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Leselupe.de > Horror und Psycho
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Eingestellt am 22. 09. 2004 12:25


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Benjamin Reuter
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2004

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"Mensch, Gerhard, das h├Ątten wir nicht tun d├╝rfen!" sagte Bernd nerv├Âs neben seinem Freund hergehend.
"Quatsch keine Opern! Ich hab hier kein Bock auf das Gelaber von dem Futzi da!"
Gerhard tat mit einer energischen Handbewegung alle Einw├Ąnde ab.

"Da hinein?" meinte Bernd schlie├člich, als sie vor einer Abzweigung standen. Rechts ging der hell erleuchtete Gang weiter, links f├╝rte er ins Dunkel, die Eisenbahngleise auf dem Boden verloren sich in der Schw├Ąrze.
Ein mit roter Farbe an die Wand gemalter Pfeil verwies bei dem dunklen Gang auf in franz├Âsischer Sprache zu Bloc VII. "Wetten das der Laberfutzi da nie eine Gruppe reinf├╝hrt?" meinte Gerhard grinsend. "Wer wei├č, was es dort drinnen gibt!"
Langsam gingen sie hinein.

Sie hatten sich von ihren Klassenkameraden und Rene┬┤ Moussot, dem Fremdenf├╝hrer, getrennt, noch w├Ąhrend der Franzose der Schulklasse aus Saarbr├╝cken auf schwer verst├Ąndlichem Els├Ąssisch - Deutschem Dialekt die Gasfilteranlage dieses Artilleriegro├čwerkes* der Maginotlinie* erl├Ąuterte.

Das war kurz nachdem sie den Kampfstand f├╝r die Aussenverteidigung am Mannschaftseingang besichtigt hatten, der Ersten Etappe der angek├╝ndigten zweist├╝ndigen F├╝hrung durch diesen Bunker. Jetzt liefen sie allein auf eigene Faust in diesem Labyrinth aus Tunneln und Kasematten umher, 30 Meter unter der Erde.

Wahrscheinlich w├╝rde man die Beiden erst am Ausgang, allersp├Ątetestens nat├╝rlich beim Abz├Ąhlen im Bus vermissen. Gerhard hatte Bernd immer wieder eingeredet, das sie am Ende der F├╝hrung einfach wieder zu ihren Klassenkameraden dazu sto├čen w├╝rden.

Wer wei├č, was es hier unten zu finden gab. Was man vielleicht keinem Touristen zeigte? Jedenfalls hatte Gerhard diese Idee gehabt, und Bernd noch im Bus immer wieder versucht zu ├╝berreden, bis der Freund schlie├člich eingelenkt hatte.

"Was haben wir den noch zu verlieren? die Zeugnisnoten stehen ja eh schon fest! In zwei Wochen haben wir unseren Abschluss, alter! Der bl├Âde Diemann kann uns gar nichts mehr!" hatte er immer wieder argumentiert.

Im Lichtkegel von Gerhards MAG - LITE erstrahlte der d├╝stere, abgesperrte Tunnel in glei├čendem Licht. Das rot - wei├č gestreifte Trassierband am Eingang des Tunnels hatten sie sich gegenseitig einfach hochgehalten, w├Ąhrend der andere drunter durch schl├╝pfte.

Bernd hatte ├╝ber Gerhards Taschenlampe nicht schlecht gestaunt, als er sie im Bus kurz aus dem Rucksack geholt hatte. Sie bestand aus einem halbmeter langen Stahlrohr, in dem 6 gro├če Batterien steckten, die eine Krypton - Birne versorgten. Ihr Licht konnte auch bei Tag schmerzhaft in die Augen blenden.

Doch so ganz hell war die Lampe nicht mehr, als sie immer tiefer in den gesperrten Tunnel zum "Bloc" VII gingen.

Jetzt erklangen die Schritte ihrer Klassenkameraden, unterbrochen von der Stimme des F├╝hrers. Der Hall wurde um hunderte Ecken geworfen und klang wie aus weiter Ferne.

Die Luft war k├╝hl und feucht. Es roch nach F├Ąulniss und Moder.
An den rissigen Betonw├Ąnden glitzerten Ablagerungen. Ein d├╝nner Wasserfilm lag auf allen W├Ąnden. Sie schritten immer wieder durch tiefe Wasserpf├╝tzen, der Lichtschein der Taschenlampe fiel immer wieder auf gr├╝nlich schimmernde Flechten und Moose, die an dem nassen Beton wuchsen.

"Das ist echt wiederlich hier! Lass uns umkehren! Ich wil wieder zu den anderen!" Bernd verlor immer mehr die Lust an dem Unternehmen. Die Ger├Ąusche ihrer Klassenkameraden verstummten langsam in einem immer verzerrterem Echo.

"Hier stinkts! Und wer wei├č, wo die anderen sind!" maulte Bernd und blieb stehen.
"Jetzt komm schon, du Weichfl├Âte! Wer wei├č was wir hier so finden! Ich will hier schon ein richtiges Andenken, und nicht nur so eine d├Ąmliche Postkarte, ne Kaffetasse oder so einen beknackten Aufkleber!" zischte Gerhard w├╝tend, "Vielleicht finde ich ja noch ne Knarre oder ne Handgranate! Das w├Ąre cool!"

Bernd folgte seinem Freund, der schon ein St├╝ck vorraus gegangen war.
Der Lichtkegel seiner Lampe schweifte hin und her. Kleine, Stecknadeld├╝nne Stalaktiten wie in einer Tropfsteinh├Âhle ragten von der Decke herab. Sie wirkten wie die halbdurchsichtigen Fangz├Ąhne irgendeines Tiefseefisches.
├ťberall schien die N├Ąsse des Erdbodens in den Beton herein zu dr├╝cken.

Gerhard fr├Âstelte. Er trug nur ein T - Shirt, obwohl alle anderen auf Anraten ihres Lehrers sich etwas warmes zum ├ťberziehen mitgebracht hatten.
Jetzt klapperten seine Z├Ąhne leise aufeinander.

Das Licht der Lampe wurde zusehends schlechter.
"Schei├č Batterien!" knurrte Gerhard und sch├╝ttelte die Lampe.
Es wurde nicht besser. "Gestern erst gekauft und jetzt schon fast leer!"

"Deswegen lass uns zur├╝ck! Ohne Licht sehen wir nichts!"
"Vielleicht hast du recht! Aber lass uns hier mal rein gehen!"
Gerhard deutete auf eine Rostige, vor N├Ąsse gl├Ąnzende T├╝r.
Sie stand halb angelehnt.
Er ber├╝hrte das st├Ąhlerne T├╝rblatt, sp├╝rte wie sich die feinen Rostpartikel unter seinen Fingern zerrieben.
"Die ist so verrostet, ein kr├Ąftiger Tritt und sie f├Ąllt auseinander!" meinte er kopfsch├╝ttelnd. Wie zerst├Ârerisch doch das Wasser sein kann.

Im Schein seiner Lampe sah er, das seine Fingerkuppen mit braunem Rost beschmiert waren.
"B├Ąh!" Er versuchte den Dreck an einem Taschentuch abzuwischen, doch er bekam ihn kaum ab. Er z├Âgerte einen Moment, dann schl├╝pfte er durch den T├╝rspalt. Jetzt illuminierte das schw├Ąchelnde Licht der Taschenlampe eine kleine Kammer.
In einer Ecke stand ein rostiges Bettgestell, ├╝berall lag dreckiges ger├╝mpel auf dem Bosen verstreut. Gerhard traute sich nicht, etwas davon anzufassen.

"H├Ârst du eigentlich noch die Anderen?" fragte Bernd nerv├Âs durch den T├╝rspalt. Die beklemmende Stille im Inneren der Tunnel lag ihm unangenehm in den Ohren.

"Nein!" Gerhard lauschte in die d├╝stere Stille. Nur das gelegentliche, atonale Pl├Ątschern eines Wassertropfens aus weiter Ferne, in den d├╝steren, verwinkelten G├Ąngen.

Das Licht der Lampe wurde immer schw├Ącher.

"Was haben die mir da blos f├╝r eine Kacke verkauft?" Gerhard klopfte mit dem Kopf der Lampe gegen seine offene Handfl├Ąche, und schl├╝pfte wieder durch die halboffene T├╝r zur├╝ck in den deunkeln Tunnel.

Das Licht wurde zunehmend tr├╝ber, erreichte kaum noch die gegen├╝ber liegende Wand.
"Schei├če. wir m├╝ssen hier weg!" Bernd verlor die Nerven und zerrte im Laufen seinen Freund hinter sich her.
"Bleib doch cool, Alter!" schrie dieser ihn an, und riss sich los.
"Bleib Cool! wir gehen jetzt den selben Weg einfach zur├╝ck und dann einfach raus hier aus dem Bunker!"
Bernd atmete schwer. Diese schwarze Finsternis um sie herum ├Ąngstigte ihn. ├ťberall war es nass. Wie in einem Grab. Die N├Ąsse schien mit klammen, kn├Âchernen kalten Fingern nach ihm zu greifen.

Ein eisiger Wind zog pl├Âtzlich durch den Tunnel, Gerhard fr├Âstelte, die haare auf seinen Unterarmen stellten sich senkrecht auf. Er mu├čte sich immer st├Ąrker darauf konzentrieren, in dem schwach - difusen Licht noch etwas zu erkennen. Bernd schritt dicht hinter Gerhard.

"Da vorn ist die Kreuzung! Da ist Licht!" rief Bernd aufgeregt. Er war froh, es geschafft zu haben.Sie w├╝rden die Gruppe vielleicht auch noch einholen k├Ânnen. Wenn sie doch nur w├╝├čten, wo sie entlang gegangen waren.

Das gelbliche Licht der Beleuchtung f├╝lte den hohen Rundbogen weit vorn hell aus. Sie lauschten beim Gehen nach ihren Klassenkameraden. Doch das einzige was sie h├Ârten war das Pochen ihres schnellen Pulses in den Ohren, das Rasseln ihres aufgeregten Atems. Sonst war es still.

Und dann erlosch das Licht im Tunnel. Mit einem Male standen sie im Dunkel.
Bernd schrie erschrocken auf. Sein d├╝nner Schrei hallte durch die G├Ąnge.
Gerhard sah das erl├Âschende Licht seiner Taschenlampe.
Der r├Âtlich - braun glimmende Lichtkegel verlosch nun ganz.

Die Dunkelheit verschluckte sie Beide.

"Die sind wohl schon drau├čen! Schei├če!" zischte Gerhard, "Der Letzte macht das Licht aus! Verdammte Schei├če, verdammte!"
Er schlug mit der Taschenlampe gegen die Wand, neben der er zum Stehen gekommen war. Ihm war nicht bewu├čt gewesen, das sie eine solch lange Zeit in dem Tunnel verbracht hatten. Die Anlage war wirklich verflucht riesig.

"Was machen wir jetzt?" Bernd war der Panik nahe. Er hatte keine Ahnung, wo sie sich befanden. Es wurde auch ihm trotz seines Flanellpullovers immer k├Ąlter.

Immer wieder fegte ein Windsto├č von hinten durch den finsteren Tunnel, strich mit eisigem Hauch ├╝ber ihre frierenden K├Ârper.

"Gerhard, was ist das? Wo kommt der Wind her?"

Die Beiden r├╝ckten eng beieinander. R├╝cken an R├╝cken standen sie der Dunkelheit trotzend gegen├╝ber. Ihre weit aufgerissenenen Augen bewegten sich ruckartig in ihren H├Âhlen hin und her. Sie h├Ârten hin und wieder einen Wassertropfen, der irgendwo in der unergr├╝ndlichen Dunkelheit aus gro├čer H├Âhe in eine Pf├╝tze am Boden fiel. Gebannt versuchten sie der Schw├Ąrze etwas sichtbares abzutrotzen.

Ihre Finger bewegten sich tastend durch die Kohlensackschwarze Finsternis, sie gingen langsam, Schritt f├╝r Schritt vorw├Ąrts. Bernds Fingerkuppen rieben ├╝ber den rauhen, kalt nassen Betonverputz der Tunnelwand. Rauh und furchtbar kalt.

Wieder streifte sie ein eisiger Windsto├č, sie h├Ârten ein hohles Pfeiffen, wie wenn der Wind pfeiffend um die Hausecken weht.

"ich will hier raus!" wisperte Gerhard leise. Er war den Tr├Ąnen nahe, dachte an seine Klassenkameraden dort oben ├╝ber Tage, wie sie im Bus sa├čen.
Die Sonne, die schien, der Himmel war heute strahlend blau ├╝ber dem Elsass.
Ob man sie jetzt vermisste?

Suchte man jetzt nach ihnen?

Doch warum blieb es dunkel? Hatte man sie vergessen? Fuhr der Bus bereits Richtung Autobahn?

Bernd h├Ârte das heftige, kurze Atmen seines Freundes. Das Pulsieren seines eigenen Herzschlags. H├Ârte, wie seine Z├Ąhne immer wieder vor K├Ąlte und vielleicht auch Angst aufeinander schlugen.

Und dann h├Ârte er noch ein Ger├Ąusch.

Es klang wie Schritte. Schlurfende Schritte.

"Gerhard, da kommt einer!" presste er mit einem Seufzer der Erleichterung hervor.
Auch sein Freund h├Ârte jetzt das scharrende Ger├Ąsuch, wie wenn jemand beim Gehen ein Bein nach zieht.

Es wurde immer lauter.

Ein erneuter, eisig kalter Windsto├č fegte wie eine Orkanb├Âe durch den grausig dunklen Gang, lie├č ihre Hosenbeine Schlottern und raubte ihnen vor K├Ąlte und Heftigkeit fast den Atem. Das Heulen des Windsto├čes, das tiefe Heulen.

Ein moderiger Geruch stieg ihnen in die Nase, nach Jahrzehtelanger F├Ąulnis und N├Ąsse riechend wie der ganze Tunnel, der hinter ihnen lag. Nur intensiver. Sie konnten es f├Ârmlich schmecken.

Und das Schlurfen kam ebenfalls von hinten.

Bernd h├Ârte nun pl├Âtzlich ganz deutlich, wie sich jemand ihnen n├Ąherte.
Seine Augen starrten gebannt und hoffnungsvoll in diese Richtung.

Doch wenn man sie suchte, dann m├╝├čte derjenige von Vorn, vom Eingang her kommen... Und w├╝rde man nicht das Licht anmachen, wenn man sie suchen w├╝rde?

"Hallo?" h├Ârte er Gerhard rufen. Bernd sp├╝rte, wie sich sein Freund dicht an ihn dr├Ąngte.

"Ist da jemand?"

Das Schlurfen wurde lauter und kam immer n├Ąher.
Jetzt trat es durch eine Wasserpf├╝tze.

Plitsch, Plitsch.

Dann wieder das Ger├Ąusch, wie eine Schuhsohle beim Gehen ├╝ber nassen, br├Âckeligen Betonboden scharrt. Kleine Kieselsteine rollten ├╝ber den Boden.
Gerhard nahm seine Taschenlampe in seine zitternden, klammen Finger und dr├╝ckte den Knopf. Sein Herz raste und h├Ąmmerte. Es kribbelte unangenehm in der Magengrube, ein fahrstuhlartiges Sausen fuhr ihm durch Mark und Bein.

Die Batterien hatten sich ein klein wenig erholt und gaben f├╝r einen kurzen Augenblick noch ein wenig Saft von sich. Dunkelorange glomm der Lichtkegel auf, und leuchtete auf eine dunkle Gestalt, die sich ihnen aus dem langen Tunnel heraus immer weiter n├Ąherte.

Die schon dicht bei ihnen war.
Die Gestalt hatte ihre Arme ausgebreitet und vor sich ausgestreckt.
Sie schwankte bei jedem Schritt, zog beim Gehen das linke Bein nach. Die Kleidung schien zerissen und verfallen, ├╝berall hing sie in Fetzen herunter.

"Hallo?" Bernd┬┤s Stimme ├╝berschlug sich vor Angst. Tr├Ąnen stiegen ihm in letzter Verzweiflung in die Augen.
Statt einer Antwort fegte ein erneuter, eisigkalter Luftzug durch den Tunnel, an der Unheimlichen Gestalt vobei, trug eine Welle ekelerregenden faulig - modrigen Gestankes mit sich, lie├č ein tiefes Heulen vernehmen. Die Fetzen an der Gestalt bewegten sich im Wind.

Und im letzten Moment, kurz bevor die schwarze Gestalt bei ihnen war, und das Licht der Taschenlampe verlosch

Sahen sie beide die rotgl├╝henden Augen...
Bevor sie vor v├Âlliger Angst in Ohnacht fielen und ihre zitternden K├Ârper auf dem nassen, schmutzigen Betonboden fielen.



"Hallo, Monsieurs. Gut das ich euch beide gefunden habe!"
Gerhard und Berd ├Âffneten ihre Augen.
Sie sahen in das blendende Licht einer Gl├╝birne, die an der Tunnelwand angebracht war. und dann in das besorgte Gesicht von Rene Moussot, dem Fremdenf├╝hrer. "Hallo!" st├Âhnte Bernd. Er zitterte am ganzen K├Ârper, drehte sich mit einem Ruck herum und sah in die g├Ąhnende Schw├Ąrze des dunklen Tunnels, der zu "Bloc VII" f├╝hrte. Der Anblick lie├č ihn vor Schreck erneut zusammenfahren.

Die strahlenden blauen Augen Moussots blickten nun
erleichtert. "Euer Lehrer hat erst in Saarbr├╝cken bemerkt, das ihr beiden fehlt."
Sprach er mit ruhiger Stimme in seinem Franz├Âsischen Akzent.
"Er hat dann im Fremdenverkehrsamt angerufen und Bescheid gesagt, das ihr vielleicht noch hier drin seid!"

"Tut.. Tut uns leid!" Gerhard richtete sich langsam auf.
"Man hat mich dann verst├Ąndigt, ich solle nachsehen!" fuhr Moussot fort.
"Entschuldigen sie bitte!"

"Ihr h├Ąttet dort niemals herein gehen d├╝rfen! Da drinnen ist es nicht geheuer! Dort geht es um!"

Dein beiden Freunden liefen eiskalte Schauer ├╝ber den R├╝cken.

"Beim Bau wurde ein Arbeiter versch├╝ttet, und seitdem geht er dort um, versteht ihr? Wir konnten ihn niemals dort herausholen, und er ist noch immer dort!"
Moussot warf einen kurzen Blick in den d├╝steren Schlund des Tunnels, der zu "Bloc VII" f├╝hrte. "Er ist noch immer dort unten im Schacht! Nie wird man ihn bergen k├Ânnen, er liegt tief unter dem Beton!"

Ein leichter Windhauch fuhr aus dem Tunnel, ein leises, tiefes Heulen.

"Was wird denn jetzt mit uns?" fragte Bernd, und vermied es, in den grausigen dunklen Tunnel zu schauen.

"Es wird alles in Ordnung kommen. Herr Diemann hat eure Eltern verst├Ąndigt, sie werden euch drau├čen abholen!"

Bernd und Gerhard warfen sich erleichterte Blicke zu.
Aber sie hatten nun auch Angst vor den Konsequenzen. Es w├╝rde eine f├╝rchterliche Standpauke f├╝r sie Beide geben.

Sie waren aufgestanden und sahen das ihre Kleidung v├Âllig verdreckt und durchn├Ą├čt war. Sie froren und zitterten vor K├Ąlte.

Moussot stand mit dem R├╝cken zu ihnen einige Schritte entfernt und blickte in den dunklen Tunnel hinein. "Dort drinnen geht es um!" murmelte er leise und unverst├Ąndlich.

"Tut uns echt leid!"

Gerhard trat neben den Franzosen hin, doch der schien sie nicht zu h├Âren.
"Es tut uns wirklich leid!"

Und als der Fremdenf├╝hrer sich schlie├člich umdrehte, sahen sie in seine
Rotgl├╝henden Augen

ENDE

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