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Leselupe.de > Krimis und Thriller
Don Luigi
Eingestellt am 30. 10. 2011 15:06


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scrittore
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Seit Don Luigi die Macelleria seines Vaters ĂŒbernommen hatte, blĂŒhte das GeschĂ€ft. Die Leute kamen aus den umliegenden Dörfern ins kleine StĂ€dtchen am Meer, um bei Don Luigi einzukaufen.
Er hatte ein HĂ€ndchen fĂŒr feine Fleisch- und WurstspezialitĂ€ten und alles war immer frisch. Die KĂ€ufer rissen ihm die köstlichen Salcicce und die Salame förmlich aus den HĂ€nden. Und wenn einmal wieder Prosciutto di Parma im Angebot war, standen die Menschen bis auf die Straße.
Auch wenn manche munkelten, der Parmaschinken wÀre wohl eher von einer Sau aus den umliegenden Dörfern und hÀtten Parma nie gesehen.
Don Luigi war ein ehrenwertes Mitglied der Gesellschaft und wurde von allen ehrerbietig gegrĂŒĂŸt, wenn er am Stammtisch mit den Honoratioren Karten oder Domino spielte, oder am Sonntag im Festgewand mit seiner Frau die Kirche besuchte.
Er achtete seine Frau Marisa und vergötterte seine zwei Enkel Tommaso und Benedetto.
Und wenn er einer armen Witwe oder einem Rentner etwas verkaufte, konnte es schon geschehen, dass er den Preis großzĂŒgig abrundete.
NatĂŒrlich wurde der eine oder andere neugierig, wenn spĂ€t in der Nacht ein Kleintransporter auf seinen Hof fuhr und Don Luigi mit dem Fahrer die Ladung ins KĂŒhlhaus schleppte.
Vielleicht ist irgendwo in den Bergen eine Sau vom Lastwagen gefallen, dachte der sich dann und schwieg.

Das förderte natĂŒrlich auch Neider, denn sein Kollege, der in diesem idyllischem StĂ€dtchen auch eine Metzgerei betrieb stand oft in seinem leeren Laden.

Nun kam es, dass spĂ€t am Abend, Don Luigi saß noch in der Taverne bei einem Schoppen Roten, eine unauffĂ€llige Limousine vor seinem Haus hielt und ein Mann Don Luigis Frau herausklingelte.
Die lamentierte und zeterte ĂŒber den spĂ€ten Besuch, aber die beiden Carabinieri hielten sie davon ab, Don Luigi telefonisch zu alarmieren.
Ein anderer Mann, der zustĂ€ndige VeterinĂ€r aus der Provinzhauptstadt, ließ sich den KĂŒhlraum aufschliessen.
Alles schien in bester Ordnung, die SchweinehĂ€lften hingen an ihren Haken, die KĂŒhltemperatur stimmte aufs TĂŒpfelchen, in der WurstkĂŒche war alles so hygienisch, wie es besser nicht sein konnte.
Die Mannschaft wollte schon wieder abziehen, als der VeterinÀr einen in der Ecke etwas versteckten Gefrierschrank entdeckte und ihn öffnete.

Eine Viertelstunde spÀter klickten in der Taverne die Handschellen um Don Luigis Handgelenke.
Er wurde zu 26 Jahren Haft, abzusitzen im HochsicherheitsgefÀngnis von Asina verurteilt.

Seitdem ist Don Luigis Macelleria, die jetzt von seiner Frau gefĂŒhrt wird oft leer.
Die QualitĂ€t hat spĂŒrbar nachgelassen, die Salami und der Schinken, der jetzt nicht mehr aus Parma stammt, schmecken den Leuten nicht.

Und das alles, weil der VeterinĂ€r im Gefrierschrank diese blau angelaufene gefrorene Hand gefunden hat. Don Luigi hatte ĂŒber all die Jahre als Mitglied der „Ehrenwerten Gesellschaft“ die Aufgabe gehabt, SchnĂŒffler auf Nimmerwiedersehen verschwinden zu lassen.



__________________
la poesia non muore

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jon
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Schade, dass es so kurz und dabei auch noch so vorhersehbar ist.


AbsÀtze entweder mit oder ohne Leerzeile, nicht bunt gemischt.

quote:
Die KĂ€ufer rissen ihm die köstlichen Salcicce und die Salame förmlich aus den HĂ€nden. Und wenn einmal wieder Prosciutto di Parma im Angebot war, standen die Menschen bis auf die Straße.
Auch wenn manche munkelten, der Parmaschinken wÀre wohl eher von einer Sau aus den umliegenden Dörfern und hÀtten Parma nie gesehen.
Der Absatz fĂŒhlt sich fĂŒr mich falsch an – eigentlich sollte der „Auch wenn"-Satz beilĂ€ufig klingen und nicht so betont werden.


quote:
NatĂŒrlich wurde der eine oder andere neugierig, wenn spĂ€t in der Nacht ein Kleintransporter auf seinen Hof fuhr und Don Luigi mit dem Fahrer die Ladung ins KĂŒhlhaus schleppte.
Vielleicht ist irgendwo in den Bergen eine Sau vom Lastwagen gefallen, dachte der sich dann und schwieg.
Der Fahrer sollte es doch (außer Luigi) noch am besten wissen, oder?

quote:
Das förderte natĂŒrlich auch Neider, denn sein Kollege, der in diesem idyllischem StĂ€dtchen auch eine Metzgerei betrieb stand oft in seinem leeren Laden.
Komma nach „betrieb“


quote:
Ein anderer Mann, der zustĂ€ndige VeterinĂ€r aus der Provinzhauptstadt, ließ sich den KĂŒhlraum aufschliessen.
aufschließen


quote:
Seitdem ist Don Luigis Macelleria, die jetzt von seiner Frau gefĂŒhrt wird oft leer.
Komma nach „wird“

quote:
Die QualitĂ€t hat spĂŒrbar nachgelassen, die Salami und der Schinken, der jetzt nicht mehr aus Parma stammt, schmecken den Leuten nicht.
Der Schinken stammte schon zu Luigis Zeiten bestenfalls ausnahmsweise aus Parma, oder?

quote:
Und das alles, weil der VeterinĂ€r im Gefrierschrank diese blau angelaufene gefrorene Hand gefunden hat. Don Luigi hatte ĂŒber all die Jahre als Mitglied der „Ehrenwerten Gesellschaft“ die Aufgabe gehabt, SchnĂŒffler auf Nimmerwiedersehen verschwinden zu lassen.
Zu lang. Der erste Satz reicht. Wen Luigi entsorgte, ist fĂŒr die Story schnurz.

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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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