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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Dunkle Seite des Sonnenscheins
Eingestellt am 29. 04. 2015 20:20


Autor
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Alicia Cavallo
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Apr 2015

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W├Ąhrend ich die letzte Erdbeere auf dem Feld gepfl├╝ckt hatte, sp├╝rte ich bereits wie die w├Ąrmenden Sonnenstrahlen nachlie├čen und die Frische des Abends meine Haare an den Armen aufstellte. Was dies f├╝r mich zu bedeuten hatte wusste ich nur leider zu gut ! Aufbrechen ! Zur├╝ck zum Hof, denn wenn ich nicht rechtzeitig zur├╝ck sein w├╝rde, k├Ânnte mir der morgige Tag verborgen bleiben. Genauso ist es meiner Mutter ergangen, die nun seit zwei Jahren tot war. Man k├Ânnte vermuten sie sei von wilden Tieren zerfleischt und enthauptet worden, doch das w├Ąre genau so gelogen wie all die anderen Geschichten, die mein Vater uns auftischte.
ÔÇ×Sagt ihr auf keinen Fall die Wahrheit, sie ist zu jung um es zu wissen !ÔÇť Die verr├Ąterischen Worte meines Vaters klingen noch immer in meinem Ged├Ąchtnis. Ein wildes Tier k├Ąme mir sogar noch gelegen. Immerhin m├╝sste ich dann nicht mehr in dieses betr├╝gerische Gesicht meines Vaters schauen und mich fragen, wie er seine komplette Lebensl├╝ge nur vertuschen konnte. Ehe ich zu Hause angekommen war , rannte mein kleiner Bruder direkt auf mich zu ÔÇô wobei er wohl eher den Erdbeerkorb im Visier hatte! Er war meiner Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten, was mich schmerzvoll an den Tod meiner Mutter erinnert. Rei├č dich zusammen! Ermahnte ich mich wie jedes Mal bei diesen Gedanken. Schw├Ąche ist die letzte Eigenschaft die ich nun offenbaren darf. ÔÇ×Katharina, warum bist du erst jetzt hier?ÔÇť fragte mein Vater mit der hohen Erwartung die richtige Antwort zu erhalten. Diesen Gefallen w├╝rde ich ihm mit Sicherheit nicht machen. Frech entgegnete ich ihm mit der Bitte mich endlich in Ruhe zu lassen und nicht l├Ąnger meine Zeit zu verschwenden. Warum kann ich nicht einfach den Mund halten? Die Reaktion meines Vaters war schlie├člich vorhersehbar! Er beschimpfte mich. Seine Worte trafen direkt mein Herz. Vor allem seine abschlie├čenden Worte: ÔÇ×ich solle nicht so undankbar seinÔÇť verletzten mich. Innerlich sah es in mir anders aus als ich zugeben wollte, doch ich kochte vor Zorn. Am liebsten h├Ątte ich ihm meine H├Ąnde um den Hals gelegt und sie zugedr├╝ckt. F├╝r alles, vor allem daf├╝r was er meiner Mutter angetan hatte. Zuerst hat uns die Regierung verfolgt, daraufhin w├Ąren wir fast verhungert und zum Kr├Ânenden Abschluss hat er meine Mutter in den Suizid getrieben! Was bleibt da noch an Gef├╝hlen ├╝brig? Verjagt wurden wir, weil wir Bettler und Diebe waren. Was blieb uns anderes ├╝brig, wenn die Regierung versucht durch Unterdr├╝ckung ihre Macht zu ├Ąu├čern ? Wir sind feige geflohen! ÔÇ×warum hast du uns das angetan, uns und Mom? Du bist ein mieser L├╝gner und Betr├╝ger und eines Tages wirst du f├╝r all das b├╝├čen m├╝ssen!ÔÇť schrie ich entsetzt dar├╝ber, dass ich meine Tr├Ąnen nicht mehr unterdr├╝cken konnte. Pl├Âtzlich tat mein Vater etwas, was er nie Tat, er entschuldigte sich und flehte um Gnade. Und dann sagte er es, diese 6 kleinen Worte, die mein inneres Dasein komplett zum Einsturz brachten. ÔÇťDeine Mutter und ich waren Geschwister!ÔÇť Unf├Ąhig meine Gedanken zu sortieren realisierte ich, was dies f├╝r mich hie├č. Ich wollte mich in Luft aufl├Âsen, die Worte ungesagt machen, doch es geschah nichts. Und die Stille erschlug mich. Doch dann d├Ąmmerte mir warum wir unsere Leben lang auf der Flucht waren. Sie mussten abhauen, Inzucht bedeutet f├╝r uns alle den Tot! Mein Scharm war unertr├Ąglich. Es tat mir Leid wie ich meinen Vater behandelt hatte und es tat unglaublich weh die Wahrheit zu kennen!

__________________
Acv

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Ralph Ronneberger
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Autor mit eigener TV-Show

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