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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Die vertreibung evas aus dem paradies
Eingestellt am 28. 05. 2004 00:44


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yuki
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Die vertreibung evas aus dem paradies

Der skorpion verharrte gleichg√ľltig und starr w√§hrend die fliege √ľber seine r√ľckseite krabbelte. Die fl√ľgel des opfers waren voller sand. Immer wieder rutschte das insekt an den w√§nden des kleinen glasterrariums nach unten. Sein scharfrichter war noch nicht hungrig. Vor zwei tagen hatten wir ihn mit einer ziemlich dicke spinne gef√ľttert und noch einem l√§nglichen, silbrigen ungeziefer, das sam im badezimmer gefunden hatte. Sam stupste die fliege mit einem r√§ucherst√§bchen, das er durch eine der drei kleinen √∂ffnungen am terrariumdeckel geschoben hatte, in richtung des skorpions, im versuch dessen jagdinstinkt zu wecken. Am√ľsiert √ľber die offensichtliche dummheit der fliege beobachteten wir, wie sie eines ums andere mal auf den r√ľcken des skorpions kletterte und sich dann direkt unter dessen stachel platzierte, der voll von einem gift war, das sich fr√ľher oder sp√§ter in ihrem k√∂rper ausbreiten w√ľrde.

‚ÄěDeutlicher geht¬īs nicht mehr‚Äú

Sam gab dem terrarium mit der linken hand einen klaps, als ob er emp√∂rt w√§re. Mit der anderen hand hielt er den glasbeh√§lter auf seinem bauch fest, damit er nicht verrutschte. Wir hatten gerade miteinander geschlafen und lagen noch nackt unter der decke ausgestreckt. Ich hatte meinen kopf an sam¬īs schulter gelehnt:

‚ÄěWahrscheinlich ist die sache so einfach, da√ü ihm der anreiz fehlt die fliege jetzt zu t√∂ten.‚Äú

‚ÄěJa, du hast recht. Ich glaube, ihm fehlt der antrieb, so was wie ein fl√ľchtendes beutetier, um seinen jagdinstinkt zu wecken.‚Äú

Sam gab dem terrarium einen erneuten klaps während er seinen blick weiter auf dessen inneres gerichtet hielt. Er wartete noch einen augenblick und stellte dann haus und bewohner auf einen sessel neben dem kopfende unseres matratzenbettes.

‚ÄěMorgen fahre ich wieder‚Äú, seufzte ich. ‚ÄěIch m√∂chte mich noch nicht von dir verabschieden.‚Äú

‚ÄěIch auch nicht.‚Äú

Sam hob den arm und griff nach einem p√§ckchen zigaretten auf dem nachtk√§stchen am kopfende hinter uns. Ohne sich umzudrehen, st√∂berten seine finger zwischen taschent√ľchern, meinen ohrst√∂pseln und losen tabak-resten, bis sie schlie√ülich auf das p√§ckchen chesterfield stie√üen. Als er die hand zur√ľckzog fiel ein in ein zerkn√ľlltes taschentuch gewickelte etwas in die furche zwischen sam¬īs k√∂rper und meinem. Sam hielt das etwas in die h√∂he, begutachtete den inhalt und sagte dann trocken:

‚ÄěWieder ein apfel den du angebissen und dann herumliegen hast lassen.‚Äú

Ich blickte ihn von der seite an.

‚ÄěWieso sagst du das denn SO?‚Äú

Ich hob meinen kopf von der schulter meines freundes.

‚ÄěIch habe das gar nicht SO gesagt, sondern lediglich eine tatsache festgestellt. Du hinterl√§√üt nun einmal spuren von halb vertrockneten fr√ľchten im ganzen haus, und ich finde das ehrlich gesagt etwas eklig.‚Äú

Ein wenig konfus durch diese so pl√∂tzliche und f√ľr mich v√∂llig ungerechtfertigte kritik, richtete ich mich im bett auf.

‚Äě Aber ich wickle doch vorher immer alles in ein taschentuch ein. Au√üerdem, was redest du da f√ľr einen unsinn! Wenn ich etwas herumliegen, lasse dann hebe ich es sp√§testens am n√§chsten tag auf und schmei√üe es weg!‚Äú

‚ÄěAlso ich wei√ü nur, da√ü ich st√§ndig apfelreste zusammensuche. Das ist aber keine kritik. Du wei√üt, da√ü ich dich liebe. Solche dinge st√∂ren mich einfach ein bi√üchen.‚Äú

‚ÄěVerdammt, wieso bist du denn pl√∂tzlich so kleinlich?!‚Äú

Warum sagt er so etwas? So pl√∂tzlich, und als ob ich ein schwein w√§re, das nicht wei√ü, wie es sich im haus anderer leute zu verhalten hat? Er sagt, er meint es nicht als kritik, aber im grunde tut er das. Auch tatsachen k√∂nnen als kritik erw√§hnt werden. Ich hatte nie gedacht, ein st√ľck angebissenes obst k√∂nnte jemandem so absto√üend erscheinen. Das ganze war f√ľr mich hei√üe luft, eine nichtigkeit, eine ungerechtfertigte und im falschen moment ge√§u√üerte kritik : vor ein paar minuten erst war das wort abschied gefallen, und dann so was!

‚ÄěVerdammt, du wei√üt, da√ü ich bald fahre und st√∂rst die harmonie zwischen uns mit solchem bl√∂dsinn, noch dazu von dem du wei√üt, da√ü er mich aus dem gleichgewicht bringt! von feingef√ľhl hast du echt keine ahnung!‚Äú

‚ÄěDir kann man ja wirklich gar nichts sagen, ohne da√ü du st√§ndig alles als angriff auf dein innerstes wesen verstehst, aus mangel an selbstbewu√ütsein, fehlendem glauben an unsere liebe oder was auch immer. Das einzige was ich sagen wollte, ist, da√ü du deine √§pfel √ľber das ganze haus verstreut liegen l√§√üt und ich sie, nicht immer, aber doch sehr oft, aufhebe und wegschmei√üe, und ich halb verrottete fr√ľchte nun einmal leicht unappetitlich finde. Und wenn ich dir das sage, dann weil ich wei√ü, wie zerstreut du bist und da√ü du st√§ndig dinge von sekunde auf sekunde vergi√üt‚Ķ.Und‚Ķich liebe dich.‚Äú

Sam d√§mpfte seine zigarette im aschenbecher aus, der neben dem terrarium auf dem sessel stand. Letztendlich hatte der skorpion zugestochen. Wohl eher, weil ihm die fliege auf die nerven gegangen war, die ihm immer wieder auf den r√ľcken krabbelte, als auf ein wirkliches hungerbed√ľrfnis hin. Die fliege wand sich bereits im sand hin und her. Ihre zuckenden bewegungen wurden schw√§cher und schw√§cher, bis das gift sie schlie√ülich endg√ľltig l√§hmte. Bewegungslos sah ich das tote insekt an und sp√ľrte, wie sich auch in mir ein gift, das der verzweiflung, seinen weg durch meinen k√∂rper bahnte.

‚Äě Auch wenn ich wei√ü, da√ü du mich liebst und deine kritik nicht b√∂se gemeint war, belasten mich solche dinge einfach. Nat√ľrlich verlange ich nicht von dir, da√ü du den mund h√§ltst, wenn dich etwas an mir st√∂rt, im gegenteil, aber‚Äú‚Ķsam schnitt mir ver√§rgert das wort ab.

‚ÄěDie dinge die MICH an dir st√∂ren??? Jetzt l√§√üt du mich wieder wie einen mistkerl dastehen! du tust so, als ob ich mir das alles erfinden w√ľrde, so auf die art : alle dinge die DICH an mir st√∂ren, die aber im grunde genommen ungerechtfertigt sind und nur in deinem kranken gehirn existieren. Du bist einfach nicht bereit deine fehler einzusehen!

‚ÄěMeine ‚Äěfehler‚Äú? Was soll denn das wieder hei√üen? Einen angebissenen apfel herumliegen zu lassen, ist f√ľr dich ein schwerer pers√∂nlichkeitsfehler?!‚Äú

Ich sp√ľrte wie meine tr√§nen ans tageslicht dr√§ngten.

‚ÄěNein, nat√ľrlich nicht.‚Äú

Sam seufzte, wie jemand der falsch verstanden worden ist.

‚Äě Du selbst fa√üt das so auf. Ich kann dir nichts sagen, ohne da√ü du gleich beleidigt bist oder dich verletzt f√ľhlst.‚Äú

‚ÄěAlso gut, du hast ja recht. Ich reagiere auf kritik ein wenig √ľberempfindlich, auch auf jene art kritik, die mehr als hinweis, denn als kritik gedacht ist, aber manchmal sagst du dinge einfach im v√∂llig falschen moment, du wei√üt doch, da√ü ich morgen fahre und‚Ķ.‚Äú

‚ÄěSchon wieder : morgen fahre ich, morgen fahre ich! Das wiederholst du schon seit drei tagen‚Ķ.‚Äú

Eine welle der emp√∂rung √ľberrollte mich.

‚Äě Tu nicht so, als ob ich eine sentimentale tussi w√§re! Wenn ich das erw√§hne ,dann nur damit du verstehst, warum ich f√ľr dich so √ľbertrieben reagiere, und nicht um dich zu erpressen. Es macht mich w√ľtend, da√ü du versuchst mir so ein gef√ľhl zu geben!

Ich schlug mit der handfläche auf die matratze.
Im bett hielt ich es nicht mehr l√§nger aus, noch vor einer halben stunde hatten wir leidenschaftlichen sex gehabt, und jetzt f√ľhlte ich mich einsam und vollkommen mi√üverstanden von dem mann, den ich liebte. Am liebsten h√§tte ich mich auf der stelle mit ihm vers√∂hnt, aber etwas hielt mich zur√ľck: ‚ÄěEr wird dich wieder derselben situation aussetzen‚Äú, sagte mir die stimme, die noch immer daran zweifelte, ob er der richtige f√ľr mich war. Mein verstand konterte sogleich: "Aber wenn das problem doch in mir selbst liegt, in meiner wahrnehmung der dinge! Ich bin zu empfindlich, mu√ü mir eine h√§rtere schale zulegen." Sogleich meldete sich wieder die emp√∂rung zu wort: Auf der anderen seite ist es ja wohl nicht zuviel verlangt, da√ü er versuchen k√∂nnte, meine stimmungen pr√§ziser wahrzunehmen, mehr gef√ľhl daf√ľr zu entwickeln, wann gewisse dinge zur sprache gebracht werden k√∂nnen und wann sie mich besonders unerfreulich treffen. Kann ich so etwas denn von ihm verlangen? Vielleicht passen wir ganz einfach nicht zusammen‚Ķ‚Ķ.Aber, ich m√∂chte doch mit ihm zusammensein‚Ķ.." Ohne mir dessen wirklich bewu√üt zu sein, sch√ľttelten holprige schluchzer meinen k√∂rper, kr√ľmmten ihn sanft nach vorne, in richtung des kalten steinbodens. Schnell suchte ich etwas kleidung zusammen und tappte die treppen richtung k√ľche hinunter. Ich w√ľrde mir einen hei√üen tee machen und einen joint rauchen. Das brauchte ich jetzt zur entspannung.

Noch auf der treppe, rief sam zweimal meinen namen, in einem ton, der sagen wollte: ‚Äě Jetzt la√ü uns doch nicht wegen solchem unsinn streiten‚Ķ‚Äú. Nachdem ich keine antwort vernehmen lie√ü, gab er auf, und als ich in den gang richtung k√ľche einbog, h√∂rte ich ihn ver√§rgert rufen: ‚ÄěAch mach doch was du willst!‚Äú Damit hatte er mich endg√ľltig darin best√§tigt, da√ü ich ungerecht und grob von ihm behandelt wurde. Ich setzte mich an den runden k√ľchentisch, zog eine zigarette aus dem p√§ckchen chesterfield, das dort herumlag und mischte den tabak mit ein paar fingerspitzen klebrigem haschisch, das wir in einem winzigen d√∂schen aufbewahrten, einem werbegeschenk aus der apotheke, das eigentlich f√ľr kleine runde pastillen gegen mundgeruch bestimmt war. Ich suchte papier zum drehen des joints, fand aber keines. Nat√ľrlich, fiel es mir sogleich ein, es lag oben auf dem nachttisch am kopfende des bettes! Ich seufzte und blickte richtung fenster zu meiner rechten seite. Es war schon sp√§ter nachmittag, und das licht fiel tr√§ge durch die halbge√∂ffneten jalousien. Die unz√§hlige schatten, die die strahlen ins innere des raumes warfen, brachen sich beim zusammenprall mit dem k√ľcheninventar: der fritteuse, den sauberen, am waschbeckenrand aufgestapelten tellern, der obstsch√ľssel, den bananen, den orangen‚Ķ..den √§pfeln. Ich betrachtete die √§pfel einen augenblick lang und dachte dabei an adam und eva. Der apfel, symbol der vertreibung aus dem paradies. Ich mu√üte an das schlafzimmer denken, den einzigen teil des hauses, der derzeit geheizt wurde, und in dem ich noch vor kurzem, so gem√ľtlich an sams nackte haut geschmiegt, gelegen hatte. Unser streit hatte mich von dort vertrieben, und die schuld daran trugen die √§pfel, oder die kleinlichkeit sams, oder auch meine verge√ülichkeit, meine fehlinterpretationen seiner worte, einer sprache, die nicht meine war, lichter, die ich nie ausschaltete, eine plastiksch√ľssel, die ich ohne es zu bemerken in der mikrowelle zum schmelzen gebracht hatte, der toaster, den ich immer wieder brennend hei√ü weiterlaufen lie√ü‚Ķ.

Die k√§lte der kacheln lie√ü mich fr√∂steln. Feindselig umh√ľllten mich die kahlen w√§nde von allen seiten des raumes, in einem haus das zwar f√ľr die unertr√§gliche hitze des sommers, aber nicht f√ľr die weniger freundlichen jahreszeiten konzipiert worden war. Ich wollte mich nicht mehr streiten. Ich wollte unter die decke schl√ľpfen und an sam gekuschelt einschlafen. Und ich wollte den letzten tag mit spazierg√§ngen √ľber die felder, guter laune und vielleicht einem kitschigen sonnenuntergang zuendegehen lassen, bevor wir in den bus zur√ľck in die stadt und ich schlie√ülich in mein flugzeug nachhause steigen w√ľrde. Ich stand auf und machte mich auf den weg zur√ľck ins schlafzimmer.

Als ich hineinkam, fand ich sam noch immer im bett vor. Er sa√ü an den nachttisch gelehnt auf der matratze und drehte sich gerade einen joint mit dem papier, das ich vergessen hatte mit in die k√ľche zu nehmen. Ich wollte nicht weiter herumdiskutieren, war aber auch noch nicht bereit die sache so ohne weiteres abzuhaken. Immerhin hatte er mich mit einer stumpfsinnigen belanglosigkeit aus dem gleichgewicht gebracht und einen eigentlich sehr sch√∂nen moment zerst√∂rt. Ich versuchte seinem blick auszuweichen, f√ľhlte mich aber kindisch, wie ein kleines dickk√∂pfiges m√§dchen.
‚Äě M√∂chtest du?‚Äú, sam streckte mir den joint entgegen. Ich sah ihn an und sp√ľrte wie meine mundwinkel sich unvermeidlich zu einem l√§cheln hinaufzogen. Auch sam mu√üte grinsen. Ich setzte mich aufs bett und machte drei z√ľge. Nach dem dritten zug beugte ich mich zur seite und k√ľsste sam auf den mund. Wieder in zufriedene zweisamkeit geh√ľllt, streckten wir uns nebeneinander aus. Schweigend blickten wir auf das terrarium. Der skorpion hatte sich zusammengerollt. Er hielt seinen stachel gesenkt und schlief.


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Monfou Nouveau
???
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Abschied mit Skorpion

Hi yuki,

das ist ein sch√∂ner, psychologischer Text. Das szenische Wechselspiel mit dem Skorpion ist gelungen, beim ersten Lesen fand ich es nicht zu direkt. Mag sein, dass man da vorsichtig sein muss. Nat√ľrlich gibt es dem Wortstreit des Paars eine zus√§tzliche Brisanz und hebt es aus dem Standard heraus.

Die Dialoge sind gr√∂√ütenteils treffend. Du wendest die Kleinschreibung an, aber hin und wieder unterl√§uft dir der Fehler, dass du gro√ü schreibst im Satz (Nachmittag). Einige Kommas fehlen, mehrmals verwechselst du das und dass. Gegen Ende (vorletzter Absatz) w√ľrde ich ein, zwei Abs√§tze einschalten, vorher bis du nicht so sparsam mit Abs√§tzen. Das entspr√§che auch dem Aufbau des Ganzen.

Ein sehr gut dargestellter ‚ÄěBeziehungsstreit‚Äú in einer atmosph√§risch originellen Einbettung (Skorpion). Eine kleine √úberarbeitung k√∂nnte dem Text den letzten, notwendigen Schliff geben. Und spannend ist es auch!

Beste Gr√ľ√üe
Monfou
PS: √úber den Titel w√ľrde ich noch einmal nachdenken. Ich habe jedenfalls etwas ganz anderes erwartet. Der Titel ist sprachlich gehobener, gro√üklingender als der eher locker-moderne und intime Text.

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yuki
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hallo monfou nouveau!

ja da hast du sicherlich recht, der text m√ľ√üte, was gro√ü und kleinschreibung, beistriche etc betrifft, noch einmal √ľberarbeitet werden,war wohl bisher zu faul dazu,aber jetzt hast du mich ja mit deiner antwort neu motiviert, freut mich, da√ü dir das wechselspiel er/sie-skorpion/opfer gefallen hat, das mit dem titel stimmt auch irgendwie, ist etwas zu hochgestochen f√ľr den text,werde versuchen was passenderes zu finden,

liebe gr√ľ√üe

yuki

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Gandl

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Hi yuki,
haargenau das, was Monfou geschrieben hat, wollte ich auch schreiben.
Wills also nicht in meinen Worten wiederholen ...

M√§nner in ihrer post-koitalen-Depression sind f√ľrchterlich! Sie wollen allein sein, sie wollen den Verlust ihres Samens still f√ľr sich beweinen. Sie haben das Gef√ľhl, sich der Frau ausgeliefert zu haben. Der J√§ger und Fallensteller hat sein Bestes verloren ... Und dann sind sie so, genau so, wie du ihn beschreibst. M√§kelig, bissig, b√∂se.

‚ÄěAlso ich wei√ü nur, dass ich st√§ndig apfelreste zusammensuche. Das ist aber keine kritik. Du wei√üt, dass ich dich liebe. Solche dinge st√∂ren mich einfach ein bisschen.‚Äú ... ich unterstelle einmal, dass hier von allem das Gegenteil richtig ist ... Er sucht bestimmt nicht, er findet. Nat√ľrlich ist es Kritik. Liebst er sie? Ja? Na, das, was er f√ľr ‚ÄěLiebe‚Äú h√§lt ... Und diese Dinge st√∂ren ihn nicht nur ein bisschen ... In drei Jahren werden diese Dinge der Scheidungsgrund sein ...

Hat mir sehr gut gefallen.

Liebe Gr√ľ√üe
Gandl

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yuki
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Hallo Gandl,

Jaja, das mit der post koitalen depression ist wahrscheinlich sehr zutreffend...sehr interessant was du √ľber das verlust-gef√ľhl danach schreibst‚Ķhm, also besser eva verzieht sich in zukunft lieber eine weile bis adam neue reserven gefa√üt hat,
ich mu√ü aber noch dazu sagen, da√ü ich den text eigentlich mit positiven hintergedanken geschrieben habe, soll hei√üen, mehr als eine verkorkste beziehung wollte ich eher eine eigentlich sehr gute beziehung zeigen, die auch mal verkorkst sein darf, schlie√ülich ist niemand perfekt, jeder hat so seine macken und zweifel, mag sein, da√ü die bei einigen paaren, wie du schreibst, nach ein paar jahren zu einer trennung f√ľhren, andere hingegen k√∂nnen sich zeitweise unausstehlich finden, lieben und sch√§tzen sich aber trotzdem mehr, als da√ü solche dinge das beziehungs-geb√§ude auf dauer por√∂s machen und einst√ľrzen lassen k√∂nnten, nat√ľrlich ist der text zu kurz und auch nicht f√ľr tiefsch√ľrfende psychologische charakter-darstellungen erdacht worden, daher ist auch jedem seine ganz eigene interpretation der liebes?-beziehung zwischen den protagonisten √ľberlassen,

liebe gr√ľ√üe

yuki

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Gandl

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tschulligung

Hi yuki,
bitte verzeih, wenn ich mit meiner pessimistischen Weltsicht wie ein tumber Holzf√§ller in deinem W√§ldchen (das ist nicht verniedlichend gemeint! eher: licht, klar ...) rumfuhrwerkte. Ich verga√ü beim Lesen, dass du es unter „Tagebuch“ gepostet hattest – und das sollte ja eigentlich – so finde ich – ein „gesch√ľtzter“ Raum sein. Beim Lesen wars mir eher so, dass ich an eine Erz√§hlung oder Kurzgeschichte dachte. Und ich hatte die Assoziation an den Film „Die Spitzenkl√∂pplerin“ ... merkw√ľrdigerweise ... – vielleicht durch den Apfel?
Aber danke auf jeden Fall, dass du mir meine Interpretation l√§sst. Nat√ľrlich sehe ich, dass Hoffnung auf zuk√ľnftiges Gl√ľck m√∂glich ist. Vielleicht waren es auch die letzten beiden S√§tze, die mich auf meine F√§hrte brachten ... (aber sie sind – bei k√ľrzerem Nachdenken sehe ich’s – auch doppeldeutig ... :-) )
Liebe Gr√ľ√üe
Gandl

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