Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92207
Momentan online:
343 Gäste und 16 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Die weinende Zeit
Eingestellt am 17. 01. 2008 16:06


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
viktor
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

Werke: 117
Kommentare: 309
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um viktor eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Die weinende Zeit

Der Morgen war kalt und der Weg noch so weit,
zwei SaatkrÀhen schrien in den Wind.
Da traf ich am Waldrand die weinende Zeit,
verstört wie ein einsames Kind.

"Ich bin die Bedingung fĂŒr Leben im Raum
als Baum in die Schöpfung gestellt.
In mir wÀchst die Hoffnung, ich berge den Traum
von aller Erlösung der Welt.

Schon unendlich lang fließt mein Wasser dahin
und nÀhrte verschiedenste Saat.
So vieles verging - doch was blieb, hatte Sinn,
bis er meine Ufer betrat.

ErtrÀumt als Vollendung des Willens zum Sein,
erschuf ich den Menschen zum Schluss.
Doch Abel sank nieder, erschlagen von Kain -
der eigenen Art zum Verdruss.

Und Kain zeugte Kinder - sie trugen sein Mal,
das Zeichen von Hass und von Gier.
So wird mir der Mensch nun allmÀhlich zur Qual:
Ich mag ihn nicht lÀnger mehr hier!"

Version vom 17. 01. 2008 16:06

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


KaGeb
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Viktor,

toll! Fantastisches Kopfkino.

quote:
Der Morgen war kalt und der Weg war noch weit,

Das Einzige, was mich persönlich irgendwie stört.

Um eines der "war" zu killen, vielleicht:

Der Morgen war kalt und mein Weg noch so weit,

oder

Der Morgen war kalt und der Weg noch so weit,

Nur Ideen, obwohl ich weniger Lyriker bin.
Was meinst Du?

LG, KaGeb

Bearbeiten/Löschen    


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1586
Kommentare: 9730
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hi Viktor,

in den Strophen 4 und 5 mĂŒĂŸte am Metrum gearbeitet werden. Sonst ein interessanter Text mit einer interessanten Aussage.

Gruß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


viktor
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

Werke: 117
Kommentare: 309
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um viktor eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

liebe kritiker,
ich kann leider nur sporadisch antworten, da ich zur zeit auf "fremdcomputer" angewesen bin - auf dem eigenen ist keine anmeldung mehr möglich - weiß der geier, warum...
der Ànderungsvorschlag klingt plausibel - ich werde ihn umsetzen.
walther, das metrum ist durchgÀngig
xXxxXxxXxxX
xXxxXxxX
ich bitte dich, sorgfĂ€ltiger zu lesen, zumal dein fehlurteil ja offensichtlich zu entsprechender benotung gefĂŒhrt hat.
bei allen anderen bedanke ich mich fĂŒr die positive kritik!
liebe grĂŒĂŸe
viktor

Bearbeiten/Löschen    


gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

Werke: 132
Kommentare: 783
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um gareth eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo viktor,

bedauerlicher Weise kann ich mich mit diesem Gedicht nicht richtig anfreunden.

Neben xXxxXxxXxxX will es uns ja auch etwas erzÀhlen.

In diesem Fall erzĂ€hlt es von einem lyrischen Ich, das am Waldrand die weinende Zeit trifft, die als Baum in die Schöpfung gestellt wurde, als Wasser schon unendlich lang dahin fließt und u.a. erwĂ€hnt, er/sie/es habe zum Schluss den Menschen erschaffen. Da wĂŒrde ich z.B. gerne wissen wer das ist, dieser privilegierte Wanderer am Waldesrand, dem dieses Mirakel widerfĂ€hrt und warum er auserwĂ€hlt wurde.

Der Hauptanlasss aber, lieber viktor, der dazu fĂŒhrt, dass ich grade so widerborstig kommentieren muss, sind die letzten beiden Verse.

Mit Bibelsachen muss man, wie uns die berĂŒhmten "Religionskriege" lehren, vorsichtig umgehen.

Wenn wir mal rasch nachschlagen {1Mo.12,8}1 Mose 12,8:

Und Adam erkannte abermals sein Weib, und sie gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Seth; denn Gott hat mir einen anderen Samen gesetzt an Stelle Abels, weil Kain ihn erschlagen hat. Und dem Seth, auch ihm wurde ein Sohn geboren, und er gab ihm den Namen Enos. Damals fing man an, den Namen Jehovas anzurufen.

stellt sich rasch heraus, dass da noch ein anderer Bruder des Kain lebte, der niemanden umgebracht hat und fleißig unbelastete Nachkommen zeugte.

Konnte der Wanderer etwas darĂŒber erfahren, wie die weinende Zeit diesen Leuten gegenĂŒber steht?

Bei allem Respekt, ich glaube, ich verstehe, welches Anliegen Dein Gedicht eigentlich hat, aber diese Umsetzung gefÀllt mir inhaltlich irgendwie nicht.

gareth


p.s. bevor ich es vergesse, das da:

ich bitte dich, sorgfĂ€ltiger zu lesen, zumal dein fehlurteil ja offensichtlich zu entsprechender benotung gefĂŒhrt hat

war vielleicht doch auch noch ein Grund dafĂŒr, dass ich, abseits der reinen Kunst, ein bisschen kritisch geworden bin.

Bearbeiten/Löschen    


viktor
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

Werke: 117
Kommentare: 309
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um viktor eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

...endlich finde ich wieder einen gastcopu, um antworten zu können. denn link zu "inu" kann ich allerdings auch hier nicht öffnen..
so kann ich nur auf den ausfĂŒhrlichen kommentar von gareth eingehen:

hallo gareth,
"Da wĂŒrde ich z.B. gerne wissen wer das ist, dieser privilegierte Wanderer am Waldesrand, dem dieses Mirakel widerfĂ€hrt und warum er auserwĂ€hlt wurde."

...es ist das lyr-ich - wer sonst? - das da auf die weinende zeit trifft. ich habe mir als "freier dichter" erlaubt, dieses treffen stattfinden zu lassen.

"Mit Bibelsachen muss man, wie uns die berĂŒhmten "Religionskriege" lehren, vorsichtig umgehen.
Wenn wir mal rasch nachschlagen {1Mo.12,8}1 Mose 12,8:"

ich bin kein religionswissenschaftler. es geht mir hier nur um die metapher "kain", der den eigenen bruder erschlĂ€gt, ein bestimmtes muster fĂŒr menschliches verhalten...ob adam und eva noch andere kinder hatten, ist im zusammenhang mit meinem gedicht völlig irrelevant.

"Konnte der Wanderer etwas darĂŒber erfahren, wie die weinende Zeit diesen Leuten gegenĂŒber steht?"

...wg. dieser leute hĂ€tte die zeit nicht geweint, sie hĂ€tten der zeit keinen anlass gegeben, somit sind sie fĂŒr die idee meines textes ebenfalls irrelevant. es geht einzig um die fehlentwicklung "kain" im zusammenhang mit meinem gefĂŒhl der momentanen historischen situation des menschen gegenĂŒber.

liebe grĂŒĂŸe
viktor

Bearbeiten/Löschen    


3 ausgeblendete Kommentare sind nur fĂŒr Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
ZurĂŒck zu:  Gereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!