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Leselupe.de > Ungereimtes
Draußen im Novembernebel
Eingestellt am 07. 12. 2007 17:24


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nofrank
???
Registriert: Oct 2004

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Draußen im Novembernebel

Terrier jagen kläffend
aufgewirbeltem Laub nach
beschalte Radfahrer strampeln
mit Rotz an der Wolle
und klamm gefrorenen Fingern
beheizten Orten entgegen
melancholische Schwäne dümpeln
auf morastigen Stadtkanälen
Kleinkinder auf der Brücke
werfen Stöckchen in stehende Flüsse
Laub treibt auf der Dunkelheit
Stagnation hallt durch Tunnel

Schritte, die aus dem Nebel kommen


nofrank-2007-11
__________________
„Die Preisgabe der Diskretion im öffentlichen Raum ist eine Vorstufe zum faschistischen Ordnungsdenken, sage ich." (Wilhelm Genazio "Die Liebesblödigkeit")



Version vom 07. 12. 2007 17:24
Version vom 08. 12. 2007 11:22

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
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Lieber nofrank,
ein eindringliche Stimmung, die mich an Bilder von Breughel erinnert.
Zwei Änderungen würde ich empfehlen:
Das zweite "mit" (5. Zeile) durch ein "und" ersetzen.

Und die letzte Zeile: M.E. können nicht die Schritte unsichtbar sein, sondern nur der Schreitende...

Wie wäre es z.B. mit : Im Dunkel nähern sich Schritte
So ganz zufriden bin ich mit diesem Vorschlag noch nicht. Dir fällt bestimmt etwas Besseres ein.

Herzliche Grüße
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Lieber nofrank,
ich meinte auch den jüngeren Breughel...
Mit den unsichtbaren Schritten habe ich noch immer meine Zweifel. Irgendwie steckt ein Denkfehler darin.
Es muss doch erst einmal jemanden geben, der schreiten könnte, um dann seine Schritte nicht zu sehen.
(Ich vermisse den Schreitenden.) Aber vielleicht verrenne ich mich da auch in meiner Logik.

Dein Gedicht gefällt mir dennoch.
Herzliche Grüße
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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ENachtigall
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???

Registriert: Nov 2005

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"Schritte kommen aus dem Nebel"

Hallo nofrank,

warum bleibst Du formal nicht einfach bei der klaren Linie? (simples Präsens, aktiv)

Grüße von Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Zeder
Administrator
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Hallo nofrank,

der Titel deines Textes heißt "Draußen im Novembernebel".

Den finde ich aber nicht in diesen Zeilen (außer in den kursiv markierten):

Terrier jagen kläffend
aufgewirbeltem Laub nach
beschalte Radfahrer strampeln
mit Rotz an der Wolle
und klamm gefrorenen Fingern
beheizten Orten entgegen
melancholische Schwäne dümpeln
auf morastigen Stadtkanälen

Kleinkinder auf der Brücke
werfen Stöckchen in stehende Flüsse
Laub treibt auf der Dunkelheit
Stagnation hallt durch Tunnel

Schritte, die aus dem Nebel kommen

Nebelbilder sind perspektivisch unscharf.

Wenn du den Nebel aus deiner Überschrift streichst sind es schön eingefangene Novemberimpressionen.

Grüße von Zeder

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nofrank
???
Registriert: Oct 2004

Werke: 44
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hallo ihr.

@karl: ja, erstaunt mich auch vielie so ein bisschen rotz doch ausmacht .

@zeder:
deine lesart ist absolut nachvollziehbar, und ja nebelbilder sind eher unscharf. auf einfach nur novembermpressionen hatte ich keine lust und (wichtiger) ich bilde mir ein, dass es auch so funktioniert, wenn man den titel als setting sieht. nebel ist ja nicht immer gleich vollkommen bildfüllend, er zieht erst auf. das lyrich traut sich auf einen spaziergang aus dem haus und sieht im vorbeischlendern, was sich in unmittelbarer nähe abspielt. das ist dann nicht mehr unscharf, sondern nah dran. dann am ende ist der volle nebel aufgezogen.

ich sehe da kein problem, bin aber nach wie vor disskussionsbereit.

liebe grüße & danke fürs feedback.

nofrank
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Zeder
Administrator
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Registriert: Nov 2001

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Hallo nofrank,

da du in deiner Überschrift nicht von "nebel ist ja nicht immer gleich vollkommen bildfüllend, er zieht erst auf" sprichst, sondern von bereits existierendem Novembernebel, würde mir als Überschrift "November-Nebelschwaden" gefallen.

Hartnäckige Grüße von Zeder

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