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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Die zweite Kreuzigung des Herrn Jesu Christ
Eingestellt am 10. 11. 2002 17:59


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Gimli
Hobbydichter
Registriert: Nov 2002

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Die zweite Kreuzigung des Herrn Jesu Christ

Ich h├Ąnge hier am Kreuze. Und schreie meinen Schmerz aus meinem Leibe! Meine Lungen beben. Das Eisen, das gebohrt in meinen Leibe vor so langer Zeit, es gl├╝ht! Es brennt mir weg meines K├Ârpers Fleische!
Ja, geht ihr da drunten nur weiter. Senkt eure K├Âpfe. Und trottet weiter wie Vieh. Der Schlachtbank eiligst entgegen. H├Ârt meine Stimme nicht! Ich h├Ąnge hier am Kreuze und schaue auf euch herab. Empfinden kann ich nur noch Hass.
Auf einsamen Gipfel steht mein Kreuz, die Welt um mich ist grau. Der Weg hinauf zu mir ist steinig, die Felsen sind spitz und scharf. Der Himmel ├╝ber mir ist schwarz. Schwarze Wolken erstrecken sich ├╝bers Land!
Von hier oben schau ich herunter und ich SCHREIE. Schreie und schreie. Ich kreische vor stechendem Schmerze! Kreische und schreie die ganze Nacht.
Ihr geht weiter. Senket nur weiter eure K├Âpfe! Lasset den Alten auf dem Berge oben doch schreien! Hat er denn nicht schon immer geschrieen? Soll er doch verbluten! Sollen seine Tr├Ąnen doch ver├Ątzen seine Haut!
Aber gehet schnell, bevor ihr euch es anders ├╝berlegt! Bevor euch Mitleid ereilt! Bevor ihr mich abnehmt. Von meinem Kreuze befreit!
Geht immer sch├Ân weiter, mit stierem Blicke! Immer weiter! Immer weiter marschiert ihr doch voran. Und viele werden euch folgen. In eure St├Ądte, die ihr baut! Und immer h├Âher hinaus reichen eure Bauten schon fast an den Himmel heran! Baut h├Âher eure T├╝rme. So kann ich leichter sehen, wie sie wieder einst├╝rzen! So seit ihr das einzige was mir Belustigung bringt!
So tut ihr was ich sage! Bin ich euch doch ein K├Ânig! Ein Gott! Habt ihr mir nicht einst gefolgt, bevor der Hahn dreimal schrie? Ihr seit gewesen meine Untertanen! Kam ich einst vom Himmel nieder, meine Wunden warn verschlossen und empfangen ward ich von euch Allen voller Freude! Doch waren meine Wunder euch wohl nicht gro├č genug! Nicht gewaltig genug! Eines Tages kamt ihr dann auf meinen Throne zu und risset mich von ihm runter.
Leiden musste ich ein zweites Mal. Ein zweites Mal die Peitsche sp├╝ren. Zum zweiten Male die Dornenkrone aufgesetzt! Und ans Kreuz geschlagen!
Doch wie t├Âtet man einen Gott? Man k├╝mmert sich seiner Wunden nicht, sein Blut soll laufen aus seinem Herzen. Und ist gefallen der letzte Tropfen auf den Boden nieder so ist ihm entwichen das Leben ewig!
Ich sp├╝re meine Kraft schon schw├Ącher werden
– DOCH BIN ICH NOCH IMMER EUER GOTT! WAS IHR HABT VERGESSEN IST, WER DA AM KREUZE H├äNGT IST JESUS CHRIST!
Und dieser Jesu Christ wird seine M├Ârder richten mit hartem Richtspruch. Einen keinen werde ich verschonen! Ein jeder hat Schuld auf sich geladen. Und ein jeder wird von dieser Schuld erdr├╝ckt werden! H├Âret doch, was ich zu sagen habe!
Denn mit Gott, dem allm├Ąchtigen Vater, steht es wie mit diesem Gleichnis:

Es war einmal ein reicher Bauer, der besa├č ein gro├čes St├╝ck Land. Und da er reich war und ├╝ber viel Land verf├╝gte kamen von ├╝berall aus dem Lande Arbeiter an seinen Hofe. Sie baten ihn um Arbeit.. Zum Lohne gen├╝gten ihnen die Arbeit schon allein und ein St├╝ck Brot. Und er gew├Ąhrte ihnen diese gerne. Denn das Korn, das seine Knechte ihm von seinen Feldern brachten, wurde zu seinem Mahl.
Doch eines Tages kam Unmut unter den Knechten des Bauern auf: ihr R├╝cken sei zu krumm, die Arbeit zu schwierig und der Lohn zu gering. Und so zogen sie eines Tages von dannen.
Eigene H├Âfe errichteten diese. Doch der Bauer, der von all seinen Knechten verlassen war, verschloss seine Tore f├╝r immer.
Und die vielen Felder seiner ehemaligen Knechte wurden unfruchtbar. Und so verd├Ąchtigten sie sich gegenseitig, die Felder vergiftet zu haben. Und so brach gro├čer Streit unter ihnen aus. Viele erschlugen sich gegenseitig. Doch in ihrer gro├čen Not erinnerten sich gar manche an ihren alten Herrn und gingen wieder zur├╝ck zu den Toren seines Hofes. Doch diese blieben verschlossen. Denn der alte Herr war gestorben. Und so starben auch alle, die ihn einst verraten.

Wenn ihr nicht umkehrt, wird es euch ebenso ergehen! Selbst am Kreuze von euch geschlagen, habe noch immer ich gro├če Macht. Eure St├Ądte werden einst├╝rzen - und wo einst eure gro├čen Geb├Ąude waren, k├╝ndend von eurem gro├čen Reichtum, wird nur bleiben der schon immer war: der Wind!
Leichen werden bedecken jeden H├╝gel dieser Welt, und Eiter wird quellen aus ihren K├Ârpern. Der Tod, der euch ereilet, wird grausam sein.
Blutrote Fl├╝sse werden euch sp├╝len ins Meer.


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Rainer
???
Registriert: Jul 2002

Werke: 0
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hallo gimli,

irgendwie ist deine geschichte in sich zerrissen. mal abgesehen davon, da├č die alte sprache nicht konsequent und teilweise, nach meinem verst├Ąndnis, falsch eingesetzt wird, ist mir dein anliegen nicht ganz klar. die einleitende betrachtung ist gut, sie gef├Ąllt mir sehr. den abschnitt mit den bauern begreife ich nicht, der schlu├č hat teilweise wieder die qualit├Ąten des anfangs. habe aber die gesamte story gern gelesen, und w├╝rde mich freuen,wenn es irgendwann eine ├╝berarbeitete version geben w├╝rde. mal sehen wie es den anderen lesern geht, ist ja nur meine pers├Ânliche meinung.

gru├č

rainer

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Zefira
???
Registriert: Jan 2001

Werke: 14
Kommentare: 1113
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Rainer hat recht: die altert├╝mliche Sprache ist teils komisch konterkariert ( >Eines Tages kamt ihr dann auf meinen Throne zu und risset mich von ihm runter< ), teils schlicht falsch ( >in meinen Leibe<, >meines K├Ârpers Fleische< ).
Mir ist die Einleitung zu lang. Das Gleichnis mit den Bauern gef├Ąllt mir gut, aber da es - wie ich meine - der zentrale Punkt des Textes sein soll, w├╝rde ich es konsequenter ausf├╝hren. Besonders diese Stelle

>Doch der Bauer, der von all seinen Knechten verlassen war, verschloss seine Tore f├╝r immer.
Und die vielen Felder seiner ehemaligen Knechte wurden unfruchtbar. Und so verd├Ąchtigten sie sich gegenseitig, die Felder vergiftet zu haben.<

verdient - meine ich - etwas mehr Genauigkeit.

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Arno1808
Guest
Registriert: Not Yet

Jesu Christ

Hallo Gimli,

ich verstehe Dein Gleichnis mit den Bauern schon, auch ist mir das Bild, das die Notwendigkeit der nochmaligen Kreuzigung zeigen will, recht klar, aber - wie schon Zefira und Rainer geschrieben haben - die Sprache ...!
Ich denke, ein komplettes ├ťberarbeiten aus sprachlicher Sicht w├╝rde die Geschichte deutlich aufwerten!

Gru├č

Arno

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