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Leselupe.de > Ungereimtes
Doppelt und dreifach
Eingestellt am 10. 07. 2011 17:20


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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 860
Kommentare: 6461
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Doppelt und dreifach

Dauernd schaue ich Dich an,
sehe, wie Du Dich drehsts,
hin und her im hellsten Licht,
Mutter und Zwilling, die Du
mich von Dir losgetreten hast,
hinaus in die KĂ€lte
trotz unserer NĂ€he.

Du hast Dich verwandelt seither,
atmest freier, hĂŒllst Dich
in Wolken ĂŒber Deine SaphirflĂ€chen,
in blauen Samt ĂŒber Deinen Schultern,
und lÀchelst anderen zu, kleinen
Wesen, die ich auch schon
kennengelernt habe, flĂŒchtig nur,
wenige, aber immerhin.

Ich habe mich damals selbst losgerissen!
TĂ€usche Dich nur nicht!

Langsam, ganz langsam entferne ich
mich weiter von Dir, auf Deine Kosten,
weil ich an Dir zerre und ziehe,
Dich bremse, wie jenes andere Wesen,
das soviel mÀchtiger ist als
wir beide zusammen.

Mal bist Du ihm nÀher, mal ferner,
und Du legst Dich in die Kurven auf
unser aller Fahrt, dem Tanz, den ich
teile, ob ich will oder nicht.

Noch reicht unser Schwung, um diesem
Monster nicht zu nahe zu kommen.
Denn es wird uns verschlingen,
sich ausdehnen, uns in
rotheisse Schwaden hĂŒllen, bis
Deine Schönheit verschrumpelt und ich
mich endlich wieder erwÀrme,
Äonen nach der KĂ€lte
unserer Trennung.

Doch dann ist es zu spÀt
fĂŒr die Wiederbelebung.
__________________
© herberth - all rights reserved


Version vom 10. 07. 2011 17:20

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Lieber Herbert,

Deinen Text kann man doppelt lesen. Zum einen könnte man ein ewiges Leben mit wiederholten Inkarnationen auf der Erde voraussetzen, wenn das Lyri es noch miterleben will, dass die Erde in die Sonne stĂŒrzen wird. Zum anderen könnte man es im ĂŒbertragenen Sinne verstehen, dass der Mensch auch in seinem Inneren eine Erinnerung an das Sonnenfeuer mit sich trĂ€gt, an das ewig Belebende, Erleuchtende und ErwĂ€rmende.

HĂŒbsch deine Bilder vom SaphirgrĂŒn und vom blauen Samt.

Ach, ja, wir sollten nicht zerren an Mutter Erde! HÀtten wir das nicht getan, den Regenwald nicht derartig verringert und tun es weiterhin tÀglich, gÀbe es jetzt vielleicht Regen in Somalia.

Mir gefÀllt Deine Hymne an die Erde.

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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