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Leselupe.de > Kurzprosa
Die werden immer frecher
Eingestellt am 28. 10. 2008 23:31


Autor
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Odilo Plank
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

Werke: 58
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Mit Menschen anderer Hautfarbe habe ich f├╝r gew├Âhnlich ├╝berhaupt keine Probleme. In meinem Dorf gibt es ein paar Russen, die mich nur ├Ąrgern, wenn sie mir die Pilze vor der Nase wegklauen. Die Kerle sind halt einfach schneller, und ich kriege eine Sauwut, wenn mir im Wald zwei, drei dieser Strolche mit gef├╝llten K├Ârben begegnen und mich auch noch frech anl├Ącheln.
Neger haben wir auf der Hauptstra├če. Dort stehen sie mit nem Besen rum, und daf├╝r bezahle ich auch noch Steuern. So ein ganz Sch├Âner will jetzt sogar Pr├Ąsident werden. Gute Nacht, Amerika!
Also gegen Neger, Russen oder T├╝rken habe ich gar nix, so lange sie nicht frech werden und sich riesige Synagogen bauen. Am besten w├Ąre es nat├╝rlich, sie w├╝rden sich bald auf die Heimreise machen. Die Frau Merkel k├Ânnte doch jedem Hammelfresser einen F├╝nfziger in die Hand dr├╝cken mit nem R├╝ckfahrschein.
Neulich war ich in der Stadt, in K-Town, wie die Amis sagen. Ich also ins Kaufhausrestaurant mit nem eckigen Tablett auf der Schiene und hole mir ein Wiener Schnitzel mit Erbsen und Kartoffeln und suche mir einen freien Tisch. Da f├Ąllt mir ein, ich habe das Bier vergessen, lass alles stehen und hol mir eine Flasche. Wie ich zur├╝ckkomme, sitzt ein Neger vor meinem Tablett. Da soll man keine Wut kriegen! Ich ziehe mein Essen weg, setz mich hin und schneide mein Schnitzel.
Da guckt der Neger aber dumm, steht auf und kommt wieder mit einem Schnitzel mit Erbsen und Kartoffeln. Ich merke gleich, der will mich fertig machen. Stellt der mir glatt noch ein Glas Wein hin, wo ich schon das Bier habe. Da vergeht einem doch der Hunger.
Der sitzt vor mir und w├╝nscht mir guten Appetit. Was soll ich machen, ich esse, und der Neger isst auch. Dann steht er auf, gr├╝├čt schei├čfreundlich und geht.
Ich bin auch fertig, stehe auf und stolpere ├╝ber den Tisch daneben.
Da steht ein Tablett mit einem Schnitzel, Erbsen und Kartoffeln. ÔÇô

__________________
Odilo P.
"Wer ├╝ber sein Leid spricht, tr├Âstet sich bereits." A. Camus

Version vom 28. 10. 2008 23:31

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

hallo @odilo,

die geschichte, dass jemand einer person mit migrationshintergrund das essen wegnimmt, weil er glaubt, es w├Ąre seins, und die person mit migrationshintergrund nicht wild wird, sondern sich was neues holt und dem im irrtum verfangenen sogar noch was spendiert, ist ein alter hut. die kann man immer wieder irgendwo lesen, auch in der version, dass, weil keiner nachgeben will, ein teller suppe gemeinsam verzehrt wird (Hier klicken).

leider hinkt die sattsam bekannte nummer, egal in welcher "version", vor allem deshalb, weil sie eine v├Âllig surreale situation als m├Âglich beschreibt; mit der wirklichkeit hat sie weniger als gar nichts zu tun. sie kommt deshalb r├╝ber wie ein billiges traktat f├╝r den weihnachtskalender, in dem das christkind leibhaftig aufscheint und gutes tut.

du glaubst mir nicht, @odilo?

dann geh doch mal zu macschnellfress, nimm dem gegen├╝ber das volle tablett weg (dessen hautfarbe ist egal) und schau, was passiert...

liebe gr├╝├če aus m├╝nchen

bluefin


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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

ich glaube nicht, odilo, dass deine nacherz├Ąhlung auf farbige offiziere oder gesch├Ąftsleute gem├╝nzt war, wie du nun suggerierst. das l├Ą├čt ihr anfang gar nicht zu (da stehen die "neger" n├Ąmlich mit dem besen auf der stra├če herum).

auf die idee, dass dein doitscher proll einem farbigen, erfolgreichen gesch├Ąftsmann im selbstbedienten schnitzelhaus gegen├╝ber sitzt und ihm ungestraft die portion wegfressen kann, kommt also keiner. schon gar nicht, wenn's genau so triefig erz├Ąhlt wird wie in der von dir benutzten vorlage.

falls dein lyrich aber tats├Ąchlich einem farbigen soldaten das schnitzel h├Ątte wegfressen wollen: ich nehme an, der h├Ątte ihn erschossen, und zwar mit kartoffelsalat. nein, mein lieber - auch mit einer exegese ├╝ber den saumagen (vulgo: blutwurst oder schwartenmagen) kommst du nicht raus aus dieser nummer.

warum, @leise wege, richtest du dein kompliment

quote:
Immer wieder gut, wenn darauf aufmerksam gemacht wird, dass Menschen von Menschen klassifiziert werden, allein weil sie anders erscheinen.
Dass der Standpunkt so festgefahren ist kann man leider immer wieder feststellen. Der Halt-der-nimmt-mir-was-weg-gedanke...., insgesamt gut dargestellt wie doch manche in genau die vorgeformte Form passen, ├╝ber der sie sich weit ├╝berstehend glauben.
nicht an den urheber selbst? er hei├čt manfred zacher und ist theologe.


lg

bluefin

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Kasper Grimm
Guest
Registriert: Not Yet

Es geht hier ja gar nicht um das Abbilden einer Wirklichkeit, sondern um das Abbilden dessen, was viele gemeinhin f├╝r Wirklichkeit halten - die nichts destotrotz der gef├Ąhrlichste, menschenverachtendste Schwachsinn ist: darauf weist dieser Text hin, und deshalb funktioniert er auch in seiner Intention, eine Art Metawirklichkeit aufzuzeigen, indem er n├Ąmlich die als Irrealit├Ąt entlarvte Realit├Ąt l├Ącherlich macht.
Saumagen hin, Blutwurst her: es kommt jetzt nicht auf eine Westernszene im Saloon an, wo Schwarz gegen Wei├č den Colt zieht, sondern auf das hinter den Ponygardinen mancher von sich ├╝berzogen eingenommenen Eingeborenen in K-Town ;-)
MfG
Grimm

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

in erster line w├Ąr's, denk ich mal, eine frage des umgangs mit dem copyright. hier wird eine fremde idee und eine fremde vorlage als eigene ausgegeben. das ist in allen literaturbetrieben der welt das gr├Â├čtm├Âgliche foul.

au├čer mir scheint das aber niemanden zu k├╝mmern. stattdessen wird mit viel blablah im seichten herumgeplanscht, und man verbreitet sich ├╝ber kochw├╝rste.

offenbar betrachtet nicht nur der "autor" dieses st├╝ckes plagiatieren als reines kavaliersdelikt. seltsam.

bluefin

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Inu
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Odiolo

Der Inhalt taugt nicht viel. Am Anfang der Geschichte quatscht der Ich-Erz├Ąhler so fremdenfeindlich daher, wie es heute nicht einmal Assis oder Spie├čer mehr fertig bringen.
Dann im Kaufhausrestaurant ist der 'edle' Schwarze so edel, dass auch das schon wieder total konstruiert und unglaubw├╝rdig wirkt.
Auch als Realsatire ist das Ganze zu d├╝nn. Aber glatt und forsch geschrieben

Irgendwie trotzdem ein Machwerk.

LG
Inu

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