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Leselupe.de > Ungereimtes
Du bist weg
Eingestellt am 08. 01. 2008 20:55


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Eve
Routinierter Autor
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Du bist weg.


In der Luft noch ein Rest
deines Parfums,
Schritte auf dem Weg hinaus.

Die Tür fällt ins Schloss,
setzt einen Laut unter die Stille
unseres letzten Gesprächs.

ZurĂĽck bleibt
ein leerer Raum.

Version vom 08. 01. 2008 20:55

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Waldemar Hammel
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Auflösung des olfaktorischen Animismus
Fading der akustischen Anwesenheit
Leere des seelischen und optischen Raumes

(Empfindungen und Erlebensweisen bei Abschieden, die einem nahegehen, und sowas kennt jeder)

Der Text formal einwandfrei, inhaltlich auffallend gekonnt durchkonstruiert, die Bilder sind schlüssig und sensibel, und sie steigern sich in der transportierten Intensität bis zum "finalen Schweigen auf quasi allen Kanälen" = blackout total, ein Volltreffer-Abschied wird hier geschildert. Kein Wort zuviel, und keines zu wenig.

Mein Kompliment an "Eve" für diesen sprachlich sehr schönen Text !

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Eve
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@ Haki

Hallo Haki,

danke fürs Lesen ... im engeren Sinn spricht der Text nicht von einer gerade erlebten Situation, im weiteren hat sicher jeder schon einmal den anderen gehen gehört mit dem Wissen, er kommt nicht zurück. Dieses Gefühl wollte ich einfangen und beschreiben.

Deinen Vorschlag kann ich hier nicht übernehmen, da ich finde, der Gegensatz zwischen Gespräch (in dem normalerweise jemand spricht) und der Stille muss bleiben, um die Sprachlosigkeit zu betonen.

Ich verstehe, was du mit „Erklärung“ im letzten Vers meinst, dennoch denke ich, dieses Ende (als leise Ausleitung des vorigen Aufbaus einer Situation) sollte bleiben ... als physisches Bild (das Zimmer) und als metaphorisches (in mir).

Danke fĂĽr deine Anregungen, die mich dazu gebracht haben, nochmal alles zu ĂĽberprĂĽfen ...

Liebe GrĂĽĂźe,
Eve

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Eve
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@ Waldemar

Hallo Waldemar,

vielen Dank fĂĽr deinen tollen Kommentar und die positive Bewertung! Es freut mich, dass der Text genauso ankommen konnte, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ist ja bei bestimmten Themen nicht immer so einfach, das Abdriften ins Pathetische zu verhindern ;-)

Mit dem olfaktorischen Animismus hatte ich so meine Schwierigkeiten (gebe ich zu) – aber es bedeutet wohl ungefähr, dass man den anderen auch um sich spürt, riecht, schmeckt, wenn er nicht physisch anwesend ist? Oder liege ich da komplett daneben?

Viele GrĂĽĂźe,
Eve

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Eve
Routinierter Autor
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Hallo Manfred,

freut mich, dass der Text dich erreichen konnte und danke für deine Rückmeldung – Waldemars Kommentar ist tatsächlich hammermäßig ;-)

Beim Weglassen des „ein“ (ein leerer Raum) habe ich eher das Gefühl, dass der Satz dann im Verhältnis zu den vorigen Sätzen/Strophen zu kurz, fast schon abgehackt klingt. Die anderen Sätze sind ja eher „ausführlich“ gehalten, von daher möchte ich es ungern streichen. Ich lass es mal über Nacht wirken ... ;-)

quote:
In der Luft noch ein Rest
deines Parfums,
Schritte auf dem Weg hinaus.

Die Tür fällt ins Schloss,
setzt einen Laut unter die Stille
unseres letzten Gesprächs.

ZurĂĽck bleibt leerer Raum.

Hmmm, es ginge – ist mir aber als letzter Satz doch eine Spur zu abgehackt. Obwohl du mit deinem Hinweis Recht hast, dass die Deutung dann noch offener wird. Allerdings ist sie ja in der jetzigen Version auch in mehrere Richtungen offen (der Raum in mir und der Raum als physischer Raum).

Viele GrĂĽĂźe,
Eve

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