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Leselupe.de > Gereimtes
Du Narr
Eingestellt am 18. 12. 2000 11:33


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pilgrim969
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2000

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Du Narr

Oh, welch ein Narr musst du wohl sein,
nicht zu sehen, jene lautlosen Tränen in ihrem Gesicht.
Bist du doch auch der Grund f√ľr manche dieser,
so sucht sie dich doch. Trotz allem liebt sie dich!

Und dann fliehst du vor ihr in den Alkohol,
du w√ľrdest sonst wohl ihrer Tr√§nen gewahr werden m√ľssen.
Und doch wär's deine, dir selbst auferlegte Pflicht,
w√§r's deine Aufgabe, sie ihr von den Augen, von der Seele zu k√ľssen.


Oh, welch ein Narr musst du wohl sein,
dich abzuwenden, wenn sie deiner Hilfe am meisten bedarf.
Warum lässt du sie in sich fallen, sich in ihr selbst verlieren?
Warum hältst du sie nicht von ihrem Selbstzerstörungstrieb ab?

Und sucht sie auch bei mir und anderen Freunden Trost und Rat,
so solltest der beste Freund wohl du ihr sein,
stets ein offenes Ohr, stets bereit ihr zuzuhören,
letzten Endes niemals z√∂gern f√ľr sie da zu sein.


Oh, welch ein Narr musst du wohl sein,
dir selbst näher zu sein als ihr, wenn sie deine Nähe sucht.
Ich w√ľnschte es w√§r' eine ihrer Tr√§nen einmal nur f√ľr mich,
es wär' nur einmal der Gedanke an mich stärker, als jener an dich.

Und so hab ich sehnlicher mir wohl noch nichts gew√ľnscht,
als zu sein an deiner Statt, zu hören wie sie meinen Namen ruft.
Und ich w√ľnschte sie f√§nde in meinen Armen Trost, Geborgenheit -
und Liebe, die sie in deinen schon so oft vergebens sucht'.


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aus Kleinigkeiten (2.2000 - 8.2000)

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Feder
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Hallo Pilgrim,

die Liebe ist nicht logisch. Liebe wird nicht vom Kopf gesteuert. Dies ist einerseits gut, andererseits w√§re manchmal w√ľnschenswert, Situationen, die man √§ndern m√∂chte, auch beeinflussen zu k√∂nnen. Gef√ľhle schlie√üen dies aus. Sie kann man nur geben und hoffen, dass sie genug sind.

Lb. Gr√ľsse,
Feder

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