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Leselupe.de > Ungereimtes
EIN FREUND
Eingestellt am 26. 03. 2004 13:21


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seebaer
???
Registriert: Sep 2003

Werke: 23
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Das Revier
LĂ€nge und Breite
Abgesteckt
Definiert
Seine Welt
Und
Sein Zuhause
Dann und wann
Jedoch
Öffnen sich seine Augen
Ein Bild dringt hinein
Wandert
Durch ihn hindurch
Dringt
In sein Innerstes
Und
Erlischt

Diese StÀbe

Warum

__________________
seebÀrEs gibt zwei Unendlichkeiten, die eine ist die unendliche Dummheit der Menschen, die andere, die Unendlichkeit des Universums. Bei der Unendlichkeit des Universums bin ich mir nicht sicher. Albert Einstein

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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Klasse!!!

Ja, warum setzt man sich diese StĂ€be? Ich weiß es auch nicht, aber ich habe mein Revier auch ganz klar abgesteckt und es hindert mich oft daran, ĂŒber den Tellerrand zu schauen. Bilder erlischen, rĂŒtteln nur kurz an der Seele, am GemĂŒt oder am Gewissen und verblassen dann wieder. So traurig und doch so wahr.

Wunderbar dieses Gedicht.

LG
Sandra

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rilesi
Guest
Registriert: Not Yet

seebÀr

ohne stÀbe waere es wirklich einfacher!
gut ausgedrĂŒckt, find ich.
nette grĂŒsse von rilesi

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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

Werke: 468
Kommentare: 8220
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Hallo,

mich stört das "seine". Wenn Freund, dann "Deine"?
Ist wohl Geschmackssache?
Unten mal meine Empfindung/Interpretation/Rumdrehe.
Ich weiss nicht, wo die GitterstÀbe herkommen. Finde den Bezug am Ende nicht zu ihnen.
Schrieb ja auch mal was, mit KÀfig,StÀbe..
hm...
So wie da steht, mag ichs nicht so sehr.
Nur meine Meinung

lG
Stoffel

Dein Revier
abgesteckt
LĂ€nge mal Breite
abdefiniert
deine Welt
dein Zuhause
Dann und wann
öffnen sich
deine Augen
ein Biuld wandert
durch sie hindurch
dringt ins Innerste
erlischt
nach kurzer Zeit

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clumsy
???
Registriert: Aug 2003

Werke: 7
Kommentare: 20
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#Das Revier
#LĂ€nge und Breite
#Abgesteckt
#Definiert
#Seine Welt
#Und
#Sein Zuhause

Du schreibst es, als wĂ€re jeder Punkt fĂŒr sich wichtig fĂŒr das Ganze ... Du zwingst zum unflĂŒssigen lesen. Kein erkennbarer Rhythmus (fĂŒr mich!?) ... Absicht? Es zwingt mich jedenfalls alles einzeln und fĂŒr sich genommen aufzunehmen, wenn ich dem Takt deiner ZeilenumbrĂŒche folge.
Ich verbinde das beschriebene mit einem Freund des Sprechers (siehe Überschrift). Ein Zuhause ist abgesteckt. Klar definiert.

#Dann und wann
#Jedoch

Das Wort "jedoch" lÀsst mich stolpern. Es lÀsst mich vermuten, dass bisher etwas ganz anderes voran ging was sich jetzt Àndert, geÀndert hat, gleich Àndern wird. Im Moment seines Auftauchens ist mir nicht klar, welche Berechtigung dieses jedoch im weiteren Verlauf bekommen wird.

#Öffnen sich seine Augen

legt den Schluss nahe, dass sie vorher geschlossen waren.

#Ein Bild dringt hinein
#Wandert
#Durch ihn hindurch
#Dringt
#In sein Innerstes
#Und
#Erlischt

Wieder der abgehackte Sprachrhythmus der zumindest mich zwingt fast jedes Wort einzeln und in gleichschwerer Betonung aufzunehmen. Intention?? Zufall?? Warum??

#Diese StÀbe

Wer fragt hier? Der Betrachter/ErzĂ€hler oder der "Freund". Ich finde fĂŒr diese Frage keine Hinweise. Sind die StĂ€be die (selbst?) gesteckten definierten Grenzen die oben beschrieben wurden? Dann könnte es sich hier m.E. um eine Erkenntnis handeln die sich vollzieht: Die Grenzen werden als solche (StĂ€be) sichtbar und vielleicht weiss der "Freund" nicht, dass sie (vielleicht nur zum Teil?) selbst definiert wurden? Ahnt er es jetzt?


#Warum

Zielt die Frage hier auf diese Erkenntnis?

Naja ... Gedichte sind spannend, weil oft viele Fragen der Interpretation ĂŒberlassen bleiben. Mich stört jedoch eindeutig das >jedoch< ... denn ich finde keinen starken Hinweis im Vorangehnden auf seine Berechtigung .... :-) Jedoch heisst ja soviel wie : "Aber" oder vielleicht auch "trotzdem" oder "obwohl" . Wenn ich das ersetze komme ich darauf, das das vorher beschriebene, die definierte Heimat, geschlossene Augen verursacht haben muss oder zumindest dadurch begĂŒnstigt wurde ... oder durch offene Augen in Gefahr gerĂ€t. DafĂŒr war mir das Bild vorher allerding persönlich noch nicht stark genug, um Dir bzw. dem ErzĂ€hler zustimmend zu folgen.

Ich persönlich habe mich da allerding auch noch an etwas anderes erinnert gefĂŒhlt .... was das Gedicht fĂŒr mich damit in ein neues Licht rĂŒckt. Rilke hat einmal mit Ă€hnlichen Worten wie Du sie benutzt die Gefangenschaft eines Panthers beschrieben. Allerdings waren hier dei Grenzen nicht selbst gesetzt :-) Vielleicht ist das ja hier ein Inspirationsquell gewesen.
Wie dem auch sei ... ich finde die Ide dessen was Du ausdrĂŒckst eigentlich ziemlich prima und fĂŒr mich persönlich geht es ĂŒber das Rilke-Gedicht hinaus. Was ich mich frage ist allerdings, ob Du Spannungsaufbau und Sprachrhythmus nicht mehr im Einklang schwingen lassen kannst, mit dem, was Du in Deinen Bildern transportierst ... ein Gedicht wird immer auf mehreren Ebenen aufgenommen und verstanden ... wenn da widersprĂŒchliche oder keine geordneten Signale auf einigen KanĂ€len kommen fragt sich der Kritiker: Was war die Absicht ... und wenn er keine findet ... dann ist fĂŒr ihn das Gedicht schlecht. ;-)
Falls Rilke nicht Deine Inspirationsquelle war ... gib mal "Rilke" und "Panther" im Google ein und lies! Dann wirst Du fĂŒhlen, was ich meine!

LG Clumsy

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seebaer
???
Registriert: Sep 2003

Werke: 23
Kommentare: 108
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Erstmal vielen Dank fĂŒr eure Kritiken. Das Gedicht "Ein Freund" habe ich spontan, als Antwort auf eine E-Mail hin, geschrieben. Es zeigt die Situation meines Freundes auf, in der er derzeitig lebt; eingesperrt in einem KĂ€fig.

@ Sandra: Danke dir fĂŒr deine offene Kritik. Freue mich immer, wenn ich jemanden erreicht habe.

@ Stoffel: Auch dir vielen Dank fĂŒr deine Kritik. Im Werk habe ich mich von meinem Freund etwas distanziert; deswegen habe ich auch das "seine" verwendet. Die StĂ€be, vielmehr das daraus entstehende Gitter, sind Symbole fĂŒr das Eingesperrtsein.

@ rilesi: Dank auch dir fĂŒr deine Antwort. Die StĂ€be symbolisieren das Eingesperrtsein. Er (der Freund) hat sich durch sein berufliches Engagement selbst seiner Freiheit beraubt.

@ Clumsy: Vielen Dank fĂŒr deine MĂŒhe, die du dir mit meinem Werk gemacht hast. Deine Kritik und AusfĂŒhrung habe ich mehrmals mit Freude gelesen. Den Aufbau meines Gedichtes habe ich mit Absicht so gewĂ€hlt, damit jedes Wort "gelesen" werden muß. Es gibt dem Werk die nötige Schwere und zeigt dem Leser das Leid des Freundes. Dir fiel das Wort "jedoch" auf, hier mache ich den Leser darauf aufmerksam, das eine Änderung ansteht. So zu sagen, es steckt noch Leben in ihm (dem Freund), er fĂ€ngt an aufzuwachen. Das mit dem "öffnen sich seine Augen" hat damit zu tun, das er fĂŒr andere Sachen keine Zeit und Interesse ĂŒbrig hat, und sie somit vernachlĂ€ssigt, und damit auch sich selbst.
"diese StÀbe" ist keine Frage, sondern eine Feststellung.
"warum". Hier wird seine Situation hinterfragt. Jetzt ist das Gedicht in sich geschlossen.
Das Gedicht "Ein Freund" habe ich spontan, also ohne Vorschreiben und Verbessern, in die Lupe eingesetzt, an Rilkes "Panther" habe ich da nicht gedacht. Von R.M. Rilke kenne ich heute noch einige Gediche auswendig. Als ich deine AusfĂŒhrung gelesen habe, fiel mir die inhaltliche Ähnlichkeit auf. Werd mir mal eine Überarbeitung ausdenken, möchte allerdings nicht zu viel verĂ€ndern, da mein Werk sonst an Charakter verliert. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle fĂŒr deine konstruktive Kritik.


Lieb Gruß aus dem Kalten Norden

__________________
seebÀrEs gibt zwei Unendlichkeiten, die eine ist die unendliche Dummheit der Menschen, die andere, die Unendlichkeit des Universums. Bei der Unendlichkeit des Universums bin ich mir nicht sicher. Albert Einstein

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