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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Drei Nächte
Eingestellt am 06. 11. 2006 02:35


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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

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Drei Nächte


________________________________

Prolog (das "Eva-Prinzip")


„Nein!“
Du sagst es mit gepresster Stimme: "Nein!"

- Ich habe Dich wohl bis zur Weißglut gereizt.
Ich habe es offensichtlich auf die Spitze getrieben. Ich habe die Entscheidung gesucht, der ich nur zu lange ausgewichen bin?

Ich habe keine Ausflüchte mehr gelten lassen – kein Wegsehen mehr, kein Schweigen, keine Entschuldigung ...

„Wann hat Deine Hand zuletzt zärtlich nach mir gefühlt?“ - hatte ich so oft und voller Sehnsucht heimlich und leise gefragt, ohne jemals eine Antwort zu erhalten.
Wie lange hatte ich die Frage überhaupt schon gestellt? - Seit Tagen, Wochen, seit vielen Monaten – oder schon seit Jahren?

„Wann hast du einen lieben Gedanken nach mir ausgesandt?“ – Nicht irgendeine kleine Anerkennung, nicht nur ein “Es hat gut geschmeckt, was du heute gebraten hast!“ – Nein, ich frage nach der großen Anerkennung in Deinen Gedanken und Gefühlen, die Dich stolz machten, dass ich Deine Frau bin, dass ich zu Dir gehöre und mein Leben mit Dir lebe!
„Wann hast du zuletzt gedacht, ich sei die beste Frau, die es für diesen Mann gäbe, der du schließlich bist?“

Oder denkst Du längst darüber nach, ob es nicht vielleicht eine Andere, eine Bessere geben könnte?
Greift der Zahn der Zeit nach mir – und könnte es schlicht und einfach eine Jüngere sein?

Siehst Du mich überhaupt noch – ich mache mich jeden Tag hübsch? Oder ist es Dir einfach nur lästig, dass ich immer, ehe ich das Haus verlasse mein Outfit kontrolliere, mich wenigstens kurz kämme und mein Make-up aktualisiere?

Wofür eigentlich – was glaubst Du – mache ich mich hübsch?
Damit ich der Schwarm jugendlicher Beaus im Ort wäre?
Glaubst Du, mir stehe der Sinn danach, dass jemand hinter mir her pfeife?

Wenn Du mich ansiehst: was siehst Du – wen siehst Du – und was fühlst Du eigentlich dabei?

Hätte ich die neuen Stiefel besser nicht kaufen sollen?
Tja – sie hatten ihren Preis ... das gebe ich zu!

Aber wenn ich sie dann trage – findest Du nicht, dass die mehr als gut sind für mich – der Absatz ideal, und noch kein anderer Stiefel je zuvor meine Waden eleganter umfangen hätte?
Fühle doch einfach mal, wie das Leder sich anfühlt, warm von mir!

- Fühle mich – mich – mich !!

***

Doch dann sagst Du:
„Als ich dich berührte, hattest du einen Termin. Es war keine Zeit mehr für uns ...“ sagst Du.

Ja – es war wirklich eine verflixte Situation. - Aber wie oft hast Du selbst Termine?
- Es sei dies nicht die Frage, in dieser Welt und in dieser Zeit, ist Deine Antwort.

Männer und Frauen hätten eine gemeinsame Aufgabe im Leben – aber nicht jeweils die gleiche Aufgabe!
Männer hätten ihren Part – und Frauen einen anderen ...

***

Das Eva-Prinzip besagt:
am stärksten sei eine Frau, wenn sie sich als solche akzeptiert.


Wie gehen wir beide miteinander damit um?

***

„Nein!“ hast Du gesagt.
Ich habe es gehört und bin erschaudert. Ich habe Dich gereizt, gedemütigt und Dir weh getan, ehe ich diese finale Frage gestellt habe.

„Nein!“
- Du fühlst keine solche Liebe mehr.

Gäbe es noch eine Hoffnung – gibt es vielleicht doch noch am Ende ein "Ja?"
- eine "andere Liebe"?

Eine Zukunft für UNS ?


______________________________


1. Liebe

Es war einmal eine Liebe, die war so groß, dass zwei Menschen beschlossen, sie zur Grundlage eines gemeinsamen Lebens zu machen. Sie war geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, Einfühlung und zärtlicher Fürsorge für einander, beseelt von gemeinsamen Gedanken und Träumen und lebendig in lustvoll erotisierenden Neckereien. Aneinander ein Miteinander zu entdecken, beieinander und ineinander sexuell und mental eine emotionale Intimität zu entwickeln, wie sie nie zuvor gekannt hatten war ein Geheimnis dieser Liebe.

Doch selbst diese Liebenden blieben zwei verschiedene Wesen.
Als solche hatten sie bei aller Gunst der Gedanken, Empfindungen und Berührungen doch eine Eigenständigkeit. Sie und Er waren gleichermaßen eigene ICHs – und hatten bei aller Gemeinsamkeit auch manche Interessen, die sie nicht miteinander teilten.

Zunächst bestand darin keineswegs ein Konflikt.
Im Gegenteil – voneinander einander zu berichten bereicherte geradezu das Leben – eröffnete neue Horizonte und Welten!
Sie nahm ihn schließlich mit zum Windsurfing, bewegte ihn sogar, auch einen Kurs zu belegen und am Wochenende mit ihr zum See zu fahren.

Dort am See, mitten unter vielen anderen Menschen, liebten sie sich unter dem am Strand liegenden Segel des Surf-Boards, fühlten den Sand wie das Salz des Lebens und genossen das Geheimnis ihrer besonderen Nähe und solcher exotischen Augenblicke.
„Es ist wunderschön bei dir zu sein!“ flüsterte er zwischen ihren Küssen.
Anstelle einer verbalen Antwort schob sie mit einem sanften Ruck ihr Becken wieder vor und nahm ihn tief – tief – tief in sich an. - Es gab dann auch gar keinen kleinsten Zweifel, er verstand diese wortlose Sprache.
Zärtlich und bestimmt seine Antwort – sanfter Druck und streichelnde Finger, während seine Arme sie umfangen hielten, sie an ihn pressend und ihr fast den Atem nehmend. Ihre Brüste an ihn gepresst pure Lust sprühend und Hitze und weiche, feste, sanfte, warme Haut sich anschmiegend fühlte sie sich zutiefst angenommen und genießt – genießt – genießt!
„Ich liebe dich!“ schrie sie lautlos und doch lauter als aller Schall je hätte sein können.
„Sie liebt mich!“ lief es ihm kalt und warm über den Rücken und machte ihn gierig, sein Becken noch enger gegen ihres zu drängen – noch inner sich zu verschmelzen und eins zu sein mit dieser wundervollen Frau – gar und ganz!


________________________________


2. Gewohnheit

Läge das Ehefleisch alltäglich im Bett neben ihm so nahe, nicht einmal mehr reizvoll empfunden zu werden ?
Wäre ich seine ganz gewöhnliche Gewohnheit geworden und nicht mehr reizvoll genug, gestreichelt zu werden und sexuell attraktiv zu sein – zu nahe liegend und zu einfach, als es eine Eroberung wert wäre?
Wäre ich unattraktiv, einfach weil ich viel zu einfach zu haben wäre?
- „Selbstverständlichkeiten“ bezahlt mann nicht – und wertschätzt auch nicht, oder?

Dabei will ich das Spiel der funkelnden Lust doch noch genauso wie damals, als wir uns unter dem Segel geliebt hatten!

- Liebe mich nicht klaglos bis ans Lebensende – irgendwie!
- Liebe mich lieber nur noch einen ganz kurzen Moment – aber leidenschaftlich!


_____________________________________






3. Fluch des Alltags


„Ich habe Bauchschmerzen.“
„Ich habe Migräne!“
„Ich habe Herpes!“
- ich habe keine Lust auf Deinen Sex !

Wie immer die Ausflüchte auch waren, sie sagen doch nichts anderes als: „Lass’ mich in Ruhe! Mit dir zu schlafen wäre mir keine Lust und keine Freude!“

- Du hast es kapiert!
„Gehe doch zurück in dein Büro, arbeite die ganze Nacht weiter – aber fass’ mich nicht an!“ habe ich leise gezischt.
- „Ehefleisch“ will ich nicht mehr sein: „Lass’ mich in Ruhe!“

***

Wo ist die Zärtlichkeit geblieben, die sanfte Neugier, die gefühlvolle Nähe, einander aufregend im Strudel der Erregung zu riechen, zu küssen, zu fühlen und zu lieben? Wo sind die Blumen geblieben, die Du mir einst geschenkt, ganz der Kavalier – der aufmerksame Liebhaber?

Wo bist Du geblieben – wohin bin ich geraten?

***

Wenn es kalt wird, suchen Menschen Wärme.
- Instinktiv – körperlich und seelisch.
- Wenn die Liebe kalt und herzlos wird, ist es keine Liebe mehr – denn Liebe ist warm und herzlich, einfühlsam und hält alle Kälte fern!
Eine liebende Frau wird deshalb nicht fremdgehen – und ein liebender Mann wohl auch nur schwerlich in Versuchung geraten: was könne gewonnen – und wie viel hingegen könnte verloren werden und zerstört?

Einsamkeit indes kann auch da sein, wo zwei Menschen gemeinsam einsam sind, weil sie den Sinn der Zweisamkeit verloren hätten!

Du hältst mich nicht mehr – Deine Liebe trägt mich nicht länger – Deine Gefühle bieten meiner Seele keine Geborgenheit und Deine Nähe erfüllt mein Herz nicht mehr mit Freude darüber, so nahe bei Dir zu sein.

***

Du bist dem Lockruf erliegen – betrittst den dunklen Weg und folgst der Beschreibung. Viele Hütten stehen wie Schatten im nächtlichen Schrebergartenland – düster und unbewohnt. Doch in einer dieser Hütten wartet die Versuchung, wartet eine fremde Lust.
Du findest die Laube, Du öffnest die Tür und betrittst den unbeleuchteten Raum. Durch das einzige kleine Fenster dringt zu wenig Licht, als Du etwas erkennen könntest. Aber ihre Nähe spürst Du dennoch sofort. Du kannst die Wärme ihres Körpers wie Strahlen der Sonne geradezu fühlen: die Frau, die hier auf Dich wartet.
„Hi!“ flüstert sie, und ihre Stimme, nur dieses eine Wort hauchend, klingt so unendlich aufregend.
Alle Zweifel daran, ob sie tatsächlich hier wäre vergehen – sie ist da!
Du kannst sie riechen – ein mildes Parfum, auf ihrer Haut lebendig gewordene olfaktorische Botschaft, ein schwerer Nebel von Pheromonen, dich gefangen nehmend – gar und ganz!

Dann ist sie bei Dir, ihre Hand berührt Deinen nackten Unterarm, streichelt weich und warm daran entlang, ehe sie beide Arme um Dich schlingt, und mit einem Mal ihr ganzer Körper Dich berührt – heiß – heiß – unendlich heiß!
Unwillkürlich haben auch Deine Arme die schlanke Gestalt umfangen, fühlen den straffen Körper im engen Kleid. Sie ist groß – beinahe so groß wie Du selbst, stellst Du überrascht fest. (Du kannst in diesem Moment nicht ahnen, wie hoch ihre Absätze wohl sind ...)

Ihre Wange berührt Dein Gesicht – Funken könnten springen, so angespannt bist Du – und sie vielleicht auch ?
Suchend und findend gleiten Deine Hände über ihren Rücken, ihren Po und über das Ende ihres kurzen, engen Rockes auf den Ansatz ihrer Beine. So warm und glatt ihre Haut, so straff und doch weiblich die angespannten Muskeln, so weich und sanft alle Signale, die dieser Körper Deinen tastenden Fingern verrät!
Die Hände wieder nach oben schiebend rutscht der Stoff des Kleides mit – und höher und weiter – und Du erkennst, dass sie nackt ist unter diesem Kleid. Sie trägt keinen Slip, kein Höschen – nur NIX !

- Die Erkenntnis trifft Dich wie ein Paukenschlag!

Doch auch ihre Hände sind unter Dein Shirt gedrungen, streicheln Deine Brustwarzen und überraschen damit, wie sensibel Du selbst diese Berührung empfinden kannst. Ihre Lippen flüstern fast unhörbar mystische Beschwörungen und tanzen dabei über die Haut Deines Gesichtes, scheinbar zufällig berührt ihr Gesicht Dein Gesicht und verzaubert Dich gar und ganz ...


___________________________


4. Fetisch


„Gib’ mir etwas von dir!“ fordert sie.
„Was willst du ?“
„Eine Locke!“
Leise nur denkst Du: „eine schwarze oder eine silbergraue?“

„Schließe die Augen!“ sagt sie. Dann zündet sie eine Kerze an, nimmt eine Schere, die schon bereit gelegen hatte und schneidet, hinter Dir stehend, Dir einige Haare ab ...

Dann verlöscht die Kerze wieder.

***

Sie streift und haucht ihre Magie auf Deine Haut, sie ruft alle Geister Deiner Lust – auch die scheuen, schüchternen und ängstlichen Träume und Wünsche Deines Lebens aus den Tiefen hervor!
Sie ist Magierin der Empfindsamkeit, malt Mandalas aus den tiefsten Wunschträumen und geheimsten Gedanken in die Lustbarkeit der so verbotenen Gegenwart dieser geheimen Begegnung.

Niemals hättest Du erwartet, mit diesen Seiten Deiner eigenen Persönlichkeit derart konfrontiert zu werden: mit Unsicherheit, Angst und Erinnerungen an die Augenblicke im Leben, auf die Du im Nachhinein liebend gerne verzichten würdest!
Doch genau in dem Augenblick, wo Du Dich schwach fühlst, Dir der Tatsache von Versagen bewusst wirst, da hat ihre Hand Dein Geschlecht ergriffen.

Sie hält in diesem Augenblick ein halberschlafftes Glied in ihrer Hand:
Sie erfasst alle Angst, allen Schrecken, alles Ungemach.
Sie, ausgerechnet sie – die zu enttäuschen Dir schier unvorstellbar wäre!
Sie, die Dir so erotisch nahe gerückt ist fühlt nicht Deine Stärke, Deine Siege, Deine Glorie!

Einen Moment siehst Du Dich selbst wie im Spiegel des Lebens – ganz Dich, wie Du bist – nicht, wie Du sein möchtest.
In diesem Moment, Dich selbst anzunehmen, kehrt die Kraft zurück.

***

Eva ist da – Eva ist nahe – sie will nicht besiegt und erobert werden – sie will nicht kämpfen, sondern lieben. Sie nimmt Dich an – auch ohne Paradies – sie gibt Dir den Apfel – und erträgt fortan alle Schmerzen der göttlichen Verfluchung!


____________________________


5. verwunschenes Geheimnis


„Schenke mir einen Fetisch!“ hatte sie verlangt. - Zum zweiten Treffen solltest Du dieses spezielle Geschenk mitbringen:
- Etwas, das ganz persönlich ist, ganz Dein – Du sollst es ihr überlassen!
Keine Perlenkette vom Juwelier, keine goldenen Ohrringe und keinen Ring. (Den trägst Du ja längst und hättest ihn nicht erneut zu vergeben!) ...

Ihre Zärtlichkeit scheint jeden geheimsten Deiner Wünsche zu kennen, jede Regung Deines Körper bereits vorweg zu ahnen – und jede Lust und Freude bereiten zu wollen, die Du Dir nur vorstellen kannst!

Gnade Dir, einer solchen Frau begegnet zu sein!

***

„Was ist es ?“ fragt sie neugierig, in der Dunkelheit in die Hand gelegt bekommend, was Du ihr mitgebracht hast.
„Es war einmal das Geschenk meiner Kindergärtnerin. Vier Jahre alt wollte ich damals nicht mehr in den Kindergarten gehen. Da hat Schwester Inge mir diesen Fetisch geschenkt und gesagt: wenn ich ihn bei mir habe, würde ich nie wieder Angst haben im Kindergarten.
- Sie hatte recht!

Bis heute habe ich diesen Fetisch bewahrt und behütet. Ich bin nicht abergläubisch, ich treibe keinen Kult um solche Dinge! Wenn du nach einem Fetisch in meinem Leben fragst, dann fällt mir nichts Wichtigeres ein als diese kleine Kette – und die Erinnerung an Schwester Inge!“

Verzückt hat sie Dir zugehört. So eine schöne Geschichte – solch einen wundervollen Fetisch hatte sie gar nicht erwartet.
„Hast du sie geliebt?“
„Ich war vier Jahre alt!“ ist Deine Antwort ...

***

Gibt es ein geheimes Wissen um die richtigen Wege des Lebens?
Hätten Priester, Ärzte oder Lehrer einen besonderen Plan?
Wären Kindergärtnerinnen prägend und geradezu unerkannt bedeutsam ??


_____________________________


6. Prostitution ?


“Sex as Sex can go by...”
Ihr seid beieinander, Ficken ist das Thema – vaginal, oral, anal …
“Sex as Sex can go by ...”

... wieder heimlich in dieser Gartenlaube – und Deine Erregung ist ungetrübt!

Was berichtet Ihr Euch, was kann sie erzählen, das Dich so sehr interessiert? Du darfst sie nicht einmal ansehen – immer ist es dunkel! Vielleicht ist sie hässlich, vielleicht ist sie aussätzig?
Hast Du das bedacht?

Wieso gehst Du zu dieser Frau?
Warum wie ein Dieb in der Nacht?

***

Warum hast Du dieser Frau von Schwester Inge erzählt? Es war ein so persönliches, so kleines und großes Geheimnis, so alt und so märchenhaft schön – und so unwiederbringlich! Wie konntest Du es weggeben, wie konntest Du dieses Geheimnis verraten?
Nicht einmal mir hattest Du je davon erzählt.
- Mag sein, ich hätte gelächelt, mag sein ...
Aber es ihr erzählt zu haben und niemals zuvor mir, das tut mir weh!



_______________________________


7. Erkenntnis


Der dritte Abend in dieser Schrebergartenlaube – und mit dieser Frau, die Dich lockt!
Wieder schleichst Du im Dunklen durch die herbstliche Stille, Geilheit in der Hose und so viel Hoffnung, so viel Liebe in Deinem Herz!

Fast traust Du Deinen Augen nicht: da ist Licht in der Laube!
Nicht wirklich erleuchtet – doch ein kleiner Schimmer dringt Dir entgegen und ruft Deine Sinne.

Dieser Augenblick – erstmals die Türe der Schrebergartenlaube ins Licht hinein öffnen zu dürfen – ist aufregend.

Bisher war sie so scheu, war sie liederlich und beinahe obszön hingebungsvoll – aber auch unsichtbar in der Dunkelheit geblieben.
Jetzt würdest Du sie sehen?!

Doch als Du die Türe öffnest, musst Du fast im gleichen Moment erkennen, dass sie gar nicht da ist.
Es ist wie ein Peitschenschlag über Deine intimsten Gefühle und Wunschträume!

Sie hat Dich hergelockt, Sie hat Dich verführt, verzaubert und begeistert. Sie hat Dich an einen Abgrund geleitet und von dort wieder weggezogen!

Doch wäre da nicht Gram – sondern Gnade ?

***

Sie ist nicht da, nicht hier, nicht jetzt in dieser Laube – und all Deine Geilheit erstarrt, alle Hoffnung wird Frust, alle Stimmung fällt auf einen Tiefpunkt Deines inneren Gefühlsbarometers.

Sie hat Dich herausgefordert – sie hat Dich erobert – sie hat Akzente gesetzt!

Eigentlich hattest Du immer darauf gewartet, dass eine Frau Dir einmal sagt, was sie will!
- Nicht alltäglich – sondern erotisch!
- Nicht sexuell, sondern emotional!

„Berühre mich zärtlich, ohne mich einfach nur ficken zu wollen!“
- Unvorstellbar?
- Unvorstellbar jedenfalls – für einen Mann?

„Sei lieb´, ganz ´lieb zu mir!“
- Küss’ mich, beschmuse mich, streichle ich sanft und habe mich einfach lieb’!

„So gut du mir tust, so sehr liebe ich dich!
- Jeder Zärtlichkeit will ich mich entgegen bäumen, meinen Körper hingeben, mich öffnen – gar und ganz!
Erkenne mich, erlebe mich und erfahre mich!

Ich bin, die Dich liebt!“

***

Als Du die Tür geöffnet und die kleine Kerze gesehen, wusstest Du sofort: Sie ist nicht da. - Sie war da.
Was ahnst Du ??

Wie geil sie gewesen, wie gierig ihren Körper Dir präsentiert, wie lüstern gestöhnt, Ihr miteinander Sex gehabt habend!
... und nun?
Wo ist sie, was bleibt, welche Zukunft für diese Beziehung?

Vergangen –
Verloren –
...

***

Du besinnst Dich und erkennst:
Du bist ein verheirateter Mann.
Du bist gebunden, gefesselt , geknebelt und verkauft.

Du bist MEIN Ehemann ...

Wie langweilig ist es daheim!
Du beobachtest mich, Kakteen umtopfend, die Petersilie schneidend und Unkraut zupfend.
Ich bin die „Gärtnerin“ - ich bin die alltägliche Frau !!

Du betrachtest in der schlichten Kombi meine kleine, schlanke Gestalt, erinnerst Dich an diese große, schlanke Frau in der Laube und vergleichst mich mit ihr.



_______________________________________


8. Finale


Du erinnerst Dich an die Nächte – diese Nächte mit ihr..
Welche Orgie!
Du denkst zurück an Schmerz und Glück, an totale Versuchung und Hingabe!

Doch jetzt ist sie weg – Du hat keine Anschrift, keinen Namen, keine Handy-Nummer. In der Schrebergartensiedlung bist Du ein Fremder – gehst Du am Tag dorthin, siehst Du aus wie ein Dieb aus der Nacht!

Dir bleibt nur vage Erinnerung – an eine große, schlanke Frau, an weiche, warme Haut auf Deiner Haut, an leidenschaftlichen Sex, hemmungslos, hingebungsvoll und jedes Detail Deiner Lust gelebt habend.

***

In einem kleinen, geheimen Umschlag – irgendwo – liegt Deine Locke und der Fetisch von Schwester Inge. Irgendwo und nirgendwo ...
Welche Bedeutung hätten diese Dinge noch?

Ich habe Dich gereizt – und Du hast gesagt, Du liebst mich nicht mehr.

- Liebe mich nicht ewig weiter nicht –
sondern voller Leidenschaft nur eine dritte Nacht
- nur diese eine Nacht noch ...
- Erinnerung für eine Ewigkeit!


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mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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Law
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Registriert: Not Yet

Hallo Aceta,

nun war ich von dem ersten Buchteil schon ein wenig angefüttert und verwöhnt. Deshalb las ich das von Dir nun sofort. Allerdings, ob das unter erotisches stehen sollte, ist für mich zu hinterfragen. Das ist eher eine schöne Episode aus dem Bereich der zwischenmenschlichen "allgemeinen" Ehezuwendungen. Ob eben die geforderte Anerkennung und Aufmerksamkeit an die Protas, nun erotisch ist, bleibt abzuwarten. Sicher wird sich hoffentlich durch einen "Switch"
in der Beziehung Erotik ergeben, aber so denke ich an nen normalen Kerl wie mich, der mit ner Kravatte nach Feierabend durchs Haus läuft und seine Frau evt. nicht wahrnimmt, weil er irgend einen Berufsärger im Kopf hat. Ich finde es trotzdem deshalb gut, weil ich mich in den Fragen der Protagonistin wiederfinde und evt. meine Frau auch wiederfinden würde.
Aber wenns ein Roman ist sind wir eben noch weit von der erotischen Stimmung und dem Vorspiel, bzw. von der dann hoffentlich operativen Umsetzung in Handlungen, entfernt.

Ich nähme es hier raus und stellte es in ein anderes Thema, dann kriegst Du evt. mehr Feedback, weil so sucht jemand Erotik und findet sie nicht, oder?

gruß
Law

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KennyLynn
Hobbydichter
Registriert: Aug 2006

Werke: 4
Kommentare: 14
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Hallo Aceta,

wieder einmal ein toller Text gelungen, Du Zauberin der Seelen. Schön auch mal solche Sichtweisen und Überlegungen in einen so guten Rahmen zu packen.

.......aber ist das nicht eher das "Aceta Prinzip"?

Ich finde es toll wie Du immer wieder diese Dinge in Worte kleidest, sie bunt und elegant zum nachdenken und zum verschlingen darlegst, eine Freude zum lesen.
Freue mich schon auf deinen nächsten Streich.

LG
Kenny

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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 122
Kommentare: 715
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1. Fortsetzung ...

Hallo Law,
hallo Kenny,

Danke für Eure bereits nach dem ersten Teil eingestellten ermutigenden Kommentare!

Hier nun, wie angekündigt, die 1. Fortsetzung (ist an den vorherigen Text als Verlängerung angehängt) ...

Aceta
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mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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Law
Guest
Registriert: Not Yet

@ Aceta,
also das gefällt mir sehr sehr gut. Schade das ich das nicht geschrieben habe. Schöne Zusammenhänge der Partnerschaft im ersten teil, auch die Formulierung mit dem sich gegenseitig von sich berichten Erzählen. Dann das Erotische was sehr schön mit dem vorgeschobenen Becken dann die Lust.

Genau mein Ding. Das Buch muss ich haben. ich denke wenn es so weitergeht ist Dir was sehr gutes gelungen. Etwas was ich auch versuche zu erreichen. Eine Symbiose zwischen der Lust und der Liebe, der Erwartung, dem was tatsächlich gegeben wird und die emotionen die während der Lust entstehen ausser der reinen (sorry) Geilheit. Eben auch die Sucht nach Nähe, Wärme, Verständnis, eben dass was den Sex oder die Erotik komplett macht und komplex. Das was viele wirklich suchen und mehr ist als die Beschreibung des Sexes, sondern ein Motiv, ein Trau, Besitzanspruch, Romantik, erobern wollen.
Ich werde auch weiter versuchen diese Klaviatur besser zu beherrschen. Du machst das für mich schon ganz ganz toll, wobei ich selbst gern widerlegen möchte, dass das nur Frauen können.

LG
LAW

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Law
Guest
Registriert: Not Yet

@ Aceta,

auch die zweite Ergänzung ist gut. Und auch diese reflektiert sicher den Hauptgrund der ausserehelichen Frauenabenteuer.
Die verlorene Wahrnehmung der selbstverständlichen Schönheit.
Ich behaupte dass ich eine sehr attraktive Frau habe und doch gab es Phasen in denen einen soviel am anderen stört, als Art, dass man diese Schönheit weder wahrnehmen noch wertschätzen möchte. Das geht Männer glaub ich nicht anders als Frauen. Nur wie legt Deine Protagonistin den Schalter in der Story um das interessiert mich. Oder der Mann, wie geht die Story..muss sie auf Weibchen machen und sich in Strapsen vorm Kamin räkeln, während er mit ein paar freunden und einem Kasten Bier durch die Tür Stürmt, oder er evt. sogar der Mann der Galan der sich werbend bewegt und nach dem geäusserten Misstrauen wie: "He willst Du nur zwischen meine Beine oder hast Du Dich wirklich verändert" souverän verhält ohne das Gefühl in sich zu tragen, wie es ein Glas schnellgetrunkenes Glaubersalz, in einem auslöst.

Bin da sehr gespannt!!

LG
LAw

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