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Leselupe.de > Anonymus
Duo Lübbeck: Bekennende Briefe
Eingestellt am 09. 04. 2005 11:36


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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Duo Lübbeck:1.Fall-Bekennende Briefe

Er steht einfach da.Die eine Hand in der Tasche,die andere führt immer wieder eine Zigarette an seinen Mund.Es ist Samstag,sieben Uhr früh und sein Schlaf war vorzeitig beendet worden. Sein Äußeres wirkt an diesem Tag nicht sehr gepflegt Mein Gott, er hatte noch nicht mal die Zeit zum Rasieren gefunden.Ein Notfall,alles klar.Und nun?Jetzt musste er warten....
Dieser Mann,der jetzt so unruhig an seiner Zigarette zieht, ist Inspektor Buchholz von er Kripo Lübbeck.Seine Anwesenheit ist bei Mordfällen sehr gefragt,denn er kann geschickt Muster erkennen.Doch hier hatte sich herausgestellt:Es war kein Mord,sondern der selbstgewählte Tod.
Trotzdem muss er als Sachbearbeiter am Tatort bleiben und wartet nun ungeduldig auf seine Kollegin.Adriane Kapler,die Psychologin seiner Dienststelle.Er schmeißt seinen Zigarettenstummel auf die Erde und bläst den letzen Rauch aus,als ein alter Opel vorfährt.Die Tür geht auf und zwei hochhackige Schuhe klacken auf dem Asphalt.Trotz dieses unerwarteten Rufes am Samstagmorgen sieht Adriane Kapler mal wieder fantastisch aus.Energisch geht sie auf Buchholz zu.Der nickt und sie betreten gemeinsam die Wohnung im Plattenbau.Sobald Beide am Tatort erscheinen,verlassen die anderen Spurensicherer das Terrain.Jetzt sind die Profis hier.Beide hoch geschätzt und angesehn,Buchholz schon seit 30 Jahren im Dienst und Frau Kappler trotz ihrer Jugend ungemein treffsicher,was das lösen von Fällen angeht.
Vor dem Sofa liegt noch die Leiche,natürlich nicht sichtbar,sondern abgedeckt.Die Ermittler werfen einen kurzen Blick auf die Tote.Sie zeigen keine Gefühle,doch trotzdem ist ihnen der Anblick einer so jungen Frau schockierend.Torsten Lembke,ein Mitarbeiter seiner Abteilung kommt an,murmelt einen Morgengruss und reicht beiden ein Protokoll mit den ersten Ergebnissen.
Sie erfahren, dass die Tote Cora Nauer hieß,32 Jahre alt und Mutter zweier Kinder war. Todeszeitpunkt 3.12 Uhr.Notruf eingegangen von Nadya Bauer,ihrer 14 Jährigen Tochter. Todesursache durch Schlafmittel.Vorher soll sie versucht haben ihre beiden Kinder,Nadya sowie den 9 Jährigen Dennis mit in den Tod zunehmen.Dennis wäre momentan auf der Polizeistation,bei der Kinderpsychologin,Nadya im Krankenhaus, da sie unter Schock steht.
Buchholz reichen die Informationen nicht.Er fragt Lembke,ob er schon etwas über den genauen Tatablauf wüsste.Dieser bejaht.Frau Bauer soll am Abend versucht haben, ihre Kinder umzubringen, indem sie mit einem Messer auf Beide losgegangen ist.Nadya habe den kleinen Dennis geschnappt und sei in ihr Zimmer geflohen.Die Mutter hätte bald mit wüten aufgehört und als die Kinder das Zimmer verliessen,fanden sie sie schon Tod auf. Waren schon Angehörige informiert worden? Lempke bejaht,die Großmutter sei auf dem Weg. Buchholz nickt dem Kollegen zu.Er hat genug Informationen,er wolle nun beginnen.Sein Blick trifft auf seine junge ,kompetente Kollegin.Hatte sie schon eine Idee? Ihr Blick bleibt nachdenklich und unergründlich.Auch ihr fallen noch keine Gründe ein,was eine so junge Frau zum Selbstmord treiben könnte.
Sie trennen sich.Frau Kapler geht in die Küche,Buchholz ins Schlafzimmer.Keine Hemmungen, alles wird durchwühlt. Die Psychologin wird als erstes fündig.Sie findet einen Packen von unbezahleten Rechnungen,sowie ein Mietkündigung und eine Kreditablehnung.Strom 3.Mahnung, Wasser letzte Mahnung,Wohnungsräumung fällig zum Ersten des nächsten Monats,wegen Miethinterziehung und Kreditablehnung aufgrund von fehlender Sicherheit.Diese Familie hatte eindeutig Geldprobleme,aber wieso.Frau Lempke steckt die Zettel ein.Sie weiß,dass wäre für manche schon Grund genug zum Selbstmord,aber ihr Instinkt sagt ihr,dass es noch andere Gründe gibt.Ihr Blick fällt auf die Wand über dem Esstisch.Es hängen Bilder der jungen Familie hier. Immer mit lachenden Gesichtern,immer heiter.Sie nimmt eines ab,schaut es lange an und kann keine Unterschiede zwischen anderen Familien erkennen.Buchholz ruft sie.Sie soll ins Schlafzimmer kommen.Sein Fund ist ungewöhnlich,denn Kappler hatte damit nicht gerechnet.In einer Reihe aufgestellt: eine Weinflasche nach der anderen,sowie Hochprozentiges.Buchholz schaut triumphierend, denn er ist sich der Fallösung sicher.Seine Kollegin schüttelt mit dem Kopf.Für sie ist das keine typische Wohnung einer Alkoholikerin,da musste noch etwas anderes dahinterstecken.Buchholz versteht die Zweifel der jungen Frau nicht,die jetzt anfängt auf dem Boden herumzukriechen,in der Kommode herumzuwühlen.Erfolglos,nichts gefunden.Doch da muss noch etwas sein.Da fällt Buchholz etwas ein.Er hebt die Matraze an.tatsächlich,wieder ein paar Briefe.Es sind Breife von ihrer Mutter und ihrem Bruder,die sich beide weigern als Treuhänder zu fungieren.Ihr Bruder schreibt sogar:“Du hast dich selber in die Scheiße reingeritten,jetzt komm da allein wieder raus!Damals wolltest du ja nicht auf mich hören!“Doch welche Probleme hatte Cora Bauer gehabt.Die Briefe geben keinen weiteren Aufschluss, außer das die Verzweifelung der jungen Mutter immer nachfolziehbarer war.Kappler reicht es immer noch nicht.Voller Gedanken setzt sie sich auf das Bett.Doch etwas stört sie,sie sitzt auf etwas.Rasch zieht sie unter Decke eie Packung Schlaftabletten hervor.Sie öffnet sie:14 Tabletten fehlen.Nun gibt es wenigsten keinen Zweifel mehr an der Todesart.Fragend schaut sie hoch und fragt ihren Kollegen,ob nicht doch ein aufschlussreicher Abschiedbrief gefunden wurde.Er verneint.
Die junge Frau steht seufzend auf und geht in das Wohnzimmer.Sie schaut sich um und erblickt eine ordentlich gehaltene,hübsche Einrichtung und wieder unzählige Bilder ihrer Kinder.Ein Indiz dafür, dass sie diese von ganzen Herzen geliebt hat.Doch warum sollte sie dann ihre Kinder mit in den Tod nehmen wollen oder... vielleicht gerade deswegen??
Da fällt ihr eine Schublade ins Auge,ein paar weiße Zettel schauen heraus.Sie geht hin und zieht sie auf.Wieder erfahren beide,denn Buchholz tritt gerade hinzu,etwasvon dem Leben der junen Frau. Obenauf liegt ein Scheidungsantrag.Sie schien sich seit langen von ihrem Mann trennen zu wollen,doch immer wieder gab es eine Verschiebung des Gerichtstermins.Armin Bauer schien keine Eile zu haben.Dann kamen weitere Klagen zum Vorschein.Der liebe Herr Bauer schien es mit dem Unterhalt nicht so genau zu nehmen,überwies kaum einmal Alimente und ließ die Familie im Regen stehen.Ein Brief liegt auch darunter,in krakeliger Kinderschrift verfasst,oben der Stempel: Empfänger unbekannt,verzogen .Kappler start auf dem Brief.Sachte nimmt Buchholz ihn ihr aus der Hand,öffnet und liest ihn. „Lieber Papi!Ich vermisse dich ganz doll und die Nadya auch.Seit du nicht mehr bei uns bist,lacht niemand mehr und ich weiß das Nadya dich auch vermisst!Wieso bist du nicht zu unserem Wochenende gekommen.Ich habe so auf ich gewartet und...“ Weiter kommt der Inspektor nicht.Die Mutter scheint den Brief versteckt zu haben,damit der kleine Dennis die Enttäuschung nicht sehen konnte.Cora Bauer hatte so viele Sorgen auf ihren Schultern tragen müssen. Doch irgendein Teilchen fehlt noch,etwas ganz kleines.Unterdem Sofa liegt noch ein Brief.Bisher blieb er unbemerkt,jetzt hebt ihn Kappler wie in Trance auf. Die Antwort auf einen Hartz IV Antrag.“Bestätigung.Sie erhalten hiemit ...“Bei dem genannten Betrag stockt Kappler. „Ergibt sich aus dem Unterhaltzahlungen ihres Mannes,sowie dem Kindergeld...“ und so weiter und so fort.Doch Cora Bauer hat von ihrem Ex-Mann nie Geld erhalten und jeglicher Versuch der Kontaktaufnahme verlief ins Leere. „.....ihren abermaligen Antrag auf mehr Unterstützung können wir somit nicht nachgehen gemäß.....“ Doch mit der aufgeführten Summe konnte man doch keine dreiköpfige Familie ernähren.Nicht in Deutschland.Den letzten Brief den sie findet,ist eine Nachricht vom Jugendamt: „Da ihre Kinder bei ihnen anscheinend nicht mehr ausreichend versorgt werden,bleibt uns nichts anderes übrig als ihnen die Kinder am Montag den 1.8.2005 wegzunehmen.Hochachtungsvoll....“ Buchholz dreht sich um,will vielleicht noch mehr Indizien,doch Adriane Kappler hält ihn am Arm fest. „Clemens,Sie brauchen nicht weiter suchen.Der Fall ist ganz klar.“ Er schaut sie verwirrt an. „Diese Frau ist Opfer der Bürokratie und Justiz in Deutschland,sowie ihres Ehemanns .Ihr Freitod ist klar,zwar selbst gewählt,doch dahin getrieben.Das Beweisen diese Briefe.Auch verstehe ich nun den versuchten Mord an ihren Kinder.Falsch,aber ein Verzweiflungstat einer mittellosen Frau.Nadya und Dennis Bauer sollten nicht in so einer Welt bei Pflegeeltern aufwachsen!“ So etwas war Buchholz in seinen 30 Jahren Dienstzeit noch nicht untergekommen. „Ich glaube,das wird jetzt öfters geschehen.Jetzt wo wir Hartz IV haben!“Buchholz geht hinaus um nachzudenken. Kappler bleibt noch einen Moment bei Cora Bauer stehen.Hoffentlich hat diese Frau jetzt den Frieden gefunden,den sie im Leben nicht gefunden hat. Adriane Kappler betete auch dafür,dass sich die Großmutter der beiden Kinder annehmen würde. Dann wäre wenigstens ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Dann verließ sie den Plattenbau.Ein Protokoll war zu schreiben.

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Denschie
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Registriert: Not Yet

hallo anonymus,
für einen krimi ist mir der text nicht spannend
genug. der ablauf der handlung ist zu linear, zu
durchsichtig. es fehlen dramatische elemente,
unsicherheiten.
nach dem inhalt zu schließen bin ich mir gar nicht
sicher, ob du einen krimi schreiben wolltest.
es klingt eher nach einer gesellschaftskritischen
story. aber auch hier würde ich sagen: zu durchschaubar,
zu stereotyp.

quote:
So etwas war Buchholz in seinen 30 Jahren Dienstzeit noch nicht untergekommen. „Ich glaube,das wird jetzt öfters geschehen.Jetzt wo wir Hartz IV haben!“
das ist wohl reichlich übertrieben und deshalb schon
wieder unfreiwillig komisch.
nach einem komma solltest du ein leerzeichen einfügen.
es finden sich außerdem reichlich rechtschreib- und
zeichensetzungsfehler. manchmal stimmen die bezüge
innerhalb eines satzes nicht.
insgesamt finde ich, du solltest den text noch einmal
in ruhe und mit hilfe eines rechtschreibprogramms
überarbeiten.
viele grüße,
denschie

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