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Leselupe.de > Gereimtes
ERINNERUNGEN
Eingestellt am 10. 06. 2003 11:59


Autor
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Intonia
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2001

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ERINNERUNGEN

Hier haben wir die ersten M├Ądchen angemacht,
im lecken Ruderboot uns beinah totgelacht.
F├╝r jeden Schei├č warn wir zu haben im Revier
und soffen uns die Birne voll mit k├╝hlem Bier.

Mein Gott, was ham wir alles angestellt.
Vielleicht kannst du mich sehn aus deiner Welt.
Nun bin ich wieder hier mit Bauch und Zahnersatz;
da dr├╝ben irgendwo hast du jetzt deinen Platz.

Noch einmal m├Âchte ich was ganz Verr├╝cktes tun,
bevor auch meine Knochen irgendwo da ruhn.
Ich hab's: ich steig nochmal ins Ruderboot,
spring ins Wasser und lach mich tot.

__________________
"Liebe kostet nichts und ist doch das Teuerste auf der Welt."

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kaffeehausintellektuelle
Guest
Registriert: Not Yet

ja, das hat mir ganz ausgezeichnet gefallen. r├╝hrend, witzig, liebevoll und gut geschrieben.

nur die allerletzte zeile, da find ich, da fehlen ein paar silben.
12
12
10
8

ich habs: ich steig nochmal ins ruderboot
und spring ins wasser und ich lach mich tot.

oder so. mir gings jetzt nur um den reim. das ist aber auch schon die einzige stelle, sonst liest es sich sehr fl├╝ssig.

liebe gr├╝├če
die k.

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Jongleur
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Aug 2001

Werke: 32
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Erinnerungen

Hallo Intonia
Erinnerungen, fl├╝ssig, gehn runter wie nix.
Nur die letzten beiden Zeilen, nicht nur das Versma├č holpert unmotiviert. Ist eigentlich auch schade, diese m├Âgliche "Sinnwende" zu verschenken.
Ich hab's: ich steig nochmal ins Ruderboot,
spring ins Wasser und lach mich tot.

┬á┬á┬áMit der Wende: noch einmal ins Boot steigen, noch einmal ins Wasser springen (impliziert das: ins kalte Wasser springen) scheint sich ein Neuanfang abzuzeichnen, als habe das Lyrische Ich durch die Erinnerungen auf dem Friedhof eine Wandlung erfahren, mit Bauch und Zahnersatz einen Entschluss gefasst, aus "dem Rest" etwas zu machen. - Aber dann d├╝rfte es sich nicht totlachen. Das w├Ąre ja nun nur eine Wiederholung des Jugendhumors. (auch wenn es sprachlich ein h├╝bscher Schlenker ist, ein h├╝bsches Schlie├čen des Gedichts, hat was von einer Refrainzeile)
Ich k├Ânnte mir sowas vorstellen wie: ... ich steig gleich morgen .... ... denn ├╝bermorgen bin ich tot.
Gru├č
Jongleur

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Steigerung

Hallo, Intonia,

dein Gedicht spricht auch mich an. Ich sehe die letzte Strophe so: Der Protagonist m├Âchte gerne wieder mit dem begrabenen Freund zusammen sein. Deshalb f├Ąllt ihm diese Verr├╝cktheit ein, einfach wieder, wie damals, ins Boot zu steigen. Und sich tot zu lachen, ist, wenn man gerne sterben m├Âchte ja auch nicht die unangenehmste Todesart. Ich finde es gut, dass Du die Silbenzahl in der letzten Zeile verk├╝rzt hast, denn dadurch bekommt der Inhalt noch eine Steigerung hin zur Pointe. Also, so empfinde ich das.

Liebe Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Intonia
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2001

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Die Interpretation liegt beim Leser

Hallo Ihr Drei (kaffeehausintellektuelle, Jongleur, Vera-Lena)!

Erstmal bin ich ├╝berw├Ąltigt, dass mein kleines Gedichtchen solche Resonanz erfahren hat und zweitens finde ich es sehr reizvoll, wie unterschiedlich es vom Leser und Betrachter interpretiert wird.

Sicher hat jeder von Euch Beiden (kaffeehausintellektuelle und Jongleur) Recht, wenn Ihr das Gedicht auf Eure Art beenden w├╝rdet.

Ich habe es aber bewusst auf meine Art getan, ├╝ber die ich allerdings wochenlang nachgedacht habe. Bis auf die letzten zwei Zeilen war es fast ein Jahr lang fertig. Und dann, vor ein paar Tagen, kam es wie eine Erleuchtung ├╝ber mich. Ich hab's! steht also hintergr├╝ndig auch f├╝r den Abschluss meines eigenen Denkprozesses. Und der Bruch mit dem Versma├č ist eine gewollte Effekthascherei. So hat es Vera-Lena ganz richtig erkannt.

Was mit dem Sprung ins Wasser und dem Totlachen gemeint ist, das ├╝berlasse ich der Interpretation des Lesers.

Ich danke Euch f├╝r Eure lieben Worte und w├╝nsche eine kreative Zeit.
Intonia
__________________
"Liebe kostet nichts und ist doch das Teuerste auf der Welt."

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silverbird
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2003

Werke: 35
Kommentare: 251
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mir gef├Ąllt gerade der Schluss so gut bei diesem witzig/nachdenklichen Gedicht.
Liebe Gr├╝sse
silverbird
__________________
es gibt immer Lichter in der Nacht, auch wenn die Augen sie erfinden m├╝ssen.
John Steinbeck

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