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Leselupe.de > Ungereimtes
Du, jetzt
Eingestellt am 19. 03. 2009 08:24


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jon
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Du, jetzt

Es trug sich zu,
dass Stille in dich zog.
Dass der Vulkan
sich begrünte und Bäume zu dulden begann.
Dass der See sich öffnete
und Schlund und Zenit
spiegelnd zusammenführte
auf Augenhöhe.
Dass das Heute nicht mehr nur
das zwischen gestern und morgen ist,
sondern dauert.
Bis zu dem Tag,
an den ich nicht denken will.

Zeit ist endlich geworden.


__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

Version vom 19. 03. 2009 08:24
Version vom 05. 04. 2009 11:41
Version vom 09. 04. 2009 13:57

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lapismont
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Nach den ganzen Dass hab ich ja ein Bis(s) erwartet.

Wunderschön romantisches Gedicht, der Schlussvers aber ist noch nicht optimal. Zum einen wiederholt er ja teilweise die vorhergehende persönlichere Feststellung und nimmt mit seiner lapidaren Phrasenhaftigkeit etwas von der Wirkung.

Ich versteh es so, dass Du hier eine Art Unbekümmertheit beendet sehen willst. Bisher war Zeit unwichtig, immer da. Nun kommt aus dem Glück heraus die Angst, das etwas enden kann.



__________________
Kunst passiert.

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jon
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Schluchz! Mein schöner "Idee-Satz", mit dem das Ganze eigentlich anfing!

Ich meine nicht die Angst, dass es enden kann, sondern das Wissen, dass es enden wird. Und zwar erstens nicht irgendwann sondern in einer durchaus überschaubaren Zeitspanne (für mich sind 35 Jahre grad noch "überschaubar", da wär er 95 Jahre) und zweitens in so einem Moment (nicht als Augenblick gemeint, sondern als Zustand {des Angekommenseins}), von dem Faust sagen würde "Verweile doch, du bist so schön". Als (mitfühlender) Beobachter macht mir das nicht nur die Endlichkeit seiner Zeit fühlbar, oder meiner Zeit, sondern die Endlichkeit der Zeit von allem. Weil: Dass ich mal ende, damit kann ich leben, aber jemand wie er, auf den ich immer zurückkommen kann, weil er zuverlässiger als Atemluft immer "da" ist …

-------

Mal 'ne andere Frage: Wie ändert sich der Text, wenn ich statt "Stille" "Frieden" schreiben würde?
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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Heidrun D.
Guest
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Mach das lieber nicht!

Der Klang verändert sich, die Anhäufung stark betonter Silben ruft bei mir das Gegenteil hervor, nicht Stille / Frieden, sondern angespannte Erwartung.

Weine auch nicht länger. Ich lese dein Gedicht genauso wie von dir gemeint; es scheint mir perfekt & in keiner Weise reparaturbedürftig ...

Grüßle
Heidrun

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lapismont
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Ich rede ja auch nicht von Reparaturen.

An sich gefällt mir das Gedankenspiel um die endliche Zeit schon, nur der Vers nicht.


Beim Brainstormen kam ich so in die Richtung
sterbliche Zeit
Zeitmesser
Zeitraum zu Kammer

Aber Stille muss bleiben

Zeitstillstand ist kein Ende, oder?


cu
lap
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jon
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Lieber lapismont,

ich hab deine Zeit-Worte lange durch mein Hirn kreisen lassen und mir ist allerei eingefallen (interessante Sachen dabei). Aber nichts, was vergleichbar "handlich" wäre und/oder besser zum dem Text bzw. meiner Idee davon passt ... Trotzdem danke.

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