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Leselupe.de > Ungereimtes
Dunkle Liebe
Eingestellt am 23. 08. 2003 01:23


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george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

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Dunkle Liebe

Ich weiß, das bist Du,
wenn's genau einmal klingelt.
Ganz kurz nur, am Freitag,
vor zwölf, nun seit Jahren.

Ich weiß, das bist Du,
die da nachts an mich denkt,
ob sie wacht, ob sie schläft,
ob sie träumt, ob sie liebt.

Auch ich hab' die Bilder,
erträume, ersehne deine Berührung,
vermisse und kämpfe in meiner Welt,
auch ich wache nachts manchmal noch auf.

Doch ich antworte nicht mehr,
verzweifle nicht mehr an deinem Schrei.
Ein einziger Ton ist zu wenig, kein Zeichen von Liebe,
nur leidenschaftlich, dunkelste Macht.


22.8.2003

__________________
© Jürgen Locke

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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

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Hi george,

das "trau're" würde ich ausschreiben.
"trauere"

Fühle mich ein wenig angesprochen...
Ich persönlich denke, manchmal kann es ein Gewinn sein, sich dieser "dunklen Macht" hinzugeben.
Muss gerade an deinen Einkaufszettel dabei denken...

lG
schönes WE
Stoffel

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george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 88
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Hallo Stoffel,

danke für den Hinweis. Hab Deinen Kommentar zum Anlaß genommen, nochmals kräftig zu verdichten.

Dunkle, heimliche, leidenschaftliche Liebe, gelebt am Rande des Vulkans, am Rande des Wahnsinns kann genial sein, aber sie kann nicht dauerhaft anhalten. Welche Vulkane speien schon dauernd Feuer? Wer kann schon ständig leidenschaftlich sein? Immer die Gefühle am Anschlag? Immer Vollgas? Es braucht die Normalität dazwischen, lange oder kurze Zeiten mit Einkaufszetteln.

Dunkle, heimliche, leidenschaftliche Liebe, Treffen auf Parkplätzen, Museen, Bahnhöfen, in Hotelzimmern irgendwo auf der Welt. Das Leben verdichtet auf wenige Stunden, auf Briefe, Telefonate, zugesandte Kassetten etc. Wenn dann schließlich als letztes Kommunikationsmittel ein einziger, wechselseitig abgesetzter Ton bleibt, jahrelang, dann bewegt sich eine solche "Beziehung" nicht jenseits des Randes des Wahnsinns, sondern des Grotesken. Dann ist es Zeit, loszulassen. Die Zeit ist zu kostbar.

Grüsse
__________________
© Jürgen Locke

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silverbird
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2003

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vielleicht ist da ja ganz jemand anders am Telefon. Vielleicht wählt jemand jeden Freitag eine Nummer, die er oder sie irgendwann notiert hat und ist jedesmal enttäuscht, wenn niemand ans Telefon geht. vielleicht......
nein, im Ernst, George, ist ein Werk mit sehr viel Tiefgang. Gefällt mir und habe gar nichts zu meckern. Nur ein bisschen necken wollte ich dich. ist nicht so schlimm, oderrrrrrrrr
__________________
es gibt immer Lichter in der Nacht, auch wenn die Augen sie erfinden müssen.
John Steinbeck

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Otto Lenk
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001

Werke: 620
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Es klingt nach einer großen Monotonie....Diese ewig gleiche Prozedur des Kommen und Gehen macht auf Dauer alles Dunkel....Kein Ausweg!

Gefällt mir....Gruß Otto

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george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 88
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Danke, Otto. Vielleicht richtig, wenn auch etwas anders interpunktiert:

Mono-Tonie. Auf einen einzigen Ton reduziert. Vielleicht aus Verzweiflung, vielleicht aber auch aus der Unfähigkeit, sich zu mehr zu verpflichten. Es ist gut lieben, wenn man nicht dazu stehen muss.

Herzliche Grüsse
__________________
© Jürgen Locke

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