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Leselupe.de > Krimis und Thriller
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Eingestellt am 21. 08. 2001 12:33


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Breimann
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Liebe und Leidenschaft

Liebe und Leidenschaft

Es würde keinen Sonneschein geben, das war mal sicher. Und dabei hatte sie sich diesen „schönsten Tag des Lebens“ immer mit blauem Himmel und Sonnenschein vorgestellt. In ihren Träumen waren ihre blonden Haare ständig in flirrendes Sonnenlicht getaucht; natürlich hatte sie dabei ein langes, weißen Brautkleid getragen – mit Schleppe und allem drum und dran.
Es regnete, und sie trug ein eng geschnittenes, graues Kostüm, das allerdings ihre Figur hervorragend zur Geltung brachte.
„Ein schlechtes Omen“, dachte Siggi und seufzte.
„Sie dürfen die Braut jetzt küssen!“
Sie sahen sich an, lange, erforschten sich, und erblickten doch nur ihre Augen: grüne (Udo bei Siggi) und graue (Siggi bei Udo).
Er fasste ihre kleinen Hände; sie waren warm und etwas verschwitzt. Sie schluckte und legte ein kleines Lächeln auf, dass ihm „Glück“ signalisierte. Er lächelte sofort zurück und zog sie an sich. Seine Augen schlossen sich und seine Lippen suchten blind nach den weichen, vollen Lippen seiner Frau.
Einige junge Burschen auf den hinteren Bänken des Standesamtes klatschten frenetisch Beifall, stießen sich an und kicherten.
„Langsam!“
„He! He!“
„Wartet noch ein paar Stunden!“
Sie löste sich, indem sie Udo sanft wegschob, drehte sich zu den Zuschauern und lachte; jetzt war es ein freies, gefühlsmäßiges Lachen. Aber alle Augen, in die sie sich rasch hinein sah, blickten an ihr vorbei, trafen den verlegenen Blick ihres Mannes.
Ihr Lachen war so schnell weg, wie es gekommen war. Nur einen Augenblick hatte sie das Gefühl gehabt, dazu zu gehören. Aber das war wohl ein Irrtum, dachte sie ernüchtert – und wütend.
„Saublödes Landvolk! Dämliche Bauern!“, murmelte sie – hörbar – wie sie einen Augenblick später erschrocken feststellte.
Jetzt hatte sie plötzlich fast alle Augen eingefangen. Aber da war der zustimmende, auffordernde, verständnisvolle oder auch belustigte Blick, den sie für Udo bereit gehalten hatten, blitzschnell einem starren, finsteren, feindseligen, oder auch schnippischen Blick gewichen.
Nur die Bauernburschen, Freunde von Udo, die auf der letzten Bank saßen, die hatten ihre gemurmelten Worte nicht gehört; sie grinsten anzüglich, zogen sie mit den Augen aus oder blickten sie einfach aufreizend verlangend an.
„Spinnst du, Siggi?“, flüsterte Udo.
„War nicht so gemeint, entschuldige“, flüsterte sie zurück und drehte sich schnell um, nutzte das Räuspern des Standesbeamten, um sozusagen das Thema zu wechseln.
„So, nun noch die Unterschriften der Trauzeugen, und dann können sie diesen glücklichen Tag gebührend feiern“, verkündete er mit säuerlichem Blick, denn er war nicht eingeladen.
Die Gratulanten standen Schlange. Zuerst kam Udos Mutter Marga, eine herrisch blickende Frau mit hagerem Gesicht, einem spitzen Kinn, das mit blonden Haarbüscheln bewachsenen Warzen trug, mit verkniffenen Lippen und einem streng gebundenen grauen Haarknoten.
„Ich wünsch dir viel Glück!“, bemerkte sie mit vielsagendem Blick zur Schwiegertochter, und hauchte ihrem Sohn einen Kuss auf die Wange.
„Ich wünsch dir alles, was Udo gut tut!“, flüsterte sie dann Siggi zu; sie sah sie dabei nicht an.
„Das kriegt er auch so“, flüsterte sie zurück.
Udos Schwester Gertrud gratulierte ihr wortlos, nickte nur und küsste Udo langanhaltend. Am liebsten hätte Siggi laut „He! He!“ gerufen, aber das hätte sicher nur die nächsten bösen Blicke produziert. Sie war noch immer unverheiratet und „hässlich wie der hinkende Köter auf dem Hof“, wie Siggi spöttisch dachte.
Sie gab den jungen Burschen, die grinsend Schlange standen, lässig die Hand und ignorierte ihre bewundernden und anzüglichen Blicke.
„Am liebsten würden die geilen Böcke mich mit ihren Augen ausziehen“, dachte sie zufrieden.
Sie war hübsch – oder sogar schön – das wusste sie zur Genüge. Sie mochte ihr schmales Gesicht, das sanft geschwungene Kinn und die hohen Backenknochen. Die hochgesteckten Haare, die sich kokett in Löckchen an den Seiten herunter kringelten, machten ihren langen, schmalen Hals sichtbar. Stolz war sie auf ihre grünen Augen und die weiße Kette makelloser Zähne. Und ihre Figur konnte sich auch sehen lassen, da war sie sich sicher; sie hatte sich oft genug im Spiegel beobachtet, hatte sich hin und her gedreht; sie hatte lange, schlanke Beine, eine gute Taille und einen üppigen Busen.
„Udo kann froh sein, dass er mich bekommt“, dachte sie und sah ihn von der Seite an. Sie hatten inzwischen alle ein Glas Sekt in der Hand und nippten, wie sie´s vom Fernsehen kannten, oder kippten ihn hemmungslos. Udo sprach laut mit seinen Freunden, die ihr dabei immer wieder verstohlen Blicke zuwarfen.
„Er sieht aber auch ganz gut aus“, dachte sie zufrieden und musterte seine athletische Figur, seine modische Frisur und sein männliches Gesicht.
„Etwas brutal“, fand sie, sah er schon aus, aber insgesamt sehr männlich. Seine scharf geschnittene Nase unterstrich diesen Eindruck noch; nur wenn er lachte, dann verlor sich dieser harte Ausdruck und er wirkte nett und sogar weich.
„Wie hat die ihn nur verlassen können! Was ist da bloß abgegangen?“
„Udo hat Glück gehabt! So was Hübsches findet man bei uns im Dorf nicht“, hörte sie einen breitschultrigen Mann sagen, den sie nicht kannte. Er sprach mit ihrer Schwägerin, von der sie als Antwort nur „Na, ja!“ hörte, der Rest wurde gemurmelt.
Sie genoss die Situation; sie stand im Mittelpunkt und dabei war´s ihr egal, ob sie gemocht wurde, oder nicht.
„Ich mag euch auch nicht“, dachte sie und lächelte ihre Schwägerin Gertrud an, die schnell wegsah.
„Was ist das schade!“, rief ihre Schwiegermutter. „Eine Hochzeit ohne kirchliche Trauung ist doch nur die Hälfte – oder weniger!“
„Es geht eben nicht alles!“, rief Udo, der sich von seinen Freunden trennte und zu seiner Mutter schlenderte. „Ist alles Monis Schuld; die blöde Zicke hätte ja nicht abhauen müssen!“
Er sah aus den Augenwinkeln den aufmerksamen Blick von Siggi und schob schnell nach: „Gott sei Dank, hat sie sich aus dem Staub gemacht. Sonst hätte ich dieses Schmuckstück heute nicht heiraten können.“
Er lachte laut, drehte sich ganz zu ihr um und strahlte sie an. Sie kannte die Geschichte zur Genüge und hatte keine Lust, sie an ihrem Hochzeitstag noch einmal zu hören.
„Ich hab Hunger!“, rief sie Udo zu. Er lachte, ließ sich das Sektglas noch einmal nachfüllen und trank den Sekt in einem Zug.
„Dann los! Das Essen wartet!“

Es war eine typische Bauernhochzeit - mindestens entsprach das der Vorstellung von Siggi, die bei ihren Freunden in der Stadt ganz andere Feiern gewöhnt war.
Eine Drei-Mann-Gruppe spielte seit ihrer Ankunft im „Wilden Ochsen“ pausenlos „Altertümchen“, die vor Siggis Geburt ihre Glanzzeit erlebt haben mussten.
Es gab Schweinebraten, Erbsen und Möhren, Kartoffeln und fette, braune Soße. Die Teller wurden hoch voll gepackt aus der Küche getragen und die Bedienung erntete dafür jedes Mal bewundernde, oder zustimmende Ausrufe – manchmal auch einen aufmunternden Klaps auf den Hintern.
„Wunderbar!“, „Hm, das duftet!“, „Hoffentlich gibt´s Nachschlag!“
Als Nachspeise gab´s Eis; Schokolade und Vanille; die Rufe „Nachschlag!“ wurden jedes Mal mit grellem Lachen unterlegt.
Mit „Hallo!“ begrüßten die Männer die erste Runde Schnaps; „Doppelte Ladung bitte!“. Und danach gab´s pausenlos Bier. Ab und zu trank man wieder Schnaps und die Frauen schlürften süßen Wein, der von der Mosel stammte.
„Ich sag immer: Wenn schon Wein, dann muss es ein guter sein!“, tönte Siggis Schwiegermutter. „Das saure Zeug können andere trinken! Bei uns kommt nur Gutes auf den Tisch!“
Dann wurde getanzt. Siggi und Udo eröffneten die Tanzerei, die erst weit nach Mitternacht endete.
Siggi musste mit allen Männern tanzen, die ihre Frauen nicht dabei hatten, oder Junggesellen waren; sie fühlte die bewusst herbeigeführten engen Kontakte, ohne darauf zu reagieren. Die Männer sprachen nicht beim Tanz, konzentrierten sich auf den Takt der Musik, ihre unbeholfenen Füße – und auf ihren Körper.
Nur ein junger Bursche, der sich als Fred vorstellte, fing ein Gespräch an.
„Udo hat Glück, dass er dich gekriegt hat.“
„Oder ich ihn!“
„Na ja! Ist ja wohl egal. Siehst super aus! Wenn du mal Abwechslung brauchst – ich bin immer für dich da!“
„Übernimm dich nicht! Bist du denn schon erwachsen?“
Er wurde rot, machte ein beleidigtes Gesicht und sagte nichts mehr. Siggi war müde und wollte nur noch ins Bett. Ihre Schwiegermutter, die rechts neben ihr saß, hatte noch nicht ein Wort zu ihr gesagt - außer „Prost!“ beim ersten Glas Wein. Siggi gähnte anhaltend und hielt sich schon seit einiger Zeit dabei nicht einmal mehr die Hand vor den Mund.
„Tanz mit mir!“
Fred war jetzt schon ziemlich betrunken und schwenkte ihren Oberkörper wild in alle Richtungen. Seine Schritte hatten nichts mehr mit dem Rhythmus der Musik zu tun; er wollte nur sein rechtes Bein zwischen ihre Oberschenkel zwängen.
„Stop! Verschwinde, du geiler Zwerg!“
Udo stand schwankend neben ihnen, in der Hand ein halb volles Bierglas. Er versuchte streng auszusehen, stierte Fred an. Dann zog er ihn am Arm mit sich und drückte den glasig blickenden Fred von der Tanzfläche.
Die Männer waren allesamt betrunken; die meisten Frauen lächelten blöde in ihre Weingläser oder pendelten zwischen Toilette und Hof; Unterhaltung gab es schon längst nicht mehr. Niemand beachtete den kleinen Zwischenfall. Siggi blickte sich um; sie roch den kalten Rauch und den Bierdunst; sie hatte genug; ihr Spaß an der Sache war plötzlich weg.
„Komm! Wir hauen ab“, flüsterte sie Udo ins Ohr, der sie mit einem starren Blick ansah.
„He! Hört mal alle zu! – Siggi und ich haben jetzt was Besseres vor! Ihr wisst schon!“
Er lachte schallend und anzüglich. Die, die noch verstanden was er sagte, lachten laut auf und einer rief: „Brauchst du Unterstützung?“
„Schaff ich noch allemal alleine! Mindestens fünf Mal, mein Lieber!“
Wieder lachten einige Männer; die Frauen sahen Siggi an, suchten nach Erröten und keusch niedergeschlagenen Blicken. Aber Siggi sah geradeaus, quer durch den Saal zur Tür und wünschte sich weit weg.

Sie hatte fast nichts getrunken, trotzdem schmerzte ihr Kopf, als sie am Morgen über den stillen Bauernhof ging. Udo schlief noch; er schlief bereits, seitdem er die Hose abgestreift hatte und schnarchend ins Bett gefallen war; er hatte die ganze Nacht Töne abgesondert, als läge er im Sterben.
„Mindestens fünf Mal, - ha“, dachte sie und war gleichzeitig froh über seinen tiefen Schlaf; sie mochte keine besoffenen Männer.
Sie kannte sich aus auf dem Hof; sie wohnte seit fast drei Monaten hier; sie hatten nur noch auf den Vollzug der Scheidung gewartet, um endlich zu heiraten. Sie genoss die ländliche Stille mit ihren „Nichtgeräuschen“, wie sie immer sagte, wenn Pferde wieherten und Kühe schnaubten, die ihre Mäuler tief ins Silofutter steckten.
„Du bist saublöd!“, hatte ihre Mutter gesagt, zu der sie immer Mona sagen sollte, und ihr einen Vogel gezeigt. „In spätestens drei Monaten biste wieder hier! Wetten!“
Ihre Mutter! Sie hätte gerne Mama zu ihr gesagt, aber dann hätte es eine Ohrfeige gegeben.
„Schlimm genug, dass ich ein Kind hab, brauchst mich nicht ständig dran erinnern! Warst ein blöder Unfall, wenn du weißt, was ich meine.“
„Bildende Künstlerin“ sagte sie allen Leuten, die sie nach ihrem Beruf fragten und lachte dabei ihr rauchiges, vulgäres Lachen, das sie aus der Bar mitgebracht hatte, in der sie sich an jedem Abend auszog.
„Was ich mache, ist Kunst in Reinkultur; jeden Abend neu! Ist doch egal, wie du Geld machst! Hauptsache, du machst Geld – und zwar genug!“, hatte sie Siggi erklärt, die sich gegen Vorwürfe der Klassenkameraden wehren musste.
Als Siggi zum ersten mal in der Bar ihrer Mutter erschien, war ihre Mutter so stolz, dass sie jeden Freier zuerst zu ihrer Tochter schleppte.
„Guck sie dir an! Mein Küken! Meine jüngere Schwester Siggi! Na? Ist das was? Die macht ihr Geld bald im Schlaf!“, hatte sie gerufen und vor Lachen rau gebrüllt.
Und an diesem ersten Abend war Udo aufgetaucht. Er war mit einem Freund gekommen, saß trübsinnig an der Bar und stierte in sein Glas.
„Mach ihn an, Siggi!“, raunzte ihre Mutter sie an. „Der Junge hat Geld; ich kann´s riechen!“
„Lass mich in Ruhe, Mona! Ich bin Gast hier! Ich leg mich nicht unter ein besoffenes Schwein“, hatte sie wütend geantwortet.
„Üben! Sollst ja nur mal üben! Marktwert testen, sagt unser Chef immer.“
„Leck mich, Mona! Ich kenne meinen Marktwert! Ich will keine Nutte werden!“
Sie hatte ihn nicht angemacht, aber nach einer Stunde hatte Udo sie zum Tanz aufgefordert. Sie fand ihn sympathisch, als sie bemerkte, dass er nicht betrunken war - und sie auch nicht anmachen wollte.
„Bist du alleine hier?“, hatte er gefragt.
„Ja! Ich bin Gast hier - und nicht angestellt!“
Er hatte gelacht und sie belustigt angesehen.
„Meinst du, sonst würde ich mit dir tanzen? Ich rieche Nutten auf hundert Meter! Kann sie nicht ausstehen! Widerliches Volk!“, hatte er böse gesagt.
Sie hatten sich an einen Tisch in einer der Nischen gesetzt. Udos Freund hatte sich wohl ein Barmädchen geangelt; er war nicht mehr zu sehen.
Und dann, nachdem sie sich vorgestellt hatten, erzählte Udo von sich, beschrieb seinen Bauernhof, auf dem eine Frau keine Arbeit verrichten müsste.
„Außer im Haus - wie jede Hausfrau. Ich brauch keine Magd!“
Und später, als sie eine halbe Flasche Wein geleert hatten, erzählte er von seiner Frau, die ihn vor mehr als acht Monaten von einem Tag auf den anderen verlassen hatte.
„Alle Kleider, Schuhe, Schmuck – alles hat sie mitgenommen. Ich war auf dem Feld und als ich am Abend auf den Hof fuhr, war sie weg.“
„Hatte sie Gründe?“
„Sicher! Sie hat einen Abschiedsbrief auf ihrem PC geschrieben. Sie hätte einen Freund, mit dem sie nach Südfrankreich gehen würde. Sie käme nicht mehr zurück. Ich könnte machen, was ich wollte; sie sei mit einer Scheidung einverstanden."
Am nächsten Tag hatte er den Brief genommen und war zu seinem Anwalt in der Stadt gefahren. Er hatte die Scheidung eingereicht und wartete jetzt auf den Ablauf der Frist.
„Es war schwierig. Sie wollten sie unbedingt abfragen; sie sollte Formulare ausfüllen. So ein Quark! Wie sollte ich sie erreichen? Aber jetzt ist alles klar. In vier Monaten bin ich frei!“, hatte er zufrieden gesagt.
Sie hatten ihre Adressen ausgetauscht und sich dann ein bis zwei mal in der Woche getroffen. Bei ihrem dritten Treffen waren sie auf seinen Hof gefahren. Er hatte seinen Besitz vorgeführt – ohne Stolz - und am Abend waren sie zum ersten Mal intim geworden. Eine Woche später war sie zu ihm gezogen.
„Ich fass es nicht! Aufs Land willst du dumme Kuh? Du machst dein ganzes Leben kaputt!“, hatte ihre Mutter erklärt und ihr wütend beim Packen geholfen.
„Und wenn du dich erschießt! Zu deiner Hochzeit mit diesem Landei komme ich nicht! Ich kenn die Sorte Pastorentöchter und Chorgänse; ich lass mich doch von diesen alten Weibern nicht begaffen, als wenn ich drei Köpfe hätte. Heiraten musst du allein!“
Sie war tatsächlich nicht gekommen, hatte nicht einmal Glückwünsche geschickt.

Siggi ging in den Pferdestall, streichelte die rausgestreckten Köpfe; sie mochte Pferde.
Sie entdeckte bereits am ersten Tag die Kutsche, und damit ihre Leidenschaft. An jedem Tag, an dem das Wetter es zuließ, ließ sie sich von Hubert, dem Verwalter, der auch die Tiere betreute, die Kutsche anspannen. Hubert hatte ihr auch gezeigt, wie sie ohne Hilfe auf den hoch angelegten Kutschebock kam – und ebenso wieder runter.
„Stellen sie die Kutsche hier neben den Betonsockel; da ist das Gülle-Silo drunter; da können sie bequem in die Kutsche und wieder raus.“
„Was ist ein Gülle-Silo?“
„Eine stinkige Sache! Da läuft aus allen Ställen die Schiete und die Pisse von den Tieren rein. Wenn’s voll ist, pumpen wir´s in Kesselwagen und düngen damit die Felder. Wollen sie mal reinriechen?“
„Oh Gott! Nein! Mir wird schon schlecht, wenn ich an den Gestank denke!“
Er hatte laut gelacht und etwas vom noch schlimmeren Mief in der Stadt gemurmelt. Die Betondecke war wirklich wie ein Podest; drei Betonstufen führten auf die Platte. Wenn sie die Kutsche geschickt positioniert hatte, brauchte sie nur noch einen Schritt hochsteigen, um auf den steilen Kutschbock zu kommen.
„Ist extra für Stadtpflanzen gemacht!“, hatte Udo grinsend gesagt, als er beobachtet hatte, wie sie mit einem Sprung von der Kutsche auf der Platte landete.
Sie fuhr oft eine ganze Stunde lang völlig alleine, im Schritt-Tempo, durch die nahen Wälder oder über die ewig langen Wirtschaftswege.
„Heute nicht!“, sagte sie zum Braunen, der ihr mit aufforderndem Schnauben die Nüstern entgegenstreckte. „Heute ist ein anderes Programm angesagt! Morgen – ich versprech´s dir!“

Udo saß mit verkatertem Gesicht am Küchentisch und lächelte verlegen, als sie hereinkam.
„Na? Möchtest du mich verführen, Bräutigam?“
„Hör auf! Mir ist schlecht, sauschlecht“
„Nix mit Bett und so?“
„Nix mit allem! Schnapp dir die Kutsche und fahr raus. Ist doch ein Superwetter. Oh, verdammt!“
Er rannte zur Toilette und die Würgegeräusche wollten nicht aufhören.
„Mein Gott! Wie siehst du aus!“, sagte sie erschrocken, als er sein graues Gesicht durch die Tür steckte.
„Hau ab! Fahr raus! Ich werde schon alleine fertig; bin nicht unerfahren.“
Sie blickte durch das niedrige Küchenfenster; der Himmel war blau, kaum Wind - die Blätter an der Birke zitterten nur leicht.
„Er hat recht“, dachte sie und stand auf.
Hubert war nicht zu sehen; Sonntags unternahm er zwischen den Fütterzeiten oft ausführliche, lange Inspektionen der Felder.
Sie hatte Hubert oft genug zugesehen und konnte dem gemütlichen Braunen problemlos das Geschirr anlegen; das Einspannen in die Kutschendeichsel war sowieso leicht für sie; das hatte sie schon mehrfach alleine geschafft. Sie führte den Braunen neben das Gülle-Silo und stieg in die Kutsche. Als sie vom Hof fuhr, lag das niedrige, alte Haus still und wie geduckt in der Sonne.
Der Waldweg begann hinter dem Maisfeld; es war einsam hier und still. Nur Vogelgezwitscher und die Geräusche der im Sand mahlenden Räder waren zu hören.
Als sie den Mann am Wegrand stehen sah, glaubte sie zuerst an eine Täuschung. Die Schattenmuster der Blätter verwischten seine Konturen; er stand reglos da.
„Fred! Was machst du denn hier?“
„Ausdünsten! Schnaps und Bier freisetzen!“
Sie musste lachen und sah ihn genauer an. Er wirkte im Vergleich zu Udo recht ausgeschlafen; sein Lächeln freute sie.
„Fährst du ein Stück mit mir? Kannst ja dabei ausdünsten.“
„Wirklich? Gerne!“, rief er und sprang mit einem großen Satz auf den Kutschbock.
Sie fuhren zunächst schweigend, genossen die laue Luft und die schattigen Waldwege. Dann spürte sie, dass er näher rückte. Durch das dünne Kleid spürte sie seine Hitze und schob sich an den Rand des Sitzes. Bei nächster Gelegenheit wendete sie, fuhr aus dem Wald heraus und nahm den nächsten Wirtschaftsweg, der zum Hof führte. Sie konnte die Gebäude schon erkennen; die Fenster blinkten im Sonnenschein, als er sie am Arm berührte.
„Ich mag dich, Siggi. Darf ich dich einmal küssen? Nur einmal! Bitte!“
Er schaute sie an wie ein großer, braver Bernhardiner und sie musste lachen. Was soll´s, dachte sie und hielt ihm die geschlossenen Lippen hin.
Er küsste sie sanft, dann drängend, schob seine Hand in ihren Nacken und sie öffnete ihre Lippen. Es gefiel ihr, und der leichte Schwindel machte sie fast willenlos. Aber als sie seine andere Hand auf der Brust spürte, schüttelte sie ihn ab.
„Schluss! Das war nicht abgemacht! Es reicht für jetzt und alle Zeit! Und wehe, du sagst ein Wort zu deinen Freunden. Wenn ich was darüber höre, sage ich, du hättest mir aufgelauert und mich vergewaltigen wollen!“
Sie hatte es mit einem drohenden Unterton gesagt; er sah sie erschrocken an und nickte.
„Kannst dich drauf verlassen! Ich mag dich und will dir nichts Schlechtes. Hier im Dorf mögen sie dich nicht. Sie sind neidisch und glauben, du wärst der eigentliche Grund, warum Moni damals abgehauen ist.“
„Was hatten sie mit Moni zu tun?“
„Sie mochten Moni, sie war von hier, aus dem Dorf; sie ist hier zur Schule gegangen. Ich weiß, dass du nicht der Grund für ihre plötzliche Abreise warst; Udo hat mir erzählt, dass sie wohl schon länger einen Freund in der Stadt hatte.“
„Wie war sie denn?“
„Sie war so schön wie du, aber sie machte alle Männer an; Udo war ständig eifersüchtig. Er soll sie einmal verprügelt haben – sagt man!“, fügte er entschuldigend hinzu.
„Und du? Hattest du auch was mit ihr?“
Er wurde puterrot und schüttelte den Kopf.
„Nein! Nicht einmal geküsst hab ich sie – ehrlich.“
Sie hatten nicht auf ihre Umgebung geachtet; der Braune zog gerade die Kutsche durch den Torbogen, als Udo neben ihnen auftauchte. Sie fuhren zusammen, als er sie mit sich überschlagender Stimme anschrie.
„Hab ich euch erwischt? Gestern geheiratet und heute bumst sie mit meinem Freund! Hört das denn nie auf? Verschwinde! Hau ab und komm mir nie wieder auf den Hof!“, schrie Udo und zog den völlig verblüfften Fred vom Kutschbock.
Fred, der mehr als einen Kopf kleiner war als Udo, ging mit schnellen Schritten zum Weg zurück, sah sich noch einige Male sichernd um.
„Mit dir rede ich noch! Spann ab und komm rein!“, sagte er scharf zu Siggi, drehte sich um und verschwand im Haus. Sie saß wie erstarrt auf dem Kutschbock und konnte keinen klaren Gedanken fassen.
„Hü!“, sagte sie dann leise und schlug dem Braunen ungewohnt heftig die Zügel auf den Rücken. Wie in Trance rangierte sie die Kutsche neben das Silo, wickelte die Zügel um die Brüstung und sprang aus der Kutsche.
Sie fiel und fiel; es wollte nicht aufhören!
Dann kam alles gleichzeitig: Ein irrer Gestank, schlüpfrige Nässe, über dem Kopf zusammenschlagende Gülle.
Sie schluckte tief und wollte entsetzt schreien; sie wusste instinktiv, dass sie den Mund voller Scheiße hatte. Sie tauchte durch den Sprung fast bis auf den Boden und erst als sie wieder hoch kam, wurde ihr Entsetzen vollständig. Sie war in das Gülle-Silo gestürzt!
„Neiiiin!“, gurgelte sie.
Sie sah ein dämmriges Licht über sich. Im Rücken spürte sie die nasse, glatte Betonwand des Schachtes; ihre Hände stießen an die gegenüberlegende Wand. Ihre Augen waren verklebt; in der Nase war Gülle, die sie schnaubend ausprustete.
Sie strampelte mit den Füßen wie im Schwimmbad, um nicht wieder einzutauchen. Gleichzeitig suchten ihre Hände mit panischen Bewegungen nach einem Absatz in den Schachtwänden. Da war nichts!
Weiter! - Nichts! Nur glitschige Nässe! Die anderen Seiten! Da musste doch eine Leiter sein! Nichts! Sie stieß sich den Kopf an der Wand, tauchte unter, schnappte nach Luft und schluckte wieder Gülle. Der Gestank machte sie fast wahnsinnig.
„Wenn ich raus bin, lieber Gott, dann stell ich mich eine ganze Woche unter die Dusche und trinke hundert Liter Wein und Bier!“
Ihre Beine wurden immer schwerer; dann fiel ihr ein, dass sie um Hilfe rufen musste.
„Hilfeeeee! Udoooo! Udoooo! Hilfeeeee “
Sie strampelte, schrie, ihre Hände rasten über die Wände, suchten nach einem Halt. Sie betete, wild und in Bruchstücken! Sie schwor! Sie weinte und schrie immer leiser.
Dann - nach langer Zeit - kam alles fast gleichzeitig: ihre Beine verkrampften, ließen sich nicht mehr bewegen, die Arme sackten schlaff, gefühllos herunter, tauchten in die Gülle, ihr Kopf war wie vernebelt und aus ihrer Verzweifelung wurde willenlose Ergebenheit.
„Ich ertrinke in Kuhscheiße!“, dachte sie noch, dann sackte sie weg, hing schlaff in der dicken Brühe. Ihre langen Haare schwammen auf der Gülle und sahen nicht mehr blond aus.

Udo hatte wütend auf sie gewartet, war dann, noch immer leicht benebelt, eingeschlafen. Als er wach wurde, stand er taumelnd auf und öffnete das Küchenfenster. Er sah den Kopf des Braunen, der ruhig, wie eine Wachsfigur im Hof stand.
„Mist! Wo ist das Weib!“
Er stürmte raus und im Laufen begriff er schon, dass da was nicht stimmte. Er erblickte die leere Kutsche neben dem Silo, sah das Loch vom Siloschacht, entdeckte den Deckel, der einige Meter weiter lag, - und wusste es! Er rannte und schrie: „Siggi! Siggi!“
Er stürzte sich auf den Betonboden, der ihm Arme und Schienbeine verschrammte. In der Dunkelheit des Gülleschachtes konnte er zunächst nichts erkennen; dann, als sich seine Augen gewöhnt hatten, sah er die Haarsträhnen.
„Siggi!“, schrie er erneut, hängte sich über den Rand, versuchte ihre Haare zu fassen. Er hatte keine Chance, da fehlte eine Menge. Er sprang auf, raste in den Stall, griff einen langen Eisenhaken und sprintete zurück. Der Haken verfing sich in ihrem Kleid, riss sicher auch ihre Haut auf. Er hatte sie! Mit aller Kraft zog er, bekam sie hoch, fasste ihren Arm, ließ den Haken in die Gülle fallen und zog sie, nach hinten stürzend, auf sich.
Er wusste, dass sie tot war! Er blieb liegen, sah in das grelle Licht der Sonne, fühlte ihren Körper auf sich liegen und schmeckte die Gülle, die von ihren Haaren in sein Gesicht lief.
Er legte sie langsam, sanft, als wollte er sie vor Verletzungen schützen, an die Seite, stand auf und fiel wieder hin; seine Beine waren ohne Kraft.
Er kniff die Augen zu, blieb noch einige Minuten liegen, atmete tief und als er die Augen wieder öffnete, sah er in die grünen Augen von Siggi. Ihr Gesicht lag dicht vor seinem. Ihre Haut war bräunlich gesprenkelt, wässerige Gülle lief langsam über die starren Pupillen.
Jetzt konnte er aufstehen. Er taumelte, schlingerte, war ohne einen klaren Gedanken. Dann stand er vor dem Telefon, griff den Hörer und wählte 112.
„Unfall! Meine Frau! Ertrunken! Kommen sie schnell! – Ach so! Merler Hof!“
„Scheiße! Scheiße!“, dachte er. „Was ist da passiert? Wer hat das gemacht?“
Die Sirenen waren erst sehr leise, wurden lauter, dann waren verschiedene Töne zu unterscheiden, die sich überlagerten, eine eigentümliche Melodie formten, die - wie immer - von Unglück und Tot handelte.
„Wie bei dem großen Geläut am Sonntag, wenn die zwei kleinen mit den zwei großen Glocken zusammen spielen“, dachte er, und sah die Wagen in einer Staubwolke den Feldweg rauf fahren.
Er stand auf, als Polizeiwagen, Feuerwehr und Notarzt durch die Hofeinfahrt fuhren; mit einem gequälten Heulton verstummten die Sirenen.
Teilnahmslos stand er dabei, als der Arzt Siggi untersuchte. Sie fotografierten ohne Unterbrechung; Fotos vom Hof und vom Silo, von der Kutsche, die noch immer vom Braunen abfahrbereit gehalten wurde, vom Braunen, der beim Blitz mit dem Kopf ruckte, von Siggi aus allen Positionen, von dem Loch im Silo, und zum Schluss mehrere vom Deckel.
Über dem Silo hing eine Glocke aus Gestank, der aus dem offenen Silo und von dem langsam trocknenden Kleid Siggis hoch stieg. Die Beamte hielten sich hin und wieder die Nase zu, wenn sie tief Luft holten.
Dann wurde gemessen, die Tiefe des Silos ausgelotet und der Geruch naserümpfend notiert. Der Abstand vom Loch zum Deckel interessierte sie so sehr, dass sie ihn zwei Mal maßen.
Niemand sprach mit ihm. Dann kam der Leichenwagen und Siggi wurde in einen Blechsarg gelegt.
„In die Rechtsmedizin!“, forderte ein ziviler Polizist, der wohl nicht älter war als Udo.
Der Hof leerte sich schnell. Als Feuerwehr-, Notarzt- und Einsatzwagen der Polizei durchs Tor verschwunden waren, stand nur noch ein Zivilwagen neben der Kutsche. Der Braune ließ ergeben den Kopf hängen, scharrte hin und wieder mit den Vorderhufen im staubigen Hofbelag. Dann erst entdeckten sie Udo - wenigstens taten sie so.
„Sie sind Udo Merler?“
Er nickte und schwieg. Sie standen zu Dritt um ihn herum, belauerten ihn, sahen abschätzend auf ihn herunter. Er saß immer noch auf der Kante des Silos, dicht neben der Treppe.
„Jetzt erzählen sie mal! Was ist passiert?“
Er sah hoch in die teilnahmslos wirkenden, jungen Gesichter. „Wir haben gestern geheiratet.“
„Oh! Das tut mir leid“, sagte der junge Beamte und lächelte blöde.
„Wer sind sie denn? Sie haben sich nicht vorgestellt!“, sagte Udo ärgerlich.
„Ach so! Wir sind aus der Kreisstadt. Kripo. Mein Name ist Jürgens, das ist Bolder und der Kleine ist Hansen.“
„So was hab ich noch nie erlebt – und das will was heißen! Also, wie kommt ihre Frau in dieses Silo? Haben sie eine Erklärung dafür?“, fragte der Kleine.
„Nein. – Doch! Sie ist aus der Kutsche gestiegen und in den Schacht gefallen.“
„Aha!“
„Aha! Aha! Sie stieg immer so aus der Kutsche! Sie sehen doch, dass die Kutsche noch immer da steht!“
„Ja gut. Kann nicht mal einer den Gaul von der Kutsche befreien?“
„Hubert, mein Verwalter, kommt gleich. Er ist unterwegs. Dem Braunen macht das nichts aus.“
„Meinetwegen. Wo waren sie, als das passierte?“
„Ich hab geschlafen; ich war müde von der Feier – und mir war schlecht; es war spät gestern.“
„Und ihre Frau war alleine mit der Kutsche unterwegs? Und hat alleine die Schachtabdeckung geöffnet?“
„Ja – nein! Die Schachtabdeckung wohl nicht; der Betondeckel ist zu schwer für sie.“
„Sieh an! War er denn schon auf - der Schacht -, als ihre Frau abfuhr?“
„Ich glaube nicht; ich weiß nicht; ist ja Sonntag heute; wer sollte den öffnen – und wozu?“
„Sehen sie! Da haben wir schon die gleichen Zweifel!“
„Was für Zweifel?“
„Am Unfalltod ihrer Frau“, sagte Jürgens im Wegdrehen.
„Haben sie vor, zu verreisen?“, fragte Bolder, ein blasser Mann, der bisher im Hintergrund geblieben war.
„Nein, wieso?“
„Wir brauchen sie noch. Bleiben sie auf dem Hof, oder informieren sie uns, wenn sie wegfahren.“
„Und morgen kommen sie vor Mittag - mit ihrem Verwalter - ins Präsidium“, ergänzte der Beamte Hansen und gab ihm eine Visitenkarte.

Sie waren längst verschwunden, als Hubert durchs Tor kam. Er ritt den Falben, der ihm von Udos Vater geschenkt worden war.
„Guten Morgen! Ausgeschlafen?“
Udo saß noch immer auf der Silotreppe, hatte aber inzwischen den Braunen von der Kutsche befreit und in den Stall gebracht.
„Komm her, Hubert!“, sagte er scharf.
Mit gerunzelter Stirn stakste Hubert auf ihn zu, zog den Falben hinter sich her.
„Is was?“
„Setz dich! Es hat einen Unfall gegeben. Siggi – Siggi ist tot! Sie ist aus der Kutsche gestiegen und ins Silo gestürzt.“
„Nein!“
„Doch. Polizei war hier, Notarzt und Feuerwehr. Der Deckel war nicht auf dem Schacht! Hast du ihn weggenommen?“
Er sah hart in das blasse Gesicht seines Verwalters, dessen Augenlider wild zuckten.
„Das stimmt doch alles nicht! Du machst Scherze!“
„Doch, es stimmt! Ich bin seit gestern verheiratet und seit heute Witwer!“ Er lachte grell, freudlos und schlug die Faust heftig aufs Knie.
„Sag was! Hast du den Deckel weggenommen? Du musst es gewesen sein! Es war kein anderer auf dem Hof!“
Das Zucken hatte sich verstärkt und sein Mund ging sinnlos auf und wieder zu. Er würgte und blickte zum Schacht und dann zum Deckel, der mehr als zwei Meter weiter weg lag.
Dann fand er seine Sprache wieder: „Sie ist ertrunken? In der Scheiße ertrunken? Oh, mein Gott! Gibt es etwas grausameres? Warum? Wieso? Warum ist sie alleine weg gewesen? Was ist passiert? Ihr habt doch noch geschlafen, als ich wegritt.“
„Sie nicht, sie wollte an die Luft; mir war noch sauschlecht!“
„Aber ich hab den Deckel nicht angehoben“, flüsterte Hubert stockend und Udo fühlte etwas, was er von Hubert nicht kannte.
„Sag die Wahrheit! Du hast ja keine Schuld. Niemand macht dir einen Vorwurf. Hast du den Güllestand geprüft und vergessen, ihn wieder drauf zu tun?“
„Nein! Nein! Hab ich nicht!“ Udo spürte Panik, Entsetzen – und Angst.
„Wir müssen morgen ins Präsidium. Sie wollen uns verhören; sie glauben nicht an einen Unfall.“
„Was? Was soll es dann sein? Was denn sonst?“
„Was kann´s denn sein außer Unfall? Denk nach!“
„Nein! Wer sollte das tun?“
„Eben!“

Sie fuhren nach dem Mittagessen in die Stadt. Im Präsidium wurden sie schon erwartet; die drei Beamten vom Vortag saßen an ihren Schreibtischen und sahen ungeduldig und ärgerlich aus.
„Sie kommen spät!“
„Ein Bauernhof ist kein Spielzeug! Die Tiere haben Vorrang!“, brauste Hubert auf.
„Wer sind sie?“
„Hubert Felger. Verwalter bei Herrn Merler.“
„Gut! Also haben sie überlegt, wer den Deckel entfernt haben könnte?“
„Ja“, sagte Udo und sah Hubert an. „Wir wissen es nicht.“
„Keine Idee?“
„Nein! Verdammt! Der Hof war unbewacht; da konnte jeder rein und den Deckel wegnehmen!“
„Wozu? Um Scheiße zu klauen?“
Sie schwiegen; die Beamten drehten Bleistifte und sahen vor sich hin. Dann stand der junge Beamte, der sich als Jürgens vorgestellt hatte, auf. Er stellte sich dicht vor den Stuhl von Udo und sah auf ihn herunter.
„Gab´s Streit zwischen ihnen und ihrer Frau?“
„Was? Wir waren erst ein paar Stunden verheiratet! Nein! Verdammt noch mal! Was wollen sie mit dieser Frage?“
„Noch einmal! Gab es gestern Streit zwischen ihnen?“
„Und ich sage ihnen noch einmal: Nein! Nein! Nein!“
„Aha! Wir haben da was anderes gehört. Hatten sie sich nicht einen Riesenstreit, weil sie mit ihrem Freund rausgefahren ist? Haben sie keinen Wutanfall bekommen, weil sie gesehen haben, wie sie sich geküsst haben?“
„Was? Moment mal! Wer hat wen geküsst? Wer hat ihnen das erzählt?“
„Der, der sie geküsst hat! Geben sie´s doch zu! Sie haben ihn vom Kutschbock gezogen und verjagt – und dann ihre Frau bedroht.“
„Fred!“
„Richtig! Fred Burger! Er ist ein wunderbarer Zeuge; hält nichts hinter dem Berg. Ist ihre erste Frau nicht verschwunden, weil sie durch ständige Wutanfälle und Prügel wegen angeblicher Untreue genervt war?“
„Nein! Dorfgeschwätz! Sie hatte einen anderen!“
Was wissen sie darüber, Herr Felger?“
„Ich? – Nichts. Da war nie was.“
„Na gut. Haben sie sonst etwas bemerkt? Haben sie jemanden auf dem Hof gesehen, der da nicht hin gehörte? Haben sie Siggi Merler und ihren Freund, diesen Fred Berger, zusammen gesehen?“
Nein, nichts hab ich gesehen.“
„Gut! Sie können gehen.“
„Und mein Chef? Kann ich auf ihn warten?“
„Da müssen sie lange warten, befürchte ich. Sie werden vorläufig auf ihn verzichten müssen.“
Hubert ging rückwärts raus, tastete blind nach der Klinke und ließ keinen Blick von seinem Chef, der mit gesenktem Kopf auf dem Stuhl hockte.

Sie hatten ihn tatsächlich in U-Haft genommen; ein Richter hatte sofort den Haftbefehl ausgestellt. Er hatte zwar seinen Anwalt kommen lassen, aber der alte Hassel hatte keine Entlastung vorbringen können; nur die Tatsache, dass sie doch erst am Vortag geheiratet hatten. Das hatte den Richter schmunzeln lassen; er hatte wohl schon ganz andere, wesentlich bessere, Entlastungsversuche erlebt.
Sie waren allein im Besucherzimmer; Udo durfte mit seinem Anwalt die Untersuchungsergebnisse durchsprechen.
„Sie haben am Körper von Siggi Verletzungen gefunden, die nicht vom Sturz stammen können, sagen sie“ erklärte der Anwalt, der schon Udos Vater bei kleineren Strafsachen vertreten hatte.
Seine Hände zitterten, als er die Unterlagen aus der Tasche zog. Er schichtete sie ordentlich auf und begann zu blättern.
„Sie haben noch weitere Zeugen gefunden, die aussagen, dass du Moni geschlagen hast. Sie suchen sie jetzt mit Interpol, wollen ihre Version hören.“
„Was wollen die mit Moni? Was hat die damit zu tun? Was wollen die mir anhängen? Mord? Ich habe Siggi nicht getötet. Bei allem, was mir heilig ist!“
„Ist dir was heilig? Sag das nicht so leicht!“
„Verdammt! Bist du mein Anwalt, oder nicht? Ich habe sie nie, nie geschlagen - und vor allen Dingen auch nicht getötet!“
Sie brüteten und fanden keine Erklärung, keinen Ausweg. Die Indizien schienen lückenlos und passend zu sein.
„Als hätte einer dran gedreht“, seufzte Udo.

Am dritten Hafttag kam seine Mutter. Sie hatte sich ihr bestes Kleid angezogen; ihr hartes Gesicht sah aus, als wäre es aus Stein.
„Hör zu! Du warst es nicht! Das wissen alle! Aber die Bullen wollen dir was anhängen! Das lassen wir uns nicht gefallen. Ein Merler lässt sich von so einem Pack nicht verunglimpfen. – Und du auch nicht! hast du gehört?“
„Ich hab es gehört, Mutter! Aber was willst du tun?“
„Es muss doch was geben, was dich entlastet!“
„Keiner glaubt, dass Siggi alleine ins Silo gestürzt ist. Keiner glaubt, dass ein Unbekannter den Deckel entfernt hat. Keiner glaubt mir, dass ich mit Siggi glücklich war!“
„Das letzte glaube ich auch nicht! Du weißt, wo sie herstammt. Sie war ein Flittchen wie ihre Mutter. Und sie hat dich geangelt, weil du reich bist; sie wollte Geld – dein Geld, mein Lieber!“
„Glaub, was du willst! Du hast keine Ahnung von uns, - von Siggi. Du kanntest sie doch gar nicht! Wir haben uns geliebt; das ist das Einzige, was stimmt!“
„Und dass sie deinen Freund als Geliebten hatte? Dass sie dich am Tag nach der Hochzeit schon betrogen hat? – Und wer weiß, wie oft schon vorher!“
„Alles gelogen! Hör auf! Und verschwinde! Es reicht mir!“

Die Tage in der U-Haft schlichen dahin. Das frühe Tageslicht weckte ihn und er saß dann teilnahmslos auf dem Bett bis zum späten Abend. Sein Essen rührte er kaum an, schlich sofort wieder aus dem Essensraum in die Zelle.
Nach einer Woche teilte ihm sein Anwalt mit zittriger Stimme mit, dass die Ermittlungen abgeschlossen seien. Er müsse schon bald mit dem Prozess rechnen.
„Sie klagen dich an wegen Mord aus niedren Beweggründen! Nimm dir einen jungen, erfahrenen Anwalt, Udo. Ich bin zu alt – und ich hab mit solchen Sachen keine Erfahrung. Für deinen Vater ging es meist um kleine Sachen; Diebstahl, Grundstücksdinge und Betrug. Ich reite dich nur tiefer rein. - Die Sache steht schlecht!“
Udo hatte während der ganzen Nacht nicht geschlafen; seine Gedanken hatten ihn wach gehalten. Er wusste zu gut, wie es stand und was passieren würde. Als die Morgendämmerung grau durchs Fenster gekrochen war, hatte er endlich Klarheit gehabt. Er hatte von diesem Augenblick an eine seit langer Zeit nicht mehr erlebte Ruhe verspürt.
„Vielleicht ist das alles kein Zufall“, hatte er geflüstert und sich dann für die notwendigen Entscheidungen vorbereitet.
Er sah seinen Anwalt lange an und schüttelte den Kopf.
„Ich will keinen anderen Anwalt. Du machst es, so gut du kannst. Und mach keinen Wirbel! Sie werden mich verurteilen - unschuldig verurteilen! Sie werden auf Mord oder Totschlag erkennen und mich für etliche Jahre in den Knast schicken.“
„Verdammt, Junge! Das kann doch nicht dein Ernst sein! Du darfst nicht aufgeben!“
„Ich hab ja nicht aufgegeben. Ich will es so, wie ich´s gesagt habe!“

Es wurde schon früh dunkel. Der Herbst schnibbelte kräftig an den Tagen herum, machte sie kurz und die Zeiten der Dämmerung, in denen man in seine Gedanken versank, unendlich lang.
Udo zog seine Jacke enger; er fröstelte und er fühlte sich elend. Er schlurfte mit gehörigem Abstand hinter dem Vollzugsbeamten her, der die trennenden Türen geräuschvoll öffnete und schloss; der Schlüsselbund rasselte dabei in immer gleichen Tönen.
Hassel, sein Anwalt wartete auf ihn, wischte fahrig mit den Händen über die Platte des Tisches, der mitten im kahlen, viel zu großen Raum stand.
„Junge! Du siehst schlecht aus! Wir machen uns Sorgen; deine Mutter schläft nicht mehr, sie rennt ständig zum Arzt.“
„Das ist doch nichts Neues! Bist du deshalb gekommen?“
„Nein! Sei nicht so bitter; versuch doch zu verstehen, dass du nicht alleine unter dem Urteil und diesen Umständen leidest.“
„Ach? Leidet noch jemand? Warum? Nur ich hab ein Recht auf Leiden! Zehn Jahre sind lang; netto sind´s zehn Jahre, sagtest du. Stimmt´s?“
„Ich sag´s ja: du bist verbittert! Ja! Zehn Jahre sind lang. Das ist der Grund, warum ich hier bin. Ich möchte dich bitten, nochmals über einen Revisionsantrag nachzudenken; es gibt doch neue Fakten!“
„Unwichtige! Das Geständnis von Hubert, dass er den Deckel abgedeckt hatte, ändert doch nichts!“
„Doch! Jetzt wird ein Unfall wahrscheinlicher! Er hat ihn einfach vergessen, als er wegritt.“
„Ach was! Mach dir doch nichts vor! Ich hatte dadurch nur die bessere Gelegenheit! Ich brauchte sie nur in die vorbereitete Falle zu werfen! Basta!“
„Weißt du denn, was der Richter sagen wird? Greif ihm doch nicht vor! Wir sollten die Möglichkeit wenigstens nutzen!“
„Nein! Endgültig nein!“
„Verdammt, Junge! Warum nicht?“
Sie schwiegen sich an, fanden keine Möglichkeit mehr, das Gespräch fortzusetzen. Durch das vergitterte Fenster fiel ein Streifen weißes Licht von der Hoflampe; es war schon dunkel draußen. Udo wollte zurück in seine Zelle, suchte nach einem passenden Schlusswort. Er blickte den alten Mann an, erforschte seine Miene, erkannte Resignation und auch Trauer. Er tat ihm plötzlich leid, dieser grundehrliche, einfache Anwalt, der sich schuldig fühlte, weil er nicht clever genug war. Als er die Hilflosigkeit des Mannes erkannte, da war er entschlossen; er musste es ihm sagen.
„Hör zu! Du bist doch noch mein Anwalt. Stimmt´s?“
„Sicher. Warum?“
„Du wirst über das, was ich dir jetzt sage, für immer schweigen! Wirst du?“
„Wenn du es willst, - ja.“
„Ich muss mit jemandem darüber sprechen. Mit Mutter geht das nicht; die bekäme Schreikrämpfe.“
„Also los! Was ist es für ein Geheimnis. Hat es damit zu tun, dass du keine Revision willst?“
„Ja. Ich sitze hier für eine Tat, die ich nicht begangen habe. Wirklich nicht! Das weißt du! - Und ich büße damit für eine Tat, die ich sehr wohl begangen habe.“
„Muss ich das verstehen?“
„Wirst du gleich, warte! - Moni hat mich nicht verlassen! Moni ist tot! Ich habe sie ermordet; sie liegt unten im Gülle-Silo – seit einem Jahr schon.“
„Udo! Du verrennst dich; bist du noch normal?“
„Sicher! - Soweit ich das beurteilen kann. Also, hör zu! Moni hat mich nach Strich und Faden betrogen, immer wieder. An dem Tag, als es passiert ist, kam sie erst am Morgen aus der Stadt. Ich hab gerade Gülle abgepumpt, als sie auf den Hof fuhr. Sie rümpfte die Nase und wollte grußlos ins Haus. Ich hab sie festgehalten, wollte sie zur Rede stellen. Weißt du, was sie gesagt hat? Verschwinde, du stinkiger Güllebauer! Lass mich in Ruhe, ich bin müde.“
„Aber...? So war Moni doch nie. Ich kenne sie schon als kleines Kind; mach mir nichts vor!“
„Nichts weißt du von ihr! Keiner hat sie gekannt! Sie war... Ach, Mist, es ist egal. Ich hab die Beherrschung verloren, ich war wahnsinnig vor Wut. Erst hab ich ihr meine von Gülle verschmierten Hände ins Gesicht geschlagen, immer wieder – und dann hab ich sie am Hals gefasst. Lange, lange. Ich hab ihr dabei in die Augen gesehen. Ich hab gesehen, wie sie starb; ich hab zugesehen! Es hat mir plötzlich Spaß gemacht; sie hat gelitten und sie wusste, dass sie sterben würde!“
„Mein Gott! Du hast sie wirklich getötet!“
„Ja. Verstehst du endlich? Ich hab ihr danach vier von den neuen Randsteinen um den Leib gebunden und sie in die Gülle geworfen. Weißt du, was scharfe Gülle mit einer Leiche macht? Ich war jedenfalls von dem Augenblick an, als sie wegsackte, völlig klar und ruhig. Ich glaub sogar, ich hab laut gelacht. Ich war sie los!“
„Udo! Du hast einen Menschen getötet!“
„Na und? Sie war selber schuld; sie hat´s nicht anders gewollt! Der Rest war einfach. Ich hab auf ihrem PC den Abschiedsbrief geschrieben, ihre Unterschrift durchgepaust, ganz fein, und dann nachgemalt. Alle ihre Sachen hab ich ins Auto gepackt: Schuhe, Toilettensachen, Wäsche, Kleider, einfach alles. Dann bin ich bis nach Köln gefahren und hab die Sachen auf Kleider-Container vom Roten Kreuz verteilt. Die Papiere – Ausweis, Pass und Führerschein - hab ich verbrannt. Den Schmuck hab ich ins Silo geworfen, der gehörte ihr ja. So ist es gelaufen, - so einfach war alles.“
Sein Anwalt war blass, er stierte auf die Tischplatte, auf der sich vertrocknete Kringel von Wassergläsern abzeichneten. Draußen weit weg, hörte man kurz eine Autohupe. Udo schob seinen Stuhl zurück und stand auf.
„Verstehst du jetzt? Ist jetzt alles klar? Büße ich genug für meine Tat? Gilt diese ungerechte Strafe als Vergeltung, oder muss ich für den Mord mit einem eigenen Urteil büßen?
Er bekam keine Antwort, und als er an die Tür klopfte, um wieder in die Zelle gebracht zu werden, saß sein Anwalt noch immer da, als sei er erstarrt.

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gladiator
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Harter Stoff....

...und nach meinem Gefühl auch gut erzählt, bis auf das, was mir aufgefallen ist.

1. Ab und zu scheinen mir die Gewichte in der Geschichte falsch verteilt. Viel über Siggi und ihre Motive für die Ehe, aber eher wenig über das eigentliche Drama, die erste Ehe mit Moni und ihr Verschwinden. Die Motive der ersteren spielen letztlich keine große Rolle, sind also eher Nebelkerzen, aber am Ende fragt man sich, wieso der Leser nicht anfangs mehr über das erste Drama erfahren hat. Ohne das klar wird, worauf es hinaus läuft...

2. Gut wäre vielleicht gewesen, den Tod von Siggi nicht zu schildern, sondern ihn durch Udo entdecken zu lassen. So würde der Leser darüber rätseln, was wirklich passiert sein könnte...

3. Die Bauernhochzeit ist treffend geschildert, ich habe solche Feierlichkeiten des öfteren über mich ergehen lassen müssen, und habe sie auch ähnlich empfunden. Aber wenn Du sie so negativ schilderst, läßt Du dem Leser keine Chance, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Etwas mehr Zurückhaltung und "neutrale" Schilderung würde der Passage gut tun.

4. Die Schilderung des Geständigen ist immer einer schwierige Sache, weil der Autor denkt, er muß jede noch so kleine Kleinigkeit (Schmuck in der Jauche, Pässe verbrannt) erklären...Das ist aber gar nicht der Fall, wenn der Schuldige sein Geständnis endlich herausbrechen läßt und würde nur funktionieren, wenn der Ermittler erzählt, wie er der Sache auf die Spur gekommen ist (Hercule Poirot und Sherlock Holmes können das immer noch am besten).
So wird der Dialog am Ende etwas konstruiert. Das ist schade, weil vor allem die Dialoge im ersten Teil ziemlich gut gelungen sind.

Gruß
Gladiator

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Breimann
???
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ist es, die ich von so einem Portal erwarte. Und dank gladiator und einigen anderen, hat man ab und zu so ein gutes Erlebnis; da hat jemand die Geschichte bewusst, ganz, analytisch und mit Sachverstand gelesen. Ich werde in einer späteren Version diese kritikpunkte ganz sicher berücksichtigen.
Mit Dank
eduard
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