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Leselupe.de > Gereimtes
Du tanzt so leicht
Eingestellt am 11. 01. 2007 22:55


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Walther
Routinierter Autor
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Du tanzt so leicht


Du tanzt so leicht durch meinen Traum,
So strahlend und fast k├Ârperlos.
Ich denke fast, ich seh Dich kaum.
Und was ich seh, scheint ├╝bergro├č.

Du bist so strahlend und so hell,
Es will beinah den Atem rauben.
Beschwingt eilst Du vor├╝ber schnell
Und sch├Ân, ich will es gar nicht glauben.

Und Deine Augen strahlen blau,
Dein Haar verweht in feinen Str├Ąhnen.
Die Br├╝ste seh ich ganz genau.
Ich will mich an sie freudig lehnen.

Ich seh Dich Pirouetten drehn,
Du springst hoch ├╝bers Wiesengr├╝n.
Dabei erwach ich in dem Sehn,
Im Dich umfassen mich Bem├╝hn.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Ecki
Autorenanw├Ąrter
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Lieber Walter,

Aus diesem Gedicht l├Ąsst sich wirklich noch etwas h├╝bsches
basteln, der Schlu├č ist allerdings schreiend gr├Ą├člich.
In der Zeile" Beschwingt eilts du vor├╝ber schnell", das ist wohl auch eher reimgesuchtes - polnisches Deutsch. Ansonsten, alls gut gesetzt. Eigen.
Gru├č: Ecki

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Hallo Ecki,

der Schlu├č ist das Erwachen aus einer sehnsuchtsvollen Traumsequenz, das ist immer gr├Ą├člich. Im Ernst: Gegen einen Vorschlag f├╝r dieses Bild h├Ątte ich nichts einzuwenden.

Deine Kritik an den Versen

quote:
Beschwingt eilst Du vor├╝ber schnell
Und sch├Ân, ich will es gar nicht glauben.

kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die Lyrik erlaubt es durchaus, zum Zwecke von Metrum und Reim ein wenig von der normalen Wortstellung abzuweichen. Nette Nebeneffekte hier:

* Das "Beschwingte", also "T├Ąnzelnde", des Eilens wird so nochmals verst├Ąrkt.

* Das Enjambement der beiden Verse beschleunigt den Text selbst, so da├č ein doppelter Effekt entsteht.

Eigentlich ist das eine der starken Passagen dieses Liebesgedichts ├╝ber einen sehns├╝chtigen Liebestr├Ąumer, wie hoffnungsvoll hoffnungslos Verliebte eben nun einmal sind: nicht ganz bei sich, aber mittendrin.

Der Rest ist eher durchschnittliche Gelegenheitsdichtung. Aber was woll man von einem Hobbyliteraten mehr erwarten: Goethe wirds nicht und auch nicht Schiller.

Danke f├╝r den Kommentar.

Frohes Dichten w├╝nscht gr├╝├čend

der W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Walther
Routinierter Autor
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Hallo lieber Gerd,

danke f├╝r das Lob, das allerdings im gewissen Ma├če den "Falschen" trifft. Meine Lyrik ist in der Tat grenzwertig, aber das mit voller Absicht. Ich will, nach einer Zeit, in der ich das wollte um fast jeden Preis, nicht mehr (nur) "gefallen".

Es geht, nachdem ich Blut geleckt hatte, um mehr: Es geht darum, die Sprache endlich zu beherrschen. Beherrschen hier im Sinne verantwortungsbewu├čt und souver├Ąn damit umgehen. Sprache ist kein Material, dem man Mores lehren k├Ânnte oder das "Per Ordre de Moufti" funktionierte. Trotzdem sollte man ab einem gewissen Zeitpunkt versuchen, sich ihre in G├Ąnze zu "bem├Ąchtigen", ohne sie sich untertan machen zu wollen.

Das kann man aber nur in der Auseinandersetzung mit anderen, ├Ąhnliche gestrickten Menschen ├╝ben und anhand der Texte der Meister. Letztlich geht es also darum, sich aller Bescheidenheit zu einem (Amateur-)K├╝nstler der Sprache zu entwickeln. Und da ist die Debatte auch ├╝ber die Absichten, die hinter einem Text und seiner Art und Weise der "Herstellung" stehen, wie ich sie immer wieder versuchen, n├Âtig.

Es geht aber nicht darum, selbst zu einem wahren Meister werden zu wollen. Das ist wahrscheinlich zu sp├Ąt, da fehlt wahrscheinlich Talent und Drang, da fehlt auch, da von anderem gelebt werden mu├č, die Zeit. Das ist aber keine Entschuldigung daf├╝r, sich durchaus selbstkritisch zu begreifen, das kann man durchaus mit einem gewissen Selbstbewu├čtsein in Sachen Wissen ├╝ber die Sprache und mit kluger Selbsteinsch├Ątzung des eigenen Entwicklungsstands und der eigenen M├Âglchkeiten verbinden.

Wichtig ist allerdings die Erkenntnis, da├č zu wirklich guter Kunst auch das Handwerk geh├Ârt, nicht nur die Aussage eines Werks, das Gefallen. Man kann ein Werk technisch f├╝r gelungen halten, ohne da├č man die Aussage gut finden mu├č. Brecht ist z.B. ein gro├čer Meister, ohne da├č man Leben und Aussage der Dichtung in jeder Hinsicht guthei├čen m├╝├čte.

Ebenso wichtig ist die Besch├Ąftigung mit den Meistern und Meisterinnen selbst. Ohne die Spiegelung mit ihnen ist ein Fortschritt nicht m├Âglich.

Das ist das, was ich immer wieder in weiten Raum rufe. Ich habe allerdings aufgegeben zu erhoffen, da├č ich wirklich imme richtig verstanden werde.

Nochmals lieben Dank f├╝r Deine gro├če Ermunterung f├╝r diesen Weg, den Du mitzugehen scheinst.

Liebe Gr├╝├če W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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lapismont
Foren-Redakteur
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Hallo Walther,

sicherlich ein gut gereimter Text. Jedoch sehr sentimental und voller Kitsch, fast schon Satire.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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