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Leselupe.de > Kurzprosa
Doch was geschah?
Eingestellt am 26. 04. 2005 06:41


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Thomas Morgner
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2005

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Mit traurigen Augen, die das Antlitz lÀngst verlorener TrÀume widerspiegelten, schritt ich im langsamen und unsicheren Trott zum Bahnhof.

Sisyphos' beschwerlichen Weg erklommen, kaufte ich baldig eine RĂŒckfahrkarte - Endstation: Leben.

"Als Kind durchdrĂ€nkte mich hĂ€ufig das GefĂŒhl einer mĂ€rchenhaften Welt, doch was geschah?

Gesellschaftliche Doktrinen verschlangen meine Ideale; ich fristete mein Dasein - ohne zu leben!"

Der Zug entgleiste, und ich starb im Glanze alter Erinnerungen lodernder FlammenmÀr.

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sohalt
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

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Mir viel zu pathetisch. SchwĂŒlstig.
Und ziemliches Standard Geseiere..
jaja, die Ideale der Jugend...
jaja, die rauhe Wirklichkeit...
Eh wahr. Und weiter?


zu den Formulierungen im Einzelnen:

Der 1. Satz - purer Kitsch, so pur, das es fast schon wieder gut ist.

Sisyphus' beschwerlichen Weg erklommen
Klingt unendlich gestelzt.
Endstation Leben - na, das wÀr doch was Positives? Endlich im Leben ankommen? Aber genau das wird ja deinem Protagonisten ziemlich sicher nicht passieren.
Außerdem: geklaut von Endstation Sehnsucht.

Als Kind durchtrÀnkte mich... auch sehr hochtrabend, aber okay, könnte man lassen. "durchtrÀnkte" finde ich hier sogar ganz gut.

Gesellschaftliche Doktrinen.. - Vorsicht, Phrasen-Alarm! Welche denn genau, bitte? Immer nur "die böse Gesellschaft" - wie langweilig.
Ohne zu leben! - Was soll dieses Rufzeichen? Soll mich als Leserin diese Feststellung nach dem vorangegangenen Trauerspiel irgendwie ĂŒberraschen?

lodernder FlammenmÀr
Das fand ich jetzt sogar wirklich gut, ich dachte nÀmlich zuerst an loderndes Flammenmeer, aber eine lodernde FlammenmÀr ist bestimmt was Spannendes, wovon die wohl handelt?

Versuch's mal eine Spur konkreter.

Und nicht entmutigen lassen, ja?

lg
sohalt
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.A mesure qu'on a plus d'esprit, on trouve qu'il y a plus d'hommes originaux. Les gens du commun ne trouvent pas de différence entre les hommes. (Pascal)

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Thomas Morgner
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2005

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ZunÀchst möchte ich mich bei dir bedanken, dass du dir ein wenig Zeit genommen hast, mein Werk genauer unter die Lupe zu nehmen.
Ich frage mich - wie du es dir erlauben kannst, meinen Stil zu kritisieren, wenn du mich mittels eines hĂ€mischen Satzes in einem anderen Thread darauf aufmerksam machst, wie unnĂŒtzig mein Kommentar bezĂŒglich xzars Stil doch gewesen sei. Was soll ich sagen, du veranstaltest das gleiche!

Mir gefĂ€llt einfach sein Stil, den er angewandt hat, nicht. Worin liegt das Problem? (SelbstverstĂ€ndlich ist mir die dahinterstehende Intention des Autors bewusst). Außerdem bin ich davon ausgegangen, dass mein Kommentar das Ausschließen einer inhaltlichen Bewertung impliziert?

Dir missfĂ€llt mein kitschiger Stil - und ich bin froh darĂŒber, dass du es mir mitgeteilt hast. Somit weiß ich, dass es Konsorten gibt, die rein ĂŒberhaupt nichts mit meinem Stil anzufangen wissen.



Ich bezweifele - ohne falsches Pathos - dass du mein Werk inhaltlich nicht verstanden hast.
Ansonsten wĂŒrdest du dich nicht vom surrealen Charakter wie im Satz "Sisyphos' beschwerichen Weg zum Gipfel erklommen" beirren lassen und könntest die verborgenen Verweise im Werk auf Camus, aber auch Nietzsche erkennen.

Deiner Phrasenanalogie kann ich grĂ¶ĂŸtenteils beipflichten; mir ist diese Schwachstelle bewusst und werde sie irgendwann ausbessern. Danke an dieser Stelle, fĂŒr diese konstruktive Kritik.

Zu FlammenmÀr:

Der Zug entgleist - der Zug bricht in Flammen aus - der Mann stirbt: FlammenmÀr spielt auf die mÀrchenhafte Vorstellung der Welt an, die der Mann als Kind hegte. (Als er im metaphysischen Sinne noch lebte). Im Flammenmeer stirbt er mit der Erinnerung, als Kind einst gelebt zu haben.


Aufgrund der Tatsache, dass ich das Werk "Endstation Sehnsucht" schlicht und ergreifend nicht kenne, kann ich zu deiner Äußerung nichts sagen.

Liebe GrĂŒĂŸe Th.

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sohalt
Routinierter Autor
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wegen des Stils...
mir ging es da eher um den Einsatz von Stilmitteln. Diese hochtrabenden Formulierungen, die du verwendest, sind ein Stilmittel, genauso wie die eher der mĂŒndlichen Sprache nachempfundenen Formulierungen in der Geschichte, die du kritisiert hast. Nur hab ich den Verdacht, das xzar das bewusst einsetzt, wĂ€hrend du das eher nicht machst. "Geschraubt" als Stilmittel nimmt man fĂŒr Parodien, und ich glaube, dass du deinen Text ernst meinst, oder?
Aber du hast recht, mein Kommentar war hĂ€misch und das hĂ€tte ich mir sparen können. Das tut mir leid. (FĂ€llt ja eh nur auf mich zurĂŒck).

Du bezweifelst, dass ich dein Werk richtig verstanden habe, oder? (Tippfehler).

Na, was mich an deinem Sisyphus-Satz stört ist bei Gott nicht der surreale Charakter (keine Sorge, ich kenne die Geschichte), sondern einfach nur die unnötig komplizierte grammatikalische Konstruktion. (Abgesehen davon wirkt es ein ganz klein wenig wie der Versuch, sich mit fremden Federn zu schmĂŒcken - bloß weil du mal schnell ein Bildungsjuwel eingebaut hast, wird das Ganze noch lange nicht tiefgrĂŒndig.. wie gesagt: mich wĂŒrde viel mehr interessieren, was genau dem Protagonisten in seinem Leben dieses Sisyphus-GefĂŒhl gibt, mach es nachfĂŒhlbar! - so ist es einfach nur eine Behauptung.)

Meine Kritik war ein wenig unsensibel formuliert, ich hab da ein bisschen zu wenig nachgedacht und ich bin froh, dass du es so gut aufgenommen hast.

Also danke dafĂŒr,
die sohalt
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sohalt
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Nachtrag:

achja, wegen "Endstation Sehnsucht" (bzw. "A Streetcar named Desire")

Autor: Tennessee Williams
gab's auch mal einen Film dazu (ziemlich berĂŒhmt, 3 Oscars, glaub ich, mit Marlon Brando).

lg
sohalt
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