Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92225
Momentan online:
79 Gäste und 1 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Donnerstag.
Eingestellt am 05. 10. 2000 00:34


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
mortisha
Hobbydichter
Registriert: Oct 2000

Werke: 46
Kommentare: 30
Die besten Werke
 
Email senden
Profil



Bin über mein Modemkabel gestolpert. Dabei habe ich meinen Kaffee über einem Stapel Papier verschüttet. Es will draußen einfach nicht richtig hell werden. Meine Tastatur hat keinen Kaffee abbekommen. Ich sitze vor meinem Bildschirm und wähle mich ein. Energie – das Modem kündigt mit sphärischen Klängen seine magische Handlung an. Wir werden Kontakt aufnehmen. Mit dem Server auf der anderen Seite meiner pop.adresse. Und mit anderen lebenden Wesen - was ist die Mehrzahl von Modem? –, Computern, Tastaturen, Bildschirmen und mit geringer Wahrscheinlichkeit mit ihnen rein intellektuell verglichen unterlegenen Wesen, die sie - die Hardware – zu ihren Haustieren gemacht haben. [Vielleicht sind sie aber auch in Wirklichkeit dazu gezwungen worden. Vielleicht sind die Aliens schon unter uns und versuchen, uns strategisch voneinander zu isolieren, um unseren biegsamen Willen zu brechen. Sie sind es, mein Bildschirm, den ich anstarre, der mich paralysiert, die Tastatur unter meinen Fingern, mein singendes Modem – sie sind unter uns.] Ein geheimnisvolles Fenster auf dem Bildschirm kündigt vom vielversprechenden Erfolg der Verknüpfung mit einer noch vielversprechenderen [sprechenden] Datenbank, die mit einem kleinen Bisschen Glück, Hoffnung verheißt. Hoffnung auf Nachricht, Hoffnung auf die Bestätigung menschlichen Lebens irgendwo da draußen. Hoffnung auf eine Botschaft aus den Tiefen des Cyberspace, den Tiefen menschlichen Empfindens. Keine Nachrichten auf dem Server. Schmerzvoll hallt der stumme Satz in mir nach, bricht sich an den Klippen meiner Einsamkeit. Ich existiere nicht. Trotzdem gehe ich in die Küche, hole ein Tuch und rette den Rest meines Schreibtisches vor der sich behaglich ausbreitenden Pfütze mittlerweile kalten Kaffees.

__________________
---http://www.chronoMEtron.de---

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


TheRealCure
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2000

Werke: 82
Kommentare: 321
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

du sollst die frage beantworten: "was ist der plural von modem!"

also, modem ist zusammengesetzt aus modulator und demodulator. der jeweilige plural ist modulatoren und demodulatoren. dann ist doch der plural von modem also folgerichtig modems, oder?

mist, ich habe isdn, da stellt sich die frage nicht mehr!
__________________
(c) Jürgen Erbe

Bearbeiten/Löschen    


mortisha
Hobbydichter
Registriert: Oct 2000

Werke: 46
Kommentare: 30
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
diskurstheorie



heieiei!
worüber ihr euch so die ohren zerbrecht...
ich finde einen diskurs über lyrik immer schon schwierig - damit auch dieses forum, obwohl, spaß macht das ganze ja... - aber ob das mit dem modem und der message jetzt wichtig war...
ts, lies die geschichten, bignose, und wenn sie dich irgendwo berühren oder vielleicht bewegen oder was auch immer geschichten mit dir machen - dann is doch alles safe!
man kann über alles scheiße schreiben, aber aus dem nichts eine analoge aneinanderreihung von sätzen zu machen: tadaaa!!! ist doch super...
mort*

__________________
---http://www.chronoMEtron.de---

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Kurzprosa Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!