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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Dinge lieben auch
Eingestellt am 26. 10. 2000 18:58


Autor
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Kathrien
Hobbydichter
Registriert: Oct 2000

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Dinge lieben auch. Selten, daf├╝r aber umso sch├Âner.

Die Beiden lebten an Kalles Uhr.
Sie war klein und langsam. Er dagegen war gro├č und viel schneller als sie.
Sie sahen sich selten und sie musste immer warten, bis er bei ihr vorbeikam. Sie sahen sich immer nur f├╝r wenige Augenblicke, aber die genossen sie.
Manchmal, wenn sie sich trafen, schaute er zu ihr herab und dachte sich, wie sch├Ân sie doch ist. Dann war er gl├╝cklich.
Doch er wusste, dass er sich bald wieder von ihr trennen musste und dass es viel zu lang dauern w├╝rde, bis sie sich wieder sahen.
Dann beeilte er sich, doch er konnte nicht schneller laufen. Und langsamer auch nicht.
Und sie konnte auch nicht mit ihm mithalten.
Sie sahen sich oft, aber nicht lang. Sie hatten sich viel zu sagen, doch nicht genug Zeit.
Sie lebten aneinander vorbei und wenn sie sich trafen, freuten sie sich.
Eigentlich haben sie nie geredet.
Sie haben sich immer nur gefreut.
Und sie liebten sich.

Kathrien Viergutz, im August 2000

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maskeso
Festzeitungsschreiber
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Ah! B├Ąh! Oh!

Die Sprache wirkt so schrecklich ungelenk, so holprig und wenig ausgegoren. Soll ich jetzt R├╝cksicht nehmen auf das Alter der Autorin? Wenn in einem Text von f├╝nfzehn Zeilen sieben S├Ątze mit "Sie" beginnen, ein Wort, das insgesamt siebzehn Mal f├Ąllt, dann m├Âchte ich DOCH den mangelnden Wortschatz bem├Ąngeln. ├ťberhaupt sind vor allem die Satzanf├Ąnge ganz, ganz schwach. "Die", "Sie", "Doch", "Und"; als Highlight ein dahingehauchtes belangloses "Eigentlich".
Die Idee hinter der Geschichte ist ja ganz reizvoll, aber muss es so umgesetzt werden? Bah.

Trotzdem: So schlecht wie sie mir in ihren Einzelaspekten erscheint, ist die Geschichte dann doch nicht. F├╝r sich genommen ist sie wahrlich kein Meisterwerk, eher ein Machwerk (meine Meinung!), doch wenn ich dann doch das Alter der Autorin ber├╝cksichtige - auch der beste Rotwein muss erst noch reifen..
__________________
Die H├Âlle sind wir selbst.

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Kathrien
Hobbydichter
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Hallo maskeso,
du hast recht. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich froh, dass du mir meine Fehler gesagt hast, das ist echt oft der gleiche Satzanfang. Ich habe mir die Geschichte noch mal angesehen und habe das auch bemerkt, obwohl es mir davor nie aufgefallen ist.
Ich habe gerade versucht, mal ein wenig zu verbessern und umzuschreiben, ich hoffe, so ist's jetzt besser.
Das ist das gute an der Leselupe: Man h├Ârt auch Meinungen von fremden Menschen anstatt nur die der Freunde, die einen nicht verletzen wollen (alles Schleimer *lach*)
Also, danke f├╝r den Hinwei├č, aber sag nichts ├╝ber meinen Wortschatz!! Denn ich habe eine f├╝r mein Alter ├╝berdurchschnittliche Sprachbegabung, aber in meinen Texten schreibe ich eher so, wie ein Kind erz├Ąhlen w├╝rde, das h├Ârt sich besser an, finde ich. So unerfahren und vertr├Ąumt, finde ich. Das ist meine Meinung, kann sein, dass die meisten Leute das Gegenteil sch├Ân finden. Fr├╝her habe ich immer so geschrieben, als w├Ąre ich DER Poet schlechthin, aber da komme ich mir immer so bl├Âd vor. Obwohl die meisten sagen, dass ihnen das -wie ich es nenne- "Heilandsges├╝lze" besser gef├Ąllt, weil man bei den neueren immer denkt, ich w├Ąre in der sechsten Klasse. Ich h├Ątte zwar gute Ideen, aber w├╝rde sie nicht "erwachsen" genug r├╝berbringen.
Und noch eines muss ich sagen: Du sollst keine R├╝cksicht auf mein Alter nehmen, das mag ich nicht so. das h├Ârt sich so an wie "Komm, wir tun so, als m├Âgen wir sie, sie ist ja noch so klein und dumm!", da komm ich mir dann verarscht vor. Ich kann auch einstecken, mich wehren oder meine Meinung vertreten (und ich steh auch zu dem, was ich sag).
Du kannst ruhig so tun, als w├Ąre ich einer von euch "Gro├čen", und brauchst nicht auf Gutfreund machen. Ehrlichkeit ist viel wichtiger als H├Âflichkeit, zumindest in diesem Fall.
Danke noch mal f├╝r deinen Tipp, ich habe zumindest mal versucht, aus dem Text noch etwas zu machen, das etwas aussagt, ich hoffe, das gef├Ąllt dir besser. W├╝rde mich auch freuen, wenn du noch ein paar ├änderungen vorschlagen w├╝rdest. (Muss ja noch viel lernen)
Freu mich, dass du genau gesagt hast, was dir nicht so gef├Ąllt, anstatt -wie leider viel zu viele hier- einfach nur, dass es schlecht ist. So wei├č ich wenigstens, was ich verbessern kann, und wenn ich noch mehr solche hilfreichen Tipps bekomme, werde ich mal ne ganz Gro├če.

┬░┬░┬░┬░┬░kati┬░┬░┬░┬░┬░


Hier nun meine Verbesserung:


Dinge lieben auch. Selten, daf├╝r aber umso sch├Âner.

Die Beiden lebten an Kalles Uhr.
Sie war klein und langsam. Er dagegen war gro├č und viel schneller als sie.
Hatten sie sich sehen wollen, musste sie immer warten, bis er an ihr vorbeikam. Obwohl sie sich dann immer nur f├╝r wenige Augenblicke sahen, genossen sie diese.
Manchmal, wenn sie sich trafen, schaute er zu ihr herab und dachte sich, wie sch├Ân sie doch war. Dann war er gl├╝cklich.
Doch er wusste, dass er sich bald wieder von ihr trennen musste und dass es viel zu lang dauern w├╝rde, bis sie sich wieder sahen. Schneller laufen konnte er nicht, wie sehr er sich auch beeilte. Langsamer auch nicht, deshalb konnte sie nicht mit ihm mithalten.
Lang sahen sie sich nicht, aber oft. Zeit gab es auch nicht genug f├╝r das, was sie sich h├Ątten sagen wollen. So lebten sie aneinander vorbei und freuten sich, wenn sie sich trafen.
Eigentlich haben sie nie geredet.
Sie haben sich immer nur gefreut.
Und sie liebten sich.
Kathrien Viergutz, am 11. August 2000. ├ťberarbeitung am 26. Oktober 2000


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maskeso
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Hmm..

Deine Einstellung bez├╝glich deines Schreibstils ist beachtenswert, genau so wie dein Umgang mit Kritik. Es w├╝rde sicher nicht besser sein, wenn du einen auf "Gro├čdichter" machen w├╝rdest - schon zu viele scheitern an den eigenen Anspr├╝chen..
Deine neue Version finde ich nicht erheblich besser, eher noch schlechter, denn wenn man nur die Satzanf├Ąnge austauscht, dann zerst├Ârt man das gesamte Satzgef├╝ge. Eine komplette ├ťberarbeitung w├Ąre daher notwendig.
Die Schw├Ąchen beschr├Ąnken sich f├╝r mich eigentlich auf die ├ťberg├Ąnge, die F├╝llw├Ârter usw. Es klingt einfach unsausgegoren, aber auch das k├Ânnte man beheben, OHNE die Geschichte an sich umschreiben zu m├╝ssen. Die S├Ątze m├╝ssten einfach sanfter verbunden werden, au├čerdem mal ein Beispiel:
"Hatten sie sich sehen wollen, musste sie immer warten, bis er an ihr vorbeikam.". Dieser Satz ist exemplarisch und vom Aufbau her einfach schwach. Richtig ├Ąrgerlich daran ist eigentlich nur, dass die Fehler so l├Ącherlich trivial sind. Eine Korrektur hat hier nichts mit Talent oder so zu tun, sondern nur mit Handwerk: Ich h├Ątte den Satz beispielsweise so geschrieben: "Daher musste sie - wann immer sie ihn sehen wollte - stets darauf warten, dass er vorbeikam." F├╝r mich klingt das besser, aber die Ver├Ąnderung ist eher geringf├╝gig - ich denke, dass wirklich nur die einzelnen S├Ątze zu ├╝berarbeiten sind. Aber achte vor allem darauf, was andere dar├╝ber denken! Es ist gef├Ąhrlich, sich auf das Urteil eines einzelnen zu verlassen.
Ich bin nicht (der Literatur-)Gott. Was irgendwie schon bedauernswert ist..
__________________
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urte
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sie und er

Hallo, Kathrien, Ich finde die Geschichte genau richtig, gerade auch mit dem scheinbar naiven Ton und mit den "sie - er" - Wiederholungen. Das hat f├╝r mich ├╝berhaupt nichts mit Wortschatz zu tun. An Maskeso: Kathrien kann ja auch anders, z.B. bei der Oma-und-Opa-Geschichte. Gru├č, Urte
__________________
(C)Urte Skaliks-Wagner

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maskeso
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Hallo Urte: Habe auch schon ein wirklich gutes Werk von Kathrien entdeckt - sie ist also nicht v├Âllig untalentiert
Der eingeschr├Ąnkte Wortschatz stammt ├╝brigens nicht aus den trivialen Satzanf├Ąngen, sondern aus den massiven Rechtschreibfehlern bei "ausgefallenen" Worten.
__________________
Die H├Âlle sind wir selbst.

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