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Leselupe.de > Kindergeschichten
Die wahre Geschichte vom Osterei
Eingestellt am 05. 04. 2006 18:42


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Mick Tales
Manchmal gelesener Autor
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Die wahre Geschichte vom Osterei
An einem FrĂĽhlingstag zu einer Zeit, als das Ostereiersuchen noch nicht erfunden war, packte Hase Hoppel seine Kiepe voll mit Eiern und machte sich auf den Weg in die Stadt. Denn jedes Jahr zur Osterzeit mussten viele Eier zum Markt gebracht werden, damit die Menschen sie rechtzeitig zum Osterfest kaufen konnten.
Die Kiepe war ein hoher, geflochtener Weidenkorb, den sich Hoppel wie einen Schulranzen auf den Rücken schnallte. In den Korb passten hunderte von Eiern. Jetzt denkt ihr sicherlich, dass diese Eier bunt gefärbt waren. Aber damals gab es tatsächlich noch keine bunten Ostereier.
Hase Hoppels Weg führte erst durch den dichten Hasenwald und dann über eine bunte Blumenwiese. Seit dem vergangenen Sommer war Hoppel nicht aus seinem Wald herausgekommen und so freute er sich besonders über die Blütenpracht, die im goldenen Sonnenschein strahlte. Bei jeder schönen Blume blieb er stehen, bückte sich und beschnupperte sie mit seinem Stupsnäschen. Bunte Schmetterlinge flatterten ihm um die Ohren und überall hörte er die Bienen summen und die Vögel zwitschern.
Den ganzen Vormittag verbrachte unser Häschen auf der Wiese. Gerade rechtzeitig schaffte es Hoppel noch zum Markt. Dort setzte er seine Kiepe ab. Doch … oh Schreck! Der Weidenkorb war leer! Alle seine schönen Eier waren verschwunden! Sie mussten ihm auf der Frühlingswiese aus dem Korb gefallen sein, als er sich nach den Blumen bückte. Hoppel war verzweifelt. Wie sollte er auf die Schnelle all die Eier wiederfinden? Ostern ohne Eier – das durfte es einfach nicht geben!
Da zupfte ihn jemand von hinten an seinen enttäuscht herabhängenden Hasenohren. Ein kleines Mädchen und ein kleiner Junge standen da und jeder von ihnen hielt ein Ei in der Hand. „Du bist doch der Hase Hoppel. Hast du die Eier auf der Blumenwiese für uns versteckt?“
„Versteckt? Äh, ja, also …“ antwortete Hoppel zunächst verlegen. Doch dann kam ihm eine tolle Idee. „Ja, natürlich!“ rief Hoppel laut. „Ich habe für alle Kinder Eier in der Blumenwiese versteckt. Wer eines findet, darf es behalten!“
Die Eiersuche wurde ein Riesenerfolg. Alle Eier wurden gefunden. So viel Spaß wie in jenem Jahr hatten die Kinder zuvor noch nie an Ostern gehabt. Und weil das Suchen fast schöner als das Finden war, wurden ab dem darauf folgenden Jahr die Eier vom Osterhasen nicht nur in der Frühlingswiese versteckt, sondern vorher auch noch bunt angemalt. So waren sie nämlich noch ein bisschen schwieriger zwischen den bunten Blumen zu entdecken. Und wie ihr alle wisst, ist das auch heute noch so.

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flammarion
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eine

sehr nette kleine ostergeschichte. nur der trennstrich bei Blumenwiese in der 8. zeile von unten stört ein wenig.
lg
__________________
Old Icke

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Mick Tales
Manchmal gelesener Autor
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Vielen Dank für den Hinweis, wurde sofort geändert.

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hera
Foren-Redakteur
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Hallo Mick,

mir gefällt die Geschichte auch sehr gut. Es gibt ja viele Versionen zum Thema. Deine fand ich recht einfach (und damit kindgerecht) und doch sehr fantasievoll. Ein Glück, dass die Eier nicht kaputt gegangen sind, als sie heimlich eins nach dem anderen aus dem Korb auf die Wiese gefallen sind...

Na dann, ein schönes Osterfest,
hera

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schreibfuchs
Wird mal Schriftsteller
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Hallo Mick!

Ein sehr schöne und einfallsreiche Geschichte! Hat mir gut gefallen. Beim Lesen der Geschichte bekam ich aber so eine Idee. Wie wäre es, wenn die Ostereier, nachdem sie aus dem Korb gefallen sind, zwischen die bunten Frühlingsblumen rollen und deren Farben annehmen? Das wäre doch mal eine plausible Erklärung, warum die Ostereier bunt sind!

LG
andy
__________________
©2006 by Andreas A.F. Tröbs
Alles bleibt anders!
Herbert Grönemeyer

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flammarion
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ĂĽprinx

habe ich deine geschichte mehrfach im familien und bekanntenkreis nacherzählt, mit sehr gutem erfolg.
den vorschlag von schreibfuchs finde ich klasse.
lg
__________________
Old Icke

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