Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92236
Momentan online:
424 Gäste und 18 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Dunkelfell und Wolkenrot
Eingestellt am 06. 11. 2001 00:42


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Camaun
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

Werke: 8
Kommentare: 22
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

DUNKELFELL UND WOLKENROT

Es war einmal...
Vor langer langer Zeit, in einem weit entfernten und verzauberten Land.
Wundersch├Ân war es dort.
Das ganze Jahr ├╝ber Fr├╝hling, sprie├čende Blumen und murmelnde B├Ąche. Es gab keine Menschen in diesem Land und das war einer der vielleicht besten Gr├╝nde warum alle Bewohner dieses Ortes so gl├╝cklich miteinander lebten.
Spatzen tobten am Tag ├╝ber die Felder und trieben ihre Sp├Ą├če mit den F├╝chsen und Hunden, nachts stimmten hunderte von Nachtigallen ihre herzerweichenden Ges├Ąnge an, zu denen selbst die Eulen gem├╝tlich brummend auf ihren ├ästen hin und her wiegten.
Jeder morgen war ein gro├čes Fest, wenn die Sonne ihre ersten scheuen Sonnenstrahlen z├Âgernd und behutsam ├╝ber die H├╝gel schickte, so da├č sich die Biber am Flu├č vertr├Ąumt die Augen rieben und erst einmal ausgiebig g├Ąhnten.
Jeder abend ward in ein leuchtendes Feuerrot getaucht, wenn es Zeit f├╝r den Mond war die Wache f├╝r die Nacht zu ├╝bernehmen und die W├Ąlder und Gr├Ąser und Felder in seinen silbrigen Schimmer tauchte, auf das ihnen nie etwas b├Âses geschehen k├Ânne.
Nun trug es sich zu, da├č in einer seltenen Nacht des Jahres ein kleiner und besonderer Hase geboren wurde.
Die Sonne war noch nicht ganz in ihrer Bettstatt verschwunden, als der Mond schon seinen Dienst antrat und mit einem Mal alle beide am Firmament zu sehen waren.
Die Eltern des jungen Hasen sahen hinauf zum Himmel und riefen, sieh, sieh den Mond, sieh die Sonne!
Was mag das zu bedeuten haben?
Als sie ihren Sohn betrachteten, fielen sie sich darauf hin gegenseitig um den Hals und tauften ihn Dunkelfell, denn sein Fell ward fast schwarz, jedoch trug es durch den Schein des Mondes einen silbrigen Schimmer, welcher sich mit dem Abendrot der letzten Sonnenstrahlen vermischte.
Und so wuchs der junge Hase unter seinesgleichen in einer wundervollen Familie auf.
Es vergingen einige Jahre und er wuchs zu einem ansehnlichen ausgewachsenen Hasen heran, dem es im Laufe seines Lebens nicht schwerfiel eine wundervolle Gef├Ąhrtin zu finden, mit der er seine gl├╝cklichen Tage verbringen konnte.
Eines Tages jedoch, er war weit entfernt von zuhause unterwegs gewesen, lernte er eine weitere sch├Âne Hasendame kennen, mit der er sich pr├Ąchtig verstand.
Jedesmal wenn Dunkelfell sie besuchen kam, redeten sie bis sp├Ąt in die Nacht miteinander ├╝ber die seltsamsten Dinge. Sie lachten viel miteinander und gingen zusammen spazieren.
Hoppelten um die Wette durch den Wald und suchten gemeinsam nach essbarem in den Tiefen des Unterholzes.
Doch jedesmal wenn Dunkelfell wieder nach hause kam, gab er seiner Gef├Ąhrtin einen Kuss und freute sich wieder bei ihr zu sein, so da├č er sich sogleich wieder an ihre Seite kuschelte und ihr wundersch├Âne Dinge in ihr Ohr fl├╝sterte.
Nun trug es sich an einem schicksalshaften abend zu, da├č eine kleine Kaninchendame geboren wurde.
Es regnete an diesem Tag, doch ihre Eltern wussten, da├č das keine Regentropfen waren, sondern Tr├Ąnen, denn der Himmel weinte, weil er bemerkt hatte, da├č ihm ein Engel fehlte.
Sie waren so ger├╝hrt von diesem Geschenk und blickten hinauf in den Himmel.
Das Feuer der D├Ąmmerung hatte die Wolken am Himmel in ein wundervoll zu schauendes Rot getaucht, so da├č sie ihre Tochter nach diesem Abend benannten.
Wolkenrot soll sie hei├čen, sprachen ihre Eltern, denn ihr Fell hatte die gleiche Farbe wie die sterbenden Sonnenstrahlen, die sich auf dem Weg nach hause zum ausruhen in die tiefen Regenwolken gesetzt hatten.
Nun verging wieder einige Zeit und Wolkenrot wuchs einer wundersch├Ânen Kaninchendame heran, die allen Kaninchenm├Ąnnern den Kopf verdrehen konnte, wenn sie auch nur die Andeutung eines Blickes in deren Richtung machte.
In der Mitte dieses Jahres fand dann ein gro├čes Fest statt, an dem sich alle Hasen und Kaninchen aus der Umgebung zum Tanz trafen.
Dunkelfell und seine Gef├Ąhrtin waren nat├╝rlich ebenfalls dabei.
Als sie dort ankamen trennten sie sich, so da├č jeder seinen eigenen Bekannten und Verwandten, die sie lange nicht mehr gesehen hatte, guten Tag sagen konnten.
Als Wolkenrot nun voller Freude ├╝ber das Festgel├Ąnge gehoppelt war, ersp├Ąhte sie Dunkelfell.
Ihr kleines Herz schlug pl├Âtzlich heftig in ihrer Brust und sie merkte, da├č sie unbedingt zu ihm gehen musste um ihn anzusprechen.
Dunkelfell war nat├╝rlich sehr erfreut ├╝ber die Unterhaltung, konnte er doch so den Besuch von einigen weniger gemochten Verwandten zumindest einmal etwas aufschieben.
Die beiden verstanden sich auf Anhieb ebenfalls sehr gut miteinander und alberten den ganzen Tag herum. Dunkelfell machte Witze und Wolkenrot lachte ├╝ber sie, Wolkenrot stupste Dunkelfell an und lie├č sich von ihm ├╝ber das weiche Gras jagen.
So kam es, da├č die beiden die Zeit v├Âllig verga├čen und erst als es dunkel wurde, daran dachten wieder zu den anderen zur├╝ck zu gehen.
Dunkelfells Gef├Ąhrtin war ├╝ber sein Verschwinden nicht besonders erfreut gewesen und wurde deswegen traurig, doch er verstand gar nicht, weshalb.
In den n├Ąchsten Wochen ver├Ąnderte sich Dunkelfell, denn pl├Âtzlich wusste er nicht mehr, wohin er gehen sollte.
Sein kleines Herz zog ihn in drei Richtungen gleichzeitig und abends, nachdem es dunkel geworden war, sa├č er oft alleine auf einem hohen H├╝gel und blickte in die Sterne.
Er wusste nicht, wie alles um ihn herum weitergehen sollte.
Seine Gef├Ąhrtin hier... das Fernweh zu seiner entfernten Bekannten und die kleine s├╝├če Kaninchendame vom Tanz.
Die letzten Wochen hatte er versucht ├╝berall zur gleichen Zeit zu sein und mit allen eine sch├Âne Zeit zu verleben, doch allm├Ąhlich wurde aus dem ganzen Spiel und Spa├č realistischer Ernst...
Alle drei wollten Dunkelfell f├╝r sich alleine haben und er konnte und wollte sich nicht entscheiden.
Doch dann stellte ihn eines Tages seine Gef├Ąhrtin zur Rede, weil sie es nicht mehr aushalten konnte ihren Geliebten nur noch so selten zu sehen, da er immer so viel unterwegs war.
Dunkelfells Herz wollte ihr nicht weh tun, doch er qu├Ąlte sich durch die Entscheidung und sprach, ich kann nicht mehr bei dir bleiben. Mein Herz ist zerissen und ich wei├č nicht, was ich tun soll.
Leb wohl, meine Gef├Ąhrtin. Ich m├Âchte dir f├╝r die wundervolle Zeit mit dir danken.
Daraufhin weinte sie und Dunkelfell f├╝hlte sich elend.
Mit traurigem Blick verlie├č er ihr gemeinsames Heim und wanderte hinaus in die Welt, immernoch ohne zu wissen, wie er sich weiter entscheiden sollte.
Alleine horchte er in sich hinein, doch zwischen seiner Freundinn in der Ferne und dem s├╝├čen Kaninchenm├Ądchen mochte es nicht w├Ąhlen.
Wenn Wolkenrot in seiner N├Ąhe war, befand es sich in einem Zustand seeliger Ruhe und Dunkelfell sagte sich, ich bin ein Hase, sie ist ein Kaninchen. Und so besuchte er hin und wieder seine Hasendame in der Ferne.
Es war immer ein beschwerlicher Weg, weit zu hoppeln und nicht ganz ohne Gefahren, doch Dunkelfell nahm das alles in Kauf.
Als er eines Abend wiederkam von einer seiner Reisen, stellte ihn seine Kaninchenfreundinn zu Rede und wollte endlich wissen, wie sich Dunkelfell entscheiden w├╝rde. Sie sah ihn mit ihren gro├čen traurigen Augen an und pl├Âtzlich wurde Dunkelfell gewahr, da├č sich diese Kaninchendame in ihn verliebt hatte.
So zog er sich zur├╝ck und versuchte sich ├╝ber seine eigenen Gef├╝hle klar zu werden.
Ich bin ein Hase, sie ist ein Kaninchen, sagte er sich.
Doch ich habe sie sehr gern.
Und so sprach er, es w├Ąre in Ordnung und Wolkenrot mochte nicht glauben, was sie da h├Ârte. So gl├╝cklich war sie, da├č sie ihrem Hasenmann um den Hals fiel und ganz fest dr├╝ckte.
Dunkelfells Herz war jedoch noch immer zerissen.
Die Liebe in der Ferne machte ihm schwer zu schaffen, doch er sagte sich immer wieder, da├č es viel zu gef├Ąhrlich sei, immer wieder diesen weiten und beschwerlichen Weg zu gehen.
Tagelang unterwegs zu sein, nur um seine dortige Freundinn f├╝r ein paar Stunden sehen zu k├Ânnen.
Denn er hatte hier viel zu tun, musste seiner Familie helfen, Futter suchen und viel dergleichen mehr.
Als Dunkelfell und Wolkenrot nun eine Weile zusammen lebten, geschah es eines Abends, da├č Dunkelfell so von Sehnsucht gesch├╝ttelt wurde, da├č er Wolkenrot sagte, er k├Ânne nicht mehr bei ihr bleiben und m├╝sse fortgehen.
Sie sah ihr beider Gl├╝ck mit einem mal in tausend Scherben zerbrechen und weinte so laut, da├č Dunkelfells Herz vor lauter Traurigkeit bersten mochte.
Mit h├Ąngenden L├Âffeln zog er davon und hoppelte den weiten Weg in die Ferne um seine dortige Freundinn zu sehen.
Doch schon nach wenigen Tagen war er zur├╝ck und hatte eingesehen, da├č das nicht gutgehen konnte. Er war besser alleine drann.
Wolkenrot weinte ihm lange nach, doch er sprach immer, ich bin ein Hase, du ein Kaninchen...
Leben wir eine sch├Âne Zeit miteinander... aber ich kann mir nicht vorstellen, da├č wir jemals Gef├Ąhrten werden k├Ânnen.
Wolkenrot schniefte traurig und nickte. Sie hatte keine andere Wahl, als zu akzeptieren.
Und Dunkelfell wusste selbst nicht, warum er so sprach. Wieso konnte er sich nicht vorstellen Wolkenrot als Gef├Ąhrtin zu haben?
Er wusste es nicht... sein kleines Herz war jedesmal wenn sie bei ihm war von dieser seeligen Ruhe erf├╝llt, die alle Gedanken in seinem Kopf ausschaltete, so da├č die Zeit f├╝r ihn so sch├Ân war, da├č er einfach wunschlos gl├╝cklich war. Mehr wollte er gar nicht.
Mit Wolkenrot ├╝ber die Felder tollen, zusammen die Nachbarn bestehlen und abends aneinandergekuschelt beim Sonnenuntergang einschlafen.
Und so wanderten sie immer zu zweit miteinander umher, ohne jedoch wirklich Gef├Ąhrten zu sein.
Wolkenrot trug immer einen bitteren Schmerz in ihrer Brust umher, doch mit der Zeit lie├č dieser zumindest ein wenig nach.
Eines weiteren schicksalshaften Tages jedoch...
Dunkelfell hatte Wolkenrot auf ein gro├čes Tanzfest mitgenommen.
Beide hatten an diesem Abend viel Spa├č, machten ihre Sp├Ą├če mit den G├Ąsten, redeten, tanzten und tranken.
Als der Abend dann zur Neige ging, sah Dunkelfell wie Wolkenrot sich mit einem anderen Kaninchenjungen unterhielt.
Die beiden schienen sich anscheinend ziemlich gut zu verstehen, denn Wolkenrot lachte viel und hoppelte freudig um ihren neuen Bekannten herum.
Dunkelfell l├Ąchelte im ersten Moment und wandte sich wieder zu seinen eigenen Bekannten um.
Sp├Ąter jedoch, als immer mehr Besucher den Heimweg antraten, hoppelte er gerade um einen Baum herum und erblickte Wolkenrot mit ihren neuen Bekannten.
Sie tuschelten, gaben sich kleine K├╝├čchen und blickten beide in den klaren Sternenhimmel hinauf.
Dunkelfell legte sich flach auf den Boden und sah den beiden zu.
Sein Herz f├╝hlte sich in diesem Moment ziemlich seltsam an, und da er anfangs nicht wusste weshalb, blieb er vorerst weiter liegen und lie├č seinen Blick auf Wolkenrot ruhen.
Schleichend f├╝llte sich sein Herz mit Einsamkeit.
Ich bin ein Hase, sie ein Kaninchen, sagte er sich, doch es half nichts mehr.
Pl├Âtzlich verstand Dunkelfell, wie sehr er Wolkenrot mochte.
Die ganze Nacht tat er kein Auge zu und beobachtete die beiden, wie sie sich miteinander vergn├╝gten, Witze rissen, sich aneinander kuschelten und kleine vorsichtige K├╝sschen austauschen.
Als er das alles sah, brach ihm das schier das Herz.
Mit einem Mal wu├čte er, da├č er Wolkenrot doch geliebt hatte.
Nur hatte er es erst bemerkt, als er sie pl├Âtzlich in den Pfoten eines anderen sah.
Seine kleinen Krallen bohrten sich verzweifelt in den weichen Erdboden auf dem er lag und seine L├Âffel hingen schlaff von seinem Kopf.
Jedesmal wenn Wolkenrot und ihr neuer Kaninchenfreund einander ber├╝hrten, sp├╝rte Dunkelfell einen Stich in seinem Herzen, der so weh tat, da├č er am liebsten sofort geweint h├Ątte.
Doch dann w├╝rden ihn die beiden wom├Âglich bemerken und so bi├č er die Z├Ąhne zusammen und richtete seinen Blick weiter starr geradeaus auf das neue Liebesp├Ąrchen.
In seinem Inneren keimte ein pl├Âtzliches Feuer auf, welches er in dieser Form noch so gut wie nie erlebt hatte. Warum hatte er nicht fr├╝her erkannt?, fragte er sich.
Warum tat ihm das pl├Âtzlich so weh?
Er hatte doch selbst gesagt, da├č er sich nicht vorstellen konnte sie als Gef├Ąhrtin zu haben.
Ich bin ein Hase, sie ein Kaninchen.
Und doch sp├╝rte er das Feuer in sich brennen, da├č alle Zweifel beseite r├Ąumte und ihn mit der nackten Wahrheit allein lie├č.
Verzweifelt presste er dann seine Augen aufeinander und wartete bis der neue morgen anbrach.
Als Wolkenrot und Dunkelfell den R├╝ckweg antraten und schon einige Meter unterwegs waren, hielt er sie pl├Âtzlich zur├╝ck.
Mit h├Ąngenden L├Âffeln erz├Ąhlte er ihr, wie er f├╝hlte und Wolkenrot begann zu weinen.
Nach einiger Zeit setzten die beiden ihren Heimweg schweigend fort, denn keiner von beiden war noch in der Lage etwas zu sagen.
Als sie an einer Wegkreuzung ankamen, an denen beide in verschiedene Richtungen nach hause hoppeln mussten, sahen sie sich in Augen.
Wolkenrot sprach, ich liebe dich immernoch, Dunkelfell, aber ich kann dich nicht mehr lieben. Als du mich verlassen hast...
Und Dunkelfell wu├čte selbst, da├č er zuviel zerst├Ârt hatte... und doch w├╝nschte er sich in diesem Moment nichts sehnlicher, als seine kleine Kaninchendame zur├╝ck zu haben.
...mein Herz ist so leer. Ich wei├č nicht, ob ich dich wieder lieben kann, obwohl ich dich liebe...
Und Dunkelfell verfluchte sich selbst, doch er konnte nichts anderes tun als zu nicken.
...ich brauche Zeit...
Als sich ihm die Tr├Ąnen in die Augen trieben hatte er gro├če M├╝he sie zur├╝ck zu halten. Doch abermals nickte er nur mit h├Ąngenden L├Âffeln.
Schweigend betrachteten sich die beiden und waren hin und hergerissen zwischen dem was geschehen war und dem was sie f├╝hlten.
Wolkenrot war so unsicher und Dunkelfell so traurig.
Irgendwann jedoch verabschiedeten sie sich und zogen ihrer Wege.
Und Dunkelfell sa├č jeden Abend vor seinem kleinen Bau und blickte in den Himmel.
Jedesmal wenn er die dunkelroten Wolken am Himmel sah, dachte er an Wolkenrot und eine kleine Tr├Ąne rann aus seinen Augen.
Ich bin ein Hase... sie ein Kaninchen...

__________________
gez. Camaun

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


majissa
Autor mit eigener TV-Show
Registriert: Jan 2002

Werke: 27
Kommentare: 399
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um majissa eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
dunkelfell und wolkenrot

hallo camaun,

schade, da├č niemand einen kommentar zu dieser geschichte geschrieben hat. also mache ich es, auch wenn es sehr sp├Ąt geschieht.

die geschichte h├Ątte mir ohne den m├Ąrchenhaften charakter besser gefallen, denn ich wurde die ganze zeit w├Ąhrend des lesens das gef├╝hl nicht los, da├č es sich im grunde um die tragische liebesgeschichte zweier menschen handelt.

trotzdem hast du eine m├Ąrchenwelt erschaffen, in die man eintauchen und das geschehen genie├čen konnte. einige stellen jedoch verlangen nach einer erkl├Ąrung:

z. B. was hat es mit den "tr├Ąnen" des himmels auf sich, weil ein engel fehlt? der leser versteht das nicht.

mir scheint eine geballte ladung m├Ąrchenhaften potentials in dir zu schlummern, dem du selbst aber in der umsetzung hilflos gegen├╝ber zu stehen scheinst. ein zuviel kann oft hinderlich sein.

liebe gr├╝├če
majissa


Bearbeiten/Löschen    


Deminien
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Dec 2001

Werke: 5
Kommentare: 51
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Deminien eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hi,


eine wirlich sch├Âne Analogie, die mir beinahe entgagen w├Ąre.

majissa schrieb:
"tr├Ąnen" des himmels auf sich, weil ein engel fehlt?

Jap, weil der Engel nun auf der Erde wandelt "weint" der Himmel (der egoistische. Ich habs verstanden, wobei mit speziell dieser Satz bzw. die Grundidee recht bekannt vorkommt.

Nat├╝rlich handelt es sich um eine tragische Liebesgeschichte. Allerdings nicht zwischen zwei Menschen. Er kann sich nicht entscheiden bzw. Sein Herz kennt viele Orte. Zu trennen vermag er sich, aber als Sie sich trennt "glaubt" er erst die Liebe seines Lebens verloren zu haben. Dabei ist es nur so, da├č er zum ersten mal den Laufpass bekommen hat und sich nun mit dem unfreiwilligen Verlust abfinden mu├č.


So ist das, nciht wahrgenommene Gelegenheiten betrtauert man l├Ąnger, als Gelegenheiten, die sich als Entt├Ąuschung herausstellten...


Deminien

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!