immer und ├╝berall eingesetzt. Vermeide Allgemeinpl├Ątze.

"Doch er darf nicht ins Ausland gehen
Denn dort ruft die Pflicht"
Wieder das Ausland, wieder nicht klar, was du damit meinst. Welche Pflicht ruft dort und warum?


Dein Gedicht ist eigentlich gerade wegen der fehlenden Form und wegen des schockierenden Bildes des Blutes (ohne dabei platt zu sein) wert, daran zu arbeiten. Allerdings verlierst du dich immer wieder darin, verirrst dich und kommst zu keiner klaren Aussage und h├Ąltst die Form auch nicht konsequent durch. Die Aussagen sind nicht klar formuliert, sie sind undeutlich und undurchsichtig.
Ich f├Ąnde es schade, wenn du dich nicht noch einmal dransetzen w├╝rdest, denn dein Gedicht hat durchaus etwas, nur dass es sich im absoluten Rohstadium befindet.

Einen freundlichen Gru├č,

will

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