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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Dunkles Licht oder: Gottes Werk und Teufels Beitrag
Eingestellt am 01. 07. 2001 22:44


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[aZrael]
Wird mal Schriftsteller
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Hallo liebe Leute!
Kennt ihr das? Man hat eine Geschichte im Geiste vor einem und muß sie einfach aufschreiben? So ging es mir. Ich sahs heute ungefĂ€hr 4 Stunden am Computer und habe " Dunkles Licht " heruntergetippt. Eine Erotische Geschichte mit jede Menge Handlung! Jawohl!
So, bin ja mal auf eure Meinung gespannt....

mfg, aZrael

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Dunkles Licht


„Hell und Dunkel, Schwarz und Weiß...
das ist alles, was noch bleibt...
Die Farbe Grau ist verschwunden,
doch ohne sie sind wir nur Spiegel,
die die Wirklichkeit reflektieren,
ohne sie anzunehmen.“

- Adam Kadamon


1) fratricida

„Larniel, warte! Bist du sicher, daß du das wirklich tun willst?“ Larniel blickte auf. Tarael war hinter ihn getreten, die Hand um das Schwert geschlossen. Larniel seufzte.
„Von allen, die mich aufhalten könnten, schicken die Chöre ausgerechnet dich... doch nur du allein weißt, wie wichtig das ist, was ich vorhabe. Ich kann und werde nicht von meinem Vorhaben ablassen.“
Larniel hatte sich herumgedreht, sein weißes langes Gewand schwang leicht in der lauen Briese, die von irgendwoher kam und unbedeutend wehte. Auch er hatte nun seine Hand auf den Knauf seines Schwertes gelegt, das, aus schimmerndem Kristall von Erzengeln geschmiedet, an seiner linken Seite hing. Um ihn herum schimmerten die WĂ€nde des Energietunnels, der die Ebene des Himmels mit der Ebene der Sterblichen verband.
Tarael versuchte zum vielleicht allerletzten Mal, bevor die Geschichte mit Blut weiter geschrieben wĂŒrde, ihn zur Umkehr zu bewegen: „Also bist du nicht bereit zu widerrufen? Bedenke, du bist ein Seraph! Und bedenke, was dein Schicksal sein wir, was du verlieren wirst!“ Trotzig blickte Larniel ihn an: „Ich weiß, was ich verlieren werde. Doch auch ihr Opfer wird groß sein. Nur zusammen können wir die letzte Frage schaffen... die Frage, die wir schon so lange suchen. Schließ dich uns an, Tarael, bleibe bei mir.“ Larniel fuhr fast beschwörend fort: „Wir beide könnten das Wesen der Dinge Ă€ndern... vielleicht sogar das Wesen der Menschen ergrĂŒnden.“ Doch seine Worte hatten keinen Erfolg, Taraels Augen hatten sich in bemalte Glasmurmeln verwandelt, kalt und bar jeden GefĂŒhls. Ein angeekelter Zug hatte sich um seinen Mund gelegt.
„Sie!“, spie er Larniel entgegen. „Sie! Was ist sie denn? Ein DĂ€mon, ein Sukkubus! Eine Verdammte aus dem siebten Kreis der Hölle! Sie wird gar kein Opfer bringen, sie wird es genießen, einen der großen Sieben seiner Seele zu berauben. Ich kann nicht zulassen, daß du dich und den Chor so herabwĂŒrdigst!“ Und damit war alles gesprochen.
Fast gleichzeitig griffen beide nach ihren wunderschönen, aber tödlichen Schwertern. Ihr Kampf Àhnelte einem Tanz, einer Choreographie unterworfen, die nur Leben oder Tod kannte.
Beide waren sie Meister ihrer Kunst, hatten sie in Äonen von Jahren perfektioniert. Kristall schlug auf Kristall, Finte traf auf Reposte. Nach menschlichen MaßstĂ€ben dauerte ihr Kampf Jahre, doch nach ihrer eigenen Zeit verstrichen nur Minuten, bevor Larniel den tödlichen Treffer landete.
Es klang wie das Zischen einer Schlange, als die klare Klinge seines Schwertes in den Leib von Tarael fuhr, sein Herz durchbohrte und ihn des Lebens beraubte. Tarael stĂŒrzte, seinem Schwert gleich zu Boden, die Finger um die Klinge verkrampft, die seiner Brust entsprang.
„Damit ... gibt es kein ZurĂŒck mehr. Ab jetzt bist ... du ... ein Gefallener.“, stammelte Tarael. Blut trat ihm auf die Lippen, versuchte ihn zu ersticken. Doch noch einmal sammelte er alle KrĂ€fte: „Laß mich... nicht alleine sterben.... halt mich fest...“
Und Larniel kniete sich zu ihm nieder, hielt ihn in seinen Armen, beschirmt von seinen mĂ€chtigen weißen Schwingen, bis sein Bruder tot war. „ Wer hat gesagt, daß Engel nicht weinen können“, flĂŒsterte er, als seine TrĂ€nen auf das Blut seines Bruders tropften. „Wir können weinen, nur hatten wir nicht oft einen Anlaß...“ Dann legte er Taraels Leiche sanft auf den Boden nieder und durchschritt das Tor nach Terra, der Welt der Menschen.


2) sub terram

Kaschanda schlich leise durch die rot illuminierte Höhle. Ihre schwarzen ledrigen Schwingen zuckten nervös auf ihrem RĂŒcken. „Sie dĂŒrfen mich nicht hier finden. Wenn sie mich hier finden, bin ich tot. Wenn ich sterbe, wird alles verloren sein. Sie dĂŒrfen mich nicht hier finden...“ Gebetsartig liefen ihr diese Gedanken durch den Geist, fingen sie mit ihren Zweifeln ein, ließen sie einer Panik gefĂ€hrlich nahe kommen.
BemĂŒht ruhig blickt sie um einen großen Felsen, der vor ihr den Weg blockierte und zuckte sogleich erschrocken zurĂŒck. Das Portal zur Erde... da war es, ganz nahe vor ihr, doch gleichzeitig auch unerreichbar fĂŒr sie.
Sie hatte die schwarze Gestalt, die es bewachte sofort erkannt, hatten sich doch seine GesichtszĂŒge in ihrem Geist fĂŒr alle Zeiten tief eingeprĂ€gt. Zitternd duckte sie sich hinter dem Felsen, bemĂŒht, ja keinen Laut zu geben. Barasar, der Zerschmetterrer... Barasar, der Meister der Wohllust. Ihr Lehrer und Mentor, einer der Großen FĂŒnf des neunten Zirkels. Vorsichtig lugte sie an dem Gesteinsbrocken vorbei. Sie konnte ihn sehen, wie er vor dem Kohlenbecken auf und ab ging, sein Schweif peitschte die heiße Luft. Mochte Kaschanda als Sukkubus noch menschenĂ€hnliche ZĂŒge aufweisen, so war Barasar ein DĂ€mon, wie er nicht schlimmer in einem Albtraum hĂ€tte geschaffen werden können. Seine gedrehten Bockshörner warfen flackernde Schatten auf die Höhlenwand hinter ihm. Plötzlich blieb er stehen, legte den Kopf in den Nacken und blĂ€hte die NĂŒstern.
„Ich kann die riechen... du bist da.... hinter diesem Felsen.“, schnarrte er mit rauer Stimme. Ein bösartiges Funkeln trat in seine grauen Augen. „Komm schon heraus, Kaschanda, damit wir das ganze hier und jetzt beenden können. Es wird dir auch nichts passieren... zumindest nichts, was du nicht schon kennst“ Seine Lachen hallte von den SteinwĂ€nden und der niedrigen Decke der Höhle wieder.
„Larniel, bitte hilf mir“, flehte Kaschanda leise, „Er ist zu stark fĂŒr mich, ich kann ihn unmöglich besiegen. Meine Macht reicht nicht aus. Larniel.... bitte!“
Barasar zuckte plötzlich zusammen: „Betest du etwas zu einem Wesen des Himmels, des Lichtes?“ Kaum verhohlene Abscheu trat in seine Stimme: „DU, ein DĂ€mon betest zu einem Seraphen? Hast du dich ganz vergessen, Hure? Wenn ich mit dir fertig bin, dann wirst du um Gnade winseln!“ Er lief in schnellem Schritt auf den Felsen zu, der Kaschanda als Deckung diente. „Bitte Larniel.... hilf mir!“




Plötzlich schien die Luft um Kaschanda zu leuchten, ein sanftes blaues GlĂŒhen verwandelte das rote Licht in dunkles Purpur.
Barasar fuhr außer sich vor Wut herum: „Du hast hier keine Macht, Himmlischer, die UrmĂ€chte verbieten es dir!“ „Nun nicht mehr. Ich bin ein Gefallener Engel.“, ertönte Larniels Stimme aus dem Äther. „Ich stehe außerhalb der Dinge. Meine PrĂ€senz mag hier nicht fest sein, so kann ich dennoch meine Macht teilen.“ Mit diesen Worten hörte das blaue Leuchten auf und umhĂŒllte Kaschanda.
Alle Panik und Zweifel fielen von ihr ab. Sie fĂŒhlte sich stark wie lange nicht mehr, erfĂŒllt mit Energie zum töten und kĂ€mpfen. Mit gebleckten FĂ€ngen sprang sie auf allen Vieren ĂŒber den Felsen, direkt auf Barasar und dessen Hals. Lange Knochenmesser traten aus seinen Handknöcheln hervor, versuchten, ihr Gesicht und ihren Körper zu zerfetzen, doch sie war schneller.
Mit einem tiefen, ja fast zufriedenen Knurren versenkte sie ihre ReißzĂ€hne in seine Kehle, zerriß seine Adern. Barasar kippte plötzlich nach hinten, einer Marionette gleich, der man die FĂ€den zerschnitten hatte. Ein dicker Blutstrahl macht sich aus seiner Kehle Bahn, einer FontĂ€ne gleich, die seine Lebenskraft hinweg spĂŒlte. Befriedigt trank Kaschanda von seinem Blut, stillte damit ihren Durst nach mehr. Schließlich ließ sei von seinem nur mehr zitternden Körper ab und durchschritt das aus großen uralten Steinquadern gefertigte Portal zu der SphĂ€re der Menschen.

3) alacritas

Als Kaschanda materialisierte, war sie alleine. Sie stand mitten in einem großen Zimmer. Mehrmals drehte sie sich um die eigene Achse, betrachtete die dunklen Möbel, die dicken Teppiche. Ein großer Kamin spendete Licht und WĂ€rme. Zögernd trat sie zu einem Fenster und schob den Vorhang beiseite, um einen Blick nach draußen zu erhaschen. Vor dem Fenster breitete sich eine große Stadt aus, wie verzaubert wirkend durch eine leichte Schneedecke, die auf jedem Haus und jeder Straße lag. Mit einem Mal bemerkte sie, daß ihr diese Stadt vertraut war. Ihr Blick glitt zu dem großen Turm, der die Stadt zu beherrschen schien. „Der Tower...? Ich bin in Lundinum!“ Langsam ging sie von dem Fenster zu einem großen Sofa und versuchte geistesabwesend, sich hinzusetzen. Dabei klemmte sie sich ihren Schweif ein, was sie aber gar nicht bemerkte. Ihre Gedanken kreißten um diese Stadt, was passiert war, als sie das letzte Mal hier gewesen war.
Sie war auf Seelenfang gewesen, hatte sich mit ihrem Körper den Zugang zu den grĂ¶ĂŸten HĂ€usern erkauft. ZĂŒchtig verhĂŒllt war sie in den Clubs der Reichen und Vornehmen verkehrt, in der Gestalt einer menschlichen Frau. Schließlich hatte sie eines Abends den Earl von Craffordshire kennengelernt. Er war eine imposante Erscheinung. Dunkles, schulterlanges Haar, tiefe blaue Augen und einen schlanken Körper. Sie wurde ihm als Tamahra Janitschar vorgestellt, eine Exilrussin. Seine Augen suchten die ihren und sie schlug ihn in ihren Bann. Den ganzen Abend ĂŒber hatten sie sich angeregt ĂŒber BanalitĂ€ten unterhalten, die aktuelle Lage Großbritanniens, die Ausrufung des deutschen Reiches in Versailles, das tagespolitische Geschehen und Ă€hnliches. Doch immer wieder, wenn er glaubte, es wĂŒrde keiner merken, ließ der Earl seine Hand ĂŒber ihren RĂŒcken und ihren Po gleiten, versuchte sie, durch das dicke Kleid, das sie trug, zu liebkosen. Kaschanda gefielen seine Versuche und sie fing an, es zu genießen. Fast schon bedauerte sie, daß sie ihn heute Nacht seiner Seele berauben wĂŒrde.
Als der Club schloß, ließ der Earl seine Kutsche vorfahren und wie verabredet stiegen sie beide ein. Kaschanda ließ sich in die weichen Polstersessel gleiten, und plötzlich suchten die Lippen des Earls die Ihren. Lange spielte sie mit seiner Zunge in einem endlosen Kuß, wĂ€hrend seine Hand ihren Rock herauf kroch. In stetigen, kreisenden Bewegungen massierte er die Innenseite ihrer Schenkel, entzĂŒndete das Feuer in ihr. Sie spĂŒrte, wie sich eine verrĂ€terische Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen breit machte. „Manchmal liebe ich meine Arbeit“, dachte sie noch, da streichelte sie schon mit ihren HĂ€nden ĂŒber den Schritt seiner Hose. Die Bewegungen des Earls wurden jetzt zudringlicher. WĂ€hrend er mit der einen Hand weiter unter ihrem weinroten Seidenkleid ihre Lust vergrĂ¶ĂŸerte, befreite er mit der anderen ihre schönen BrĂŒste von ihrem Mieder und fuhr sachte mit seiner Zunge ĂŒber ihre kleinen roten Knospen, die sich darauf hin erregt aufstellten. Immer wieder fuhr er mit seiner Zunge von der einen Knospe zu anderen, wĂ€hrend seine Finger unter ihrem Slip ihre Scham streichelte, in die er dann mit ihnen eindrang. Kaschanda wollte und konnte jetzt nicht mehr lĂ€nger warten, ihre Instinkte ĂŒbernahmen die Kontrolle. Mit schnellen Bewegungen öffnete sie seine Hose und befreite ihn davon, spielte mit seinem hocherregten Glied, fuhr sachte mit zwei Fingern ĂŒber die glĂ€nzenden Eichel und sah, wie er voll Lust den Kopf in den Nacken legte. „Komm, ich bin soweit, komm endlich zu mir, ich will dir ganz nahe sein“, flĂŒsterte sie ihm ins halb stöhnend ins Ohr. Doch dazu kam es nicht mehr.
Plötzlich wurde die Kutsche von einem Schlag erschĂŒttert, etwas kracht und splitterte. Der Kutscher konnte gerade noch die Pferde zĂŒgeln, sonst wĂ€re das schwere GefĂ€hrt womöglich umgekippt. Der Earl kippte mit einem Schrei zur Seite und blieb bewußtlos auf dem Boden liegen. In der Decke der Kutsche war plötzlich ein Loch und Holzsplitter regneten auf Kaschanda herab. Durch die Öffnung konnte sie den Nachthimmel und die Sterne sehen und davor... die schwebende Lichtgestalt eines Seraphen! Sie schrie wie eine Katze, als sie ihre menschliche Gestalt in Bruchteilen von Sekunden aufgab und durch das Loch auf das Dach der Kutsche sprang. Ein Seraph! Das hatte ihr gerade noch gefehlt! Bestenfalls wĂŒrde er sie umbringen, schlimmstenfalls- aber darĂŒber dachte sie gar nicht mehr nach, sie war schon in Angriffsposition, als er sie plötzlich ansah. Große blaue Augen, getrĂ€nkt von Reinheit und GĂŒte blickten in ihre grauen. Kaschanda war völlig ĂŒberrumpelt, als sie ihn sah. Langsam ging er auf sie zu, immer noch unverwandt sie anblickend. „Du bist Kaschanda.“ Es war keine Frage, sondern eine Feststellung. Kaschanda erstarrte. Eigentlich waren sie beide Todfeinde, doch plötzlich war sie von eine unglaublichen Ruhe erfĂŒllt. „Du bist Larniel“ Es kam ihr einfach so ĂŒber die Lippen und doch wußte sie, daß das der Name des Engels war, einer der verhaßten großen Sieben.

4) pax vobiscum

Larniel war verwirrt. Sein ganzes Leben schon war er auf der Suche gewesen, hatte Millenien damit verbracht, die irdische SphĂ€re zu bewandern, immer mit dem Wortlaut der Prophezeiung von Kadamon in den Ohren: „Weiß und Schwarz, Licht und Dunkel, nur die Liebe zwischen einem DĂ€monen und einem Engel kann den Frieden bringen.“ Er hatte viele Sukkuben und DĂ€monen, Untiefe und MĂ€chtlinge aufgespĂŒrt und vernichtet, denn keine war der Prophezeiung entsprechend gewesen. Larniel hatte das Töten grĂŒndlich satt.
Solange schon, wie Gott die DualitĂ€t der Unendlichkeit erschaffen und sich dann zurĂŒckgezogen hatte, solange schon herrschte Krieg zwischen den Heerscharen des Himmels und den Armeen der Hölle. Legionen von Wesen waren auf beiden Seiten mit der gleichen BrutalitĂ€t geschlachtet worden auf einem Altar, dessen Sinn und Zweck man lĂ€ngst vergessen hatte. Und doch setzte er seine Suche fort, auch wenn er damit beinahe zu einem Ausgestoßenen wurde, wollten doch sogar die hohen Chöre den Krieg, denn sogar sie hatten ihr wahres Wesen vergessen.
Und nun stand er einem Sukkubus auf einem Kutschendach in einer menschlichen Stadt gegenĂŒber und fĂŒhlte, wie die UrmĂ€chte sich regten.
Ohne sein Zutun umfaßte er ihren Kopf mit seiner Hand und schenkte ihr einen langen Kuß, denn sie begierig erwiderte. Etwas schrie in ihm auf, rief ihm zu, es ist falsch, falsch, FALSCH... Doch diese Stimme verstummte und machte seine Verlangen Platz.

Schließlich entzog sie sich ihm und musterte ihn mit ihren dunklen grauen Augen. „Die Prophezeiung... die Prophezeiung von Kadamon?“, brachte sie bebend ĂŒber ihre Lippen. Larniel fuhr zurĂŒck. Woher kannte sie die Prophezeiung? Sie mĂŒĂŸte seine Gedanken erraten haben, denn plötzlich lĂ€chelte sie (wobei sie ihre ReißzĂ€hne eindrucksvoll zur Schau stellte): „Auch wir kennen sie. Und doch habe ich bis heute nicht an sie geglaubt. Damit ist unser Weg klar.“ Larniel nickte: „Ja. Und dann weißt du auch, wie gefĂ€hrlich der Weg ist...“ Beide wußten es. Die MĂ€chte des Lichtes und der Finsternis waren schon zu lange im Kriegszustand, sie wĂŒrden keinen Frieden zulassen. Sie wĂŒrde mit allen Mitteln ihre EinflußsphĂ€ren schĂŒtzen und jeden dem Wahnsinn ĂŒberantworten, der sie bedrohen wĂŒrde.
Kaschanda unterbrach schließlich das Schweigen, das sich zwischen ausgebreitet hatte: „Am letzten Tag des letzten Monates dieses Jahres mĂŒssen wir hierher zurĂŒckkehren und die Prophezeiung erfĂŒllen oder wir werden uns auf immer gegenseitig bekĂ€mpfen.“
Larniel nickte mit gemischten GefĂŒhlen. Da erhob sich plötzlich eine FeuersĂ€ule und Kaschanda war in das Reich der Tiefe zurĂŒckgekehrt. Larniel selbst versuchte seine Zweifel abzuschĂŒtteln und entglitt in einer strahlenden SĂ€ule aus reinem Licht.

5) sapiens

Kaschanda wurde aus ihren Gedanken gerissen, als Larniel durch die TĂŒr in das Zimmer trat.
Sofort sprang sie auf und umarmte ihn, band ihn mit einem langen Kuß an sich. „Danke, daß du mir beigestanden bist...“ hauchte sie ihm entgegen. Larniel ließ seine HĂ€nde von ihren Schultern zu ihrem RĂŒcken gleiten, verschrĂ€nkte sie dort und zog sie noch nĂ€her an sich. „Jetzt gibt es kein ZurĂŒck mehr, wir beide sind GeĂ€chtete...“ „Schtscht, das alles bedeutet doch gar nichts mehr“, antwortete sie ihm und fuhr mit ihrer HandflĂ€che ĂŒber seine Wange: „Warum mĂŒĂŸt ihr Engel immer solange GewĂ€nder tragen?“, neckte sie ihn. Seine Augen blitzten auf: „Und warum tragt ihr DĂ€monen niemals Kleidung auf eurem wirklichen Körper?“ Kaschanda blickt ihn spöttisch an, dann legte sie eine seiner HĂ€nde auf ihre nackte Brust und begann, mit seinen Fingern ihre Knospe zu streicheln. „Weil wir sonst das jetzt nicht tun könnten...“ Kaschandas Brustwarzen richteten sich auf, den streichelnden HĂ€nden von Larniel entgegen. Larniel fĂŒhrte seinen Mund an den Ihren, dann ließ er ihn von ihrem am Hals entlang abwĂ€rts gleiten, fuhr mit der Zunge ĂŒber ihre BrĂŒste und begann sie mit ihr zu streicheln. Kaschanda genoß seine BerĂŒhrungen, sie löste mit flinken Fingern sein Gewand und streifte es ihm von den Schultern. Larniel stieg geistesabwesend daraus, ergriff Kaschanda und legte sie auf das große Sofa.

Kaschanda zog ihn dicht ĂŒber sich, dann ließ sie ihre Finger ĂŒber sein Glied tanzen. Wie kleine Vögel wirkten sie als sie ĂŒber die Eichel tanzten, zart die Hoden berĂŒhrten und dann wieder den Schaft entlang fuhren. Larniel war inzwischen mit seinem Mund bei ihrem Nabel angekommen, den er ausfĂŒhrlich mit seiner Zunge erkundete. Plötzlich jedoch wanderte er weiter, berĂŒhrte sachte ihre Spalte mit seiner Zunge, dann beschrieb er immer kleiner Kreise um ihr Lustzentrum herum. Kaschanda seufzte auf, ließ mit ihren HĂ€nden von ihm ab und verschrĂ€nkte sie hinter seinem RĂŒcken. „Hmmm... bitte, bitte....“ Um was sie ihn bat, wußte sie schon in dem Augenblick nicht mehr, als sie es aussprach. Larniel schon seine HĂ€nde unter ihren Po, um sie noch nĂ€her seiner Zunge zuzufĂŒhren und ihren wohlgeformten Po zu streicheln. Plötzlich erbebte er; ihre langen Krallen hatten sich tief in seinen RĂŒcken gebohrt und blutige Bahnen hinein geschlagen.
Doch der Schmerz vergrĂ¶ĂŸerte sein Verlangen noch. Immer stĂ€rker liebkoste er Kaschanda, bis sie ihn mit dem RĂŒcken auf das Sofa drĂŒckte und sich ĂŒber ihn kuschelte. „Ich möchte dich jetzt haben“, stöhnte sie, Larniel tief in die Augen blickend. Larniel konnte nur nicken. Langsam senkte sie sich auf ihn, dann stießen beide einen kurzen Schrei aus, als sie sich vereinigten. Immer schneller bewegte Kaschanda sich ĂŒber Larniel, bis beide gleichzeitig zum zur SĂ€ttigung ihrer Lust kamen. Larniel stieß einen tiefen Seufzer aus und versuchte, Kaschanda noch nĂ€her an sich heran zu ziehen.

Plötzlich erfĂŒllte ein merkwĂŒrdiges Licht ihr Zimmer, es wirkte wie ein Wolke aus hellen und dunklen Teilchen, die sich bewegten. Es hĂŒllte die beiden Liebenden ein, durchdrĂ€ngte sie, baute sie wieder auf. Larniel und Kaschanda waren noch lange in der Nacht in mitten ihrer Leidenschaft gefangen. Als sie auf dem Sofa, als schon der Morgen graute, einschliefen, hatten sie beide etwas verloren; ihre MĂ€chte waren ein Teil von Kaschandas ungeborenem Kind geworden, dem Kind, gezeugt von Licht und Finsternis. Und als ganz normale Menschen wĂŒrden sie nun es aufziehen bis zu jenem Tag, an dem Salmeritan die Welten einen wĂŒrde.









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Die klimatischen Bedingungen in der Hölle sind sicher unerfreulich, aber die Gesellschaft dort wÀre von Interesse.

Oscar Wilde (1854-1900), ir. Schriftsteller

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Der Denker
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Hi Sebastian,

eine sehr interessante und auch gut erzÀhlte Geschichte, die nach einer Fortsetzung schreit.
Da hast du dir wirklich etwas einfallen lassen.
Und ich habe gezweifelt, dass DĂ€monen/Engel und Erotik kombinierbar sind. Tztztz.
Kannst du fĂŒr uns Nichtlateiner mal die Überschriften translarieren?


Einen Tip: Du solltest darauf achten, dich nicht zu wiederholen. Du benutzt gelegentlich in kurzen AbstÀnden mehrfach dasselbe Wort.
Außerdem ĂŒbersiehst du ab und zu Worte, die noch von anderen Satzversionen stammen. Nachdem du den Satz dann anders geschrieben hast, sind sie wohl versehentlich stehen geblieben.
Was deine Rechtschreibung angeht, hast du eigentlich keine RechtschreibprĂŒfung? Aber diesmal hielt es sich glaube ich in Grenzen.


man liest sich

Eric

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"Ist das alles, was ich bin? Ist da sonst gar nichts mehr?"


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[aZrael]
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Übersetzung

Hallo, du Denker!

NatĂŒrlich ĂŒbertze ich fĂŒr dich und alle anderen auch die KapitelĂŒberschriften:

1) fratricida = Brudermörder
2) sub terram = unter (der) Erde
3) alacritas = Begierde, Instinkt
4) pax vobiscum = Friede (sei) mit euch
5) sapiens = Weißheit

Mein Latein ist aber leider schon ein wenig eingerostet, kann sein, daß ich mich irgendwo gerirrt habe, aber das ist ja menschlich

Wahrscheinlich wird es demnĂ€chst ein aktualisierte Fassung davon geben, vor allem zwischen alacrits und pax vobiscum wird noch mehr Handlung einsetzten, die den Ablauf schlĂŒssiger gestalten soll.
Dadurch soll auch geklÀrt werden, welchen Wert die Prophezeiung hat und Àhnliches.

Zum Thema Rechtschreibung... mein altes Problem.
Irgendwie vernebelt mir der schöpferische Akt den Geist... oder so, auf jeden Fall kann ich dann einfach die Fehler, die ich mache, nicht erkennen. Und ich habe mit WORD geschrieben und 4 x die Korrektur laufen lassen... von daher wundert mich das dann schon ein wenig....

mfg, [aZrael]
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Oscar Wilde (1854-1900), ir. Schriftsteller

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Hermann Bördemann
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Beeindruckend

"Dunkles Licht ...": Ein beeindruckendes Werk.
Und doch! Welche Funktion hat der Sex. Und warum wird er so genau beschrieben?
Gruß!
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Epi

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[aZrael]
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Warum Sex?

Hallo Heinrich!

Warum der Sex in der Geschichte drin ist? Weil er meiner Meinung nach eine der stĂ€rksten KrĂ€fte ist, die uns Menschen beeinflußt. Doch Kraft ist nichts ohne Verstand, also Sex ohne Leieb ist bedeutungslos. Deshalb habe ich beides hinein geracht, es soll zeigen, wie stark Sex & Liebe als gemeinsame Kraft wirken können... und was sie erreichen können.

mfg, [aZrael]
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Oscar Wilde (1854-1900), ir. Schriftsteller

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[aZrael]
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Sorry!

Sorry Hermann, habe mich in der Anrede geirrt... bist mir hoffentlich nicht böse

mfg, [aZrael]
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