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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Drachenplan
Eingestellt am 08. 11. 2001 22:07


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anemone
Schriftsteller-Lehrling
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Die Drachen berieten sich. Wichtig war es schon, wer den lĂ€ngsten Feuerschwall ausstieß. Aber das schienen die meisten von ihnen nicht fĂŒr so wichtig zu halten.

Nepomuk ignorierte das Thema völlig, wusste er doch, das der Ausstoß seines Feuers nur sehr gering, um nicht zu sagen kaum vorhanden war. Wenn mal wieder ein Wettkampf im Feuerausstoßen angesagt war, konnte man Nepomuk garantiert nirgendwo finden.

Plötzlich und unerwartet hatte er wichtige Dinge zu erledigen. So beschÀftigte ihn jetzt bei diesem GesprÀch ganz besonders der Ameisenhaufen, durch den sein Schwanzende geschlagen hatte.

Feuerblitz war zweifelsohne als Drachenmutter die beste Feuerspuckerin der gesamten Drachenfamilie. Es waren 2 Flammen, die sie gleichzeitig ausstieß. Manche ihrer Kinder beneideten sie darum.

Diesmal allerdings schien es Feuerblitz von grĂ¶ĂŸter Wichtigkeit zu sein, dass alle ihr Bestes gaben, denn sie wollten mit geballter Feuerkraft die Krokodile endgĂŒltig von hier vertreiben.

Sie hatten sich enorm vermehrt, die Krokodile und nahmen ihnen die wichtige Nahrung weg. Das konnte so nicht weitergehen. Der Angriff sollte bei DĂ€mmerung stattfinden, wenn das Feuer besonders gut und weit sichtbar war. Meist hielten sich zu der Zeit die Krokodile in den TĂŒmpeln auf, lagen faul herum und passten auch nicht mehr so gut auf.

Nepomuk hatte sich schon unbemerkt leise an den Rand der Versammlung geschlichen. In letzter Minute wurde sein Auskneifen mal wieder verhindert. Diesmal war es Blaufeuer. Klar, dass der sich wichtig tun musste. War er doch der einzige mit blauer Flamme!

Blaufeuer achtete sehr darauf, dass Nepomuk bei ihnen blieb. Er mochte die Krokodile nicht. Sie waren so hinterlistig, lagen irgendwo still herum und schon trat man darauf, wenn man nicht aufpasste. Eines hÀtte ihm einmal fast die Schwanzspitze abgebissen, das konnte er nicht vergessen.

„Wir werden ihnen den Garaus machen! “sagte er zu Nepomuk und wich ihm nicht von der Seite. Das sagte er gerade dem richtigen. Nepomuk wollte sich so schnell es ging verdrĂŒcken, doch jetzt war die Gelegenheit recht ungĂŒnstig. Ob er wollte oder nicht, es blieb ihm nichts anderes ĂŒbrig, als mitzulaufen.

Die Krokodile in dem TĂŒmpel konnten schon von Ferne das Getrampel der Drachenhorde vernehmen, es war einfach nicht zu ĂŒberhören. Sie drehten ihre Krokodilaugen in die Richtung, von der der LĂ€rm zu hören war.

Sie passten schon auf, die Drachen, dass sie nicht versehentlich auf ein Krokodil traten und als das Zeichen von Feuerblitz kam, bliesen sie alle zur gleichen Zeit ihre FeuerfontĂ€nen in die TĂŒmpel.

Sogar Nepomuk war stolz auf sich. Aus seinem Rachen kam ein winzig blaues FlĂ€mmchen. Er hĂ€tte vor Freude fast vergessen, dass noch die Feinde in der NĂ€he waren. Er war außer sich und ĂŒberhĂ€ufte Blaufeuer mit Fragen, doch dieser hatte nur Augen und Ohren fĂŒr die Krokodile.

Doch was geschah mit ihnen. Die Krokodile begaben sich ruhig ins Wasser und schwammen behĂ€big davon. Angst schienen ihnen diese Drachen nicht eingeflĂ¶ĂŸt zu haben.

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flammarion
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na,

ich hoffe doch, daß die geschichte noch weitergeht. ganz lieb grĂŒĂŸt
__________________
Old Icke

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anemone
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Drachenplan

hallo Marion, ich werde mich gleich an die Arbeit begeben

bis bald

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
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Drachenplan 2

Ja, das ging besser, als erwartet! Die Drachen hĂ€tten mit mehr Gegenwehr gerechnet Dass diese Krokodile so kampflos das Feld rĂ€umten, hĂ€tten sie nicht gedacht. Aber was soll’s!

Sie waren davon ĂŒberzeugt, dass ihre geballte Feuerkraft die Krokodile in die Flucht schlug. Das ganze Unterfangen dauerte nur wenige Minuten und nun feierten sie ihren Sieg. Sie patschten in den KrokodiltĂŒmpeln herum und steckten sich gegenseitig mit ihrer guten Laune an.

Besonders Nepomuk strahlte, war es ihm doch gelungen ein kleines blaues FlĂ€mmchen aus seinem Hals zu stoßen. Jedem, der es hören oder nicht hören wollte, musste er es erzĂ€hlen.
Mit einem blauen FlĂ€mmchen war er ein außergewöhnlicher Drache. Nur wenige Drachen hatten die Eigenschaft blaue Flammen auszustoßen.

Er wollte es ganz genau wissen und nervte Blaufeuer schon wieder mit seinen Fragen: „Bekamst du dein Feuer auch erst so spĂ€t wie ich? Hast du damals auch gedacht, du wĂŒrdest nie eine Flamme von dir geben?“ Doch angeblich wusste Blaufeuer es nicht mehr. Er sagte nur: „Nerv mich nicht!“

Da verließ Nepomuk ihn. Er wollte sich von Blaufeuer nicht die gute Laune verderben lassen. Immer wieder stellte er sich vor das Wasser um dort hineinzublasen und sich und seiner kleinen blaue Flamme zuzusehen. Es sah gewaltig aus, wie sie sich im Wasser spiegelte. Und es war er, Nepomuk der dieses blaue Feuer ausstieß.

Er stupste die ĂŒbrigen Drachen an um ihnen seine tolle Flamme zu zeigen, doch die meisten interessierte das nicht. Sie werteten es ab, lachten ihn aus und meinten: „Was, das winzige FĂŒnkchen bezeichnest du als Flamme?“ „Na wartet nur ab,“ versprach Nepomuk, „Das wird garantiert noch eine furchterregende Flamme, die noch viele in die Flucht schlagen wird!“

Die anderen Drachen bezeichneten ihn als „Angeber“ und drehten sich weg. Der letzte Versuch war, es seiner Drachenmutter Feuerblitz zu zeigen. Feuerblitz freute sich sehr darĂŒber, dass endlich ihr Mickerling zu einem reifen Drachen wurde und sie lobte ihn in hohen Tönen.

„Hört mal alle her,“ rief sie aus: „Unser Nepomuk stĂ¶ĂŸt eine blaue Flamme aus!“ Das erfĂŒllte Nepomuk mit Stolz. „Flamme!“ hatte sie gesagt und wenn sie das sagte, Feuerblitz, das will schon was heißen! War sie doch weit und breit der Drache mit der grĂ¶ĂŸten Flamme!

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

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Hallo anemone,

ich sitze hier mit qualmendem Kopf und frage mich, worin der Plan deiner lebenden Flammenwerfer nun eigentlich besteht. Ob das flammarion (die ĂŒbrigens nichts mit einem Drachen gemein hat) auch so geht? Bislang konnte ich mich trotz des regelrechten Flammenmeeres nicht so recht fĂŒr den Text erwĂ€rmen. Aber es geht ja sicherlich noch feurig weiter. Zur Zeit bruzelt die Geschichte noch auf ziemlich kleiner Flamme vor sich hin und droht ein flammbierter Brei zu werden, wenn Du am Ende nicht mit feuriger Entschlossenheit den Rotstift ansetzt, um rigeros so zu kĂŒrzen, daß am Ende die heiße Lust zum Weiterlesen auch in mir aufflammt.

Gruß Ralph
__________________
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anemone
Schriftsteller-Lehrling
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ja, Ralf

ob ich dir die heiße Lust zum Weiterlesen noch vermitteln kann, bleibt abzuwarten. Im Moment scheint es mehr eine ganz, ganz liebe Geschichte zu sein.

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