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Leselupe.de > Humor und Satire
EPO-Alarm am Hindukusch
Eingestellt am 23. 10. 2008 09:25


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Vero
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EPO-Alarm am Hindukusch (Satire)

Wie die kuwaitische Nachrichtenagentur OPIC vermeldet, sind bei einem deutschen Soldaten in Afghanistan möglicherweise Spuren des Dopingmittels EPO nachgewiesen worden.

Der mehrfach fĂŒr nachhaltigen Brunnenbau ausgezeichnete Obergefreite hatte sich beim Gewehrreinigen im Verlaufe eines Kontrolleinsatzes im Dorfe Masri el Musri einen Finger durchschossen.
Im Zuge der umgehend eingeleiteten Notoperation im 300 Kilometer entfernten Krankenhaus fiel dem mit der Operation betrauten Hausmeister die verdickte Konsistenz des deutschen Blutes auf. Seine ihm bei der Operation assistierende Ehefrau Fatma sagte spĂ€ter aus, ihr Mann habe die ZĂ€hflĂŒssigkeit des Blutes anfangs fĂŒr eine typische deutsche Eigenheit gehalten. Sie selbst habe ihm aber unmissverstĂ€ndlich durch die Burka zu verstehen gegeben, dass es sich laut Al Dschasiras Coverage der Tour de France um die Wirkung des Kampfmittels EPO handeln könnte.
Der fĂŒr die Sicherheit des Hospitals alleinzustĂ€ndige Warlord Ismael Abu Abi wurde umgehend informiert. Abu Abi, ein Freund der unter seinem ausdrĂŒcklichen militĂ€rischen Schutz stehenden Deutschen („Ich habe in Heidelberg Mohnanbau studiert“) meldete den Verdacht umgehend an die im entlegenen und sicheren Kuschweg-Tal stationierten Deutschen.

Beiderseits wurde die höchste Geheimhaltungsstufe vereinbart.

Wie tags darauf die drei lokalen Zeitungen auf ihren Titelseiten vermeldeten, sei die zustĂ€ndige deutsche ISAF-Dependance in höchste Alarmstufe versetzt und eine grĂŒndliche Sichtkontrolle des Urins der Zeltnachbarn des Obergefreiten eingeleitet worden, ohne positive Befunde. Die drei Zeitungen forderten eine verlĂ€ssliche Analyse des Blutes, insbesondere aber die des Obergefreiten, der inzwischen unter bewaffnetem Schutz zur Kur nach Kabul geschickt wurde.

Wie die fĂŒhrende Zeitung „Dschihad Daily“ in einem Kurzinterview mit dem deutschen Soldaten bei seiner Abfahrt nach Kabul herausfand, soll der Obergefreite ĂŒber den Verlust seines rechten Mittelfingers sehr betrĂŒbt gewesen sein. („Ich beherrsche die Sprache hier nicht. Wie soll ich meinen afghanischen Freunden jetzt noch das ĂŒbliche VerstĂ€ndigungszeichen geben?“). Erfreut zeigte sich der verlĂ€ssliche SchĂŒtze ĂŒber den Erhalt seines rechten Zeigefingers.

Wie der verantwortliche Kommandeur der ISAF-Einheit, Oberst Helfeuch, im Zuge der weiteren stundenlangen Lager-Nachforschungen ĂŒberraschend zugeben musste, war der betreffende Soldat, ein passionierter Hobby-Rennfahrer, auf seiner Routinefahrt zur dörflichen Brunnenkontrolle mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, um die ĂŒberall prĂ€senten Taliban zu tĂ€uschen. Oberst Helfeuch weiter: Damit sparen wir auch Steuergelder und verteidigen das Weltklima hier am Hindukusch.

Er schloss aber eine Verbindung zwischen EPO-Doping in Deutschland und der Leistung der Bundeswehr am Hindukusch aus. Die Bundeswehr sei sauber und sei durchaus fĂ€hig, mit legalen Mitteln zu töten. Sollte sich der EPO-Verdacht wider Erwarten bei dem Kameraden bestĂ€tigen, sei dies mit Sicherheit ein Einzelfall. Der Oberst wörtlich: Sollte herauskommen, dass der Soldat den humanitĂ€ren Dienst in Afghanistan dazu missbraucht hat, hier unter inzwischen ĂŒblichen Methoden fĂŒr Zuhause zu trainieren, wird er empfindlich und nachdrĂŒcklich ermahnt werden.

Inzwischen ging ein handgeschriebenes Bekennerschreiben der Taliban-Nord ein, das die Urheberschaft des EPO-Anschlages auf die deutsche ISAF-Einheit ĂŒbernimmt.
Danach werden die Deutschen schon monatelang mit EPO versorgt, um ihren Kampfeswillen zu steigern, sie zu Kampfhandlungen zu verleiten und vom Brunnenbau abzuhalten.

© 2007 arnulf rÀdecke

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bluefin
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angesichts der der tatsÀchlichen verhÀltnisse eine geschmacklosigkeit sondersgleichen.

lustig? gut "gemacht?"

nein. so daneben und blöde, dass man's freiwillig löschen sollte.

bluefin

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Vero
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Lieber bluefin

"ES" wurde 2007 "gemacht".

Deine Beschimpfung habe ich entziffert. Jedem seine Meinung.

Da ist auch noch der Button "Mod-Alarm".
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bluefin
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"es" wurde am 23.10.2008 geposted. was hat sich der autor dieser unsÀglichkeit denn dabei gedacht?

da waren die jungs lĂ€ngst tot. angeblich gestorben fĂŒr "volk und vaterland", in wirklichkeit aber sinnlos krepiert fĂŒr nichts. sie hĂ€tten besseres verdient als deinen dĂ€mlichen "nachruf".

statt zu rechten, solltest du dich schÀmen.

bluefin

p.s.: mit dem knöpfchendrĂŒcken hab ich's nicht so. ich brauch keinen mod, um meine meinung zu vertreten.

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Vero
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Hallo, blaue Flosse

Deine schnelle Aufgeregtheit ehrt mich. Was will man mehr bei einer Satire? Falls sie dir zu großes Leid zugefĂŒgt hat, schĂ€me ich mich natĂŒrlich.

Mir als Autor kannst du ruhig weiter schonungslos deine Meinung schreiben. Dass die "Jungs" "sinnlos krepiert" sind, finde ich nun wieder als unsÀgliche Wortwahl. Es geht in der Satire um etwas ganz anderes als um einen "Nachruf", aber das musst du schon selbst herausfinden.

Lies alles noch mal unaufgeregt durch.
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Heidrun D.
Guest
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Nachtrag:

Jeder Mensch sollte wissen, dass Soldaten letztendlich zum Töten und nicht zum BrĂŒckenbau "abgerichtet" werden, denn sonst könnten sich Interessenten gleich bei der GTZ bewerben, nicht wahr?

Die Verwunderung darĂŒber, das Menschen sterben können, die an einem Kriegsschauplatz tĂ€tig sind, finde ich geradezu pervers. Insbesondere, weil ich davon ausgehe, dass die dafĂŒr Verantwortlichen, ihre Nachkommen nicht in Einsatz bringen.

PietÀt? Was ist das in diesem Zusammenhang? Eine schöne Beerdigung?

Dieser ganze Krieg ist ein Verbrechen, das sich tĂ€glich und ĂŒberall wiederholen kann, solange nicht ein ökonomisches Gleichgewicht in der Welt hergestellt ist. *trĂ€um

Und gerade wegen dieses Un-Sinns, dieser unsÀglichen UnertrÀglichkeit finde ich Veros Idee mit dem Doping sehr treffend.

Heidrun



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