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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
E P I T A P H
Eingestellt am 10. 01. 2007 10:34


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Zarathustra
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

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A o r t e n      n a h.

e i n      L i d - l a n g.      s c h m a l l i p p i g

w u n d g e s c h n i t t e n.      u n d      m i t      Z a h n s e i d e

Z a h n s t e i n      / b e r n / s t e i n / f a r b i g

v o m      H e r z      g e k r a t z t.

E i n      W u n d s c h n i t t.

.


Anmerkung (aus dem Netz)Das Epitaph „das auf dem Grab Befindliche“, ist eine Grabinschrift oder ein Denkmal zum Gedenken an einen Verstorbenen. Die Ă€ltesten Epitaphe wurden auf Ă€gyptischen Sarkophagen gefunden. Griechische Epitaphien waren meist als Epigramm verfasst.

"Der lateinische Begriff „epitaphium“ bezeichnet eine Grabinschrift oder eine Gedenktafel fĂŒr einen Verstorbenen. Isidor von Sevilla gebrauchte fĂŒr das Epitaphium die Bezeichnung „supra tumulum“. Das Epitaph kann unabhĂ€ngig vom tatsĂ€chlichen BegrĂ€bnis des Verstorbenen lokalisiert werden. ... Epitaphe werden seit dem 14. Jahrhundert hĂ€ufig nicht am Grab selbst, sondern z. B. an WĂ€nden oder SĂ€ulen einer Kirche angebracht. Ein VorlĂ€ufer des Epitaphs in dieser Form ist der Totenschild. Ab dem 17. Jahrhundert wurde das Verfassen von Epitaphen zu einer literarischen Mode.

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Was sind das fĂŒr Zeiten, wo ein GesprĂ€ch ĂŒber BĂ€ume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen ĂŒber so viele Untaten einschließt! (Bertold Brecht)

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Bernd
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Registriert: Aug 2000

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Ein Epitaph - eine Grabinschrift.
Manchmal wurde Lyrik verwendet.

Manchmal wurden fiktive Epitaphen geschrieben.
Bei diesem bin ich fast sicher, er ist fiktiv - vielleicht aber findet er Verwendung.

Was macht ihn hier zur Lyrik?

Form: Zeilenstruktur, Versform, Anordnung der Zeilen.

Inhalt: Poetische Bilder, verschlĂŒsselt, mehrdeutig.


Es ist ein Werk, das auf die Krankheit(?) des Toten eingeht. Eine Operation. Schnitte. Selbst zugefĂŒgt? (Zahnseide)

Psychische Wunden: Symbol ist das Herz.

Ein Wundschnitt - ein Schnitt wird Wunde oder dringt in die Wunde.

Das Herz ist verletzt.

Zahnstein: ĂŒberflĂŒssige Ablagerungen.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Zarathustra
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2003

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Hervorragend analysiert Bernd.

Mein Epitaph ist eigentlich die Zustandsbeschreibung eines Menschen der leidet. Leidet an der bevorstehenden aber unvermeidlichen Trennung. (Es muss ja nicht der Tod sein; - aber zweifelsohne hat alles Leid, alle Trennung den Geschmack des Todes an sich)

Die Zahnseide, das scharf schneidende, die Forensik. Tief in die Wunde hinein. Patina, Zahnstein, ... vermeindlich schĂŒtzendes wird abgekratzt. Nerven liegen blank fĂŒr den Schmerz.

Kann sein, dass eine Beziehung, eine Vorstellung, eine Hoffnung beerdigt wurde...

L.G Hans / Zarathustra


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