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Leselupe.de > Humor und Satire
Direktor Flink
Eingestellt am 12. 01. 2019 12:43


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Festzeitungsschreiber
Registriert: Nov 2016

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Es war einmal ein kleiner Mann, der hie├č Flitze Flink. Dieser kleine Mann wollte immer etwas ganz Besonderes sein. Doch f├╝r die anderen war er immer nur ein ganz normaler Mensch.
Dar├╝ber war er sehr ungl├╝cklich.
Irgendwann beschloss er, das zu ├Ąndern. Er nahm sich vor, etwas ganz Besonderes zu werden.
Ein K├Ânig zum Beispiel, so ├╝berlegte er, w├Ąre so besonders, dass alle ihn achten, gehorchen und verehren m├╝ssten. Aber, K├Ânig zu werden war gar nicht so einfach.
Eines Tages traf er einen Mann, der wie ein K├Ânig lebte. Alle nannten ihn Direktor. Er wurde geachtet und jeder Wunsch wurde ihm von den Augen abgelesen.
Tag und Nacht ├╝berlegte nun Herr Flink, wie er ganz schnell auch so ein Direktor werden k├Ânnte.
Und je l├Ąnger er dar├╝ber nachdachte desto bewusster wurde ihm, dass der Weg dorthin schwierig sein musste, denn es gab schlie├člich nicht so viele Direktoren.
Auf der Suche nach einem einfacheren Weg geachteter und angesehener zu werden, beschloss Herr Flink, erst einmal Beamter zu werden.
Er hatte geh├Ârt, dass man als Beamter auch Direktor werden k├Ânnte.
Gesagt, getan.
Die Zeit verging, viele Winter wechselten viele Sommer ab. Herr Flink erlernte fremde Sprachen, sogar das ganz schwierige Beamtendeutsch. Er musste viele Schulen, sogar eine Schauspielschule besuchen.
Irgendwann hatte er es geschafft und Herr Flink war Beamter.
Und weil er so flei├čig gelernt hatte und die Schauspielschule sogar besonders gut bestanden hatte, wurde er auch bald Direktor. Die Firma in der Herr Flink Direktor geworden war, nannte sich Amt.
Ohne besonders viel arbeiten zu m├╝ssen verdiente er nun pl├Âtzlich viel Geld.
Aber, so richtig zufrieden war Herr Flink immer noch nicht.
Seine Untergebenen verhielten sich ihrem Direktor gegen├╝ber respektlos. Sie missachteten seine Anweisungen und machten sich ├╝ber ihn lustig.
Und das ├Ąrgerte Herrn Flink.
So beschloss er, Achtung und Respekt ihm gegen├╝ber einfach zu befehlen.
Dar├╝ber waren seine Mitarbeiter sehr b├Âse. Sie berieten sich und kamen zu dem Ergebnis, dass es besser w├Ąre, ihn einfach zu ignorieren. Und so tat jeder einfach nur das, wozu er gerade Lust hatte. Ihre eigentlichen Aufgaben erf├╝llten sie nicht mehr.
Herr Flink musste nun alles selber machen und f├╝hlte sich in seinem Amt sehr einsam.
Dar├╝ber wurde er sehr krank.
Pl├Âtzlich wurde ihm bewusst, dass er lieber kein Direktor mehr sein m├Âchte, und er w├╝nschte sich sein altes Leben zur├╝ck.
Das war jedoch gar nicht so einfach. Er ├╝berlegte und gr├╝belte und vernachl├Ąssigte dabei immer mehr seine Arbeit. Schlie├člich wurde er daf├╝r bestraft und man schickte ihn nach Hause.
Und seitdem ist Herr Flink kein Direktor mehr, aber sehr zufrieden. Er und seine Frau lebten seither wie K├Ânige und freuten sich ihres Lebens.

__________________
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Ilona B
Autorenanw├Ąrter
Registriert: May 2014

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Hallo Hermann,

die Moral von der Geschichte ist gelungen und nachvollziehbar.

Es war einmal ein kleiner Mann, der dar├╝ber ungl├╝cklich war von seinen Mitmenschen f├╝r normal gehalten zu werden. So beschlie├čt er K├Ânig zu werden, was mir den Eindruck vermittelt, dass der kleine Mann geistig auf dem Niveau eines Kindes stehengeblieben ist. Kann allerdings nicht sein, da er ja immerhin nach jahrelangem Schulbesuch Direktor eines Amtes wurde, was fast so besonders ist, wie ein K├Ânig zu sein.
Ist mir pers├Ânlich ein wenig zu widerspr├╝chlich.

Soll der Name Flitze Flink satirisch sein oder ist es ein Schreibfehler?

quote:
Es war einmal ein kleiner Mann, der hie├č Flitze Flink. Dieser kleine Mann wollte immer etwas ganz Besonderes sein. Doch f├╝r die anderen war er immer nur ein ganz normaler Mensch.
Dar├╝ber war er sehr ungl├╝cklich.
Irgendwann beschloss er, das zu ├Ąndern. Er nahm sich vor, etwas ganz Besonderes zu werden.

Ich w├╝rde im ersten Absatz die Wiederholungen weglassen.

Das mit der Schauspielschule ist eine gute Idee.

__________________
Herzliche Gr├╝sse Ilona

Es gibt Wichtigeres im Leben, als best├Ąndig dessen Geschwindigkeit zu erh├Âhen.(Mahatma Gandhi)

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