Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92263
Momentan online:
439 Gäste und 14 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Durst
Eingestellt am 18. 05. 2002 19:01


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
The Girl Who...
Routinierter Autor
Registriert: Dec 2001

Werke: 29
Kommentare: 14
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Ich möchte dir pralle, saftige Weintrauben auf Deine Zunge legen. Dich mit StĂŒcken eines reifen Granatapfels fĂŒttern. Den Saft einer Blutorange auf deine Lippen tropfen lassen. Deinen Mund mit sĂŒĂŸen Mangoscheiben verfĂŒhren.

Den Geschmack von reifen, exotischen FrĂŒchten soll meine Zunge spĂŒren, wĂ€hrend ich sie kreisend und neckend ĂŒber deine Lippen fahren lasse. Meine Finger will ich dein Gesicht ertasten lassen, deinen Nacken, deine Schultern, krĂ€ftig und glatt, wĂ€hrend ich Rinnsale von Saft von deiner Kehle lecke.

Ich will dir hart in die Brustwarzen beißen, wĂ€hrend Saft an dir herunterlĂ€uft, runter bis zu deinem Bauchnabel, wo er sich zu einem See aus sĂŒĂŸem Kribbeln und flĂŒssiger SĂŒĂŸe sammelt; einem See, aus dem ich mit unstillbarem Durst trinke.





Meine HĂ€nde wollen ĂŒber deine schmalen HĂŒften fahren, mit festem Griff deinen Hintern kneten und dich gleichzeitig meiner neckenden Zunge nĂ€herziehen. Dein harter Schwanz wĂŒrde sich meinem Mund entgegenstrecken, meinen Biss erwartend; ich will meine Lippen ĂŒber ihn streichen lassen, meinen warmen Atem ĂŒber ihm aushauchen, schließlich Wein und Salz, Erdbeere und Pfirsich von ihm schmecken.

Meine Lippen wollen sich um ihn schließen, ihn sĂ€ubern von der sĂŒĂŸen Milch einer heruntergefallenen Kokosnuss, die uns am Strand von einer Palme direkt vor die FĂŒĂŸe fiel. Ich will mit dir spielen, dich manipulieren, bis dein eigener Saft sich mit der SĂŒĂŸe verbindet, mit der ich dich verfĂŒhrt habe.

Ich will dein Gesicht sehen, wĂ€hrend du unter mir erzitterst, und sich der warme Strom deiner Frucht in meinen Mund ergießt, sich deine HĂ€nde in meine Haare graben, die nun verklebt sind von Frucht und Lust. Ich will zusehen, wie du dich gegen den Stamm der Palme am Strand zurĂŒcklehnst, sich dein Atem verlangsamt, du deine Augen verschlossen hĂ€ltst.

Ich will dich trinken.


__________________
He who doesn't forget his first love will never experience his last. --- Majakowskij

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Aceta
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 122
Kommentare: 715
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Aceta eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Huuuiii -

sehr interessant, schöne Bilder,
phantasievolle Vorstellung ...
- nur: zu "bissig" !
*lÀchel*
- Du mußt die Lippen gebrauchen, nicht
die ZĂ€hne - sonst macht es ihm Angst!
*lÀchel* -
Ein schöner Einstand - mach' weiter!!

Liebe GrĂŒĂŸe

Aceta
__________________
mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

Bearbeiten/Löschen    


antebear
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Apr 2002

Werke: 32
Kommentare: 45
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Sehr nett. Wirklich sehr sehr nett.
Direkt beim Lesen ist es, als wĂŒrde man selber in solch eine Rolle fallen. Ein schönes GefĂŒhl.
Herrlich bildlich beschrieben, real.
Und die FrĂŒchte machen alles bunt und rund.
Liebe GrĂŒĂŸe

__________________
Gedichte spiegeln das Traurige und Schöne des Lebens wieder. Nur in ihnen steckt die Wahrheit..

Bearbeiten/Löschen    


Monfou
???
Registriert: Feb 2002

Werke: 0
Kommentare: 0
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Pardon, ich persönlich finde den Text peinlich und voller Kitsch. Die Bilder sind ohne jede OriginalitĂ€t - unendlich oft wurden diese Bilder gebraucht - und es fehlt fĂŒr mich jeder raffinierter Umgang mit den Bildern. Sex und Erotik zu beschreiben, ist doch an sich noch keine QualitĂ€t. Die Frage ist: wie beschreibe ich es. Dieser FrĂŒchte-BrĂŒste-Kram ist schwer verdaulich.

Ich muss gestehen, ich hatte mal eine junge Mailpartnerin, die schrieb mir hunderter solcher Mails, bis ich meine Mailbox sperrte.
Wenn ihr es nicht glaubt, stell ich hier mal anonym eine kleine Probe ein! Sie sind etwa 100 mal besser. Wetten?

Monfou

Bearbeiten/Löschen    


Monfou
???
Registriert: Feb 2002

Werke: 0
Kommentare: 0
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Korrektur

Liebes Girl...

ich muss hier entschieden die Art meines Vorredners (Monfou) ablehnen. Er hat gewiss keine Berechtigung hier von Peinlichkeiten und Kitsch zu sprechen. Ich unterstelle mal, dass es wohl seine schlechte Laune war gepaart mit einer Erinnerung an Texte Àhnlicher Art (Mails), die ihm die Ausgewogenheit des Urteils unmöglich gemacht haben.

Ich schreibe jetzt nicht, dass der Text mir gefĂ€llt, aber ich wĂŒnsche mir doch das Urteil meines Vorredners (Monfou) als Schimpferei aus purer Lust an der Schimpferei anzusehen.

Ich unterstellte auch, dass mein Vorredner (Monfou) vielleicht ein wenig verwirrt war, da er zuvor aus seiner Sicht sehr anregende, gut instrumentierte Texte (Verdreht)der Autorin gelesen hat und hier plötzlich einen so ganz anderen, weicheren Tonfall fand.

Also unterstelle ich noch als letztes, dass mein Vorredner (Monfou) um Nachsicht fĂŒr seine Schroffheiten bittet.

Liebe GrĂŒĂŸe

Monfou
PS: NatĂŒrlich werde ich nicht AuszĂŒge von Mails einstellen. Es sei denn, sie wĂ€ren von mir.

Bearbeiten/Löschen    


Aceta
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 122
Kommentare: 715
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Aceta eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Ein Fall von Schizophrenie ???

wie muß ich denn diese Korrektur von Monfou an Monfou verstehen - oder kann frau das nicht verstehen, sondern nur eine psychiatrische Diagnose vermuten - oder schreiben da völlig verschiedene Geister unter einem Account ???
Ja seid Ihr denn von allen guten Geistern verlassen - legt Euch fĂŒr mehrere Leute ggf. auch mehrere Accounts zu, insbesondere dann, wenn Ihr Euch so uneins seid!!

Irgendwie innewohnt auch Sex gelegentlich eine gewisse Wiederholung - dennoch: wer wĂŒrde finden, es sei doch alles schon da gewesen - genug ??
*lÀchel*

Solange ein Gedicht neue Worte findet, der Thematik eine neue emotionale Farbe verleihen kann, neuerlich eine Stimmung und Freude und Anregung im Leser hervorrufen kann, ist es Kunst und Poesie und wertvoll sowieso -

Aceta


__________________
mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

Bearbeiten/Löschen    


Dominik Klama
???
Registriert: Nov 2008

Werke: 40
Kommentare: 685
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Das amĂŒsiert mich. Das gefĂ€llt mir. Das finde ich ziemlich gelungen. (Wenn auch nicht ganz, aber nun ja...) Ich entdeckte das in der Prosa-Gesamtausgabe der Leselupe unter der Rubrik „Erotische Geschichten“. Dort gibt es von The Girl Who noch einen Paralleltext, Hunger, der direkt daneben steht. Von der Art her ziemlich Ă€hnlich, auch Hunger hat den Akt aus weiblicher Sicht, ist dort die Frau gewollt die ganz Passive, wĂ€hrend sie hier die Aktive ist. Auch wird in Hunger deutlicher, dass diese weibliche ErzĂ€hlerin sich fĂŒr sadomasochistische Praktiken begeistern kann. Hunger ist also der etwas hĂ€rtere, weniger poetische Text.

Mir gefĂ€llt, dass eine weibliche Protagonistin in beiden Texten als jemand dargestellt wird, die sich „auf schlichten Sex beschrĂ€nken“ kann. Das heißt, es darf angenommen werden, dass die jeweils auftretenden Personen, Frau und Mann, außerhalb der kurzen Texte eine umfassendere Beziehung auf verschiedenen Ebenen menschlichen Zusammenlebens haben, aber fĂŒr diese Texte hat sich die Autorin entschieden, sich auf den Sex zwischen diesen beiden Menschen zu beschrĂ€nken. Sie „entschuldigt“ den Sex also nicht, indem sie zum Beispiel erzĂ€hlt, wie die Personen sich kennen und schĂ€tzen gelernt haben, was sie sonst alles so erleben miteinander und, ganz wichtig, dass sie sich lieben tĂ€ten aus tiefster Seele, dass also der Sex „nur ein Aspekt“ in einer viel umfassenderen NĂ€he von Herz zu Herz, Hand zu Hand, Kopf zu Kopf darstellte. Das, meine ich, bekommt man von Frauen eher selten geliefert. Und ich kann mich gar nicht erinnern, bei der Leselupe so etwas schon mal gelesen zu haben.

Es ist aber nun mal, was mich interessiert und was mir gefĂ€llt: Dass sich jemand hinstellen kann und sagen, guter Sex ist eine Form von GlĂŒck, ist ein Fest im Leben. Einfach aus sich heraus und nicht als Bild fĂŒr irgendwas anderes, zum Beispiel fĂŒr Gleichklang der Seelen. Wie jeder weiß, der ihn schon mal hatte, ist Sex aber ja nie wirklich so gut, wie er hier wohl sein soll, wenn die Seelen nicht im Einklang sind miteinander. Nur ist es einfach nicht wahr, dass man diese Erfahrung nicht auch mit Partnern machen könnte, an die man von vornherein ĂŒber einen Weg gelangt ist, der besagt: Hier geht es nur um Sex, hier wird nur Sex gemacht, mehr passiert hier gar nicht. Wie es andererseits vorkommen kann, dass man mit jemandem von Charakter zu Charakter eine perfekte Harmonie erzeugt, im Bett es dann aber doch einfach nicht so richtig passt.

Wir leben ja nun in Zeiten, wo man uns mehr oder weniger tĂ€glich einhĂ€mmert, Sex sei etwas unerhört Wichtiges, sozusagen eines der zwei, drei höchsten GĂŒter, die wir im Leben ĂŒberhaupt erreichen können. (Und wir mĂŒssen uns dann entsprechend geben unter den Menschen und stĂ€hlen und zurechtmachen, um ihn zu erreichen.) Das stimmt aber nicht. Sex ist keineswegs das Wichtigste im Leben, seine Bedeutung wird meist radikal ĂŒberschĂ€tzt. (Aber ohne ihn leben wollte ich wirklich nicht.) Nur hat sich da seit der großen Befreiung in den sechziger und siebziger Jahren (sichere EmpfĂ€ngnisverhĂŒtung, Neudefinition der Geschlechterrollen, wir wissen es) nach und nach wieder eine ganz abgestandene traditionelle Ideologie eingeschlichen. Welche unter anderem besagt, zu viel Sinnlichkeit fĂŒhrt zu Dekadenz und Charakterverfall, wird sich am Ende unweigerlich an uns rĂ€chen (Aids und so weiter), da sie ja nicht „natĂŒrlich“ sei. Jedenfalls nicht die Art von Natur, wie sie in der Bibel steht. Und auch besagt, dass zwar Jungs und MĂ€nner sich eben ihre Hörner abstoßen mĂŒssen und von der Natur ja wohl auch mal mit diesem Deckhengstinstinkt ausgestattet wurden, damit die Menschheit ĂŒberleben konnte, in der Eiszeit oder so. Aber Frauen seien da ja wohl etwas zivilisierter, weil sie deutlich weniger am reinen Sex und viel mehr an der Partnerschaft interessiert seien. Was dann irgendwann schon auch mal wieder einfach heißen wird: „MĂ€nner sind Schweine. MĂ€nner bespringen alles, was sie können. Boys will be boys, kannst du nichts machen dagegen. Aber Frauen werfen sich nicht weg. Frauen schlafen nur mit jemand, wenn sie lieben, wirklich und tief lieben.“ Was man frĂŒher schlicht „Doppelmoral“ nennen konnte, ein Wort, das wir mittlerweile fĂŒr die Geschlechterrollenproblematik in der islamischen Welt reserviert haben.

The Girl Who macht das nun ĂŒberhaupt nicht mit. Und das liebe ich an ihr. Ich beneide sie – und andere Frauen auch - darum, dass sie das dĂŒrfen im kulturellen Diskurs, weil sie eben Frauen sind. Sage ich das Gleiche als Mann, kann mir jede Person, die schon seit fĂŒnfzehn Jahren keinen beglĂŒckenden Geschlechtsverkehr mehr erlebt hat, um die Ohren hauen, ich sei ein Sexist, letztlich Menschen verachtend, da ich das Menschliche aufs Tierische zu reduzieren trachtete.

„Dein harter Schwanz wĂŒrde sich meinem Mund entgegenstrecken... Ich will meine Lippen ĂŒber ihn streichen lassen, ...schließlich Wein und Salz von ihm schmecken.“
LĂ€sst man mich als Mann so etwas noch schreiben? LĂ€sst man es mich schreiben, wenn ich als heterosexueller Mann Entsprechendes ĂŒber das weibliche Geschlechtsorgan da drin sage (und mit einem ebenso krĂ€ftigen Wort wie „Schwanz“)? LĂ€sst man es mich sagen, wenn ich es als homosexueller Mann mit exakt diesen Worten schreibe? Obwohl es einfach stimmt. Ich will genau das, was sie hier geschrieben hat. Es verleitet mich wahrlich niemand dazu. Sondern ich bin es, der das will.

Ich habe mich ernsthaft, besonders bei der LektĂŒre von Hunger, gefragt, ob das wirklich von einer Frau kommt. Ob da ein Mann nicht einfach die Geschlechter im Geist ausgetauscht hat oder ein Schwuler sich als Frau maskiert, damit er machen darf, was noch geht, „Pornografie“ von Frauen. (Wobei sie nun wirklich nicht die Regel ist. Ich blĂ€ttere immer wieder mal rein in LL’s „Erotische Geschichten“, um Texte von dieser Sorte aufzuspĂŒren. Da mir inzwischen scheinen will, dass MĂ€nner so etwas nicht mehr veröffentlichen können, sonst sind sie Schweine, schaue ich mir in letzter Zeit vermehrt die erotischen Geschichten von Frauen an. Und sie sind alle nicht so wie diese hier. Bis jetzt jedenfalls.)

„Dein harter Schwanz wĂŒrde sich in meinen Mund schieben und den Geschmack von Salz bringen.“ Darf man das schreiben? Denn Pornografie darf man ja nicht schreiben in der Leselupe. Ich meine: Der Satz, ganz allein fĂŒr sich betrachtet, ist einigermaßen pornografisch. Ein solcher Satz oder meinetwegen sieben davon in einer Story, die zehn Seiten lang ist, ist aber natĂŒrlich nicht das Ganze. Man muss sich den ganzen Text anschauen. Und dann merkt doch eigentlich jeder, der seine sieben Zwetschgen beisammen hat, ob etwas pornografisch ist, nĂ€mlich ausschließlich oder primĂ€r dazu angerichtet, die geschlechtliche Erregung anzuregen und zu steigern, oder ob es ein Text mit erotischer Thematik und ein paar deftigen „Stellen“ ist. Das ist aber genau, was diese Zeitgenossen, die einen bevormunden wollen, immer tun: Absichtlich verstehen sie etwas als Pornografie miss, um es ausmerzen zu können. Sie fĂŒhlen schon irgendwie, dass Zensur zu aufgeklĂ€rten demokratischen Gesellschaften schlecht passt. Aber sie wollen nun mal unbedingt zensieren.

Da ich genau dies schon erfahren habe, man hat mich rausgeschmissen aus dem Schriftstellerforum vor diesem hier, schreibe ich meine erotischen Texte mittlerweile nicht mehr mit dieser unverblĂŒmten erotischen Sprache, die The Girl Who hat. Ich bin ja keine Frau, bei mir ist man strenger. (Oder tu ich? Hab ich’s vergessen? Kann sein...) Sondern ich gehe zum Beispiel irgendwann hin und ersetze solche Wörter und Handlungen, wie sie sie hier hat, die vorher richtig dagestanden haben, durch falsch gebaute SĂ€tze und sinnlose Vokabeln. Weil ich mir sage: Die Erwachsenen werden sich dann schon denken können, was da eigentlich mal los war. Aber mir kann keiner vorwerfen, ich hĂ€tte es geschrieben. Und was passiert? Ein Leser meldet sich und sagt, der Text sei hingeschludert und geschlampt und strotze vor Ungereimtheiten.

Jetzt aber endlich mal wirklich an den Text ran!
Wie wir hier eher nicht, in Hunger dann aber schon begreifen, bewegt sich dieses schreibende Ich irgendwo im SM-Dunstkreis. Sagen wir einfach mal: ganz softes, liebes SM. (Ich selbst bin nicht der große SM’ler, das vorweg.) Auf diesem Hintergrund leuchtet Folgendes schon besser ein:

„Ich will dir hart in die Brustwarzen beißen, wĂ€hrend Saft an dir herunterlĂ€uft...“
Es verhĂ€lt sich nun aber eher so, dass im Allgemeinen (alle sind natĂŒrlich nie gleich) junge MĂ€nner eher kleine, etwas unempfindliche Brustwarzen haben, ĂŒber deren erotische Einsatzmöglichkeiten sie oft auch recht wenig wissen. Dagegen haben alte MĂ€nner meist wesentlich grĂ¶ĂŸere Brustwarzen, welche irgendwie empfindlicher sind und gieriger, gereizt zu werden. Jedoch empfiehlt es sich auch dann nicht, tatsĂ€chlich zuzubeißen, schon gar nicht „hart“. Nicht, dass sie deswegen groß Angst bekommen wĂŒrden, sie können ja „Stopp!“ rufen. Aber es tut einfach wirklich weh, wenn man da gebissen wird. Und es sind nicht so viele, die wirklichen Schmerz wollen im Sex. Ich rate daher, mit den Fingern, nicht mit den ZĂ€hnen an die Brustwarzen zu gehen. Mit denen kann man nĂ€mlich schön allmĂ€hlich den Druck steigern und dabei aufpassen, was schön fĂŒr den Partner ist und wo es anfĂ€ngt, ihn zu stören. (Ich könnte mir gut vorstellen, dass weibliche Brustwarzen in diesem Sinne einigermaßen anders funktionieren als mĂ€nnliche, habe aber zu geringe praktische Erfahrung, mich darĂŒber zu Ă€ußern. Diese praktische Erfahrung nachzuholen wĂ€re ich ĂŒbrigens im geeigneten Einzelfall durchaus geneigt. Es hat sich bisher nur noch nicht ergeben.)

„Dein harter Schwanz wĂŒrde sich meinem Mund entgegenstrecken, meinen Biss erwartend...“
Oh nein, nein, nein, liebe Frau! MĂ€nnliche SchwĂ€nze schenken sich diversen MĂŒndern mit wahrer Selbstvergessenheit und Preisgabewillen hin, aber wenn man sie dann beißt, ist der Ofen definitiv aus. Alles was sich ungefĂ€hr im Radius von zehn Zentimeter ums Genannte am mĂ€nnlichen Körper befindet, sollte man am besten ĂŒberhaupt nie zwischen Schneiden von ZĂ€hnen einquetschen! Da kriegt man nĂ€mlich wirklich Angst, rasende Angst, wenn einem so etwas begegnet. Ich weiß, wovon ich rede. Nein, mein Rat, man kĂŒmmere sich um solche fragilen Teile eher mit den Lippen und der Zunge. Und man kann ja dann auch mal die Lippen als Klammer oder Klemme einsetzen und sehen, ob es gefĂ€llt. Aber ZĂ€hne sind zu brutal, die so sehr aus dem Spiel lassen, wie nur geht!

„Ich möchte dir pralle, saftige Weintrauben auf Deine Zunge legen. Dich mit StĂŒcken eines reifen Granatapfels fĂŒttern. Den Saft einer Blutorange auf deine Lippen tropfen lassen. Deinen Mund mit sĂŒĂŸen Mangoscheiben verfĂŒhren. ...wĂ€hrend ich Rinnsale von Saft von deiner Kehle lecke. ...wĂ€hrend Saft an dir herunterlĂ€uft, runter bis zu deinem Nabel, wo er sich zu einem See aus flĂŒssiger SĂŒĂŸe sammelt; einem See, aus dem ich trinke.“
Granatapfel, Orange, Mango, Trauben! Also, mein Bett möge das bitte nicht sein! Ich muss danach die gesamte BettwĂ€sche waschen, alles klebt, und ich weiß nicht, ob die ganzen Flecke jemals wieder ganz verschwinden. Ich habe auch keine Gummidecke zwischen BettĂŒberzug und teurer, neuer Matratze liegen. Da denk ich dann dauernd dran, wenn sie mir das macht. Und dann kann ich nicht mehr richtig.

Nee, ĂŒberhaupt wage ich in die Debatte zu werfen, ob dieser SĂŒĂŸspeisen- und FrĂŒchte- und Sahne-Sex nicht eher was fĂŒr die Damenwelt ist. Dieses „Erdbeeren und Pfirsich“. Ich weiß, das ist wirklich schwierig, wenn man eine Sexszene beschreiben will und einem einfĂ€llt, dass das ja ungeheuer viel mit Geschmack und Geruch zu tun hat. Und dass man darĂŒber also was schreiben sollte. Da bin ich schon versucht gewesen, von Schokolade und Rosen und Himbeeren zu schreiben. Das habe ich mir verboten, weil es bei mir, weiß ja nicht, was andere Leute fĂŒr Sex haben, einfach nie so riecht und schmeckt. Sondern, rein objektiv betrachtet, aber Sex ist nun mal nicht objektiv, ja dann doch eher etwas eklig und schmutzig und schal und peinlich riecht und schmeckt. Was man dann in dem Moment zwar merkt, aber seltsamerweise fĂŒr die allerapartesten Aromen und DĂŒfte der Welt hĂ€lt. Las mal in einem amerikanischen Schwulenroman, der Sex mit einer Frau wĂŒrde nach, ach, ich hab’s vergessen!, schmecken und riechen und der Sex unter MĂ€nnern nach..., Ă€h, das kann ich jetzt hier wohl gar nicht hinschreiben, also nach gewissen Verklappungsorganen der unteren KörperhemisphĂ€re und nach gewissen Sekreten, die man ĂŒberall sonst als recht aufdringlich fĂŒr die Nase empfindet. Und es stimmt. Er schmeckt immer wieder so; beim einen mehr, beim NĂ€chsten weniger. Interessant wird’s wenn man merkt, dass man bei jemand gelandet ist, der richtig unsauber schmeckt und riecht – und genau das bringt einen erotisch enorm ins Rotieren. Dann kann man sagen: Da haben sich zwei gefunden.

Je nun, nein ich wĂŒrde abraten, die Damenwelt sollte vielleicht die MĂ€nnerwelt nicht so sehr mit Obst oder Blumen verwöhnen wollen. Das scheint mir etwas zu sein, was bei den Damen selber zieht, aber nicht so bei den Herren. Das ist irgendwie so kleinmĂ€dchenhaft, sĂŒĂŸ und romantisch und verspielt. Die meisten von den Herren sind, meiner Erfahrung nach, halt doch etwas mehr am Versauten als am HĂŒbschen interessiert, was das angeht. Und fast alle lassen sich liebend gern nach Strich und Faden verwöhnen und bedienen. Aber das wissen wir ja alle, wir MĂ€dels.

„Ich will dich trinken.“
Und da hat er sicher nichts dagegen. Gut, oben vielleicht so viel zermatschtes Obst, so viel nach unten rinnender Saft, dass man fĂŒr diesen letzten Satz dann auch genug zu trinken hat. Ich bin jetzt einfach gemein, ich dampfe diese Metapher des Gesamtinhaltes vom Text unzulĂ€ssig ein auf etwas, was in Hunger schon noch etwas klarer benannt wird. Da weiß ich nun ja ĂŒberhaupt nicht, wie das bei den Frauen ist, ob die ihre MĂ€nner gerne trinken. Aber ich weiß, dass die MĂ€nner sich (oder es) gerne „trinken“ lassen. Das gefĂ€llt den Meisten ungeheuer, obwohl es, objektiv gesehen, nicht viel mehr als eklig ist. Ich weiß auch aus eigenen, lang entschwundenen Jugendtagen, dass man „es“ durchaus auch gerne in sich laufen lĂ€sst, wenn man Mann ist und es von Mann kommt. Ist nicht wirklich wichtig, aber schön. Da habe ich in letzter Zeit, ich glaube, gleich zwei Storys in Folge gepostet, wo beim schwulen Verkehr kein Kondom benutzt wird bzw. geschluckt wird, wie wenn nichts wĂ€re. Klar wurde mir das selbst erst hinterher, da dachte ich: Das solltest du jetzt vielleicht ganz schnell noch mal Ă€ndern. Das ist ja nicht wesentlich fĂŒr die Geschichte. Und sonst sagt bloß einer, das kann man heute nicht mehr bringen, solche Texte, mit all dem Aids in der Welt. Tja, das könnte man hier auch sagen, jedenfalls bei Hunger. Aber dann wurde ich biestig und dachte: Ich lass es einfach. Warum sich eigentlich selber schon zensieren, wenn sich noch nicht einer beschwert hat? Warum nicht einfach mal annehmen, wir hĂ€tten es hier mit halbwegs erwachsenen Leuten zu tun, die wissen, dass eine Geschichte ein Text ist und keine Handlungsanweisung fĂŒr besseres Leben?

„Ich will dein Gesicht sehen, wĂ€hrend du unter mir erzitterst, und sich der warme Strom deiner Frucht in meinen Mund ergießt, sich deine HĂ€nde in meine Haare graben, die nun verklebt sind von Frucht und Lust.“

Na, ob alle kapiert haben, wie eigentlich radikal du hier wirst? Jemanden auf sich liegen oder ĂŒber sich stehen haben und einem am Gesicht abschauen, wie man den Orgasmus erlebt, das heißt schon, sich diesem Jemand ganz schön weit auszuliefern. Die Frau, die das von ihrem Mann verlangt, scheint wirklich keine schlechte Besetzung fĂŒr die Dominarolle beim SM. Ich, ehrlich gesagt hab in solchen Augenblicken die Augen eigentlich immer zu und sehe also gar nicht, ob man mir zusieht. Jedoch, was anderes: Wie auch im Zusammenhang mit dieser Strandpalme verfransen sich gegen Ende des Textes hin die Satzglieder etwas komisch ineinander. Hier bist du ĂŒber ihm, dem mit den schmalen HĂŒften (schmale HĂŒften, wow, ich liebe schmale HĂŒften – und, ach ja, auch noch: Hinternkneten ist gut, vom Hinternkneten kriegt kaum wer je genug), du liest ihm das Zittern vom Gesicht ab, dann ergießt er sich in deinen Mund und seine HĂ€nde wĂŒhlen in deinen Haaren. Wie soll das gehen? Leider ist man immer ziemlich weit von ihren Lippen weg, wenn man sich oral ihren empfindsamsten Zonen widmet. Das ist schon ein gewisses Manko am Körperbau des Mannes.
__________________
14.11.2015 Forum Lupanum Threads Höhe Zeit AufklÀrung Verteidiger: Es ist genug.

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!