Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92210
Momentan online:
425 Gäste und 16 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Durst
Eingestellt am 23. 06. 2006 22:20


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Rubin
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jun 2006

Werke: 4
Kommentare: 9
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Rubin eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Durst

Wei├če Wolken, die wie W├Âlfe fliegen,
jagen hoch am Berg die schwarzen Ziegen.

Die bohren ihre d├╝rren H├Ârner in die Wolkenb├Ąuche,
und aus den Wunden tropft es tief hinab in ihre Euterschl├Ąuche.

Die dunklen M├Ąuler stehn weit offen,
und die gespaltnen Zungen fassen
nach jedem Tropfen der goldnen Milch
und wolln nichts ├╝brig lassen.

Die schwarzen Augen kippen schr├Ąg nach oben,
die kleinen Herzen wild emporgehoben
vom s├╝├čen Gift, das s├╝chtig macht,
dem grellen Abglanz zwischen Wahnsinn und Verstehn.

Und eine Ziege lebt, und eine stirbt.
Die andern m├╝ssen weiter gehn.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


AmarettazuBlaue
???
Registriert: May 2006

Werke: 20
Kommentare: 80
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um AmarettazuBlaue eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Rubin,
das Gedicht find ich sehr spannend!
Durst nach Erkennen und Wissen?
Oder hast du es anders gemeint? Ich wei├č nicht, ob Du dazu etwas sagen willst.
Egal, ich finds toll!
Herzlichen Gru├č von Amaretta
__________________
Ch.Vero

Bearbeiten/Löschen    


ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
Kommentare: 4053
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um ENachtigall eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Hallo Rubin

Willkommen im Forum "Gereimtes" der Leselupe.

Eine Art lyrische Kurzgeschichte: mit fantasievollen Bildern in eigenwilligen Reimen sehr plastisch erz├Ąhlt.

quote:
Wei├če Wolken, die wie W├Âlfe fliegen,
jagen hoch am Berg die schwarzen Ziegen.

Die Originalit├Ąt, die hier in der Assoziation 2. Grades (Wolke>Sch├Ąfchen>W├Âlfe) liegt und sich in der "jagenden" Verbindung (Wolken jagen selbst am Berg hoch, gleichzeitig aber auch die schwarzen Ziegen hinauf) fortsetzt, gibt dem Gedicht eine unverwechselbare Note.
Leider wirken die folgenden Bilder in ihrer Beschreibung durch wiederholte "und-" und "die-" Einleitungen dagegen leicht unbeholfen auf mich. Dennoch sehr gerne gelesen!

Liebe Gr├╝├če

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

Bearbeiten/Löschen    


Rubin
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jun 2006

Werke: 4
Kommentare: 9
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Rubin eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Durst

Hi Amaretta,

es freut mich sehr, da├č Du das Gedicht spannend fandst. Und ich denke, Du hast recht. Es geht um Erkenntnis und Wissen, das war mir selbst gar nicht so klar. Ich habe wohl eher versucht, ein Gef├╝hl von Gier (nach Erkenntnis) und von Gefahr auszudr├╝cken. Als sei Erkenntnis etwas Verbotenes, wie im Garten Eden. Etwas Riskantes. Aber auch eine einmalige Chance. Deswegen der Schlu├č. Die Ziegen (oder "Sch├Ąfchen":-)), die weiter gehen, leben nicht wirklich, aber sie sterben auch nicht bzw. werden nicht verr├╝ckt. Irgendwie so.
Ganz vielen Dank jedenfalls f├╝r Deine ermunternden und klugen Worte !

Rubin

Bearbeiten/Löschen    


Rubin
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jun 2006

Werke: 4
Kommentare: 9
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Rubin eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Durst

Hallo Nachtigall,

vielen Dank f├╝r Deine Reaktion ! Das hat mir Mut gemacht, bin absoluter Neuling im lyrischen Fach (erst seit diesem Jahr). Die sich wiederholenden Einleitungen (und/die) haben etwas Leierhaftes und Einschl├Ąferndes und entsch├Ąrfen somit die Bilder. Das kann ich jetzt dank Deiner Anmerkung erst sehen. Jetzt mu├č ich nur noch herausfinden, ob ich das vielleicht unbewu├čt so wollte. Eine Art "Litanei" ? Es ist mir aber vorher gar nicht aufgefallen. Staune und freue mich ├╝ber die Hilfe, merci. Werde jetzt vielleicht noch etwas zum Besten geben:-)

Rubin

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Gereimtes Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!