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Leselupe.de > Anonymus
Drunten im Wiesengrunde
Eingestellt am 18. 06. 2009 06:31


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Anonymous
Unbekannter Verfasser
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Drunten im Wiesengrunde...


Drunten im Wiesengrunde weidet der Wasserb├╝ffel, entfernter Nachkomme der Stiere von Baschan und Babylon, in der katholischen Seitenlinie fr├╝h ins ekklesiastische Halbdunkel prononcierter Sinngebungen geraten, hatte er in einer sacerdalen Einrichtung strengster Observanz zu Nutz und Frommen heranwachsender B├╝ffel frohgemut deb├╝tiert, ├╝ber Augustin geh├Ârt, der gelehrt, dass in Kappadokien der Wind die Stuten schw├Ąngere (hierin heiligm├Ąssig) und in kluger Beachtung gerontologischer Prozesse der Unkeuschheit die saftigen Zeiten des Lebens zugewiesen hatte (hierin kurial), war auch unterrichtet worden, wie der heilige Ambrosius der aufseufzenden Natur in der Umgebung Mailands gelauscht, diebus ac noctibus iniurias patiens ingemiscit, sowie die Witwenschaft der Turteltauben und die Jungfr├Ąulichkeit der Geier als g├Âttlichen Wink f├╝r das Verhalten der Gl├Ąubigen hingestellt hatte, worauf der B├╝ffel, dem nicht die gl├╝hende Ahnung (der ardor praesagii) des Vorgenannten beschieden war, zu den genuinen Bockspr├╝ngen seiner Gattung zur├╝ckfand und sich aus dem Staube machte (obwohl man ihr ermuntert hatte, pr├Ąventiv noch die Gebeine des Palmesels Jesu in Verona oder dessen Kot im Reliquienschatz des Klosters Gr├Ąfrath bei K├Âln, subeventuell die im Erzbistum Mainz aufbewahrten Federn und Eier des Heiligen Geistes zu besichtigen), f├╝rderhin voll Hintergedanken in den stillen Abendstunden nach den f├╝gsamen K├╝hlein ging, wobei ihn seine Belesenheit zustatten kam, das Schickliche apart zu erweitern (der Ritus des Melchisedech, die klandestinen Gef├Ąlligkeiten K├Ânig Davids, das Lied der Lieder und die Sauereien Salomos, die ├ťbergriffe des angetrunkenen Lot, die Kuppen Kybeles und die Mulden Mari├Ą, die Seitenspr├╝nge der Scholastiker und der Nachfolger und Gegennachfolger Petri, die letzten Seufzer der hl. Thekla und Bunuels), in reiferen Jahren noch die indische Art der Erleichterung in den verschlungenen Schatten des breitbl├Ąttrigen Mangos kennen lernte und die attische Raserei, welche allerdings ungebr├Ąuchlich geworden ist, seit Sappho damals ├╝ber den leukadischen Felsen driftete, und als er schliesslich, vor├╝bergehend modisch gestimmt, in den pontinischen S├╝mpfe, die er trockengelegt fand und die B├Ąder von Lucca bereits vereinnahmt, einen ernsthaften Versuch der Selbstfindung unternahm, stand er sich sozusagen selber als Landb├╝ffel gegen├╝ber, ein unargonautisch wasserb├╝ffelfremdes Befinden, das aber folgenlos blieb, weil nie der Geist des Herrn ├╝ber ihn gekommen war, das heisst er sich stets durch seine eigenen Fragen und F├╝rze bedingt sah und an der Zirbeldr├╝se bereits Verkalkungen eingesetzt hatten, weshalb er unreligi├Âs geworden war, von zottiger Kontingenz in Tun und Lassen, den andalusischen Arenen zwar entronnen, wie weiland seine Vorfahren den Scheiterhaufen der Suprema, welches seine Abneigung erkl├Ąrte gegen stark beleuchtete Szenen und dazu f├╝hrte, dass er Bayreuth immer standhaft rechts liegen liess, was alles ihm das Missfallen jener Artgenossen eintrug, die, Glaukopis A. sei Dank, sich rhapsodierenden B├╝ffel schon gar nicht vorstellen k├Ânnen, waren und sind diese doch, wie man weiss, arglos und fromm, befinden sich in einem immerw├Ąhrenden Zustand des Katechumenats, unabl├Ąssig (nomen agentis) in das und aus dem Wasser steigend, bis sie, bl├Ąh- und wunders├╝chtig geworden, in Lourdes Erf├╝llung finden (o ihr Heiligen droben), dieweil der unsrige sanftknarrf├╝ssig dahintrottet in den schweren tellurischen D├╝ften des umbrischen Hains, wo die unstete Taube des Heiligen Geistes von den sesshaften Eulen gefressen und den mephitischen D├╝nsten zum Opfer fallen w├╝rde, welche aber den phrygischen Nymphen f├Ârderlich sind, und hinstrebt alle fonti del Clitunno, zu den Rindertriften Jupiters und der Heimstatt seiner summenden Bienen, und noch nie hat, in die sch├Ânen Worte des begnadeten James gefasst, ein so sensibler Bulle so gelassen auf die G├Ąnsebl├╝mchen geschissen und die reichen Krustierungen der Zeit gemehrt!

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