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Leselupe.de > Gereimtes
Doppelmordversuch
Eingestellt am 27. 03. 2007 22:36


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Walther
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Doppelmordversuch


„An diesem Tag an diesem Ort
Geschieht sofort ein Meuchelmord!“
Das spricht der Fisch und eilt zur Tat,
Die sich – ich sags – gewaschen hat.

Er beißt der Fischin in den Schwanz,
Vollführt mit ihr den wilden Tanz
Quer durch den Teich von End zu End.
Worauf die Fischin lauthals flennt,

Und ruft und schreit, dass er sie lass.
Er denkt bei sich: „Dir käms zupass!“
Und hält sie fest in seinem Biss.
Die Fischin, sie hat langsam Schiss,

Der meints wohl ernst mit seinem Tun.
Sie wählt als Gegenangriff nun
Den Biss an eben jenen Ort.
Jetzt walzern sie in einem fort

Den Teich hinab, den Teich hinauf.
Das Schicksal nimmt so seinen Lauf.
Zum Schluss, da trudeln sie im Kreis
Und taumeln langsam Hals an Steiß

Kaum zuckend auf des Wassers Grund
Mit lauter Gräten in dem Mund.
Dort liegen sie in Atemnot
Und wären beinah beide tot.

Und die Moral von der Geschicht?
Die Fischin beiße besser nicht
In ihren Schwanz. Sie beißt zurück
Und hält es fest, Dein bestes Stück.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Ohrenschützer
???
Registriert: Oct 2002

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Hallo Walther,

"in einem Fort" statt "fort" ist glaube ich unbeabsichtigt komisch, oder?

Die Pointe kam für mich insofern unvermutet, als dass ich aus den Zeilen
Sie wählt als Gegenangriff nun
Den Biss an eben jenen Ort.

herausgelesen hätte, dass sie den Fischerich in den Schwanz beißt und dann kugeln die beiden - jeweils in des anderen Ende verbissen - durch den See. Aufgrund der letzten Zeile würde ich jedoch vermuten, dass Du gemeint hast, die Fischin beisst sich selbst in den Schwanz (ungewöhnlicher Gegenangriff).

Kurz, ganz kenne ich mich nicht aus. Bitte um freundlichen Aufklärung. Beste Grüße,
__________________
Der Ohrenschützer

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Walther
Routinierter Autor
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Hallo Ohrenschützer,

das "Fort", in der Tat falsch und unbeabsichtigt, aber das sind ja manchmal die besten Gags, habe ich korrigiert. Danke für den Hinweis.

Zweitens: Hätte ich "denselben" Ort gemeint, also den eigenen Schwanz", hätte ich so geschrieben. Habe ich aber nicht, also muß es Deine richtige Interpretation des "eben jenen", also übertragen den, in den der andere die Fischin bereits gebissen hat und in dem er seither verbissen verbissen ist, beim anderen, also der Schwanz des Herrn Fisch sein.

Nachdem das Gedicht mehrere solcher Kringel schlägt, würde das zum Gesamtbild auch passen, wenn da das Fort nicht gewesen wäre, aber das ist ja nun nicht mehr. Da, meine ich, sondern eben fort, das Fort.

Danke Dir und einen schönen Frühlingstag allen. Auch Fischen und Fischinnen, wie man heute korrekt sagt, seit dem Antidiskrimierungsgesetz. Spätestens.

Liebe Grüße

W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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