Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m√ľssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92245
Momentan online:
303 Gäste und 14 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Drachenwinter
Eingestellt am 29. 11. 2003 13:23


Autor
Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.
Mara Krovecs
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2003

Werke: 188
Kommentare: 609
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Mara Krovecs eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Drachenwinter

Von Hier nach Dort mit dir
√ľber rotflammende B√§ume
dein bunter Schweif
taucht ein in Nebelfl√ľsse
meine Hand greift den Wind
der uns trägt und knotet seinen Bart
deine flatternden Bänder
flechten sich in mein Haar

im Drachengalopp durch die
sonnenwarmen Wolken
aus letzten Herbstschleiern
schwingen die Schwarzen
aus krächzenden Federn
fallen Schl√ľssel
wir fliegen Wintertore öffnen

hinein mit dem Wind
in die Schlafzimmer
der weißen Kristalle - der Federchen
in ihren Gärten voller Eisblumen
k√ľsse ich dich mein Drachen
bevor ich mich jubelnd
in die Schneebetten st√ľrze
und eisflockigen Löwenzahn puste

Schneeflocken wirbeln wild - doch dann
drehen sie sich sanft und schweben
aus dem Fenster hinaus
ich sch√ľttle ein Winterlied
aus meinem Schal -
du mein Windsegler tr√§gst eine Pudelm√ľtze
trägst meine roten Wangen nach Haus
legst dich träumen in deinen Baum

singend gehe ich durch das Kalt
aus den Toren schneit es zärtlich leis
meine Seele wird Glockenspiel
und die Welt wird kinderwinterweiß.






Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Mara K.
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Mara Krovecs,

hilf mir, wenn ich es nicht richtig verstanden habe,
aber man kann die tiefe Melancholie nicht verleugnen,
von welcher es getragen wird ...
Erinnerungsschwer, Sehnsuchtsträume, hoffend ...
mit geschlossenen Augen sehen ...

'singend gehe ich durch das Kalt'
leise fl√ľsternd bete ich mich durch den Tag

'aus den Toren schneit es zärtlich leis'
still suchen sich Tränen ihren Weg

'meine Seele wird Glockenspiel'
mein Innerstes frohlockt, wenn ich dich denke

'und die Welt wird kinderwinterweiß.'
und die Welt ist in Ordnung, in jenem Augenblick.

so habe ich es verstanden und gelesen.

Ich finde es wunderbar, dass er im Baum zu Hause ist, das ist gut und beruhigend, man kann ihn fl√ľstern h√∂ren ...

Danke sehr und liebe Gr√ľ√üe von Mara K.



Bearbeiten/Löschen    


Mara Krovecs
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2003

Werke: 188
Kommentare: 609
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Mara Krovecs eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Mara,

ich habe mich sehr gefreut, dass Du versucht hast aus den Bildern Metaphern zu lesen und tatsächlich gibt es einige, aber in diesem Fall ganz unbeabsichtigt.
Ich habe mich von BIldern die in mir entstanden sind tragen lassen und mich an diesem bunten Winter erfreut.

Aber mit Sicherheit g√§be es einiges zu entschl√ľsseln, denn ich bin ein Mensch mit einer Seele , der insgesamt sehr √ľber Bilder lebt und alle meine Assoziationen haben nat√ľrlich immer mit mir zu tun.
Das sind meine spontanen Ideen dazu:

Singend gehe ich durch das Kalt ( ich habe meine eigene Wärme und lasse mir so schnell nicht bange machen )

Aus den Toren schneit es zärtlich leis (die Tore, die ich oben öffnete erreichen mich nun und bedecken meine Welt ganz neu )

Meine Seele wird Glockenspiel ( kann hell und gl√ľcklich spielen in diesem "Neu", m√∂chte fr√∂hlich t√∂nen )

und die Welt wird kinderwinterwei√ü ( nie wieder ist die Welt so wei√ü, wie Du sie als Kind empfunden hast, aber hier habe ich das Geschenk bekommen genau dieses Staunen noch einmal erleben zu d√ľrfen, denn ich habe schlie√ülich diese Wintertore ge√∂ffnet)

Aber das was Du geschrieben hast, sind Deine Ideen dazu und
absolut berechtigt so zu stehen, jemand anders w√ľrde ganz andere Ideen dazu bekommen, oder eben gar keine

Obwohl ich in anderen Gedichten Metaphern viel gezielter oder sogar durchg√§ngig gezielt einsetze, bedeutet das auch nicht, dass das Gedicht festgelegt w√§re. Das w√ľrde ich schrecklich finden...... ein Gedicht sollte atmen .

Ganz liebe Gr√ľ√üe schicke ich Dir aus dem Fastwinternorden


Mara

Bearbeiten/Löschen    


Mara K.
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Mara ...

ich danke dir sehr f√ľr die Erkl√§rung, die Darstellung deiner Sichtweise, habe es danach noch einmal gelesen ...
Es ist und bleibt ein zauberhaftes Gedicht, das unbeschreiblich tief atmet.
Ja, die Winter als Kind ... sag, da gab es doch viel mehr Schnee als heute? Waren sie nicht auch kälter? ...
und wir, fröhlicher, unbeschwerter, ...
es ist wundervoll, wenn man an einem Wintermorgen wie heute mit dem Hund √ľber die glitzernden Wiesen und Felder hetzt, wenn die K√§lte in die Wangen zwickt und man den
Mond noch anschauen kann, der einen die halbe Nacht hat nicht schlafen lassen ... heute schaut er aus, wie ein riesiger Eierkuchen.
Somit ist die Idee f√ľr Mittagessen geboren, Pfannkuchen mit Ahornsirup.
Ich w√ľnsche Dir einen traumzauberbunten Wintertag, klare Gedanken, so klar wie der Morgenhimmel und eine fr√∂hliche Zeit. GlG Mara K.

Bearbeiten/Löschen    


Zur√ľck zu:  Gereimtes Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!