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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Die unendliche Kostbarkeit der Frauen
Eingestellt am 15. 09. 2001 16:12


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Ffyps
Festzeitungsschreiber
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Die unendliche Kostbarkeit der Frauen

Dies ist der Anfang von Kapitel 19 meines Romans „Die unendliche Kostbarkeit der Frauen“, gedruckt und zu beziehen bei Books on Demand (www.bod.de). Mehr unter Hier klicken

Elf Tage war Sven Baumeister in Brasilien gewesen. Normalerweise sah er sich nach der Arbeit in der Stadt um und erfreute sich auch am Anblick der Frauen, aber dazu hatte er diesmal keine Lust. Alle seine Gedanken waren bei Birgit. Erst in der Entfernung war ihm ganz klar geworden, was sie ihm inzwischen bedeutete. Er hatte oft mit ihr telefoniert, aber wegen des Zeitversatzes und weil beide stark eingespannt waren, wurden das nur kurze Gespräche.
Als seine Sehnsucht nach der Freundin übermächtig wurde, schickte er ihr eine E-Mail, die nur wenige Zeilen enthielt:

Einsam war ich, - Du hast mich angenommen.
Ein Panzer schloss mich ein,- Du hast ihn aufgebrochen.
Verzweiflung bedrĂĽckte mich,- Du gabst mir Hoffnung.
Oft wurde ich enttäuscht, - Dir kann ich mich anvertrauen.
Stolz verschloss mein Herz, - Du hast es weit geöffnet.
Meine Seele fror, - Deine Liebe wärmt mich.
Ein Wunder ist mir geschehen:- Du Engel liebst mich.
Mit all meiner Liebe - will ich Dir danken.
Mein ganzes Leben lang - will ich Dir gehören.

Birgit wurde warm ums Herz, als sie die Worte las. Ihr ging es doch ebenso, wie Sven sich hier offenbarte. Sie freute sich auf das Wochenende in Paris. Da wollte sie ihm ihre ganze Liebe beweisen. Sie spĂĽrte, dass die Zeit dafĂĽr reif war.

Sven kannte ein kleines gemütliches Hotel auf der Ile de la Cité. Meist stieg er in einem Haus der großen internationalen Ketten ab, aber in einigen Städten hatte er kleine gut geführte Privathotels gefunden, in denen er sich viel wohler fühlte.
Als er seine Sekretärin gebeten hatte, dort zwei Zimmer für drei Nächte zu reservieren, schaute sie nur kurz auf. Sie nahm sich vor, am Montag einmal festzustellen, ob die Frau Döhringer aus der Alten Pinakothek vielleicht auch in Paris zu tun hätte. Ihre Neugier war nicht böse gemeint, nein, sie hoffte ja, dass ihr Chef sein unstetes Leben einmal beenden würde. Manchmal kam er ihr vor wie der Fliegende Holländer.

Von Orly fuhr Sven direkt ins Hotel. Birgit war noch nicht da, sie hatte auch nicht genau sagen können, wann sie kommen würde. So legte er sich aufs Bett, um nachzudenken. Bald war er eingeschlafen.
Durch ein Klopfen wurde er wach. Auf sein „Entrez!“ öffnete sich die Tür: Birgit stand im Zimmer. „Bonjour, Monsieur“, sagte sie schelmisch und führte einen formvollendeten Knicks aus, „je suis votre femme de chambre. Vous avez besoin de moi?“
„Und ob ich dich brauche, aber ganz sicher nicht als Zimmermädchen!“, rief Sven lachend, als er aufsprang, die Tür hinter ihr zu stieß und sie in die Arme nahm.
Ihre Küsse wurden immer heftiger, die Hände zitterten ihnen, als sie sich ungeduldig wie Kinder gegenseitig die Sachen vom Leibe rissen und sich auf das breite französische Bett warfen. Und dann spürten sie, wonach sie beide sich schon so lange gesehnt hatten, die Wärme ihrer Körper aneinander und ineinander. „Wenn es doch nie aufhören würde!“, war alles, was Birgit denken konnte.
Es hörte viel zu schnell auf, denn Sven war so erregt, dass er sich nicht lange zurück halten konnte. Nun lag er traurig neben ihr und machte sich Vorwürfe, dass er alles verdorben hatte.
Birgit ahnte, was in ihm vorging. „Es war trotzdem schön für mich, mit dir zusammen zu sein und dich auch in deiner Wildheit kennen zu lernen. Und du weißt ja, dass ich den Höhepunkt schon einmal mit dir zusammen erlebt habe.“
Zunächst wusste Sven gar nichts, doch dann erinnerte er sich an das Zucken ihrer Lippen an seinem Hals bei jenem letzten wunderbaren Tanz vor zwei Wochen, als bei ihm auf dem Gipfel die Quelle entsprungen war und er die Zähne zusammen gebissen hatte, damit sie wenigstens das nicht merkte. Er hatte geglaubt, die Frauen zu kennen, doch das war ganz neu für ihn.
„Du hast es gemerkt?“, fragte er beschämt.
„Ich habe jede deiner Zuckungen gespürt“, antwortete Birgit leise und streichelte sein erschlafftes Glied, „leider nur an und nicht in meinem Körper. Aber es hat gereicht, um mich mitzureißen, heiß genug waren wir ja beide. Und die Erinnerung daran hat mir in der Zwischenzeit noch einige wunderbare Abende bereitet.“
„Du machst es mit dir selber?“, fragte Sven, immer mehr verwirrt und diese Frage kostete ihn erhebliche Überwindung.
„Ja, natürlich, du etwa nicht?“, lachte Birgit ihn an.
„Das ist doch etwas ganz anderes“, wollte Sven einwerfen, biss sich aber noch rechtzeitig auf die Zunge. Birgit würde ihm wohl recht ärgerlich erklären, dass das überhaupt nichts anderes sei. Und sie hätte Recht. Schließlich war sie ein sexuell aktiver Mensch genau wie er. Für ihn war es selbstverständlich, sich zu befriedigen, wenn er sich einsam fühlte und er hatte es auch in Brasilien getan, Birgits weiche Brust noch in seiner Hand spürend. Warum sollte es für sie nicht genau so selbstverständlich sein? Nur konnte sie im Gegensatz zu ihm ganz unbefangen darüber reden.





Birgit schlug vor, erst einmal etwas zu essen. Das war eine gute Idee. Sven war ihr dankbar, dass sie ihm diese Situation so liebevoll erleichterte. Und Hunger hatte er auch.
In der Rue Christine auf dem SĂĽdufer der Seine, keine zehn Minuten vom Hotel entfernt, gab es ein kleines Bistro, in dem Sven schon ein paar Mal gegessen hatte. Kerzen in Weinflaschen standen auf den Tischen und auĂźer einigen guten Hausgerichten hatten sie eine Salatbar. Dorthin fĂĽhrte er seine Freundin. Er wusste, das war jetzt besser fĂĽr sie beide als irgend eines der vornehmen Restaurants.
Nach einer echten Zwiebelsuppe aßen sie ganz zart gebratenes Entrecote mit frischem Salat von der Bar. Eine Flasche Chateauneuf du Pape war die angemessene Begleitung dazu. Nach ein paar Happen von der Käseplatte war Birgit bis obenhin satt aber zu gern hätte sie noch eine Mousse au Chocolat gekostet. Sie einigten sich, gemeinsam ein Schälchen zu bestellen und Sven fütterte sie ab und zu mit einem Löffel von dieser Köstlichkeit. Ein petit noir und ein alter Calvados aus dem Pays d’ Auge schlossen das Festmahl ab. Louis XIV hätte nicht fürstlicher tafeln können.
Eng umschlungen schlenderten die beiden durch die ruhiger werdenden Straßen und freuten sich, dass sie nicht allein mit ihren Gefühlen waren. Viele Paare taten es ihnen gleich. Auf der Pont Neuf kaufte Sven seiner Braut drei lange rote Rosen. „Paris ist eine zauberhafte, eine verzaubernde Stadt“, sagte Birgit leise, „komm, lass uns unsere Liebe finden.“

Überwältigt schaute Sven zu, wie sich seine Geliebte - für ihn - entkleidete. Es kam ihm wie ein Opfer vor. Vorhin in seiner Geilheit hatte er gar keinen Blick für sie gehabt. Im warmen Licht der gedämpften Lampen bewunderte er ihren schönen Körper, zuerst mit den Augen, dann auch mit den Händen und mit dem Mund.
Seine Finger strichen durch ihr rotgoldenes Haar und seine Zunge liebkoste ihr Ohrläppchen und ihren Hals. Ganz intensiv spürte er jetzt den Rosenduft, der wunderbar zu ihrem Wesen passte. Eine Rose war sie: wunderschön, geradlinig und stolz, aber nicht ohne Dornen. Auch ihm kam der kleine Prinz in den Sinn: Wie dieser war er nun für eine Rose verantwortlich.
Seine Hände zogen zärtlich die makellose Linie ihrer Brüste nach, seine Lippen schmeckten die Himbeeren der Spitzen. Über ihren Bauch fuhr sein Mund und sie schüttelte ihn lachend ab, weil es sie kitzelte, als er ihren Nabel leckte. Dann spielten seine Finger mit den goldenen Locken ihrer Scham und fühlten die überquellende Spalte, die sich darunter verbarg. Ihre Zehen küsste er und aufwärts streichelte er ihre Schenkel. Immer wieder stöhnte sie leise, weil es so wunderschön war, was er mit ihr tat.
Auch Birgit liebkoste voller Freude den Geliebten am ganzen Körper. Doch als sie die gleißenden Venustropfen an seinem Phallus fühlte, hielt sie inne, um ihn nicht wieder vor der Zeit zu sehr zu erregen. Diesmal sollte es für sie beide schön werden.
Schließlich fühlte sie einen gewaltigen Sturm in sich aufkommen. Tiefgrün leuchteten ihre Augen, als sie die Arme zu ihm ausstreckte und leise sagte: „Komm, mein Geliebter.“
Es ist immer wieder ein Wunder, wenn zwei Menschen alle Grenzen hinter sich lassen und ihre Körper das erste Mal ineinander verschmelzen. Kein Dichter hat das so großartig ausgedrückt wie Christus: „... und sie werden sein ein Fleisch.“

Sven erwachte davon, dass auf der Platane vor dem Fenster eine Amsel ihr Lied schmetterte. Vielleicht hatte ihn auch die Sonne geweckt, die ihm durch die hohen Fenster ins Gesicht schien. Er schlief gerne bei offenen Vorhängen, um die Lichter der Nacht und des beginnenden Tages wahrzunehmen. Er blickte auf die Uhr: kurz vor zehn. Nach seinem Zeitgefühl der letzten zwei Wochen war es erst fünf.
Neben sich hörte er Birgits gleichmäßige Atemzüge. Als er sich zu ihr hinwandte, war er überwältigt: Ihr langes rotblondes Haar floss zu beiden Seiten ihres Gesichts über das Kissen und glänzte in der Sonne wie Gold. Eine Brust schaute unter der Decke hervor. Wieder bewunderte er ihre makellose Schönheit, bis er sich erinnerte, dass Birgits Pobacken sich ebenso zart und weich angefühlt hatten wie ihre Brüste.
Schon immer war Sven überzeugt, dass die weibliche Brust eines der gelungensten Kunstwerke aus Gottes Werkstatt ist, aber diese war außergewöhnlich schön. Casanovas Wort von der „Kavaliershand voll“ hatte hier seine vollkommene Berechtigung.
Dann bemerkte er, was ihm gestern Abend gar nicht aufgefallen war: Birgit war nahtlos gebräunt. Offenbar liebte sie wie er die freie Sonnenbestrahlung. Er hatte nie begriffen, warum man sich zum Schwimmen oder Sonnenbaden etwas anziehen musste.
Sven dachte ĂĽber die vergangene wunderbare Nacht nach. Wie oft sie sich geliebt hatten, wusste er nicht, nur dass es sehr oft war, immer wieder unterbrochen von Phasen kurzen Schlafes. Aber wenn einer von ihnen wach wurde und den anderen zu liebkosen begann, war dieser nur zu gerne bereit, das Spiel wieder aufzunehmen.
Der biblische Begriff vom „einander erkennen“ kam ihm in den Sinn. Ja, sie hatten sich erkannt in dieser Nacht. Er hatte viele Frauen gehabt in seinem Leben. Aber keiner war er jemals so nahe gekommen, keine hatte er in diesem Maße „erkannt“. Seiner Schwester musste er dankbar sein, die ihm bei ihren Experimenten unbewusst gezeigt hatte, dass man nur einen Menschen „erkennen“ kann und nicht einen Sexualpartner.
Und an noch etwas musste er denken: Hesses Wortspiel von dem großen Meister Goldmund und dem „vollkommenen Instrument“ der Geliebten. Was für ein Unsinn! Kein Instrument war Birgit in dieser Nacht gewesen, sondern eine ebenbürtige Partnerin, nein mehr: eine Meisterin der Liebe. Sicher musste sie dafür wohl schon mit vielen Männern vertraut gewesen sein, aber das ging ihn nichts an, solange sie es ihm nicht von sich aus erzählen würde. Und es war gut so, denn auch er war ja kein unbeschriebenes Blatt.
Gab es ein französisches Wort für Meisterin? „Meister heißt ,maître’“, ging es ihm durch den Kopf, „aber im Sinne von ,meisterhaft’.“ Natürlich, die „maîtresse“! In seiner ursprünglichen Form war dieser Begriff offenbar eine hohe Anerkennung für die meisterhafte Liebhaberin. Sven musste schmunzeln. Birgit war seine „maîtresse“. Er war sich noch nicht im klaren darüber, ob er ihr das jemals sagen durfte.
Wieder erfĂĽllte ihn heiĂźer Dank, dass ihm diese Frau begegnet war. Sie war die erste Frau in seinem Leben, die er mit aller Kraft halten wollte.
Als er Birgit mit diesen Gedanken liebevoll anblickte, sprang der Funke über. Noch halb im Schlaf strich sie sich mit der Hand langsam über das Gesicht, als wenn sie einen Vorhang fortziehen wollte und schlug die Augen auf. „Ich fürchtete mich, die Augen zu öffnen, weil diese Nacht eigentlich nur ein Traum sein konnte“, flüsterte sie versonnen. „Aber da du bei mir bist, und so wie unser Bett aussieht, habe ich diesen Traum wohl doch wirklich erlebt.“ Sie schlang die Arme um ihn und zog ihn an sich. „Lass mich noch einmal deinen Körper fühlen, bevor wir aufstehen“, sagte sie zärtlich. „Du hast mich unsagbar glücklich gemacht in dieser Nacht.“
Ihre Hände strichen sanft über seinen Rücken und Po, da machte sich sein Mannesstolz natürlich wieder selbständig.
Schon seit ihrem ersten engeren Kontakt mit einem Jungen hatte Birgit es als ein faszinierendes Wunder der Schöpfung angesehen, wie schnell und gründlich dieses Organ seine Gestalt ändern konnte. Verwundert hatte sie später erfahren, dass die Veränderung vollkommen unabhängig vom Willen des Mannes geschieht. Irgendwie machte es die Männer verletzlich, dass man ihnen die Erregung so ohne weiteres anmerken konnte.
„Er ist doch unersättlich“, lachte sie, legte die Hand herum und spielte mit den Kugeln an der Wurzel. „Aber er hat mir sehr wohl getan und dafür soll er jetzt ganz besonders belohnt werden.“
Sie beugte sich nieder, so dass ihre weichen Haare Svens Bauch und Schenkel bedeckten. Mit Zunge und Lippen liebkoste sie die blauviolette Eichel, bis Sven noch einmal aufstöhnte und sie den strengen Geschmack seines Samens spürte. Dann drückte sie ihren Mund auf seine Lippen und ließ ihn teilhaben an dem Saft, der aus ihm heraus geströmt war.
Überwältigt von der Grenzenlosigkeit ihrer Liebe flüsterte Sven seiner Geliebten die wunderbaren Worte aus dem Hohelied Salomos ins Ohr:

„Siehe, meine Freundin, du bist schön! Siehe, schön bist du!
Deine Augen sind wie Taubenaugen, und dein Haar ist wie der Purpur des Königs.
Deine Lippen, meine Braut, sind wie Honigseim, und Milch ist unter deiner Zunge.
Deine BrĂĽste sind wie zwei junge Rehzwillinge, die unter den Rosen weiden.
Dein Schoß ist wie ein runder Becher, dem nimmer Getränk mangelt.
Du bist allerdinge schön, meine Freundin, und ist kein Flecken an dir.
Du hast mir das Herz genommen, meine Schwester, liebe Braut.
Wie schön ist deine Liebe, meine Braut, sie ist lieblicher denn Wein.
Wie schön und wie lieblich bist du, du Liebe voller Wonne!“

Birgit kannte diese Verse von ihrer Kirchenarbeit in der alten DDR. Niemals hätte sie sich träumen lassen, dass man sie einmal auf sie anwenden würde. Das war fast zu groß für sie. „Ach Sven, Geliebter“, fragte sie plötzlich bedrückt, „kann man so glücklich sein, ohne einmal dafür bezahlen zu müssen?“
Sven dachte nach. Die Frage traf ihn unvorbereitet. „Vielleicht haben wir ja schon bezahlt“, antwortete er langsam. „Vielleicht ist dies ja jetzt der Ausgleich für all die Enttäuschungen und Schmerzen in unserem bisherigen Leben.“
Da küsste ihn Birgit zärtlich. „Das ist wunderschön, was du da gesagt hast. So wollen wir es glauben.“ Doch ein Gedanke ging ihr nicht aus dem Kopf: „Wie kommt es nur, dass ich mich diesem Mann so bedingungslos anvertraue, ganz gegen meine sonstige Gewohnheit?“

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Inu
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Hallo lieber Ffyps

Es ist eine so gut und klar geschriebene Geschichte, aber leider bringt auch sie die prickelnde Erotik nicht wirklich herüber, wie die meisten Geschichten hier ( das ist nur meine persönliche Meinung)sie nicht wirklich herüberbringen können. Sogar berühmte Schriftsteller versagen, wenn es um Beschreibungen von sexuellen Dingen geht.

Was mir an Deiner Geschichte auffällt, ist die Genauigkeit, mit der Du nicht nur den Sex, sondern eine anscheinend wahre, große Liebe schilderst. Entweder bist Du sehr jung, oder im Herzen sehr jung geblieben. Fast kommt mir Deine Birgit vor, wie eine magische Geliebte, die der Realität nicht standhalten wird. Ein großer Idealist bist Du auf alle Fälle. Ein Träumer? Und Du schreibst mit geradezu heiligem Ernst.

Viele GrĂĽĂźe
Inu

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Dominik Klama
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Ein Mann, der viel auf Geschäftsreisen ist, trifft seine relativ neue Freundin in Paris. Das Paar wohnt in einem kleinen Hotel, speist gut und schläft miteinander. Dabei wird beiden klar, dass sie hier einen Menschen gefunden haben, dem sie sich so stark und rückhaltlos anvertrauen können, wie noch nie zuvor im Leben. Mehrfach fallen Anspielungen auf Stellen in der Bibel. Die Liebe hier ist biblisch offenbar gerechtfertigt.

Ach nöö! Im Grunde ist das von Anfang bis Ende immer ein wenig zu langweilig. Bekanntlich strotzt die gesamte Weltliteratur von Liebe und Tod, und so ziemlich jedes der ganz großen unvergänglichen Meisterwerke kann dem einen oder anderen oder auch beiden Themen zugesellt werden. Macht man sich nun aber auf die Suche, welche unvergänglichen Meisterwerke der Literatur das reine, unverfälschte und unwandelbare Glück der Liebe über mehr als die Hälfte ihres Umfangs behandeln, ist wenig zu finden. Doch genau das, dem Leser eine Vorstellung uneingeschränkten Liebesglückes zu vermitteln, versucht dieses Romankapitel. Es bleibt nur zu hoffen, dass nicht der gesamte übrige Roman dann auch so ist. (Der Titel lässt allerdings viel befürchten.)

Warum aber klappt das nicht? Warum wollen alle Menschen beständig glücklich sein, finden die Schilderung beständigen Glücks dann aber eher langweilig? Weil es nun mal nicht stimmt, wie wir alle wissen. Glück ist kein Dauerzustand. Und Liebe ist es auch nicht. Wenn ich ein Liebespaar im Glück enden lassen will, so lege ich meinen Protagonisten den größten Teil des Romans hindurch allerhand Fallgruben des Unglücks in den Weg. Spannend für den Leser ist dann, wie sie diese Gruben überwinden, das Happy End ist nicht spannend, das erwartet er die ganze Zeit schon. Wenn ich aber ein Paar recht zügig und unbeschwert die glückliche Vereinigung erreichen lasse, ist das fast schon ein Versprechen an den Leser: Du kommst noch auf deine Kosten! Hier wird gleich so was von gestritten, gehasst, betrogen, gemordet, verlassen und gestorben werden.

Außerdem kennt das nun mal jede und jeder. (Über 18 oder 28 zumindest.) Man lächelt sich an, man umarmt sich, man schaut sich beim Ausziehen zu, man drückt und streichelt sich, man küsst sich, dem Manne steht was, was er kaum bezähmen kann, die Frau fängt an zu fließen, es macht sie, oh, so glücklich, wenn sie ihn spürt in sich, sie beginnt seine vorwitzigsten Teile abzuschmecken, jede unbeherrschbare Zuckung seines Verlangens kriegt sie mit, er, leider, kommt etwas zu schnell, ihr aber war’s höchste Stunde, allein die Umeingeschränktheit solcher Intimität mit ihm zu teilen. Ein wenig Weißbrot, Weichkäse und Bordeaux und dann noch ein Opfer an die himmlischen Mächte, hier: der Herr Jesus Christ. Das ist so arg altbekannt und so oft beschrieben, dass es einfach kein Mensch mehr lesen will, wenn es nicht irgendwie neu geboten wird.

Weiß nicht was, machen kann man viel. Man könnte derbe Worte des Vitalismus türmen, um anzudeuten, dass im liebevollen Sex die Schranken aller bürgerlichen Gebundenheit abfallen. Man könnte das Paar irgendwelche Praktiken erfahren lassen, die eher selten beschieben werden, weil sie, wenn man sie nicht gerade genießt, als „pervers“ verschrieen sind. Man könnte die bekannten Tatsachen in überaus poetische Worte kleiden, die vielleicht aus ganz anderen Zusammenhängen genommen wären, hier aber überraschend passen würden zum Vergnügen des Lesers. Man könnte ein Schnittbild erzeugen, im einen Bild die Köper beim Tun, im anderen die Gedanken der zwei Menschen, wie sie teilweise parallel, teilweise gegenläufig sind. (Bei so etwas kommt vielleicht Komik oder Traurigkeit auf, das wäre nicht, was Ffyps vorgeschwebt war, aber dem Leser könnte es gefallen.) Man könnte einen auf Harold Brodkey (der war’s doch, oder?) machen und alles, das Allergeringste und Vertrauteste mit extremer Genauigkeit in Wort wandeln, eine Art monumentalen Hyperrealismus konstruieren. Man könnte alles Mögliche tun...



„Eng umschlungen freuten sie sich, dass sie nicht allein waren.“ „Überwältigt von der Grenzenlosigkeit ihrer Liebe flüsterte Sven seiner Geliebten Worte ins Ohr.“ „Deine Liebe wärmt mich. Ein Wunder ist mir geschehen.“ „Die Erinnerung daran hat mir in der Zwischenzeit einige wunderbare Abende bereitet.“ „Ich fürchtete mich, die Augen zu öffnen.“ „Ihr ging es ebenso.“

„Nach einer Zwiebelsuppe aßen sie ganz zart gebratenes Entrecote.“ „Bis er sich erinnerte, dass Birgits Pobacken sich ebenso zart angefühlt hatten.“

„Ganz intensiv spürte er jetzt den Rosenduft, der wunderbar zu ihrem Wesen passte.“ „Seine Hände zogen zärtlich die makellose Linie ihrer Brüste nach.“ „Über ihren Bauch fuhr sein Mund... Dann spielten seine Finger mit den Locken ihrer Scham und fühlten die Spalte.“ „Im warmen Licht der gedämpften Lampen bewunderte er ihren schönen Körper.“ „Im Gegensatz zu ihm konnte sie ganz unbefangen darüber reden.“ „Seine Finger strichen durch ihr rotgoldenes Haar.“ „Entrez, Monsieur!“, sagte sie schelmisch.“ „Kein Dichter hatte das so großartig ausgedrückt.“ „Tiefgrün leuchteten ihre Augen: „Komm, mein Geliebter.“ „Sven fütterte sie ab und zu mit einem Löffel.“ „Er wusste, das war für sie beide jetzt besser als irgendeines der vornehmen Restaurants.“

„Diesmal sollte es schön werden.“ „Birgit war seine Meisterin.“ „Sie beugte sich nieder.“ „Manchmal kam er ihr vor wie der Fliegende Holländer.“ „Ihre Hände strichen über seinen Po.“ „Birgit liebkoste voller Freude den Geliebten am ganzen Körper.“ „Birgit ahnte, was in ihm vorging.“ „Du hast es weit geöffnet.“ „Zunächst wusste Sven gar nichts.“ „Sie spielte mit den Kugeln.“ „Sie war die erste Frau in seinem Leben.“ „Wie schnell und gründlich dieses Organ seine Gestalt ändern kann!“ „Sicher musste sie mit vielen Männern vertraut sein.“ „Das war fast zu groß für sie.“

„Ich habe jede deiner Zuckungen gespürt“ „Irgendwie machte es die Männer verletzlich, dass man ihnen die Erregung so ohne weiteres anmerken kann.“ „Nach seinem Zeitgefühl war es fünf.“ „Nun lag er traurig neben ihr.“

„Viele Paare taten es ihnen gleich.“ „Überwältigt schaute Sven zu.“ „Bald war er eingeschlafen.“ „Er schlief gerne.“




Na bitte. Geht doch! Manchmal muss man nur etwas weniger schreiben, dann sitzt das.
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14.11.2015 Forum Lupanum Threads Höhe Zeit Aufklärung Verteidiger: Es ist genug.

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