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Leselupe.de > Gereimtes
Drum eile nicht
Eingestellt am 15. 10. 2009 18:04


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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1537
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Drum eile nicht


Wie schnell sind die, die gestern noch gel├Ąstert haben,
Am n├Ąchsten Morgen mausetot und rasch begraben!
Es glaube keiner, er sei dauernd sakrosankt:
Wer solches denkt, der ist pfeilschnell an Krebs erkrankt,

Den trifft der Schlag inmitten einer gro├čen Sause
Und setzt der Herzinfarkt aus dem Galopp auf Pause.
Es h├Ąlt nicht einer ewig, nicht mal tausend Jahre,
Und mancher schafftÔÇÖs sogar vom Mutterleib zur Bahre.

Es k├Ânnte dies Dein letztes Innehalten sein:
Drum eile nicht. Der Tod macht auch die Gro├čen klein.
Und schau um Dich, erkenne die, die Dich nur lieben.
Sie w├Ąren es am End, die Dir gewogen blieben.

Der Ruhm ist eitler noch als Hast und Geld und Streben
Und viel verg├Ąnglicher als Freundschaft und Vergeben.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 15. 10. 2009 18:04
Version vom 20. 10. 2009 12:02

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Carina M.
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2009

Werke: 250
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Hallo Walther,

einfach mal innehalten und nachdenken, sich nicht vom Strom der Zeit mitrei├čen lassen und sich nicht selbst verlieren.

Das hast du sehr gut verdichtet.

Liebe Gr├╝├če,
Carina

__________________
Alles was ich schreibe ist haschen nach Wind

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10342
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Lieber Walther,

Ja, Freundschaft und Vergebenk├Ânnen und um Vergebung bitten k├Ânnen alle denen man oft unwissentlich, manchmal auch absichtlich etwas zu Leide getan hat, das sind die gro├čen Dinge, die zum Schluss z├Ąhlen, ganz egal auf welchem Hintergrund man sie sich erworben hat, ob da die Religion eine Rolle spielt, die Lebenserfahrung oder einfach nur ein gro├čes Herz, das der Himmel jemandem in die Wiege gelegt hat.

Aber in den Scho├č f├Ąllt einem das auch nicht gerade. Es will ein Leben lang ge├╝bt sein und deshalb sollte man von Zeit zu Zeit ein wenig nachdenken, wie man sich verhalten hat.

Hektik ist das Problem unsrer Zeit. Immer mehr Firmen gehen dazu ├╝ber, ihre Mitarbeiter maschinell ├╝berpr├╝fbar zu machen, ob sie w├Ąhrend der Arbeitszeit nur ja kein privates Wort an einen Mitarbeiter gerichtet haben. Aber ein gutes Betriebsklima w├╝nschen sich die Vorgesetzten trotzdem. Wie soll das gelingen?

Und wenn der Arbeitnehmer dann mal wirklich Zeit hat,liegt ihm die Hetze derma├čen in den Knochen, dass er auch jetzt irendetwas Sinnvolles unbedingt tun muss und schon ist auch der Sonntag so verlaufen wie alle Wochentage.

Innehalten, gut, dass Du an diese M├Âglichkeit, die schlie├člich jeder auch irgendwann hat, aufmerksam machst!
Ansonsten flott gereimt, wie immer.

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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HarryHaller
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Nov 2001

Werke: 20
Kommentare: 41
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Lieber Walther,

ich bin Neuling hier und kann mangels erlerntem Lyrikwissen nur emotional kommentieren:

Mir gef├Ąllt Dein Gedicht sehr gut, es hat eine angenehme Intensit├Ąt der Bilder.

Einen kleinen Vorschlag h├Ątte ich vorlauterweise dennoch:

quote:
Wie schnell sind die, die gestern noch gel├Ąstert haben,
Am n├Ąchsten Morgen mausetot und rasch begraben!
Es glaube keiner, er sei dauernd sakrosankt:
Wer solches denkt, der ist pfeilschnell am Krebs erkrankt,

die letzte Zeile ├Ąndern in :

quote:
Wer solches denkt, ist pfeileschnell zum Tod erkrankt,

Das klingt wirklich pfeilschnell (bei dir mach ich beim Lesen nach "der" eine kleine Pause und das bremst mich in der Zeile) und schreckt auch etwas mehr, da Krebs ja z.T. heilbar ist.


Soll nur ne kleine Anregung sein, ich bin weit davon ab zu glauben, ich k├Ânnte es besser...

Liebe Gr├╝├če
Eric
__________________
Nosce te ipsum...and keep your bones alive

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Spaetschreiber
???
Registriert: Sep 2009

Werke: 33
Kommentare: 472
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Lieber Walther. Eine sch├Âne Geschichte!!! Du wei├čt ja, ich liebe derartige Gedanken.
Nur hab ich immer so ein Holpern beim laut lesen. Ich wei├č auch nicht genau woran das liegt und kann es wirklich gar nicht in Worte fassen. Ich glaube nicht, dass ich schriftlich erkl├Ąren k├Ânnte wo denn der Stolperstein nun liegen k├Ânnte. Du kannst das ja immer so gut. Daher hab ich einfach die f├╝r mich einfachere Variante gew├Ąhlt und Dein Gedicht ein wenig umgebastelt. Es betrifft die erste und die dritte Strophe.
Vielleicht ist der Gesamtrhythmus nun im Eimer, aber was solls. Vielleicht hilft ja diese, meine, kleine Idee irgendwie weiter.

Wie schnell sind die, die gestern noch gel├Ąstert haben,
Wer solches denkt, ist pfeilschnell fix an Krebs erkrankt,
Es glaube keiner, er sei dauernd sakrosankt:
Am n├Ąchsten Morgen mausetot und rasch begraben!

Den trifft der Schlag inmitten einer gro├čen Sause
Und setzt der Herzinfarkt aus dem Galopp auf Pause.
Es h├Ąlt nicht einer ewig, nicht mal tausend Jahre,
Und mancher schafftÔÇÖs sogar vom Mutterleib zur Bahre.

Es k├Ânnte dies Dein letztes Innehalten sein:
Drum eile nicht. Der Tod macht Gro├če feig und klein.
Und schau um Dich, erkenne die, die Dich nur lieben.
Sie w├Ąren es am End, die Dir gewogen blieben.

Der Ruhm ist eitler noch als Hast und Geld und Streben
Und viel verg├Ąnglicher als Freundschaft und Vergeben.


Lieben Gru├č
Tom

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Carina M.
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2009

Werke: 250
Kommentare: 1280
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Ein Wort noch zu diesem Text.
Ich kann beim Lesen - mit den passenden Pausen - keine Solpersteine finden.
Alles kling rund.
Bitte nicht verschlimmbessern.

Liebe Gr├╝├če,
Carina
__________________
Alles was ich schreibe ist haschen nach Wind

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1537
Kommentare: 9781
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Liebe Vera-Lena,

danke f├╝r Deine lobenden Worte. Es handelt sich um einen sechshebigen Jambus, der nat├╝rlich etwas getragen daherkommt. Aber damit entspricht der Rhythmus ja auch dem Thema.

In der Tat sollte man sich der Tatsache erinnern, da├č das letzte Hemd keine Tasche hat. Allerdings denkt man daran wohl eher selten heutzutage.

Lieber Gru├č W.

Hallo Harry,

danke f├╝r Deinen Vorschlag. Ich habe einen Mittelweg zwischen dem Deinen und den von Tom gew├Ąhlt.

Vorlaut w├╝rde ich Deinen Eintrag nicht nennen. Es gibt nichts, was man nicht verbessern k├Ânnte, und jeder Vorschlag enth├Ąlt ├╝berlegenswerte Anregungen.

Bester Gru├č W.

Hi Tom,

wie Du siehst, habe ich Deinen 2. Hinweis oben umgesetzt.

Den ersten habe ich teilweise ├╝bernommen. "fix" und "pfeilschnell" w├Ąren jetzt einer Verdreifachung des Adverbs "schnell". Daher habe ich davon abgesehen, obwohl ich verstehe, warum Harry und Du gerne eine ├änderung h├Ątten. Es geht um das Relativpronomen, das man eigentlich ben├Âtigt.

Lieber Gru├č W.

Hallo Carina,

so habe ich, hoffentlich, allen Anliegen Rechnung tragen k├Ânnen. Danke f├╝r Deine Ermutigung, bei Ursprungstext zu bleiben.

Bester Gru├č W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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