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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die wahre Geschichte einer erfundenen Story
Eingestellt am 26. 03. 2003 01:37


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Kabelkolb
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Kleksemacher-Maik oder Die wahre Geschichte einer erfundenen Story

In der Strassenbahn habe ich einen Typ gesehen, der musste sich zweimal ├╝bergeben. Zum ersten direkt auf den Bahnboden hinter der Fahrerkabine, zum zweiten in die Obhut des Bahnpersonals, dass vom Fahrer zu Hilfe gerufen wurde und an der Endhaltestelle wartete.
Der Tag f├╝r Maik war lang gewesen und gipfelte in diesem Abend. Er und ein paar Verwandte waren zuerst in einem Fischrestaurant an der Samariterstrasse, in dem es f├╝r alle Forelle blau gab, um danach in die n├Ąchst beste Cocktailbar zu verschwinden. Denn Fisch will schwimmen.

Nach 4 Caipirihna, 2 Wodka-Lemon und einem Becks, ein Spitzenpilsener von Welt, war die Grenze erreicht. Nach zwei weiteren Spitzenpilsenern war sie ├╝berschritten. Der Fisch wollte nun nicht mehr nur schwimmen, nein, jetzt wollte er tanzen, wollte springen, er wollte toben und umherwirbel, wie er es seit seiner Kindheit im Laichschleim nicht mehr getan hatte. Diese Forelle wollte ihren Spass. Spass der f├╝r diesen alkoholisierten Magen zuviel war. Maik wusste, dass das aufh├Âren muss. In ihm war kein Platz f├╝r solch einen abenteuerlustigen Fisch. Und da die Forelle ausser Spass auch noch Strassenbahn fahren wollte, hatt Maik sie kurzerhand in der Elektrischen gelassen. Er hatt sie ja immerhin schon bis hierher mitgenommen und nun die Schnauze voll. Buchst├Ąblicherweise.
Jetzt liegt sie auf dem Boden, zerteilt in mundgro├če Fischklekse mit etwas Salzkartoffel. Doch der Fisch dominiert.
Nach ungef├Ąhr acht Hinkleksman├Âvern dachte ich, es k├Ânnte nicht mehr werden. Schon seit einiger Zeit beobachtete ich das Geschehen aus der ihm geb├╝hrenden Distanz und war mir deshalb sicher: Da kann nicht mehr drin sein!
Doch hatte ich Maik untersch├Ątzt. Einer der Schaulustigen war wie paralysiert:
"Wieviele Forellenklekse sollen denn noch aus einem menschlichem Magen kommen? Wieviel Fischbrei noch in diese Nacht hinaus gekleckst?" Ich kannte die Antwort nicht und musste mir eingestehen, dass ich auch nicht sicher sein konnte, ob Maik ├╝berhaupt seinen menschlichen Magen hat. Vielleicht wurde dieser ja schon vor Jahren gegen einen aus Leder ausgetauscht. Vielleicht infolge einer Infektion. Magenschleimhautentz├╝ndung? Heliobacter phylorie?
Ich wusste es nicht und wie alle anderen Anwesenden konnte ich nur mutma├čen.
Die Tatsache das mitlerweile an der Enstation duie Polizei angekommen war lie├č Maik v├Âllig kalt. Auch eine computergenerierte Frauenstimme, die ihn dazu aufforderte, sich aus der Bahn zu begeben, hatte Maik nicht mehr wahrgenommen. Er sa├č da, als w├╝rde er sehr angestrengt ├╝berlegen. Seine Arme waren auf die Knie gest├╝tzt und seine Stirn in den H├Ąnden vergraben. Es ist ein Gl├╝ck, dass er nicht wie Rodins Figur eines Denkenden dasa├č, sonst h├Ątte er wahrscheinlich in hohem Bogen aus der mitlerweile ge├Âffneten T├╝r gekleckst. Nein. Sein Gesicht zeigt in Richtung Ermittelpunkt und gab als einziges Lebenssignal von Zeit zu Zeit einen mungro├čen Kleks frei. Dieser bewegte sich ebenso zielstrebig auf den Ermittelpunkt zu wie es bis eben nur Maiks W├╝rde tat, wurde aber vom Bahnboden daran gehindert, diesen Mittelpunkt wirklich zu erreichen.
Einer der Polizisten, die vor Ort waren, erkl├Ąrte der Menge, dass er zuerst ein Spezialteam anfordern m├╝sse. Dieses Team w├╝rde den Klecksemacher-Maik mit Hilfe von speziellen Schutzanz├╝gen und einem besonderen Werkzeug, ohne der Gefahr einer Anklecksung direkt ins Angesicht sehen zu m├╝ssen, aus der Bahn bugsieren. Vorher geschieht hier nichts. Die Andern sind die Spezialisten. Die sind daf├╝r ausgebildet. Die wissen wie man mit solchen Klecksen umgehen muss.

W├Ąhrend die Beamten auf einen Imbiss zusteuerten, sicherlich um Kaffe zu holen, da die Nacht noch lang zu werden schien, schlenderten wir davon. Hinter uns wurde die tosend-glotzende Masse langsam leiser. Ich summte ein Lied und wir gingen auf den Mauerpark zu, vielleicht um noch ein bisschen ├╝ber Maik nachzudenken oder vielleicht auch ├╝ber etwas ganz anderes.

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Mein Name sei Kolb.

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Kabelkolb
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Entschuldigt die Rechtschreibfehler: hatt hei├čt immer :hatte!! Aber bei mir spinnt das e wenn man so hintereinander wegschr ibt. Mist, das s ht ihr's. Gute Nacht.


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Rote Socke
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Na Kabel,

ob der Text besser wird, wenn die Fehlerchen beseitigt sind?

Was will mir die Geschichte sagen? Sorry, ich finde keine Message.

Gruss
Socke

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Efiriel
Hobbydichter
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Saurer Fischgeruch

Es hat vielleicht keine ausgepr├Ągte Message, aber es ist sehr lebensnah. Fast schon zu anschaulich.

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Kabelkolb
Autorenanw├Ąrter
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@ rote socke: ist vielleicht eine gute idee den text nochmal von fehlern zu befreien... und wenn du die message nicht findest, ist wohl keine drin :-)

ich probiere mich ja gerade erst aus, ist der zweite text den ich geschrieben habe, vielleicht lest ihr ja noch den anderen und teilt mir mit, was noch zu verbessern w├Ąre...

der Kabelkolb gr├╝sst, pfirty alle miteinand'
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flammarion
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