Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92237
Momentan online:
452 Gäste und 14 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Science Fiction
ENDLICH QOOKSWORLD FORTSETZUNG IST DA....
Eingestellt am 02. 12. 2001 01:41


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
vanHelsig
Hobbydichter
Registriert: Dec 2000

Werke: 5
Kommentare: 9
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Qooksworld Teil I und II

Erstmal ein schönes und nettes Hallo an alle.
Vor allem an die, die mich wieder ermutigt haben an dieser Geschichte weiter zu schreiben. Ich habe den ersten Teil noch mal neu überarbeitet. Neu ist die Einleitung und einige wenige kleine Details, der Bongolidenprophet heißt jetzt z.B. JaAs, und Lu und Lucy sind seit 170 Jahren verheiratet. Für die die keine LUST habe alles noch mal zu lesen empfehle ich nach unten zu scrollen bis ihr das WORT FORTSETZUNG LIEST, danach kommt ein neuer Teil!
Ich wünsche allen die bisher den ersten Teil gelest haben, weiterhin viel spaß bei der Fortsetzung. Und allen anderen viel spaß beim ganzen Text.
Und wie immer bitte ich um reichlich ehrliche Meinung, Kritik und Anregungen und sonstiges.

Aber nun viel Spaß bei Qooksworld - Qook -


Euer

vanHelsig





QOOKSWORLD
-QOOK-




EINLEITUNG


Ich möchte euch eine Geschichte erzählen. Eine Geschichte die fern jeglicher Erinnerung spielt. Die Zeit ist dort vergessen. Eine Geschichte über einen kleinen Planeten und seine tapferen Bewohner. Bewohner die versuchen sich etwas entgegen zu stellen, was sie bisher nicht kannten. Dem Bösen.
Es handelt sich um den Planeten Qook. Wenn es Eden gab, dann kann es sich nur um Qook gehandelt haben.
Dieser Planet war von Liebe und Harmonie erfüllt. Hier lebte jeder vor sich hin, ohne auch nur einen bösen Gedanken. Man kannte noch nicht einmal das Wort Böse. Noch nicht, aber der Reih nach will ich euch erzählen, wie aus einfachen friedlichen Kindern Krieger wurden. Wie aus um sich sorgenden Müttern Witwen wurden, wie aus einheimischen Flüchtlinge wurden. Wie sie das erste mal die Furcht lernten und wie sich in ihrer Seele der Haß breit machte. All das was das Böse wollte, schien seinen Weg zu gehen. Und doch gibt es immer einen Gegenpol. Ein Gegenpol in Gestalt einer Person und seiner Freunde die sich dieser unaufhaltsamen Gefahr entgegenstellte.
Doch nun taucht ein in dieses Märchen, oder gar der Wahrheit irgendwo da draußen, vor deiner Haustür?



I



Und wie fast alle Märchen will ich euch sagen fängt auch dieses Märchen mit den Worten....es war einmal in einem fernen fernen Land......an.
Seine Einwohner nannten es Qook.
Es war ein schönes Land, geradezu malerisch. Viel grün, die Wege waren gepflastert von wunderschönen Blumen und Blüten in den unterschiedlichsten Farben. Es war eine Freude durch diese Land zu wandern, und dieses wussten auch die Wesen die in diesem Land lebten. Seine Wesen waren zwar merkwürdig und ein bisschen überdreht, aber Worte wie Habsucht, Neid oder Hass wie es in anderen Ländern gang und gäbe war, gab es hier nicht.
So war es denn auch das alle friedlich und glücklich nebeneinander wohnten.
Da gab es z. B. den Bauern Ludwig der schön brav seiner Ernte nachging, und sich andauernd über die Vögel ärgerte, die ihm seine Samen wegfraßen.
Und da gab es den Fischer Jack, der wenn man ihn ansprach, was nur Fremde taten, jedesmal von dem Riesenfisch den er angeblich ganz allein gefangen hätte erzählte. Doch keiner kann sich je daran erinnern, dass er überhaupt mal einen Fisch gefangen hat. Warum er dann Fischer war, keine Ahnung! Wie schon gesagt dieses Land hatte schon ganz schrille Bewohner, z.B. Lucy und Lu. Ich glaube es gibt im ganzen Universum, kein Paar das mehr streitet. Sie sind seit mehr als 170 Jahren verheiratet und streiten sich ununterbrochen. Mal meckert Lucy, dass sie mehr Kobold sei als Lu, oder Lu meckert dass Lucy andauernd meckert, oder beide meckern, weil sie nicht wissen worüber sie meckern sollen. Man sagt, sie würden sich sogar in ihren Träumen streiten. Vielleicht sollte ich fairer halber sagen, dass es sich trotzdem hier um das am längsten verheiratete Koboldpaar handelt.
Und das sind nur ein paar der Einwohner dieses merkwürdigen Landes mit dem Namen Qook, von den anderen noch skurrileren Figuren werdet ihr im Laufe der Geschichte erfahren. Z.B vom Druiden.
Ja sogar einen Druiden hatte dieses kleine Land. Wie er denn aussah dieser Druide?
So wie man sich halt einen Druiden vorstellt. Ein alter Mann mit einem langen weißen Bart mit dem Namen Mira..ähmm das war glaub ich jemand anderes. Unser Druide heißt ganz schlicht Isak. Er war ein sehr schlauer und weiser Druide mit Sinn für Gerechtigkeit, allerdings ein bisschen tollpatschig, was ihm das ein oder andere Mal beinahe das Leben gekostet hätte.
Diesem Tollpatsch ist es auch zu verdanken, dass er an diesem Tag was anderes als seine üblichen Kräuter finden sollte.
Wie an jedem Morgen begab sich Isak auch an diesem Morgen in den Wald um Kräuter für seine Medikamente zusammen zu suchen. Schließlich gab es viele die dieser Medikamente bedurften.
Ein Blättchen pflückte er an diesem Strauch, ein anderes an jenem, wobei er immer zu sich sprach, was ungefähr so klang....
„....ahh, der Grünbutt, herrlich das wird ein schönes Allheilmittel, oh und dort, ja was sehen denn dort meine entzückenden Augen, den Klangelwurz, welch ein Glück, dass ich ihn schon so früh gefunden habe, und wie er riecht, so frisch und jung. Da werde ich doch gleich ein Stück abschneiden, aber nur ein Stück, dass es ja weitergedeihen kann. Diese Stelle muss ich mir merken.
Wie schön ist es doch ein Druide zu sein, noch ein paar weitere Zutaten, und mein Allheilmittel ist noch rechtzeitig vor Winterbeginn fertig.
Welch ein Tag, ich könnte ja glatt wieder singen....Schön ist ein Druide zu sein, fallera, schön ist ein Druide zu sein trallera, in den Wald da geh ich gern, denn Druid das bin, das weiß dort oben jedes Stern.“
„Hey Isak kannst du bitte leiser trällern, ist ja nicht aus zu halten so früh am Morgen“, rief Lu Isak nach, der gar nicht mitbekommen hatte, dass er schon vorm Baum war, wo Lucy und Lu ihr Wohnstätte hatten. Es war ein großer alter und sehr schöner Baum mit großen und vielen Ästen. Die Blätter hatten sich zum Leidwesen von Isak am oberen Ende des Baumes befunden. Und es war jedesmal mit viel Mut verbunden da raufzusteigen.
Er hätte auch durch das Haus von Lucy und Lu ganz leicht daran kommen können. Da das Haus in der Baumhöhle war, und bis zu den oberen Ästen reichte, wo die Blätter waren.
Doch Lucy und Lu erlaubten es ihm nicht, weil sie sich jedesmal über ihn lustig machten, wenn er mit Mühe den Baum hochkletterte, und die Hoffnung hatten was zum Lachen zu haben.
Aus dem Haus kam Lucy raus und sagte: „Hallo Isak, einen schönen Morgen wünsche ich dir, hat mein geliebter Mann mal wieder den ganzen Wald mit seinem Gemeckere geweckt?“
„Hey was heißt Gemeckere? Ich habe nur Tatsachen klargestellt!“, erwiderte Lu.
„Tatsachen. –Pah-, das ich nicht lache. Die einzige Tatsache ist doch, dass du sauer bist weil du nicht singen kannst!“, brachte Lucy entgegen.
„Ich und nicht singen, meine Liebe du vergisst wohl wer dreifacher Champion im Karaoke singen ist.“
„Du nicht!“
„Ich nicht, dass die Hühner lachen. Hab ja vergessen, dass du nicht eingeladen wurdest, weil man den anderen Gästen deine Stimme nicht antun wollte. Die wären ja alle abgehauen.“
„Meine Stimme, lieber Lu, du vergisst wohl, dass sogar die berühmte Opernsängerin Octave mich persönlich gebeten hat bei ihrer Jubiläumsparty mitzusingen.“
„Und wieso hast du nicht?“, fragte Lu schnippig.
„Ich war leider erkältet.“
„Pah, du und erkältet, wem willst du das denn erzählen, deiner schizophrenen Schwester.“
„Meine Schwester ist nicht schizophren!“
„Nein, und was sollte dann das mit dem Sprung vom Mammutbaum letzte Woche?“
„Das nennt man Suizid!, mein Schatz nicht schizophren. Ich glaube ich werde dir mal einen Sprachkurs schenken.“
Isak hörte sich das eine Weile an, in der Hoffnung eine Gelegenheit zu finden, anzufragen, ob er nicht durch das Baumhaus zur Krone gehen könne, doch als er merkte, dass das ein langes Warten werden könnte, entschloss er selbst rauf zu klettern.
Da der Baum noch vom Morgentau befallen war, musste Isak ganz vorsichtig sein, das er nicht ausrutschte.
Ein Vorteil hatte dieses Klettern, unzwar um so höher man kam um so weniger hörte man die beiden Streithähne unten, dachte sich Isak, da Lucy und Lu immer noch voll bei der Sache waren. Nach vorsichtigem hinauftasten gelangte Isak endlich an die Krone und sammelte seine noch fehlenden Blätter. Da er sich nicht öfter dieser Tortur aussetzen wollte, sammelte er immer auf Vorrat, wenn er sie trocknete konnte er diese Blätter für zwei Winter benutzen, so dass es ausreichte, wenn er einmal in zwei Jahren diesen Aufstieg auf sich nahm.
Gerade als er wieder runter wollte merkte er, wie aus dem Himmel etwas runterfiel. Reflexartig griff er mit der rechten Hand nach diesem Ding
und hielt sich mit der linken am Ast fest. Doch was er nicht ahnte, dass das Ding was er reflexartig schnappte viel schwerer war, als er halten konnte, so dass er ausrutschte und mit dem Ding in den Armen vom Baum fiel.
Das Geschrei vom fallenden Isak führte dazu das Lucy und Lu ihren Streit prompt abbrachen und Lucy Lu aufforderte was zu unternehmen.
Sie beide mochten vielleicht sich darüber amüsieren, wenn sich andere tollpatschig verhielten, aber wenn es darauf ankam waren sie zur Stelle. Schließlich war Isak ja ihr Freund, und sie im Herzen gute Kobolde.
Als auch Lu erkannte, dass diesen Sturz Isak nicht überleben würde, brauchte es nicht lang und Lu benutze seine Zauberkraft, die Lucy nicht besaß, um den Sturz abzubremsen.
Der Zauberspruch von Lu bewirkte, dass Isak gemächlich runtergleitete und wohlauf mit dem Ding in den Armen auf den Beinen landete.
„Danke Lucy, danke Lu, ich dachte jetzt wär’s gelaufen. Hab mich schon bei meinen Ahnen gesehen.“
„Wie konntest du denn so unvorsichtig sein, Isak?“ ,fragte Lucy, und Lu fügte hinzu, „was ist denn das was du in den Armen hältst?“
„Das weiß ich auch nicht, aber das ist der Grund warum ich gestürzt bin. Es fiel vom Himmel, und irgend etwas in mir, veranlasste mich danach zu schnappen.“
„Was ist es denn, Isak!“ ,fragte Lucy und Lu, in dem sie wie Kinder um Isak kreisten.
„Ich schau mal.“ ,antwortete Isak, und legte das Ding auf den Boden, und wickelte es auf. Es sah, wie ein Korb aus, welches in Laken gehüllt war. Vielleicht hatte es irgendein Botentier auf Ausflug fallen lassen. Botentiere waren große Flugsaurier ähnliche Vögel, die gezähmt waren und vielen Rassen dienten, vor allem den Yaggas und den Sibs.
Yaggas waren menschenähnliche Wesen, nur das sie im Gegensatz zu Menschen reine Vegetarier waren. Sie benötigten die Flugsaurier um große Strecken zurück zu legen, weil die Nahrung die sie zu sich nahmen, je nach Jahreszeit immer wo anders wuchs. Man nannte die Yaggas auch das Volk der Wanderer, weil sie wegen der Nahrung ständig unterwegs waren, und so etwas wie Sesshaftigkeit nicht kennen. Die Sibs dagegen hielten sich Flugsaurier zum reinen Vergnügen. Um mit Flugsaurier bequem an verschiedene Orte zu gelangen. Sibs waren sehr vermögende Wesen. Quasi der Adel in Qooks, und weiten Teilen der Galaxie. Es gehörte so mit zum guten Ton Flugsaurier zu haben, um so mehr um so besser.
Und so konnte es schon mal passieren, dass bei einem Flug mal was unabsichtlich runterfällt, meistens ist es dann Nahrung, aber so recht wollte Isak nicht daran glauben, denn je mehr er den Laken entfernte desto bewusster wurde ihm, dass es wohl beabsichtigt war, dieses was auch immer da drin war fallen lassen zu wollen, denn was da an Polster ihm entgegenkam hätte den Sturz abgefangen.
Und sollte was lebendes dort sein, wäre diesem Wesen nichts passiert.
Je mehr der Korb unter dem Polster und Laken zum Scheine kam, desto unwohler wurde Isak, da er eine Befürchtung hatte, die sich als wahr erwies.
In dem gut verhüllten Korb, war ein Wesen ein Baby, welches menschliche Gestalt hatte.
„Oh, ein Baby, wie süß!“ ,sagte Lucy, und lächelte es an.
„Du bist Papa geworden, Isak!“ fügte Lu hinzu.
Isak der es nicht glauben konnte, was er sah, war sprachlos und lief kreidebleich an und fiel in Ohnmacht.
Als er denn kurze Zeit später wieder zu sich kam, befand er sich im Baumhaus von Lucy und Lu.
Lucy hatte das Kind auf dem Arm und fütterte es mit einer provisorisch zusammengebastelten Milchflasche.
„Na ist der Papa endlich wieder zu sich gekommen?“. fragte Lu schnippisch.
„Wieso Papa, ich kann dieses Kind nicht behalten. Meinetwegen könnt ihr es behalten."
„Wir? Isak, sieh es an, es ist von deiner Rasse. Wir sind alt, und Kobolde wie wir können kein Kind deiner Rasse aufziehen. Außerdem hast du es gefunden. Du bist verpflichtet dieses Kind aufzunehmen oder du musst es...“ „Lu sprich nicht weiter. Sag nicht so was!“, unterbrach Lucy Lu scharf, weil sie wusste, was er sagen wollte.
Aber so waren die Gesetze des Waldes, wer was findet trägt die Verantwortung.
Die zweite Alternative würde den Tod des Kindes bedeuten.
Das hört sich vielleicht grausam an, aber so funktionierte es schon Jahrtausende, so wurde sicher gestellt, dass nur starke Wesen, die auf sich selbst aufpassen konnten überlebten.
„Oh meine Ahnen was hab ich nur getan“, seufzte Isak und fuhr fort, “aber ihr wisst doch, dass ein Druide sein, nicht eine Laune, sondern eine Lebensaufgabe ist. Und ein Druide zu sein bedeutet, die Einsamkeit, die Enthaltsamkeit und die Wissenschaft gewählt zu haben, und nicht die Erziehung eines Kindes. Was werden meine Druidenkollegen von mir halten. Sie werden mich nicht mehr ernst nehmen. Was soll ich nur tun. Gibt es keine andere Möglichkeit?“
„Nein, außer jemand anderes, wie z.B. ein kinderloses Paar erklärt sich bereit, das Kind aufzunehmen, aber so lange musst du es bei dir aufnehmen, es sei denn du willst, dass das Kind...“ und wieder unterbrach Lucy Ihn im scharfen Ton: „Lu ich hab dir doch eben gesagt, du sollst es nicht sagen.“ „Ja aber es ist doch das Gesetz des Waldes. Was ist daran verwerflich.“ „Es könnte dich hören Lu.“ „Wie soll es denn verstehen, was ich sage, es ist doch noch viel zu klein.“ „Ich fühle es Lu, das es alles versteht. Isak ich glaube du hast ein ganz besonderes Kind gerettet. Sieh dir nur diese schönen blauen Augen an.“, in dem sie sprach hielt sie das Baby Isak entgegen, der zum ersten mal sah, wie schön dieses Baby war, auch wenn er es nicht zugab, konnte man doch gleich sagen, dass ein Band zwischen dem Kleinen und ihm entstand.
„Na gut, ich muss ja wohl diesen Bengel aufnehmen, aber ihr müsst mir versprechen, wenn ich keine Zeit habe auf das Kind auf zu passen, dass ihr es dann tun werdet. Und außerdem müsst ihr mir bei der Suche nach geeigneten Eltern helfen!“
„Wieso sollen wir auf den Kleinen aufpassen. So ein Stress in meinem Alter muss nicht mehr sein!“, antworte Lu.
„Lu jetzt halt doch einmal deinen Mund. Isak wir werden natürlich auf das Kind aufpassen, wenn du mal auf einem deiner Druidentreffen sein solltest. Und auch sonst kannst du es gerne mal vorbei bringen, wenn es dir nicht gut geht.“
„Gut Lucy, das betrifft aber nur dich, ich werde bestimmt nicht die Windeln von so einem kleinen Hosenscheißer wechseln. Ich werde geeignete Eltern finden, damit wir alle Ruhe haben.“, in dem er das sagte blickte Lu auf das Kind, und bemerkte wie dieses Kind ihn mit seinen strahlenden Augen und der reinsten Unschuld anlächelte, und da war es auch um Lu geschehen. doch ein Dickkopf wie er würde es nicht zu geben.
„Es hat dich angelächelt, Lu. Hast du es gesehen. Es scheint dich zu mögen. Sieh es streckt seine Hand nach dir aus.“, antwortete Lucy.
„Stimmt.“, fügte Isak hinzu und reichte, dass schon lieb gewonnene Kind Lu. Dieser tat, als würde es sich winden, und nahm es widerwillig an sich.
Doch im Herzen hatte auch Lu, dieses kleine Kind schon lieb gewonnen.
Und einen Augenblick der Unachtsamkeit von Lucy und Isak nutze Lu um dieses Kind zu streicheln. Es war ein wunderschönes Gefühl. Ihm wurde ganz warm, als das Kind durch seine Streicheleinheiten lächelte, und mit seinen kleinen Fingern den Zeigefinger von Lu hielt.
„Es mag dich wirklich Lu.“, antwortete Lucy.
„Ach, Quatsch das ist nur ein Reflex.“, entgegnete ihr Lu, und fügte leise hinzu: “Meinst du wirklich?“, woraufhin Lucy nur lieb nickte.
Isak der sich inzwischen wieder fit fühlte, stand auf und wollte gehen.
„Gut, es wird bald dunkel. Ich werde mich mal auf den Heimweg machen.“
„Du kannst gerne hier übernachten, falls du dich nicht wohl fühlst“, sagte Lu.
Das hatte er noch nie Isak oder jemanden anderen der nicht in arger Bedrängnis war angeboten. Da waren die Kobolde ganz eigen.
„Nein, nein das ist nett von dir. Aber es ist besser wenn ich gehe, wenn ich die Kräuter nicht rechtzeitig verarbeite werden sie schlecht.“, antwortete Isak und nahm das Kind und legte es in den Korb und wollte sich auf den Weg machen.
Lu und Lucy begleiteten ihn ein ganzes Stück und bevor sie sich verabschiedeten fragte Lucy: “ Wie soll das Kind denn heißen?“
„Hmm darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. Habt ihr vielleicht eine Idee?“
„Nenn es doch Sieben Wind!“, antworte Lu.
„Hmm, warum denn gerade Sieben Wind?“
„Na weil es vom Wind runter getragen wurde, und sieben, weil es noch sieben Monde bis Neujahr sind.“
„Du hast recht Lu. Ich werde es Sieben Wind nennen. Ist es dir auch recht Lucy!“
„Ja, danke das du fragst Isak. Ich glaube es ist ein schöner Name für dieses besondere Kind.“
„So jetzt muss ich aber!“, sagte Isak noch und begab sich weiter auf den Heimweg.
Lu und Lucy begaben sich zurück zum Baumhaus.
„Jetzt wo Isak weg ist kannst du ja zu geben, dass du Sieben Wind lieb gewonnen hast.“
„Hab ich nicht. Du weißt Lucy, dass ich mit Kindern noch nie konnte.“
„Du alter Sturrkopf, wen willst du denn anlügen. Deine Augen haben doch Bänder gesprochen, als du ihn in den Armen hieltest.“
„Nein, nein, das war ein Staubkorn, welches ich im Auge hatte.“
„Ein Staubkorb, dass ich nicht lache. Aber gut, wenn dem so ist, werde ich, Isak sagen, dass wir doch nicht aufs Kind aufpassen können.“
„Nein, das hab ich nicht gesagt. Was hat denn aufpassen mit Liebe zu tun.“
„Siehste, also hast du es doch gerne. Komm schon gib es zu. Lu!“
„Na gut, ich hab dieses Kind lieb. Alles andere würde mir auch schwer fallen. Es ist schon was besonderes. Und wer weiß, was das Schicksal noch mit ihm vor hat?“
„Ich glaube großartiges, Lu. Wir werden ein Teil einer großartigen Geschichte. Warte nur ab, ich fühle es, das da was großes auf uns alle zukommt. Es wird eine wunderbare Zeit werden.“
„Ich glaube es auch“, antwortet Lu, und legt seinen Arm um Lucy, und sie gingen wie ein frisch verliebtes Paar in ihr Baumhaus.
Auf dem Heimweg grübelte Isak die ganze Zeit nach, wieso dieses Kind gefallen sein könnte. Viele Theorien schwirrten ihm durch den Kopf.
War es vielleicht einer dieser Botentiere, die die Kinder zu ihren Eltern brachte, wenn ja, denn wäre jetzt da draußen, ein junges Elternpaar, das sich nach ihrem Kleinen sehnen würde, und schlaflose und tränenreiche Nächte vor sich hätte.
Der Gedanke machte ihn traurig, vor allem wenn man sah, wie schön dieses Kind war, und was für eine Wärme es ausstrahlte.
Es könnte aber auch sein, dass es jemand absichtlich hat fallen lassen, so gut wie es gesichert war, lag dies wohl näher. Und er war froh, dass er dieses Kind gerettet hatte, und es nun aufziehen konnte.
Aber warum wurde es dann fallen gelassen?
Welche Angst veranlasste, das dieses Kind ausgesetzt wurde?
Welcher Schleier der Ungewissheit lag auf diesem Neugeborenen?
Welches Geheimnis hatte dieses Kind?
Und wäre das Kind bei ihm sicher?
Viele Fragen, die durch seinen Kopf schossen. Doch heute war es schon spät. Heute hatte er schon mehr Aufregung, als er in seinem Alter vertragen konnte.
Doch eins, das konnte er auch zu so später Stund ganz sicher sagen, dass er alles für das Kind tun werde, damit es ihm gut ginge.
Er hatte es schon jetzt als sein eigenes betrachtet.
Und dieser Gedanke ließ sein altes Herz vor Freude erstrahlen.




II


Die Zeit verging wie im Fluge.
Sieben Wind war inzwischen 6 Jahre alt, und war ein Kind welches überall beliebt war, trotz seiner frechen Streiche, oder vielleicht gerade deswegen.
Isak, war der Meinung, dass er diese vorlaute Klappe dem Einfluss von Lucy und Lu zu verdanken habe. Er verbrachte viel Zeit bei den beiden und nannte sie liebevoll Tante und Onkel, obwohl er wusste, dass dem nicht so war.
Was er nicht wusste, war, dass Isak nicht sein Großvater war. Isak wollte ihn noch nicht aufklären, bevor er das ihm sagen wollte, wollte er noch das Dunkel um seine Geburt lüften.
„Sieben Wind ich muss für die nächsten Tage wieder auf unser alljährliches Druidentreffen. Und ich möchte, dass du in meiner Abwesenheit bei Lucy und Lu bleibst.“ „Yuhu“, unterbrach ihn Sieben Wind. “Und dass du mir ja keinen Ärger machst. Klar?“ „Klar doch, Opa. Ich werde ganz brav sein.“, antwortete Sieben Wind. Daraufhin packte Isak noch schnell ein paar Sachen ein, und nahm Sieben Wind an den Arm, um mit ihm zu Lucy und Lu zu gehen. Wie jedesmal riss sich Sieben Wind von der Hand Isaks um voraus zu eilen. Er war ein sehr aktiver Junge. Es war schwer ihn mal fünf Minuten bei der Leine zu halten.
Nach einer kurzen Zeit traf Isak bei Lucy und Lu ein. Sieben war schon längst da, und trollte mit Lu rum.
„Hallo Lucy, hallo Lu. Tut mir leid ihr beiden, aber Sieben hat sich einfach von meiner Hand losgerissen. Ich hoffe er hat nicht schon irgendwelchen Ärger verzapft.
Ich wollte euch bitten, ob ihr ein paar Tage auf ihn aufpassen könnt, da ich zu meinem Druidentreffen muss.“
„Hallo Isak, aber selbstverständlich kannst du ihn hier lassen. Es ist uns immer wieder eine Freude ihn bei uns zu haben. Und was den Unfug anbelangt, den er anstellt sei mal unbesorgt, dass ist in Ordnung“, antwortete Lucy.
„Außerdem ist es das Temperament der Kobolde, welches er in sich hat. Ich war als Kind genauso wie Sieben“, fügte Lu hinzu, woraufhin Lucy ironisch bemerkte: „Wieso, nur als Kind?“
Nach einem kurzen Aufenthalt, machte Isak sich auf den Weg.
Lucy packte ihm noch ein wenig Verpflegung ein, die Isak dankender weise annahm.
Es war schon erstaunlich wie Sieben Wind das Verhältnis zwischen den beiden Kobolden und Isak änderte. Klar mochten sie sich auch bevor Sieben Wind in ihr Leben trat, doch seitdem er da war, war es schon eine familiäre Bindung, was nicht hieß, dass die Kobolde ihren Koboldkodex et acta legten.
Sie spielten immer noch Streiche und stritten sich immer noch gerne, das konnte und würde in der Zukunft nichts ändern, das war ihr Wesen.
Der Mittag neigte sich langsam und allmählich dem Ende, die Sonne war im Begriff den Tag friedlich und leise zu verabschieden.
Lu und Sieben Wind waren nach wie vor am trollen. Sie spielten Bauk. Das war ein Ballspiel, welches ungefähr so ging. Der der gerade im Besitz des Balles war, musste versuchen den Ball länger in der Luft zu halten, wie derjenige vor ihm den Ball in der Luft hielt, und dann musste er noch den Ball in ein kleines Loch platzieren. Erst dann würde er einen Punkt bekommen.
Der als Erster anfangen durfte hatte bei diesem Spiel große Vorteile, da er natürlich am Anfang den Ball nicht so lange in der Luft halten braucht, und die Strategie bestimmt, je nachdem wie stark der Gegner ist. Wer anfangen durfte wurde durch Würfe bestimmt, und derjenige der als erster drei mal traf, durfte anfangen. Was schon ziemlich schwierig war, da das Loch auf dem Boden, wie beim Golf, war, und das Loch war kaum größer als beim Golf. Und auch die Bälle hatten ungefähr die gleiche Größe.
Also wenn Lu anfing und am Anfang den Ball sagen wir 10 Sekunden in der Luft hielt und danach es schaffte den Ball in das Loch zu versenken, dann hatte er einen Punkt und musste abgeben. Es wurde jede Runde gewechselt, ob man trifft oder nicht. Nun müsste Sieben Wind den Ball länger als 10 Sekunden in der Luft halten und dann noch in das Loch treffen, um zu punkten. Und so geht es dann von Runde zu Runde, bis jemand als erster 10 Punkte hat. So eine Partie konnte schon mal über Stunden gehen. Bei den Profis, ja unglaublich, aber diese Sportart war sehr beliebt, gab es Partien die bis zu 2 Tage dauerten. Der Rekord liegt bei 12 Tagen.
Als Zeitmesser diente eine große Sanduhr ähnliche Konstruktion. Die automatisch startete, wenn der Gegner den ersten Kontakt mit dem Ball hatte.
Für seine sechs Jahre war Sieben Wind erstaunlich gut. Lu bekam immer mehr Schwierigkeiten gegen ihn zu bestehen. Sieben Wind konnte sehr schnell Abläufe hervorsehen im Kopf durchspielen und dann umsetzten. Es war schon erstaunlich wie gut er dieses Spiel schon beherrschte, vor allem wenn man bedenkt, dass ein halbwegs guter Spieler mind. 10 Jahre braucht, ehe er halbwegs treffsicher wird.
Beim Stand von 9:9, war Lu an der Reihe. Er wollte unbedingt gewinnen, egal wie sehr er Sieben Wind mochte, aber absichtlich zu verlieren, das war ganz gegen seine Natur. Wie würde er vor seinen Koboldfreunden dastehen, wenn sie erführen, dass er gegen einen sechs Jährigen verloren hatte. Egal wie besonders dieses Kind war.
10 Minuten musste er den Ball in der Luft halten, und dann auch noch das Loch treffen. Wichtig war es erst mal die 10 Minuten zu erreichen, denn erstens so lange hatte er noch nie einen Ball in der Luft gehalten, und zweitens auch wenn er nicht treffen würde, Sieben Wind müsste auch den Ball dann länger halten als die 10 Minuten wenn Lu nicht das Loch traf, wichtig für die Zeitmessung war, dass die vorherige Zeit überschritten wurde. Es gab dann zwar keinen Punkt, da das Loch nicht getroffen wurde, aber immerhin stand die Zeit.
Was ich vielleicht erwähnen sollte dieses in der Luft halten bedeutete, den Ball die ganze Zeit in der Luft zu halten ohne auch nur einmal während der Zeit den Ball zu berühren, und zwar mit der eigenen mentalen Kraft. Das war auch der Grund warum dieses Spiel so lange dauern konnte, und eigentlich es nur ganz wenige Wesen gab die dieses Spiel aufgrund ihrer mentalen Stärke spielen konnten. Zu ihnen gehörten die Kobolde, die Trolls, im begrenzten Umfang Druiden, Nallapos-Schildkröten, die Feen und die Bongoliden, das war eine ziemlich seltene und sehr kauzige Rasse. Sie lebten in den Sümpfen, und wanderten von einem Planeten namens Bongopo ein, welches vor abertausenden Jahren durch ein Mysterium zerstört wurde. So erzählen jedenfalls Gerüchte.
So richtig kannte keiner die Bongoliden. Sie waren sehr scheu. Und versuchten möglichst wenig aufzufallen. Doch dem geistigen Sport waren einige oder besser gesagt einer mit dem Namen Mediales nicht abgeneigt. Er war auch der Rekordhalter im Ball in der Luft halten. Sage und schreibe vier Stunden und 15 Minuten hielt er den Ball in der Luft, und versenkte ihn noch in das Loch. Absoluter Wahnsinn, wenn man bedenkt, dass der Schnitt bei 25 Minuten liegt, wird einem deutlich was für eine mentale Stärke diese Wesen haben müssen.
Es gibt viele die der Meinung sind, dass es Bongoliden gibt die noch besser sind, z.B. deren Prophet JaAs. Er hat den Untergang des Planeten hervor gesehen und dafür gesorgt, dass die die an ihn glaubten fliehen konnten, die anderen mussten leider sterben.
Bongoliden wurden sehr alt. JaAs Alter schätz man auf weit über 2000 Jahre ein. Ihr Alter hätten sie zum größten Teil ihrer enormen geistigen Kraft zu verdanken.
Nicht mehr lang und Lu hätte die 10 Minuten geschafft. Hätte er das erstmal erreicht konnte er beruhigter seinem Sieg entgegen gehen, da Sieben Wind vom Aussehen her der Druidengattung zu zu rechen war, und dort die wenigsten 10 Minuten den Ball in der Luft halten können, würde auch Sieben Wind keine Chance haben.
Als er dann den Gong vernahm, dass die 10 Minuten erreicht waren versuchte Lu den Ball in das Loch zu platzieren, doch seine mentale Kraft reichte nicht aus, und er verfehlte das Loch. Zu allem Überfluss hatte der Ball noch soviel Antrieb, dass er über den Vorhof ins Gebüsch fiel.
„Tja, Onkel Lu, das sieht schlecht aus. Sieht fast so aus, als würdest du von einem Kind besiegt werden.“
„Sei nicht so frech Sieben Wind. Noch hast du nicht gewonnen. Allerdings ist der Ball ziemlich weit gerollt und es wird langsam dunkel. Las uns reingehen und morgen nach dem Ball suchen.“
„Nein Onkel. Ich suche den Ball.“. kaum hatte Sieben Wind das gesagt war er auch schon hinterm Busch verschwunden. Lu rief ihm noch nach nicht zu gehen, doch wenn sich Sieben Wind was in den Kopf gesetzt hatte tat er das, da konnte ihn keiner von abhalten. Also ging Lu ihm hinterher, damit dem Kleinen nichts passieren konnte.
Auf einmal hörte er einen Schrei. Er konnte den Schrei niemanden zuordnen. Er rief nach Sieben Wind, doch dieser meldete sich nicht, dabei drang er immer tiefer in den Wald. Und dieser konnte nachts ziemlich gefährlich sein. Nicht weil es böse Wesen gab, sondern eher wegen der vielen Fallen, die Jäger ausgelegt hatten, um Wild zu fangen.
Dann hörte er noch einen Schrei, und dies war eindeutig die Stimme von Sieben Wind. Hoffentlich war ihm nichts passiert, dachte sich Lu, denn wenn, das würde er sich nie verzeihen. Ganz zu schweigen was Lucy aus ihm machen würde.
„Sieben Wind. Sieben Wind, Sieben Wind, wo steckst du?“, rief er immer wieder, doch keine Antwort. Ehe er sich versah, rutschte er aus und fiel in ein Loch, welches wohl der Eingang eines geheimem steil nach unten verlaufenden Weges war und ihn etliche Meter runterrollen ließ. Es gab viele dieser geheimen Gänge, weshalb sie existierten wusste so recht niemand. Es gibt Sagen, in denen berichtet wird, dass sie vor Jahrtausenden zum Schutze vor gefährlichen Wesen angelegt worden, die alles was sich ihnen in den Weg stellte vernichtet ausnahmslos, auch Kinder u. Frauen. Und diese Gänge dienten zum Schutz der Kinder und Frauen, während die Männer tapfer den Kampf aufnahmen, auch wenn er aussichtslos war. Wie gesagt, es sind nur Sagen. An die Lu nicht recht glaubt, schließlich war er jetzt über 300 Jahre alt, und hatte nie einen Krieg miterlebt in Qooks, und auch seine Eltern hatten nie von einem gesprochen, andererseits hatte er auch nie einen Geheimgang gesehen. Und da wo er runterrollte, war definitiv ein Geheimgang. Langsam fing die ganze Sache an sehr mulmig zu werden.
Gestoppt wurde das Rollen durch einen Baum, welches am unteren Ende des Weges lag. Zum Glück war der Baum da, denn hinter dem Baum war ein See. Bei dem Gedanken, dass er vielleicht hätte ins Wasser fallen können, wurde ihm bleich. Da Kobolde, ganz besonders er sehr wasserscheu waren. So tat ihm auch der Aufsturz nur kurz weh.
Doch wo war er, diese Ecke kannte er nicht. Wie kam dieses Loch dahin. Vielleicht war es eine dieser vielen Geheimgänge, die es in diesem Wald gab, von denen er bisher aber nur vom Hörensagen wusste.
Aber wo war Sieben Wind? Es wurde immer dunkler und Sieben Wind müsste sich doch fürchten im dunkeln, dachte er sich. Daher war jetzt Eile geboten. Nach seinen Namen rufend suchte Lu nach Sieben Wind.
Sieben Wind, der auch in dieses Loch fiel, im Gegensatz zu Lu aber absichtlich, weil er einen Schrei von da unten vernahm, traute seinen Augen nicht. Nicht weit von dem Baum wo Lu aufprallte, aber noch weit genug, dass man Lus Schreie nicht hörte, lag ein junger Drachen. Er war gerade mal so groß wie Sieben Wind und hatte eine blaue Farbe und sein Bauch war weiß, wie auch die Flügelspitze und die Nase . Ein sehr süßer Drache.
Anscheinend verletzt, dachte sich Sieben Wind, und ging näher auf den Drachen zu. Als er nah genug war erkannte er, dass der Drachen bewusstlos dalag. Schnell ging er an das Ufer des Sees, und füllte seine Hände mit Wasser. Ganz sorgsam ließ er das Wasser aufs Gesicht des Drachen tropfen, welcher durch die Frische wieder zu sich kam.
„Ist mir schwindelig.“, sagte der Drachen noch ganz benommen.
„Wo bin ich hier? Und wer bist du.“, fragte der Drachen und zuckte leicht irritiert und ängstlich zusammen. „Du brauchst keine Angst haben. Ich habe dich hier bewusstlos gefunden. Du bist in ein Loch gefallen und ich hab deinen Schrei gehört und bin dir gefolgt. Ich bin Sieben Wind.“
„Ich kann mich noch ganz schwach erinnern, das da ein Baum war gegen welches ich prallte, und das ich mich noch bis zu dieser Höhle bewegte, danach muss ich wohl ohnmächtig geworden sein. Ich bin Canawvr, aber du kannst mich Can nennen, wie meine Freunde.“
„Bist du verletzt?“
„Ja, ich glaube ich habe mir meinen Flügel gebrochen.“, antwortete der Drachen.
„Was machst du denn hier? Ich habe hier noch nie einen Drachen gesehen.“
„Das weiß ich auch nicht. Ich kann mich an gar nichts mehr erinnern.“
„Ich nehme dich mit zu Tante Lucy und Onkel Lu die werden wissen was zu tun ist.“
Can stütze sich auf Sieben Wind und sie machten sich auf dem Weg. Zum Glück war es noch ein junger und somit sehr kleiner Drachen, dachte sich Sieben Wind. Vielleicht würde er ja jetzt endlich mal einen richtigen Freund haben. Klar konnte er sich Lucy, Lu oder Isak anvertrauen. Es war aber halt was anderes, sie waren erwachsen und machten sich seiner Meinung nach unnötig zu viele Sorgen.
Die Sorge, dass sich Sieben Wind im dunkeln fürchten oder verlaufen könnte, beunruhigte Lu. Die Sonne war inzwischen schon fast von der Bildfläche verschwunden. Man konnte nur noch einen roten Schleier am Himmel sehen. Unter normalen Umständen war es ein herrliches Schauspiel welches dort sich fast jeden Abend zu dieser Jahreszeit ereignete. Wie gesagt unter normalen Umständen. Aber jetzt hatte Lu keine Zeit dieses Schauspiel zu genießen.
Wo steckte nur Lu, dass war seine einzige Sorge. Während er Lu suchte, schrie er seinen Namen in den dunklen Wald, aber seine Stimme fand keine Antwort.
Kein Antwort, doch war da nicht was, dachte Lu. Er schrie noch mal: „Sieben Wind, Sieben Wind wo bist du.“
„Hier Onkel Lu.“
Diesmal war er sich sicher dies war Sieben Winds Stimme. Ein Stoß der Erleichterung drang durch seinen Körper.
„Bleibe wo du bist Sieben Wind. Ich komme dich holen.“
So folgte der alte Kobold dem Ruf des Kindes, und traf Sieben Wind kurze Zeit später an. Doch er war nicht allein.
An ihm stützte sich ein....ein, nein das kann nicht sein, dachte Lu.
An Sieben Wind gestützt war ein Drache. Er schien verletzt zu sein.
Ein Drache in dieser Region, das hatte er sein Lebtag nicht gesehen.
Erst dieser Geheimgang dann dieser Drache.
Schreckliche Gedanken durchstoßten Lus Körper. Was wenn die Sagen und Mythen wahr waren. Was wenn die Drachen wieder auf Feldzug waren.
Bei dem Gedanken wurde ihm ganz mulmig, und er musste erstmal den Gedanken runterschlucken, bevor er sich um Sieben Winds Verfassung kümmern konnte.
„Ach Sieben Wind wie freue ich mich dich zu sehen. Ist dir irgend etwas passiert. Was hast du dir denn dabei gedacht. Und wer ist das neben dir?“, fragte Lu ganz aufgeregt und nahm dabei Sieben Wind in den Arm. Dem es offensichtlich etwas peinlich war vor seinem neuen Freund, sich von Lu umarmen zu lassen. Aber er war erleichtert, dass sein Onkel da war.
Er hätte den Weg auch alleine zurückgefunden. Er wusste zwar nicht warum er sich dessen so sicher war, aber dem war so. Er hatte keine Angst, jedenfalls dachte er das bis jetzt.
„Hallo Onkel Lu. Das ist Canawvr . Aber alle nennen ihn Can. Deswegen bin ich ins Loch gesprungen, weil ich ihn schreien hörte. Und er ist ein echter Drachen. Kann er bei uns bleiben?“
Die Fragen und Sätze schossen ihm geradezu aus dem Kopf, das er gar nicht wusste, was er als erstes sagen wollte.
„Aha, ein echter Drache also. Wir werden erstmal nach Hause gehen und seine Wunden behandeln. Dann sehen wir weiter.“, antwortete Lu, wobei ihm bei dem Wort Drachen der Puls auf 250 stieg. Dann wandte er sich an den Drachen und sagte: „Can sei mir gegrüßt. Ich bringe dich in Sicherheit.“, dabei war Lu nicht sicher ob die Sicherheit Cans auch ihre Sicherheit war oder eher sie in Gefahr brachte.
„Danke Herr Lu.“, antwortete Can.
„Nenn mich einfach nur Lu.“, sagte Lu auf nette und ernstgemeinte Art zu Can.
„Werde ich tun, Herr Lu, danke.“
Er konnte es sich selber nicht erklären, warum er dem jungen Drachen das du anbot. Schließlich handelte es sich hier um einen echten Drachen, und das könnte bös enden, wenn die Sagen stimmten, dieser Gedanke ließ ihn erschaudern. Jedoch wenn Sieben Wind diesen Drachen mochte, wie konnte Lu ihn dann nicht mögen. Ausreden wie Sieben Wind wäre zu jung um objektiv urteilen zu können hätte er bei anderen Kindern gelten lassen, aber nicht bei Sieben Wind. Für sein Alter hatte Sieben Wind einen erstaunlich scharfen Verstand und einen sehr gut ausgeprägten Sinn. Dies erinnerte Lu daran, dass er vor gar nicht allzu langer Zeit Sieben Wind sein Leben verdankte. Sie waren beide im Wald und Lu erklärte Sieben Wind den Sinn des Waldes. Das Zusammenleben zwischen den einzelnem Pflanzen und Tieren. Sieben Wind wollte alles wissen, alles noch so unwichtige. Für sein Alter war er erstaunlich aufnahmefähig. Er verstand nicht nur, er konnte auch Zusammenhänge erkennen und Verknüpfungen bilden. Dies erstaunte Lu immer wieder.
Dann standen beide vor einem Busch, welches wunderschöne Beeren an seinen Ästen hatte. Der Busch ähnelte den anderen Beerenbüschen, die Lu sehr gut kannte, so dass er von den Beeren essen wollte, doch Sieben Wund riet ihm davon ab. Auf die Frage, warum, gab ihm Sieben Wind keine Antwort, nur dass er ihm bitte glauben solle, weil er so ein Gefühl hätte. Auch wenn Lu ein bisschen unwohl war, willigte er ein, da er eigentlich den Wald sehr gut kannte. Und er hatte schon viele Beeren gegessen. Aber er wollte nicht Sieben Wind verärgern oder zum weinen bringen, da dieser es sehr ernst meinte. Dafür hatte er Sieben Wind zu gerne.
Und wie recht Sieben Wind haben sollte, sollte Lu kurze Zeit später sehen. In gar nicht allzu weiter Entfernung von dem Beerenbusch lag ein kleines Eichhörnchen ähnliches Wesen. Aus dessen Mund kam weißer Schaum, und in seinem Händen umklammerte es einige dieser Beeren.
Es konnte sich nicht mehr bewegen, und schien sich sehr zu quälen. Lu erkannte sofort, dass die Beeren der Grund waren. Also hatte Sieben Wind recht, dachte sich Lu. Die Beeren waren vergiftet, aber woher wusste er das?
Sieben Wind fragte ihn: „Wird das arme Hörnchen sterben, Onkel Lu?“, dabei gruben sich Tränen in sein noch so junges und unschuldiges Gesicht.
„Ja, Lu es wird ins Hörnchenhimmel kommen. Dort wird es ihm gut gehen. Hier quält es sich. Ich werde ihm die Qualen nehmen.“, antwortet Lu, und sprach einen Zauberspruch, welches dem armen Eichhörnchen die Qualen nahm, und es sanft sterben ließ. In diesem Moment war er froh, dass er Zauberkräfte besaß die noch dies vermochten, aber lieber wäre es ihm gewesen, wenn er soviel Zauberkraft gehabt hätte, dass er dass Eichhörnchen hätte entgiften können. Leider war dem nicht so.
Lu und Sieben Wind begruben noch das Eichhörnchen und schwiegen. Als sie fertig waren, sprach Lu noch ein paar Worte des Abschieds vor dem Grab und Worte die nach dem Glauben der Kobolde den Toten das Tor zum nächsten Leben öffne sollten.
Sieben Wind hatte Lu ganz fest umklammert und war immer noch am weinen. Lu führte dies darauf zurück, dass er noch so jung war, und noch nie einen Toten gesehen hatte.
Kurz bevor sie den Heimweg antraten sprach Sieben Wind einen Satz den Lu dem Schockzustand des Jungen zuordnete und somit diesem kaum Beachtung schenkte. „Warum tut er das? Onkel Lu, warum tut er das?“
Aber jetzt wo er sich wieder in so einer merkwürdigen Situation befand, und Lu sich wieder an diese Worte erinnerte, war er sich über deren Bedeutungslosigkeit nicht mehr sicher.
Aber Sieben Wind wollte er darauf nicht ansprechen. Er wollte ihn nicht unnötig verunsichern. Nur die Götter wüssten, was für ein Schicksal sie für Sieben Wind bereithielten.
Irgendwann dessen war er sich sicher, würden sie mit Sieben Winds Herkunft konfrontiert werden. Aber jetzt noch nicht, und das war gut so. Und wenn es nach Lu ging könnte es noch eine Weile andauern.
Lu wischte seine letzten Bedenken vorerst gegenüber dem Drachen weg und begab sich mit ihnen auf den Heimweg. Und für einen kurzen Augenblick schien es, als hätten alle drei den Gleichen Gedanken. Was für ein schöner Sonnenuntergang.





III


Nach tagelangem Wandern erreichte Isak den Wald der Seelenlosen. Nicht mehr weit und er würde den geheimen Ort erreichen. An dem sich schon seit Jahrhunderten die Druiden alljährlich trafen. Die Wanderung dorthin gehörte mit zum Ritual. Es war den Druiden verboten, irgendwelche Hilfsmittel, wie Flugboten, oder selbst gebastelte Erfindungen zu benutzen, um dort schneller und bequemer anzukommen.
Wer dies tat, konnte mit Ausstoßung rechen. Das Wandern, war eine Art waschen der Seele. Durch diesen langen Marsch und der Einkehr ins Ich, sollte dem Druiden die Reinheit gegeben werden.
Denn nur wer im Geiste rein war, durfte diesen heiligen Ort betreten.
Eine Sage besagt, dass wer nicht rein wäre, und diesen Ort betreten würde, seine Seele verlieren würde. Und die Seele würde dann zwischen dieser Welt und jener Welt, die Druiden nach dem Leben betreten, ziellos umher schwirren.
Wenn es etwas gab was Druiden ernst nahmen dann ihre Rituale.
Isaks Gedanken waren schon bei seinen Druidenfreunden. Bald würde er sie wieder sehen, sehr bald.
Und sie könnten diskutieren, meditieren, Wissen austauschen und Wettkämpfe bestreiten um den Meister der Druiden zu krönen.
Nur ein Gedanke ängstigte ihn seit 6 Jahren, das ein Druide die Eltern oder Verwandten von Sieben Wind gefunden haben könnte.
Klar auf der einen Seite wollte Isak nur das beste für Sieben Wind, aber auf der anderen Seite hatte er ihn schon so lieb gewonnen, dass der Gedanke ihn zu verlieren sehr schmerzte.
Manchmal gab es Augenblicke, wo er bereute seinen Druidenfreunden über Sieben Wind erzählt zu haben, aber dann kurz darauf besann er sich, und wusste dass es das richtige war. Denn wenn seine Eltern noch lebten dann gehört er zu ihnen, und das musste er akzeptieren.
So tief in Gedanken, hatte er auch schon den Wald der Seelenlosen hinter sich gelassen und war am Fuße des Berges Menao angelangt. Dort auf halber Höhe zum Gipfel lag ihr geheimer Ort.
Es war nicht irgendein gewöhnlicher Berg. Allein die Landschaft um Menao herum konnte man als Paradies bezeichnen. Ein Fluss verlieh dem Berg majestätisches Ansehen. Der hellblaue Himmel und die sehr bunt gewürfelte Flora und Fauna, wie grüne Wiesen, immergrüne Laubbäume, herrliche Weizenfelder, Seen voller Rosen, friedliche Häschen die neben Menoaäffchen herumtrollten ließen ein Gefühl der Besonnenheit, des Friedens und der inneren Ausgeglichenheit vermitteln. Hier musste man sich einfach wohl fühlen.
Hier gab es genug Herausforderungen für die Wettbewerbe der Druiden.
Von hier unten waren es höchstens noch zwanzig Minuten Fußmarsch bis zum geheimem Treffpunkt.
Von außen konnte man nichts ungewöhnliches am Berg feststellen, doch als Druide wusste man, wie weit man klettern musste um an einen Geheimgang zu gelangen. So auch Isak, der nach kurzer Wanderung auf halber Berghöhe angelangt war. Die Wege die den Berg umkreisten waren im Gegensatz zu den meisten anderen Wegen sehr groß und bequem, so dass es keine Mühe war diesen Berg zu besteigen.
Nach einem prüfenden Blick, das ihn keiner beobachtete richtete er seinen Blick auf einen bestimmten Punkt und blieb stehen. Berührte mit seiner rechten Hand den Berg, und kniete sich daraufhin nieder, wie zum Gebet und sprach:
„ Ihr Ahnen gewandert bin ich, gereinigt hab ich, voller Ehrfurcht und Respekt ich euch gegenüber bin, so bitte ich euch, gewährt mir Einlass, denn Druide meine Bestimmung ist.“
Nach seinen Worten erschien ein Spalt im Felsen, der eindeutig ein Geheimgang war.
Zügig bewegte sich Isak durch den Geheimgang.
Nun war er fast da. Er musste nur noch durch den Geheimgang gehen, der ins tiefe Innere des Berges führte, wo sie ihren Treffpunkt hatten.
Nach 150 Metern endete der Geheimgang im Höhleninneren.
Es war ein großer hohler Raum, nicht gerade hell, aber heller, als man es von anderen Höhlen gewohnt war.
Das lag daran, dass die Decke und Wände aus weiß reflektierenden kristallen bestand, daher wurde dieser Raum, unter den Druiden auch der Thronsaal genannt, weil er sehr pompös wirkte.
Rund um den großen Raum, waren viele kleine Gänge, die den Eingang zu weiteren kleinen Höhlen bildeten.
In diesen Höhlen übernachteten die Druiden.
In der Mitte des Thronsaals bildeten 12 Steine einen Kreis, deren Durchmesser ca. 20 Meter maß.
Die Steine dienten als Sitzplatz für die 12 Druiden.
Und in der Mitte dieses Kreises war ein großes Symbol gestanzt.
Eine Sichel bildete einen goldenen Halbkreis unterhalb einer weißen Taube. Und auf dem Kopf trug die weiße Taube einen Rosenkranz.
Das Symbol der Druiden.
Isak begrüßte alle Anwesenden, und man tauschte erste Gedanken aus.
Isak war mal wieder der Letzte der ankam, das brachte ihn jedesmal, den einen oder anderen Scherz auf seine Kosten ein.
Wie z.B., ob er zu spät war, weil die Mami noch das Baby ins Bett bringen müsste, oder ob ihm auf halben Wege eingefallen sei, dass er das Fläschen fürs Kind nicht gefüllt habe.
Doch dies machte Isak nichts, da er wusste, das dies nicht böse gemeint war.
Außerdem muss auch erwähnt werden, dass in den letzten 20 Jahren Isak 9 mal als Gewinner aus dem Wettbewerb hervorging.
Dies brachte ihm sehr viel Respekt unter seinen Druidenfreunden.
Als sie dann auf Sieben Wind zu sprechen kamen, war Isak froh, dass keiner etwas neues in Erfahrung gebracht hatte.
Es war schon reichlich spät, und gewöhnlich gingen sie am ersten Tag alle frühzeitig schlafen, um voller Energie für den Nächsten zu sein.
Doch an diesem Abend bat Mazinkus, der älteste und weiseste Druide von ihnen um eine Sondersitzung.
Dies beunruhigte die anderen Druiden. Eine Sondersitzung gab es schon ewig nicht mehr, auch nicht als Isak Sieben Wind aufnahm und den Druiden davon berichtete. Selbst da wurde keine Sondersitzung einberufen. Und schon gar nicht von Mazinkus. Er war der besonnenste von allen. Bevor er die anderen Druiden verunsicherte, musste es schon sehr ernst sein.
So nahmen alle ihre Plätze ein, und Mazinkus trat in ihre Mitte um sein Anliegen kund zu tun.
„Meine Freunde, alljährlich treffen wir uns hier, um unsere Gedanken auszutauschen. Um unsere Freundschaften zu festigen, um einfach mal spaß zu haben. Aber heute muss ich diese Sondersitzung einberufen, weil mich große Sorgen plagen.
Vor gar nicht allzu langer Zeit begegnete ich im Wald wo ich immer meine Kräuter sammele einem schwer verletzten Wesen, welches ich nicht identifizieren konnte. In ganz Qook ist mir noch nie so ein Wesen begegnet.
Es sah aus wie eine Mischung zwischen Mensch und Fisch. Er ging aufrecht wie ein Mensch hatte aber die Gesichtzüge eines Fisches. Er hatte Schuppen im Gesicht wie ein Fisch, aber dennoch Arme und Beine. Nicht weit davon fand ich sein Raumschiff, und mir wurde sofort klar, das dieses Wesen hier in Qook notlandete.
Da ich es für meine Pflicht als Druide hielt für diesen Verletzten zu sorgen, nahm ich diesen mit zu mir.
Ich versuchte jed mögliches Heilmittel, doch alle schlugen fehl.
Ich versuchte mit diesem Wesen zu sprechen, doch es antwortete nicht, es sprach unmissverständliche Worte. Ich führte dies auf sein Fieber zurück.
Doch dann eines Abends sagte er: „Er wird uns alle holen.“
Ich erschrak. Was konnte er damit meinen. Auf meine Fragen schien es, als wäre er gelähmt zu sprechen.
Doch die ganze Nacht, sprach er im Fieberwahn diese Worte. Nichts anderes als diese Worte und da wusste ich, dies war kein Fieberwahn, dies war irgendetwas vertrautes. Ich wusste nur nicht es ein zu ordnen.
Die ganze Nacht grübelte ich, woher mir das bekannt vor kam.
Und dann wie ein Blitz, viel mir die Sage ein. Die Sage von den Drachen, die damals versucht haben, alles Leben zu zerstören.
Auch damals kam ein fremdes Wesen, und sprach die gleichen Worte ehe das Unheil seinen Lauf nahm. Es hieß, dass das Wesen einem Bann unterlag, und nicht mehr Herr seiner Sinne war. Nur durch direkte Fragen und einem speziellen Rezept könnte man diese Trance soweit aufheben, das man zwei Fragen stellen könnte.
So bereitete ich eilig die Rezeptur vor, da wenn dies der Wahrheit entspräche, er bald sterben würde.
Ich hoffte, das die Rezeptur stimmte, schließlich wurde es nie erwiesen, das alles tatsächlich passierte.
Nun denn, nach dem ich die Suppe fertig hatte gab ich sie dem Wesen zu trinken.
Und fragte ihn, ob es die Drachen seien, die wieder im Lande seien.
Doch er lächelte kurz unter schmerzen und antwortete: „Drachen, du Narr, was für Drachen?“
Daraufhin erzählte ich ihm die Geschichte, und es erweckte sich in mir die Angst, das es etwas viel gefährlicheres sein könnte, und fragt ihn, ob es denn die gleiche Gefahr wie damals war.
Was er antwortete versetzte mir einen eiskalten Schauer, er sagte: „Ja, es ist wieder zurück. Nur noch stärker. Wir sind alle verloren. Ich werde sterben. Eine bitte habe ich verbrenne meinen Körper. Mein Schiff, mein Schiff dort findet....“, daraufhin starb er.
Ich überlegte was er mit seinem letzten Satz meinte, und beschloss nachdem ich ihn wie von ihm gewünscht verbrannte, mich auf dem Weg zum Schiff zu machen.
Ich suchte die ganze Nacht nach Hinweisen die mir weiter helfen könnten, doch fand nichts. Schließlich schlief ich auf dem Pilotensessel des Schiffes ein.
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, muss ich unbeabsichtigt an einen Schalter gekommen sein, und es öffnete sich ein Bildschirm.
Was sich mir da offenbarte war das schrecklichste was ich je sah.
Es war eine Aufzeichnung seines Planeten, oder das was davon übrig war.
Es schien keine Sonne. Alles war von schwarzen Staub zerfressen. Die Bäume, die Flüsse und gar die Tiere alles war schwarz. Kein Lachen oder spielen. Es schien mir als wäre die Aufzeichnung im dunkeln gemacht worden. Aber die Sonnen des Planeten und die Worte des Mannes ließen in mir keinen Zweifel, das dort die schlimmste Tragödie stattfand die man sich vorstellen kann. Ein Leben ohne jegliches Licht, ohne jede Farbe oder Lächeln. Mir lief es eiskalt den Rücken runter und ich konnte nur erahnen welche Kraft es ihn wohl gekostet hatte zu fliehen. Noch jetzt wo ich es euch erzähle lässt es mich erschaudern, erschaudern wegen der Grausamkeit und erschaudern, weil die Sagen wohl stimmen. So dachte ich fieberhaft nach Lösungen dieses Unheil von uns abzuwenden, oder irgendwo einen Anhaltspunkt zu finden, wie wir der Gefahren begegnen konnten. Wenn die Sagen stimmten, so musste es doch Aufzeichnungen geben, schließlich wurde laut Sage das Böse besiegt.
Ich fand schließlich in einem sehr alten Buch, welches die Aufzeichnungen von meinen Ur-Ur-Ur-Ur-Großvater beinhaltet eine Seite die halb ausgerissen war. Ich konnte nur soviel lesen, dass es mal eine Zerstörung gab, die von einem Mysterium ausging. Es soll vor Tausenden von Jahren alles Gute zerstört haben. Aber wie sie entstand oder verschwand konnte ich nicht herausfinden, da die Seiten ausgerissen waren.
Bevor ich irgend jemanden einweihen wollte. Oder Rat von jemanden holen wollte, wollte ich dies mit euch bereden, ob euch irgend etwas zu Ohren gekommen ist.“
Die Druiden schauten sich schweigend und nachdenklich an, und verneinten. Keiner hatte von so etwas gehört.
Das was sie hörten bestürzte sie sehr. Was sollten sie dagegen tun?
„Wir müssen in der nächsten Zeit sehr sorgsam sein, und jeden noch so kleinen Vorfall genauestens beobachten und untersuchen, um sicher zu gehen, ob die Sagen stimmen...“
„Stimmen die Sagen wohl tun!“, wurde Mazinkus unterbrochen.
Die Druiden schauten erschreckt in alle Richtungen, woher kam diese Stimme und von wem war sie.
Aus der Ecke trat ein Wesen hervor. Er war klein, grau, hatte einen kleinen goldenen Bart und einen aufrechten Gang. Er hielt in der linken Hand einen Wanderstock. Seine Ohren waren spitz und leicht in sich gedreht. Sie verliehen ihm etwas Unantastbares. Die großen Augen wirkten etwas schwerfällig. Und der etwas dicke Körper ließ einen gesunden Appetit vermuten. Er war ein Bongolide.
Doch wie kam er hier her?
„Wer bist du?, fragte ihn Mazinkus.
„Ich bin JaAs“
Es war der Prophet der Bongoliden. Niemand hatte ihn je gesehen.
Es gab nur die wildesten Gerüchte, die besagten, dass er wohl das älteste Lebewesen in Qook, oder gar im Universum sei, oder das er der Retter der Bongoliden sei. Aber wenn jemand was wüsste, dann vielleicht er, dachte sich Isak und nutzte die Gelegenheit ihn zu fragen, was er denn über das Mysterium wisse.
„Existieren er tat. Wahrlich. Doch zuerst setzen ich mich muss. Schwer meine Beine sind, und hungrig der Magen.“
Die Druiden fühlten sich durch diese Antwort auf die Schippe genommen. Schließlich waren sie voller Neugier. Wollten ihre Ängste beruhigen, und der Bongolide dachte daran, etwas zu essen. Wie konnte man in so einer Situation so ruhig sein.
„Aber was ist denn jetzt mit dem Mysterium“, fragte Arookia, ein anderer Druide.
„Zeit nach dem Essen genug ist. Den Magen sättigen, ich jetzt tun möcht’.“
„Recht hat er. Wie unhöflich von uns. Setzten sie sich auf meinem Platz. Wir alle haben noch nicht gegessen. Und auf gesättigtem Magen lässt sich besser nachdenken.“, antwortete Mazinkus.
„Gut. Danach reden wir werden.“, gab JaAs zurück.
Daraufhin saßen sie alle in der Runde und aßen.
Nach dem Essen richteten alle Druiden erwartungsvoll ihren Blick auf JaAs um ihn reden zu hören. JaAs atmete tief ein, und hob den Kopf nach vorn, und begann zu sprechen: „2000 Jahre es nun ist. Tot dachte er wäre. Doch täuschen ich mich mag. Wenn es wirklich das Mysterium unermesslich stark er jetzt sein wird. Und alles er wird sich nehmen. Hindern, wir wohl schwer ihn können. Sorgen, große Sorgen ich mir mach“, seine Stirnfalten bewegten sich zu seinem tiefen Atem.
„Wer ist genau diese Mysterium. Wie kommt er zu dieser Macht, und wie kann er seit über 2000 Jahren noch am Leben sein?“, fragte Michelikus. Einer der jüngsten Druiden.
„Alter“, lächelte ganz leicht JaAs, und richtete seinen Blick auf Michelikus „Alter ist nur eine Zahl. Seht mich 3000 Jahre nun ich bin. Und ein Ende ich nicht seh.
Viel Älter als ich er sein mag. Es gibt Sagen die sprechen, er sei geboren mit der Stunde des Universums. Genau dies aber keiner weiß. Nur er stärker wird, mit jedem Jahr. Der Hass er ist.



-----------------------------------------------------------
JETZT KOMMT DIE FORTSETZUNG - JETZT KOMMT DIE FORTSETZUNG -
JETZT KOMMT DIE FORTSETZUNG - JETZT KOMMT DIE FORTSETZUNG -
JETZT KOMMT DIE FORTSETZUNG - JETZT KOMMT DIE FORTSETZUNG -
-----------------------------------------------------------



Aber wenn er es ist, seine Handlung ich nicht versteh.“
„Was für eine Handlung verstehen sie nicht“, unterbrach ihn Michelikus.
„Zeit er hat dachte ich genug. Jahre für ihn wie Sekunden sein mögen.
Doch das bisherige handeln, er es eilig hat mir erschließt.“
„Aber sie sagten doch er sei vielleicht so alt wie das Universum. Was veranlasst ihn dazu unter Zeitdruck zu sein? Vielleicht ist er ja doch nicht so stark und braucht irgend etwas wie Lebensenergie um weiter am Leben zu bleiben“, gab Isak von sich.
„Sein mögen dies kann, aber unwahrscheinlich. Vermute auf der Suche er ist.“
„Auf was für einer Suche?“, fragte Mazinkus
„Dies raus zu finden unsere dringlichste Aufgabe sein wird in den nächsten Jahren.“
„Verschwenden wir damit nicht Zeit. Wenn er wirklich unsterblich oder unbesiegbar ist. Wäre es dann nicht sinnvoller alle zu warnen. Damit wir irgendwo anders ein neues Leben anfangen können. Weit weg von diesem Monster. So wie sie es damals gemacht haben?“, fragte Arookia.
„Gedacht darüber ich lange hab. Doch wenn er auf der Suche nichts ihn wird davon abhalten es zu finden.
Aber unbesiegbar er sei, ich niemals gesagt. Denn wenn uns was das Leben gelehrt hat, dann das alles möglich ist.
Befehlen ich euch nicht kann, aber noch mal bitten ich euch möchte eure Augen aufzuhalten. Und niemanden zu sagen, was ihr gesehen habt, außer den in dieser Runde. Zu gegebener Zeit ich euch wieder aufsuchen werde.“, indem er das sagte, ging er langsam wieder in die dunkle Ecke, wo er herkam und war verschwunden.
„Wie wollen sie Kontakt mit uns aufnehmen?“, fragte Mazinkus, doch JaAs war schon verschwunden, und wieder waren die Druiden erstaunt, wie dies möglich war.
Dies Erscheinen brachte alle Druiden in tiefes Denken, und alle waren sich einig über das was heute passiert war zu schweigen. Sie brauchten darüber nicht diskutieren. Sie waren sich über die Wichtigkeit in klaren. Dies was heute passierte, das wusste jeder von ihnen würde ihr Leben komplett ändern. Immer die Furcht im Nacken, das bald was schlimmes passieren würde, ängstigte sie. Der Gedanke, dass der schönste Planet des Universum Qook nicht mehr sein würde, wollte sich keiner vorstellen.
Nach minutenlangem schweigen trat Mazinkus in die Mitte und sagte:“ Das was eben passiert ist, da kann ich wohl für jeden stimmen, das merkwürdigste war was uns je passiert ist. Ich vertraue JaAs. Und bin wie er der Meinung, das was heute besprochen wurde nur in diesem Kreis bleiben sollte.
Und das wir alle sehr genau Ausschau nach merkwürdigen Dingen halten sollten. Wenn jemand anderer Meinung ist, so bitte ich ihn diese Bedenken jetzt zu äußern.“
Da keiner Bedenken äußerte, war somit klar, dass über das heute passierte der Schleier des Schweigens gestreift wurde.
Alle begaben sich zu Bett.
Doch war auch allen klar, dass ruhig schlafen heute niemand würde, auch Isak nicht. Den die ganze Nacht die Frage durch den Kopf ging, auf was für einer Suche das Mysterium sei. Viele Gedanken schwirrten ihm durch den Kopf. Einer davon gefiel ihm gar nicht. Er versuchte die ganze Nacht diese Gedanken weg zu wischen, doch gelang dies ihm nicht.
Was wenn dieser eine Gedanke stimmen mochte.
Nein, absurd, das kann nicht, dachte Isak, aber wenn.....dann endlich schlief er ein.



IV



Gute 10 Jahre später.
„Bald, bald werden wir vereint sein. Nein, nicht lasst meine Freunde in Ruhe....NEIN“, schweißgebadet wachte Sieben Wind von seinem Alptraum auf. Lu der von Sieben Winds Schrei wach wurde eilte herbei.
„Was ist Sieben Wind?“
„Nichts Onkel, ich hatte nur einen seltsamen Traum.“
„Was hast du denn geträumt?“
„Ich weiß nicht, nur dass etwas ganz ganz schlimmes passieren wird! Ich bekomme sogar jetzt eine Gänsehaut. Darf ich bei euch schlafen?“
„Ja, komm. Das war nur ein böser Traum!“, doch in seinen Stirnfalten sprachen eine andere Sprache. Lu war sich der außergewöhnlichen Kraft Sieben Winds bewusst. Hoffentlich war es nur ein Traum.
Aber was Sieben Wind nicht wusste, dass Lu den größten Teil seines Alptraumes mitbekam, da er auf dem Weg sich was zu essen holen, an Siebens Zimmer vorbei kam, und ihn im Schlaf reden hörte.
Und das was er hörte gefiel ihm gar nicht ganz und gar nicht.
Lu wusste, was er zu tun hatte. Noch morgen würde er das Buch seiner Ahnen finden müssen, um den Weg zum Baum der Kobolde zu finden. Nur ihn konnte er nach Rat fragen, wenn die Sagen stimmten.
Jedoch durfte keiner mitbekommen was er tun würde. Er wollte niemand in Sorge bringen, denn noch gab es die Hoffnung das es sich nur um einen Alptraum handelte. Dennoch ging Lu mit sorgenvoller Mine ins Schlafzimmer. Lange schaute er Sieben zu wie dieser friedlich in ihrer Mitte einschlief, obwohl Sieben mit 16 Jahren schon wesentlich größer als Lu und Lucy war erlaubten sie ihm ab und an in ihrem Bett zu schlafen, welches sie extra für ihn vergrößerten.
Lu freute sich jedes Mal wenn Isak mal wieder auf Reisen war und Sieben bei ihnen abgab. Diese Tage waren die schönsten für ihn. Und nun würde es nicht mehr lange dauern und Sieben würde den Pfad der Erwachsenen betreten, und womöglich würde Lu und Lucy ihn bald nicht mehr so oft sehen.
Lu hoffte, dass ihm eine gute Zukunft beschieden sei. Und um seine Sorgen zu beseitigen musste er morgen den Baum der Kobolde fragen.
Er hatte selbst noch nie diesen Baum gesehen. Es war sehr gefährlich sich dorthin zu begeben. Nur wenn Kobolde einen sehr wichtigen Grund hatten durften sie das Buch der Ahnen öffnen um den Baum der Kobolde um Rat zu fragen. Kein Kobold hatte es je gewagt das Buch der Ahnen ohne Grund aufzusuchen. Es hieß, wenn jemand dies ohne wahren Grund täte, der würde auf ewig zwischen den Blättern gefangen.
Lu wusste noch nicht einmal genau wo denn dieses Buch war. Aber die Sagen sprachen, dass der der des Rates bedurfte das Buch finden würde.
So hoffte er, dass er dieses Buch nicht finden würde, denn dann wäre die Sorge unberechtigt gewesen, und Lu könnte weiter hoffen, dass Sieben ein normaler Junge war, denn er ganz besonders liebte.
Der Morgen brach an. Lucy und Lu waren schon wach, während Sieben noch friedlich schummerte.
„ Lucy du weißt das demnächst Siebens 17ter Geburtstag ist. Und laut Gesetzt der Kobolde tritt er dann in einen neuen Lebensabschnitt. Daher möchte ich ihm ein Podo schenken.“
„Aber Lu, er ist doch kein Kobold. Und warum ein Podo? Du bist doch schon zu alt dafür?“
„Ach mach dir keine Sorgen. Den Berg werde ich noch mit links bewältigen.“
„Ich glaube nicht, dass sich Sieben darüber freuen würde, wenn du dich in Gefahr für ihn begibst. Du weißt doch, wie er sich Sorgen um dich gemacht hat, als du um ihn zu imponieren ein Floß bautest und dann dieser mitten im Fluss zusammenbrach, und er dich vorm ertrinken bewahren musste. Da hattest du ihm doch versprochen so was nicht noch mal zu tun.“
„Papperlapub. Das war doch Taktik, damit der Junge vor seinen Spielkameraden angeben konnte!“
„Welche Kameraden. Er hat doch nur Can als Freund!“
„Das verstehst du nicht Weib. Ich muss los. Und sag ihm bitte nichts. Ich möchte, dass es eine Überraschung wird.“
„Na gut, du alter Narr. Aber sei vorsichtig. Ich will keinen übermutigen toten Mann, versprochen?.“
„Versprochen!“ Mit diesem Wort gab Lu Lucy noch einen Kuss und begab sich mit seinem zusammengepackten Lebensmittelbeutel, welches er über den Schultern trug auf den Weg. Lucy hatte angst das dies der letzte Kuss sein könnte, denn was Lu nicht mehr sehen konnte, waren die trüben Gedanken Lucys. Sie ahnte, dass da noch was anderes war. Nur warum musste er das Podo erwähnen um es glaubwürdig zu machen, es hätte auch ein weniger aufwendiges Geschenk sein können, dachte Lucy, denn das der Hauptgrund seines Weggangs nicht das Geschenk war, dessen war sie sich sicher. Dafür kannte sie Lu zu gut, er konnte ihr eigentlich schwer was vor machen. Sie sagte jedoch nichts, da sie fühlte, dass diese Reise was mit Sieben zu tun hat, denn auch sie konnte Sieben gestern im Schlaf reden hören.
Gut gemacht, dachte sich Lu, der glaubte Lucy überzeugt zu haben.
Aber vielleicht hätte ich doch ein anderes Geschenk nennen sollen, dachte er weiter. Denn das Podo war das am höchsten angesehene Geschenk der Kobolde, welches man eigentlich nur bei Hochzeiten verschenkte, da eigentlich nur junge Kobolde die Kraft hatten es zu holen. Und nicht mal alle jungen Kobolde schafften dies.
Das Podo war eine art durchsichtiger kleiner Stein, welches hellblau war und am Schwanz eines Lungus hing. Ein Lungus war ein etwa 2 Meter großer fasanenähnlicher Vogel, der auf den Bergspitzen des Podo lebte. Der Berg war sehr steil sehr uneben und somit schwer begehbar. Ganz zu schweigen ziemlich hoch. Und vom Berg kam auch der Name.
Lu wusste wie schwierig es war , denn vor über 180 Jahren konnte er einem Lungus einen Podo vom Schwanz entwenden, und mit diesem Lucy einen Antrag machen. Dem Lungus tat das zwar ziemlich weh, aber es hatte keine gesundheitlichen Auswirkungen, da dieser wieder nachwuchs.
Aber gut, dachte sich Lu, denn jetzt hatte er ganz andere Sorgen.
Wie sollte er nur das Buch der Ahnen finden?
In den Wald, der verlorenen Rufe musste er gehen, das wusste er noch aus Erzählungen von seinem Vater, als dieser ihm von den Sagen erzählte. So begab er sich denn auf diesen unbekannten Pfad. In einen Teil von Qook den er noch nie betreten hatte.
Stunden waren schon vergangen und Lu näherte sich immer mehr der Grenze, die er bisher noch nie überschritten hatte, da wo der Podo, der höchste Berg der Kobolde stand war immer die Grenze für die Kobolde. So lange er sich erinnern konnte hatte noch kein Kobold es gewagt diese Grenze zu überschreiten. Aber wenn die Sagen stimmten, musste er diese Grenze überschreiten denn dahinter lag nach den Sagen der Wald der verlorenen Rufe. Laut seinem Vater hat nur einmal ein Kobold diesen Wald beschritten um den Baum nach Rat zu fragen. Und das soll in der Zeit gewesen sein, wo die Drachen wüteten. Beweise gab es keine dafür, aber für Lu war allein die Existenz Cans Beweis genug. Ganz zu schweigen von dem Alptraum von Sieben Wind.
Aber wovor fürchte ich mich, dachte Lu, da er doch wusste das Qook der friedlichste Planet im Universum sei. Hier war es überall friedlich, auch in diesem angeblich so gruseligen Wald.
Mit diesen Worten versuchte er sich Mut zu machen, was aber nicht gerade sichtlich gelang. Jedesmal wenn er ein unerkanntes Pfeifen hörte, versuchte er sich durch ein Lied mut zu machen.
Nahe des Berges beschloss Lu sein Nachtlager auf zu bauen. Und da er schon mal beim Podo war, würde er morgen erst mal den Stein besorgen.
In dieser Nacht schlief Lu sehr unruhig.

„Wo wo ist er? Wir müssen ihn finden. Mit ihm werde ich die Vollkommenheit erreichen! Wir sind eins. Sucht überall meine Diener. Lasst keinen noch so kleinen Winkel aus. Alles wird mein, egal ob tot oder bekehrt, aber er muss Leben. Leben für mich! Ha Ha Ha!“
“Herr aber wir wissen gar nicht wo er ist?”
„Seine Kraft wird ihn verraten. Und nun geht. Ich kann nicht länger warten.“

Schweizgebadet wachte Lu auf. War es nur ein Traum, oder eine Vorahnung, gar eine Vision. Er hatte keine Zeit zu verlieren. Jetzt musste er erst mal den Podo bezwingen, und dann dessen war sich Lu nach seinem Traum sicher das Buch finden. Er ging über eine Brücke, die über einen wunderbaren schmalen Fluss führte hin zum Fuße des Podo, als er ca. 50 Meter vor ihm eine Person sah, die am Wegerand saß. Er war etwas größer als Sieben Wind, hatte eine recht athletische Figur und war bekleidet wie ein Minensänger, wie die im Mittelalter vorkamen. Seine Ohren waren recht spitz, wie die bei Kobolden, allerdings hatten seine Augen etwas sehr sanftmütiges und beschützerisches. Sie waren tiefblau. Ein hübscher Bursche. Welcher Rasse er zu zu ordnen war, konnte er so nicht sagen, da Lu noch nie so ein Wesen gesehen hatte. Lu konnte erkennen, dass er eine typische Minensänger Gitarre, in den Händen hielt. Und jetzt konnte er auch hören, welches Lied er im hohen Tone sang.
„Ein Kobold kam des Weges her
Trallarie und Trallera
und die Beine waren ihm schwer
Fallarie und Fallera
doch gutes er im Schilde führt
Mallerie und Mallera
das Leben eines Kindes ihn berührt
hollerie und hollera....seid mir gegrüßt edler Kobold. Wohin des Weges.“
„Seien sie mir auch gegrüßt. Ich möchte den Podo bezwingen.“
„Ah ein Geschenk für Sieben Wind. Da wird er sich freuen.“
„Sieben Wind? Was meinen sie damit.“, Lu wurde sichtlich nervös, wollte es aber nicht zeigen. Er hatte schon versucht zu vermeiden ihn zu fragen, warum er gerade dieses Lied sang. Aber jetzt hatte er sogar den Namen erwähnt. Woher sollte Lu wissen, dass er diesem Fremden vertrauen konnte. Und dieser nicht ein Halunke war.
„Haben sie keine Angst Meister Lu. Ich will ihnen nichts anhaben. Ich habe gestern in ihrer Nähe gecampt und da habe ich zwangsläufig mitgekriegt was sie im Schlaf gesprochen haben. Ich wollte sie nur nachts nicht belästigen. Ich bin nur ein Minensänger, der auf den Weg nach Abenteuern ist, um daraus Lieder und Gedichte für die Ewigkeit zu machen.
Darf ich mich vorstellen. Giovaldo de Oparai. Für Freunde kurz Gio.”
Lu konnte fühlen, dass in seiner Stimme keine Bösartigkeit war. Und außerdem konnte dieser ihm vielleicht beim Podo holen helfen. Wer weiß, vielleicht würde er ja sogar ein Heldenlied über Lu komponieren. Lu ein Held der Ewigkeit, das brachte sogar ihn zum schmunzeln.
„Verzeiht meine Vorsicht. Aber ich hatte Sorge. Ihr könntet mir was böses wollen. Schließlich bin ich nur ein alter Kobold, der einem Jungen ein schönes Geschenk zu seinem 17ten machen möchte. Mein Name ist Lu.“ Die Sache mit dem Buch wollte er Gio noch nicht erzählen. Ein wenig Vorsicht konnte nicht schaden.
„Meine Freude sie kennen zu lernen werter Herr Lu. Ob ich denn sie begleiten dürfe, denn Abenteuer ich in der Luft spüre. Abenteuer die auf meine Feder wartet?“
„Aber gerne. Und mit dem Abenteuer liegen sie gar nicht falsch, denn einen Podo möchte ich für meinen Neffen auf dem Gipfel ergattern. Aber duzen sie mich doch, sonst komme ich mir sehr alt vor.“
„Klar, kein Problem, wenn auch du mich duzt. Wie alt bist du denn, wenn ich fragen darf?
„Gerade 323“
„Wahrlich das nenn ich jung.“
Lu fing an zu lachen, und auch Gio musste lachen. Das Eis zwischen ihnen war gebrochen. Beide machten sich auf den Weg den Podo zu besteigen.
Und während ihres Aufstieg sang Gio mit seiner wunderschönen leicht hohen Stimme ein Lied welches ungefähr so klang.
....so begaben sie sich hin
neue Abenteuer im Sinn
kein Weg ihnen zu weit
immer im Kampfe gegen die Zeit
denn ein Stein es sein sollte
da ein Knabe dies gerne wollte
und so wanderten sie
im Herzen froh
ihr Mut nicht aus Stroh
Ein junger Kobold und sein Kumpane
la, la,la,la la....
Fröhlich dachte sich Lu, würde die Arbeit leichter fallen, und für einen Moment vergaß er seine Sorgen.
Nach drei Stunden steilem Aufstieg beschlossen sie ein Zwischenlager einzu- richten, um etwas zu essen. Während Gio das Feuer machte, sammelte Lu einige Wurzeln.
„Was ist das?“
„Das sind Bergwurzeln. Die gibt’s nur hier beim Podo. Sie eignen sich sehr gut als Heilmittel für kleinere Wunden, oder als Delikatesse beim Grillen. Sie werden dir schmecken.“
„Schade, kein Hase aber gut, wollte so wieso eine Diät machen.“
„Verzeih, aber wir Kobolde essen kein Fleisch.“
„Dafür brauchst du dich nicht zu entschuldigen. ich wünschte ich könnte das auch sagen. Aber jetzt hab ich richtig Hunger. Dann zeig mal wie wir das hier essen.“
Lu zeigte Gio wie man die Wurzeln schälte. Dann wurden die Wurzeln direkt ins Feuer gelegt. Nach kurzer Zeit verspeisten sie die Wurzeln. Und man merkte wie gut es ihnen schmeckte.
Eine Wurzel band Lu um einen großen Stock, den er sich von einem Ast nahm, und ließ ihn nur ganz leicht über dem Feuer anbrennen.
„Also die Wurzeln waren wirklich sehr lecker. Aber ich kann nicht mehr.“
„Nein, das ist nicht für uns. Diese Wurzel lass ich nur ganz kurz anbrennen, damit der Geruch der Wurzel intensiver wird. Das wird nämlich unser Köder für den Lungus. So kriegen wir ihn aus seinem Versteck oben auf dem Gipfel. Er wird es riechen und uns entgegen kommen, und wir brauchen nicht bis zur Spitze steigen. Und jetzt lass uns aufbrechen.“
Mit diesen Worten gingen sie los. Nach einer kurzen Weile konnte Lu auch schon in gar nicht weiter Höhe einen Lungus sehen, der anscheinend dem Duft der Bergwurzel folgte.
„So jetzt kommt der schwierigste Teil. Während ich den Lungus mit dieser Wurzel an meinem Stock ablenke, wirst du ihm am Schwanz mit diesem Podoschneider den Podo abnehmen. So lange er frisst, ist er fast Handzahm. Aber sollte er dich sehen, oder riechen sieh zu, dass er dich nicht erwischt.“
Lu gab Gio den Schneider.
„Wie funktioniert denn dieser Schneider?“
„Ganz einfach, schau er sieht einem Nussknacker ähnlich, nur das an der Öffnung ein Sack ist, in den der Podo fällt, wenn du ihn anheftest. Du brauchst den Schneider nur an den Podo halten und durch die Energie die der Podo freisetzt öffnet sich dieser Sack und haftet sich an den Podo und der Podo fällt ab, da der Sack eine Säure enthält, die ihn löst. Und dann kommt der schwierigste Teil. Weil das Abfällen wird der Lungus bemerken, da es ihm wehtut. Du darfst dann nicht aus Schreck den Podoschneider fallen lassen. Denn dann wäre alle Mühe umsonst. Also sobald du merkst, dass der Podo sich löst nimm deine Füße und lauf. Wir treffen uns dann am Zwischenlager. So weit runter traut sich kein Lungus. Zu mal es nach dieser Entnahme schnell müde wird, und in eine art Kurzschlaf fällt. In dieser Zeit wächst ihm auch ein neuer Podo nach, der leider erst nach 10 Jahren seine Topqualität erreicht hat. Wollen wir also hoffen, dass der Lungus einen recht alten Podo hat, ansonsten müssen wir alles noch mal machen. Hast du alles verstanden, Gio?“
„Ich glaube schon. Schnipp Schnapp, kommt der Podo ab.“
Gio begab sich in das von Lu für ihn vorgesehene Versteck.
Während Lu sich hinter einem Busch versteckte, und den Holzstab mit der Bergwurzel rauslehnte, kam auch schon der Lungus heran und beschnupperte die Wurzel.
Man konnte sehen wie der Lungus sich die Zunge nach der Wurzel schleckte, trotzdem aber noch leicht misstrauisch war. Doch der gute Geruch und der Hunger danach ließ den Lungus jeden Zweifel, dass es sich vielleicht um eine Falle handeln könnte vergessen.
Und so leckte er erst mal an der Wurzel. War das lecker.
Dann biss er auch endlich zu. Jetzt wusste Gio, dass alles an ihm lag. Erfolg oder Misserfolg.
So geräuschlos wie möglich verließ er sein Versteck und näherte sich dem Lungus. Er war schon in Greifnähe des Lungus, doch dieser war gemächlich am fressen und schien Gio nicht zu bemerken. Dies führte dazu, dass sich Gio recht sicher vorkam. In aller Ruhe nahm er den Podoschneider.
Bevor er ihn ansetzte nahm er noch mal tief Luft und setzte den Podoschneider an das Schwanzende des Lungus wo der Podo hing.
Leider war der Podoschneider schon recht alt, und Lu hatte anscheinend vergessen ihn ordentlich zu warten.
Jedenfalls dauerte es eine kurze Weile, bis sich der Sack öffnete, um den Podo zu umschlingen. Diese kurze Zeit, die Gio wie eine Ewigkeit vorkam, war lang genug, dass es dem Lungus auffiel.
Gerade als dieser den zu drohenden Verlust bemerkte, hatte der Sack den Podo umschlungen und die Säure fing an zu wirken.
Der Schmerz führte dazu, dass der Lungus wild mit dem Schwanz hin und her wedelte. Gio noch unter Schock, wollte auf keinen Fall den Schneider loslassen. Und obwohl er nicht der Kleinste war, wirbelte der Lungus ihn wie einen Flummi hin und her.
Gio aber ließ den Podoschneider nicht fallen. Lu der das beobachte versuchte den Lungus auf sich zu lenken, doch vergebens.
Die Schmerzen machten den Lungus wahnsinnig.
Eine 360 grad Drehung des Lungus führte dann schließlich das Gio einige Meter weit flog. Noch geschockt von den Schmerzen rannte der Lungus den Berg hoch.
Lu eilte zu Gio um zu sehen, ob er sich verletzt hatte.
„Gio alles in Ordnung?“
Gio, der auf den Boden lag raffte sich auf, klopfte sich den Staub von den Klamotten und sagte: “Ja, danke, hätte schlimmer sein können.“
„Gut das kann passieren. Ist nicht schlimm. Am besten wir gehen in uns Lager und schlafen erst mal, und dann versuchen wir es morgen noch mal.“
„Wieso morgen noch mal?“
„Na, wir müssen doch...“, bevor Lu fortfahren konnte unterbrach ihn Gio.
„Reicht denn einer nicht?“, fügte Gio ironisch hinzu und holte den Podo raus.
„Du hast ihn, yippie.“, antworte Lu und sprang vor Freude im Dreieck.
„Ich bin nur geflogen, weil sich der Podo löste und ich somit keinen Halt mehr hatte.“ ,sagte Gio mit einem Lächeln und gab ihn dann Lu.
Lu hielt ihn in die Luft um seine Qualität zu prüfen. Trotz der fortschreitenden Dämmerung, reichte ein kleiner Lichtstrahl um den Stein in den verschiedensten Farben zum leuchten zu bringen. Er war ganz eindeutig von überragender Qualität.
„So einen schönen Podo habe ich noch nie gesehen. Der dürfte gut und gerne 40 Jahre alt sein. Genau das richtige Geschenk für Sieben. Jetzt brauch ich erst mal einen Schnaps!“
„Ich auch.“, antwortete Gio. Beide begaben sich glücklich in ihr Zwischenlager und feierten die ganze Nacht über die in ihren Augen perfekte Mission.
Und morgen würde Lu entscheiden, ob er Gio den wahren Grund seiner Reise erzählen würde, denn heute Abend war er zu euphorisch und betrunken um einen klaren Kopf zu haben.
Durchs lange feiern schlief Lu recht lange und wachte am späten Morgen auf. Gio war schon längst wach und hatte Frühstück vorbereitet.
„Guten Morgen Lu. Gut geschlafen?“
„Ja danke, hoffe du auch.“
„Ja. Habe zwar noch einen Schädel aber sonst kann ich nicht klagen. Möchtest du was trinken?“
„Ja gerne.“
Gio gab ihm etwas zu trinken. Beide frühstückten und waren guter Laune. Lu beschloss ihm den wahren Grund seiner Reise anzuvertrauen.
„Gio ich muss dir was sagen.“
„Ich auch. Ich muss dich verlassen.“
„Verlassen, ich verstehe nicht wieso?“
„Nun, mein lieber Freund ein Abenteuer habe ich erlebt. Und jetzt wird es Zeit dieses Abenteuer in die Welt hinaus zu tragen, und neuen Abenteuern entgegen zu eilen. Ich träumte von einem neuen noch größeren Abenteuer, aber nicht hier. Es hat mir jedenfalls sehr viel spaß mit dir gemacht. Und wir werden uns wieder sehen. Ich möchte doch schließlich Sieben Wind kennenlernen.“
Lu fand es schade, dass Gio ihn jetzt verlassen wollte, allerdings das was er jetzt zu tun hatte konnte er sowieso nur alleine tun, da nur Kobolde den Wald der Kobolde gemäß den Sagen betreten konnten. Denn sollte ein anderes Wesen oder ein Kobold mit einem anderen Wesen versuchen diesen Wald zu betreten, würde aus dem Boden das Feuer der Unreinheit hervortreten und die Personen in sich gefangen halten, für die Ewigkeit. Außerdem war es vielleicht doch klüger es ihm jetzt nicht sagen zu müssen, denn wenn sich alles als unnötige Sorge entpuppen sollte, bräuchte er dieses kleine Geheimnis mit niemanden teilen. So beschloss er ihm nichts zu sagen.
„Schade Gio. Ich dachte du könntest mitkommen um meine Familie kennenzulernen. Allerdings hoffe ich das du uns mal besuchen kommst. Du brauchst nur diesen Weg zu marschieren, nicht weit kommst du dann in die Koboldflora. Und von dort ist es ganz leicht. Wir wohnen im letzten Baum hinter der Flussmündung, die du dort nicht verfehlen kannst.“
„Danke Lu, das werde ich bestimmt tun. Wir werden uns wieder sehen versprochen. Wünsche von mir deiner Frau und ganz besonders Sieben Wind alles gute. Und nun will ich weiterziehen.“
Lu und Gio umarmten sich. Dieser Abschied schien Lu doch schwerer zu fallen als er zugab. Wenn man bedenkt, dass Kobolde eigentlich nicht so rührselige Wesen waren, sondern eher zu Sarkasmus und Ironie neigten, war Lu doch sehr gefühlsvoll, welches er auf den Einfluss von Sieben Wind zurückführte. Neben seinen Koboldfreunden war ihm diese Gefühlstuerei immer noch manchmal peinlich, da diese ihn für verweichlicht hielten.
Gio nahm seine Gitarre und verschwand in östlicher Richtung vom Berg. Während er verschwand trällerte er ein Lied welches Lu ungefähr so vernahm.
....ein Minensänger war ich ja
und darüber gar froh, na klar
immer auf dem Weg nach Abenteuer
konnte mich stoppen kein Gemäuer
...nun erzählen möchte ich von
dem Helden aller Kobolde....
Lu erfüllten diese Worte mit Wärme. Er beschloss noch ein wenig zu warten, bis Gio ganz verschwand bevor er sich auf den Weg machen wollte.
Gio indes ging in östlicher Richtung fröhlich vor sich hin singend, als er sich dann in sicherer Entfernung von Lu wusste blieb er stehen schaute sich die Umgebung ganz genau an, um zu sehen ob irgend jemand in der Nähe war. Er konnte keine Person sehen. In der Nähe war ein großer Stein, der einem Hinkelstein ähnlich aussah. Er begab sich vorsichtig hinter diesen. Und sein so fröhlicher Ausdruck schien wie weggeblasen. Stattdessen trat ein angespannter Ausdruck in sein Gesicht und seine so blau und voller Wärme strahlenden Augen schienen sich in blaue und Messerscharfe Adleraugen verwandelt zu haben. Hinter dem Stein drückte er ganz leicht an einen bestimmten Punkt an seinem Hals, der nahe des rechten Ohres war.
„Ich glaube ich habe ihn gefunden.“ ,sprach Gio.
„Gut. Behalte ihn im Auge. Und tue nichts was dich verdächtigen könnte, solange wir nicht wissen, ob er es wirklich ist.“, vernahm er telepathisch, so dass es keiner hören konnte.
„Gut.“, antwortete Gio und drückte wieder an den Punkt seines Halses. Dieser Punkt schien eine Art Übertragungswelle zu öffnen. In dem es ihm möglich war mit seinem Herren zu kommunizieren.
Währenddessen war gute Laune beim alljährlichen Druidentreffen angesagt. Es war ein spannender Wettkampf gewesen. Und keiner von ihnen hatte auch nur für einen Augenblick einen Gedanken daran verschwendet, was vor 10 Jahren passierte. Als sie JaAs den Propheten der Bongoliden begegnet waren. Sie alle waren zwar sehr wachsam seit der Zeit gewesen. Jedoch war seit der Zeit glücklicherweise nichts ungewöhnliches passiert.
Da saßen sie nun, feierten, witzelten und sangen, als auf einmal eine Stimme aus dem Dunkel erschien.
„ Ein Kind es ist. Das Kind er will.“
Die Gruppe wurde ganz still als sie das hörten. Das war eindeutig die Stimme JaAs. Und dann trat er hervor. Einige von ihnen halb geschockt von den Worten mitten in ihrer so guten Laune, andere überrascht wie er denn so plötzlich in ihrer Mitte wieder erscheinen konnte. Nur Isak nicht. Ihn überkam eine übermenschliche Angst. Würden all seine Sorgen nun bestätigt. Er musste sich zusammenreißen nicht zu weinen, so sehr trafen die Worte sein Herz.
Ein Kind, ein Kind, das konnte nur Sieben Wind sein. Ganz ruhig, sagte sich Isak.
JaAs kam an den Tisch.
Mazinkus stand auf und sagte: „JaAs ihre Worte erschrecken uns. Setzten sie sich doch bitte, und berichten sie uns.“
„Das ich werde tun, ah Fasan ihr essen tut.“
„Setzen sie sich auf meinen Tisch, und essen sie.“, bat Mazinkus.
Ohne Worte setzte sich JaAs auf den Tisch und fing an zu essen. Er sagte kein Wort, man konnte lediglich durch sein Schmatzen vernehmen, dass ihm das Essen zu munden schien. Isak hielt dieses Warten nicht aus. Aufgeregt kaute er auf seinen Fingernägeln. Doch JaAs dem schon bewusst war, dass die Druiden ihn sprechen hören wollten, ließ sich dies kein bisschen anmerken und aß genüsslich weiter.
„Sehr lecker, aber Wein einen roten ich könnt gut vertragen“
„Verzeiht, aber wir Druiden trinken keinen Alkohol.“, antwortete Isak.
„Nun gut. Gebt mir denn ein Glas Wasser.“
Ein Druide reichte ihm den Wassertrug. Und was sie dann sahen konnte keiner glauben. Während er das Wasser in seinen Becher füllte, färbte sich dieser rot. Jedem war klar, dass er das Wasser in Wein verwandelte, durch bloße Gedankenkraft. Dies ließ bei einigen Druiden ein Staunen aufkommen, welches sie nicht verbergen konnten und sie konnten sich nur wage vorstellen was er für eine mentale Kraft haben müsste.
„Nun Wein ich habe.“, gab JaAs von sich, was einige Druiden ein schmunzeln ins Gesicht zauberte. auch JaAs konnte sich ein Lächeln über seine Worte nicht verkneifen.
„Doch ein trauriger Grund mich zu euch schickt.“
Alle waren gespannt.
„Nun den Grund ich glaube zu kennen. Wie ich schon damals vermutete er es eilig hat. Auf der Suche er ist und er ihn finden muss, bevor er zu stark ist. Ungewöhnliches jemand von euch beobachtet hat seit meinem letzten Besuch, oder erlebt?“
Alle verneinten diese Frage.
JaAs Blick traf Isak. Isak ahnte worauf er hinaus wollte. Auf die Alpträume die Sieben Wind in letzter Zeit hatte und auf ein Ereignis vor zwei Jahren! Isak war wieder mal mit Sieben im Wald um nach Kräutern zu suchen, als sich Sieben wie immer ein wenig von ihm wegbewegte um ein wenig zu tollen. Kurze Zeit später hörte Isak einen Schrei. Es handelte sich um Siebens Stimme, schnell eilte Isak in Richtung Schrei und fand dort Sieben bewusstlos. Er schien unglücklich ausgerutscht zu sein, und in Ohmacht gefallen zu sein. Schnell holte Isak eine Salbe um sie Sieben vor die Nasenhöhle zu reiben, damit dieser aufwachte. Doch was dann passierte versetze Isak ein Schrecken und große Sorgen. Sieben fing auf einmal an zu sprechen. Es war eine sehr männliche und tiefe Stimme. Nicht bösartig aber doch furchterregend.
„Wir gehören zusammen. Komm zu mir. Sag mir wo du bist. Ich suche dich schon seit einer Ewigkeit. Gib mir ein Zeichen...“
Nach diesen Worten kam Sieben Wind zu sich.
„Wo, wo bin ich?“
„Du bist gefallen und dann in Ohnmacht gefallen.“
„Ich hatte einen seltsamen Traum.“
„Was hast du geträumt Sieben Wind?“, fragte Isak besorgt.
„Ich träumte ich wäre gefangen in einer Welt voller Schwarz. Ich schrie doch niemand hörte mich. Ich weinte, doch niemand tröstete mich. Ich sah wie alle meine Freunde starben. Ich sah Lu, Lucy und dich sterben, durch meine Hände. Ich habe Angst Großvater. Mir ist kalt, sehr kalt.“
„Komm her mein Junge, es war nur ein böser Traum. Nur ein Traum. Komm wir gehen gleich zu Onkel Lu und Lucy, die haben bestimmt schon was warmes zu trinken für uns beide.“
„Oh, ja Großvater. Ich will lieber sterben, als euch jemals was anzutun, dafür liebe ich euch alle viel zu sehr. Kannst du machen, dass ich nicht mehr so was träume, bitte Großvater?“
Isak hatte große Mühe seine Tränen zu verkneifen. Er brachte kein Wort über die Lippen und nahm Sieben in die Arme. Und sie begaben sich auf den Weg zu Lu und mit ihnen Isaks Sorgen, der in diesem Moment an die Worte von JaAs denken musste. Doch noch wollte er nicht an das schlimmste denken.
Aber diese kleine Hoffnung die ihn damals auf den Weg zu Lu und bis heute begleitete war mit dem heutigen Erscheinen des Bongoliden verschwunden. Jetzt war er sich sicher, das es bei diesem Jungen sich nur um Sieben Wind handeln konnte. Doch was auch passieren mochte, er würde Sieben Wind niemals alleine lassen. Niemals. Bevor er auf JaAs Frage antworten konnte, stellte Arookia eine Frage.
„Ich verstehe nicht. Wen sucht er, und was meinen sie mit zu stark?“
„Einen Jungen er sucht. Vielleicht sein Nachfolger, vielleicht seine Energiequelle oder vielleicht die einzige Waffe des Guten ihn zu stoppen. Dies ich nicht weiß. Aber bald losziehen er muss, sonst verloren wir alle sind. Eine lange Reise er vor sich hat. Zu den Toren des Ranges er gehen muss. Viele Gefahren er wird überwinden muss, dann er sich dem Bösen stellen muss, oder wir alle sterben werden.“
„Wieso sind sie sich dessen so sicher, dass einem Jungen allein diese Bürde aufgelastet wird. Es muss doch eine Alternative geben?“, fragte Isak.
„Eine Alternative wohl geben mag, aber verschwommen dieser Weg ist. Und gesagt, dass er alleine sich auf diese Reise sich zu begeben hat ich nie hab.“
„Dann werde ich Sieben Wind begleiten.“, gab Isak von sich.
„Sieben Wind, ja er es wohl sein mag, aber sicher mir ich nicht bin. Ungewöhnliches er erlebt?“
Isak erzählte von den Vorfällen und den Alpträumen.
JaAs atmete tief ein und dann aus. Sein Augen fielen besorgt zusammen.
„Er es sein mag, die Zeit es zeigen wird.“
„Wenn sie sich nicht sicher sind, dann können wir doch den Jungen nicht solch einer Gefahr aussetzen.“, gab Isak von sich.
„Gefahr bald wir alle werden haben. Doch bald sehr bald wir werden wissen, ob er der eine.“
„Wie meinen sie das. Es kann doch sein, dass er vielleicht uns gar nicht entdeckt. Wir sind so weit entlegen, dass bis auf den Fall vor zehn Jahren noch nie ein Wesen aus einem Planeten zu uns gefunden hat.“, gab Mazinkus von sich.
„Und es kann doch sein, dass wenn er das ganze Universum absucht, ihn eine weit entwickelte Rasse umbringt.“, fügte Arookia hinzu.
„Der Hass ihn stärker macht. Umso mehr ein Planet gegen ihn kämpft, umso leichter es für ihn sein wird. Und keiner diesen Planeten kennt, wir können nicht sicher sein, auch wir Bongoliden hierher gefunden.“
„Wie kam es eigentlich, dass sie sich gerade diesen Planeten ausgesucht haben?“, fragte Arookia
„Dies jetzt nicht unsere Sorge sei.“, antworte JaAs mit sanfter Stimme. Jeder konnte jedoch an seiner Stimme erkennen welch Gedanken er sich über die jetzige Situation machte, geradezu als ob er wüsste was auf sie zu kam.
„Aber ein Junge, ich kann es nicht begreifen, warum ein Junge?“, fragte Michelikus fast verzweifelt.
„Zu viele Fragen, zu viele falsche Sorgen ihr euch macht. Aber sagen ich kann euch soviel. Bei Anbeginn des Lebens nur das Gute es gab. Eines Tages es dazu kam, dass des Bösen Saat erwachte. Das Böse lange an der Macht war, doch das Gute sich stärkte und dann das Böse herausforderte. Die letzte Schlacht dann geführt wurde. Die Schlacht die in vielen Sagen, als das Zeitalter der Drachen beschrieben wird. Das Böse vernichtet man dachte. Doch wir sehen ein Fehler dies war. Und jetzt die Zeit gekommen, dass es wieder nur eins geben wird. Das Gute oder das Böse. Das Leben aber wird weitergehen. Bis irgendwann wieder neu gewürfelt wird. Und ein Junge warum, wie gesagt ich dies nicht weiß. Aber jetzt Zeit zu gehen für mich.“
„Aber sie müssen uns helfen, wie sollen wir jetzt vorgehen?“
„Die Zeit dies euch zeigen wird. Und bei dem Jungen ich sein werde, zu gegebener Zeit.“
„Aber wir haben doch noch so viele Fragen.“, sagte Isak.
Doch während Isak diese Frage sagte, war JaAs, der sich auf einen Stalagmit zu bewegte verschwunden. Und wie sein Erscheinen die Druiden in Erstaunen versetzte, tat dies auch sein Verschwinden. Einige Druiden gingen um den Stalagmit herum, um zu sehen, ob er vielleicht nicht doch einen Geheimgang gab, durch den er verschwunden war. Da der Stalagmit bestimmt einen Umfang von 10 Meter hatte. Doch das dies albern war, dessen waren sie sich eigentlich bewusst. Denn da gab es keinen Geheimgang.
Alle begaben sich wieder an den Tisch, und mussten das was passiert war erst mal diskutieren, vor allem das weitere Vorgehen. Alle konnten sich vorstellen, wie schlecht sich Isak jetzt fühlen musste. Sieben Wind hatte ihm alles bedeutet. Alle waren sich der Besonderheit Sieben Winds bewusst. Sei es durch eigene Erlebnisse mit ihm oder durch Isaks heroischen Erzählungen über Sieben Wind, wie z.B. der Sieg beim Baukfestival. Wo er als jüngster Teilnehmer aller Zeiten gegen den amtierenden Champion Mediales gewann. Dies war noch niemanden gelungen, seit Mediales an diesen Wettbewerben teilnahm. Und dies waren jetzt schon gut 50 Jahre. Auch dieser Wettkampf schien darauf hinaus zu laufen, wieder zur Show von Mediales zu werden. Denn keiner rechnete im Finale Sieben Wind eine Chance gegen Mediales aus. Die meisten waren der Ansicht das der Junge bis dahin nur Glück hatte. Eigentlich wollte Sieben Wind bei dieser Show gar nicht mitmachen, da er sich dagegen sträubte sein Können zur Schau zu stellen. Was zeigte wie reif er schon als Kind war. Aber diesmal tat er das zur Ehrrettung von Lu. Da seine Koboldfreunde sich über ihn lustig machten, weil sie Wind davon bekamen, dass Sieben Wind ihn im Bauk besiegt hatte. Und bei diesem Festival wollte er zeigen, dass er jeden besiegen konnte. Denn wenn er, so dachte Sieben Wind dort als Sieger hervorging, würden die anderen sich nicht mehr über Onkel Lu lustig machen. Es war dann wohl auch eines des spannendesten Finale, die es je bei einem Baukfestival gab. Ganze 5 Stunden dauerte das Endspiel, bevor Mediales verlor, und Sieben Wind mit sieben Jahren zum jüngsten Bauksieger aller Zeiten wurde. Viele waren gar der Meinung, dass Sieben Wind noch leicht und locker einige Stunden hätte dazu hängen können. Einige wollten gar, dass der zum ersten mal anwesende JaAs gegen Sieben Wind antreten solle, doch dieser ging auf solche Worte erst gar nicht ein. Jedoch beobachtete er Sieben Wind ganz genau, mit besorgter Mine, was damals keiner bemerkte, wenn man dies aus heutiger Sicht sieht. Isak hatte ihn noch nicht mal wahrgenommen, da er sich sehr unauffällig verhielt.
Jetzt am Tisch mussten die Druiden nach der bestmöglichen Lösung suchen, um die Gefahr für Isak und vor allem Sieben Wind so gering wie möglich zu halten. So ergriff Michelikus das Wort. “Ihr habt gehört was JaAs gesagt hat. Alles was wir heute entscheiden kann sehr schwerwiegende Folgen für die Zukunft haben. Nicht nur für unsere sondern für die Zukunft Millionen, gar Milliarden Wesen. Um all das was hier bisher stattfand und noch stattfinden oder beschlossen wird, sollten wir den Mantel des Schweigens hüllen.“
Ihr Schweigen signalisierte ihre Zustimmung.
Isak stand auf und sprach: „Ihr habt gehört was JaAs gesagt hat. Das das Leben und Tun Sieben Winds wohl mit all unserem Schicksal zusammenhängt. Daher bin ich der Meinung, dass ich Sieben Wind bei dieser Aufgabe begleiten werde, und ihr alle solltet zu euren Plätzen zurückkehren und eure Augen und Ohren aufhalten. Um falls nötig mit neuem Wissen uns behilflich zu sein...“
„Nein, wir werden mit dir gehen,“, unterbrach ihn Michelikus.
„Ja, genau. Wir werden mitkommen“, fügte Arookia hinzu. Und auch die anderen sagten ähnliches, doch Isak sagte:
„Ich weiß das zu schätzen meine Freunde, aber ich glaube ihr seit mir mehr von Hilfe, wenn ihr an euren Plätzen wacht und alles sich ändernde aufzeichnet. Die Eulen werden mir dann von euren Erkenntnissen berichten. Wir müssen wachsam sein. Daher können wir nicht riskieren, dass wir uns alle auf einmal einer Gefahr aussetzten. Denn wenn wir scheitern, dann müsst ihr handeln.“
„Wir lassen dich nicht im Stich.“, gab Salatus von sich.
„Nein, Isak hat recht. Es ist klüger, wenn wir getrennt bleiben. Wir dürfen nicht riskieren, da wir alle zusammen zu einem Ziel werden. Sobald jemand Informationen hat, soll er dies durch die Eulen weitergeben. Und sollte es nötig sein, werden wir gemeinsam kämpfen. Aber bis dahin, sind wir getrennt stärker und sicherer.“, meinte Mazinkus. Nach kurzem nörgeln, waren dann aber alle der Meinung Isaks und Mazinkus und beschlossen alle wieder sich zu trennen. Und sobald jemand was wüsste, dies den anderen mitzuteilen, um rasch handeln zu können.
In dieser Nacht würde keiner gut schlafen können. Auch würden die restlichen Wettbewerbe morgen ausfallen, da alle sich wieder nach Hause begeben würden. Sie wussten, das nichts mehr so sein würde, wie es war. Das sie vielleicht aneinander nie wieder sehen würden. Dies war die vorerst letzte gemeinsame Nacht. Und so begaben sich alle recht schnell nach der Diskussion ins Bett. Es war eine ruhige Nacht, aber auch eine schlaflose. Vor allem für Isak, der stark gegen seine Tränen ankämpfen musste. All diese Jahre, die er nun lebte war es friedlich. Dann bekam er vom Himmel ein Kind, welches er nicht wollte, aber welches sehr schnell sein Herz eroberte und ihm alles bedeutete. Und jetzt hatte er Angst, dass er ihn verlieren würde. Um sich hatte er keine Angst er war schon alt, wenn er sterben würde, könnte er auf ein schönes Leben zurück blicken, aber Sieben Wind war in seinen Augen noch ein Kind. Und er hatte noch sein ganzes Leben vor sich. Eins wusste er, wenn es erforderlich wäre, würde er sein Leben für ihn hergeben. Mit diesen Gedanken schlief er dann auch endlich ein mit der Gewissheit, dass Morgen für ihn der schwerste Rückweg seines Lebens bevorstehen würde. Denn wenn er erst mal zu Hause wäre, würde für ihn und Sieben Wind ein neues, ein ungewisses und sehr gefährliches Leben beginnen. Sie müssten sich von all ihren lieben trennen. Sicher würde die Trennung von Onkel Lu und Lucy ihnen am schwersten fallen, da sie ein festere Bestandteil ihres Lebens waren. Sie waren ihre Familie.
Am liebsten würde er den Rückweg sich morgen ersparen. Schlummern und nie mehr aufwachen, wenn dadurch alles bleiben könnte wie es war. Doch dies war nur eine Utopie.

-Fortsetzung folgt-
PS: versprochen es wird nicht wieder ein Jahr dauern!











Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


vanHelsig
Hobbydichter
Registriert: Dec 2000

Werke: 5
Kommentare: 9
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
News

An alle werde gleich die Fortsetzung ins netzt stellen, viel spaß beim lesen.
VanHelsig

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Science Fiction Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!