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Leselupe.de > Humor und Satire
Direktor
Eingestellt am 13. 12. 2017 17:07


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Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Nov 2016

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Es war einmal ein kleiner Mann, der hie├č Flitze Flink. Dieser kleine Mann wollte immer etwas ganz Besonderes sein. Doch f├╝r die anderen war er immer nur ein ganz normaler Mensch.
Dar├╝ber war er sehr ungl├╝cklich.
Irgendwann beschloss er, das zu ├Ąndern. Er nahm sich vor, etwas ganz Besonderes zu werden.
Ein K├Ânig zum Beispiel, so ├╝berlegte er, w├Ąre so besonders, dass alle ihn achten, gehorchen und verehren w├╝rden. Aber, K├Ânig zu werden war gar nicht so einfach.
Eines Tages traf er einen Mann, der wie ein K├Ânig lebte. Alle nannten ihn Direktor. Er wurde geachtet und jeder Wunsch wurde ihm von den Augen abgelesen.
Tag und Nacht ├╝berlegte nun Herr Flink, wie er ganz schnell auch so ein Direktor werden k├Ânnte.
Und je l├Ąnger er dar├╝ber nachdachte desto bewusster wurde ihm, dass der Weg dorthin schwierig sein musste, denn es gab schlie├člich nicht so viele Direktoren.
Auf der Suche nach einem einfacheren Weg geachteter und angesehener zu werden, beschloss Herr Flink, erst einmal Beamter zu werden.
Er hatte geh├Ârt, dass man als Beamter auch Direktor werden k├Ânnte.
Gesagt, getan.
Die Zeit verging, viele Winter wechselten viele Sommer ab. Herr Flink erlernte fremde Sprachen, sogar das ganz schwierige Beamtendeutsch. Er musste viele Schulen, sogar eine Schauspielschule besuchen.
Irgendwann hatte er es geschafft und Herr Flink war Beamter.
Und weil er so flei├čig gelernt hatte und die Schauspielschule sogar besonders gut bestanden hatte, wurde er auch bald Direktor. Die Firma in der Herr Flink Direktor geworden war, nannte sich Amt.
Ohne besonders viel arbeiten zu m├╝ssen verdiente er nun pl├Âtzlich viel Geld.
Aber, so richtig zufrieden war Herr Flink immer noch nicht.
Seine Untergebenen, in seiner Firma hie├čen sie Mitarbeiter und Kollegen, verhielten sich ihrem Direktor gegen├╝ber respektlos. Sie missachteten seine Anweisungen und zogen sie manchmal sogar ins L├Ącherliche.
Und das ├Ąrgerte Herrn Flink.
So beschloss er, Achtung und Respekt ihm gegen├╝ber einfach zu befehlen.
Dar├╝ber waren seine Mitarbeiter sehr b├Âse. Sie berieten sich und kamen zu dem Ergebnis, dass es besser w├Ąre, ihn einfach nicht zu beachten und ihm aus dem Wege zu gehen. Und so tat jeder einfach nur das, wozu er gerade Lust hatte. Ihre eigentlichen Aufgaben erf├╝llten sie nicht mehr.
Herr Flink musste nun alles selber machen und f├╝hlte sich in seinem Amt sehr einsam.
Dar├╝ber wurde er sehr krank.
Pl├Âtzlich wurde ihm bewusst, dass er lieber kein Direktor mehr sein m├Âchte, und er w├╝nschte sich sein altes Leben zur├╝ck.
Einfach nur einer von Vielen zu sein.
Nichts Besonderes.

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